Zins Spezial / 14.08.2020 | 09:22:06 Werbung

Vodafone bringt Funktürme an die Börse

Robin Freytag
Autor Robin Freytag Bondhändler bei der DZ BANK

In den letzten Jahren hat sich Vodafone hoch verschuldet - Übernahmen und der Erwerb der 5G-Funklizenzen waren teuer. Der Teilverkauf des Funkmastengeschäfts soll helfen, den Schuldenberg abzubauen.

Robin Freytag
Autor Robin Freytag Bondhändler bei der DZ BANK

Umsatzrückgang, aber mehr Breitbandkunden

Die Coronakrise bekam auch der britische Telekommunikationsriese zu spüren. In den Monaten April bis Juni ging der Gesamtkonzernumsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 1,4% auf 10,5 Mrd. Euro zurück. Sehr stabil zeigte sich der deutsche Markt, welcher mit rund einem Drittel den größten Beitrag zum Konzern-EBITDA leistet. Deutlich schlechter lief dagegen das Geschäft in den von der Krise besonders gebeutelten Ländern wie Italien und Spanien. In beiden Ländern fiel der Serviceumsatz, d.h. ohne Verkauf von Endgeräten, um jeweils fast 7% im Vergleich zum Vorjahresquartal.

Aufgrund der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus und der zunehmenden Home-Office-Aktivität gewann Vodafone so viele NGN-Breitbandkunden wie noch nie zuvor. Zudem konnte der Konzern eine verstärkte Nutzung von Sprache und Daten verzeichnen. Insgesamt zeigte sich Vodafone-Chef Nick Read zufrieden mit dem erzielten Ergebnis. Demnach entsprach der leichte Umsatzrückgang den Erwartungen und zeigt die relative Widerstandsfähigkeit des Geschäftsmodells des Telekommunikationskonzerns.  

 

Vantage Towers geht 2021 an die Börse

In den letzten Jahren hat Vodafone einen hohen Schuldenberg aufgebaut. Vor allem der Erwerb der 5G-Funklizenzen war teilweise deutlich teurer als erhofft. Zusätzlich belastete die Übernahme von Liberty Global im vergangenen Jahr die Bilanz. Zum Ende des letzten Geschäftsjahres am 31. März 2020 betrug die Nettoverschuldung von Vodafone 42,2 Mrd. Euro. Im Jahr zuvor beliefen sich die Schulden noch auf 27,0 Mrd. Euro. Wir gehen allerdings davon aus, dass sich spätestens 2021 dieser Betrag reduzieren wird. Denn Vodafone hat angekündigt, im nächsten Jahr seine europäische Funkturmtochter Vantage Towers an die Börse zu bringen. Der Börsenwert der rund 68.000 Masten wird derzeit auf ca. 20 Mrd. Euro geschätzt. Wie viel Vodafone letztendlich durch den Börsengang einnimmt, gilt es aber abzuwarten. Je nach Marktsituation könnte sich der Wert noch verändern. Zudem will Vodafone auch nach dem IPO Mehrheitseigentümer bleiben.

Wir begrüßen die Pläne, Vantage Towers an die Börse zu bringen. Das Schuldenprofil sollte durch diesen Schritt deutlich entlastet werden. Des Weiteren gehen wir davon aus, dass ein Teil des Erlöses in die Finanzierung der Breitband- und Mobilfunkaktivitäten gesteckt wird. Skeptisch sehen wir dagegen die Entwicklung in den ohnehin schon schwachen Märkten Italien und Spanien. Mittel- bis langfristig rechnen wir dort mit wenig Wachstumspotenzial. Des Weiteren könnte unserer Meinung nach eine zweite Corona-Welle bzw. ein erneuter Lockdown zu Belastungen führen.

 

Rating-Ausblick

Aktuell wird die Bonität von Vodafone von den drei führenden US-Ratingagenturen Moody’s, Fitch und Standard & Poor’s mit den Langfrist-Ratings Baa2, BBB und BBB sowie einem negativen und zwei stabilen Ausblicken eingestuft. Anlagen mit diesen Ratings gelten als durchschnittlich gute Anlage. Allerdings können bei einer Verschlechterung der Gesamtwirtschaft Probleme auftreten.

Positiv bewerten die Agenturen die Größe des Unternehmens und die breite geografische Diversifizierung mit starken Marktpositionen in einer Reihe von Ländern. Vodafone verfügt zudem über ein starkes Portfolio von Vermögenswerten. Negativ wird dagegen die hohe Verschuldung betrachtet. Sowohl die Übernahme von Liberty Global als auch die hohen 5G-Frequenzzahlungen belasten das Unternehmen.

 

Bonitätsabhängige Schuldverschreibung auf die Vodafone Group Plc

Aktuell hat die DZ BANK eine bonitätsabhängige Schuldverschreibung auf die Vodafone Group Plc im Angebot. Der Zinssatz für dieses Papier beträgt 0,67% p.a. und die Laufzeit beträgt 7,3 Jahre. Die Zeichnungsphase läuft vom 14.08.2020 bis 31.08.2020.

Die Art und Höhe der Rückzahlung am Rückzahlungstermin ist abhängig von der Bonitätsentwicklung der Vodafone Group Plc. Am Rückzahlungstermin gibt es folgende Rückzahlungsmöglichkeiten:

1. Tritt während der Laufzeit der Schuldverschreibung kein Kreditereignis beim Referenzschuldner Vodafone Group Plc ein, erhält der Anleger zu den jährlichen Zinszahlungsterminen einen Zinssatz von 0,67% ausbezahlt. Zudem wird die Schuldverschreibung am Tag der Endfälligkeit zum Nennbetrag zurückgezahlt.

2. Tritt während der Laufzeit der Schuldverschreibung ein Kreditereignis beim Referenzschuldner Vodafone Group Plc ein, werden die Zinszahlungen ab diesem Zeitpunkt eingestellt und die Rückzahlung erfolgt zum Abwicklungsbetrag. Der Abwicklungsbetrag kann deutlich unter dem Nennbetrag liegen und im Extremfall null betragen, d.h. die Zahlung entfällt in diesem Fall vollständig (Totalverlustrisiko). Der Anleger erleidet einen Verlust, wenn der Abwicklungsbetrag unter dem Erwerbswert der Schuldverschreibung liegt.
Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist auch möglich, wenn die DZ BANK als Emittent ihre Verpflichtungen aus dem Zertifikat aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) nicht mehr erfüllen kann.

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Risikobeschreibung
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Stand: 14.08.2020
Emittentin: DZ BANK AG / Online-Redaktion

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Bonitätsabhängige Schuldverschreibung bezogen auf VODAFONE GROUP PUBLIC LIMITED COMPANY 20/27

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Quelle: DZ BANK: Geld 18.09., Brief
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  • Fälligkeitsdatum 23.12.2027
  • Währung des Produktes EUR

News / Vodafone Group Plc.

18.09.2020 | 10:50:10 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2/Schneller Mobilfunk: Noch Lücken an deutschen Bahnstrecken

(neu: weitere Stellungnahme der Bahn im 5. Absatz)

BERLIN (dpa-AFX) - Schnellen LTE-Mobilfunk entlang von Bahnstrecken gibt es nicht überall in Deutschland. Bundesweit ist etwa jeder 20. Kilometer Eisenbahnstrecke nicht mit schnellem mobilen 4G-Internet (LTE) abgedeckt. Das geht aus einer Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine FDP-Anfrage hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Betroffen sind demnach gut 2040 von rund 40 600 Kilometern Schienenwegenetz. Das entspricht einer Quote von rund fünf Prozent.

Im bundesweiten Vergleich schneidet Rheinland-Pfalz am schlechtesten ab, dort ist etwa jeder 10. Kilometer nicht mit schnellem Mobilfunk versorgt - gefolgt von Baden-Württemberg und Sachsen. Hingegen können Zugreisende in Berlin, Hamburg und Bremen ungestört surfen, dort liegt die Abdeckung nach Behördenangaben bei 100 Prozent. In Schleswig-Holstein ist nur jeder 80. Kilometer nicht mit schnellem Mobilfunk versorgt.

Unterbrochene Telefonate und Surfen im Schneckentempo nerve viele Bahngäste, sagte der FDP-Bundestagsabgeordnete, Torsten Herbst. Die Zahlen seien ein "absolutes Armutszeugnis" für die Digitalisierung in Deutschland und eine kundenfreundliche Bahn.

Das Bundesverkehrsministerium sieht auch die Betreiber von Schienenwegen und Bahnunternehmen in der Pflicht. Diese seien gehalten, etwa durch den Einbau von sogenannten Repeatern für eine zuverlässige Versorgung in den Zügen zu sorgen, hieß es.

Die Deutsche Bahn habe bereits 2018 zusammen mit den Mobilfunkanbietern einen großen Teil ihrer Fernverkehrszüge mit Repeatern ausgestattet, hieß es von einem Unternehmenssprecher. Aktuell seien alle ICE-Züge und fast alle IC-Züge mit solchen Signalverstärkern ausgestattet. "Die Verbindung im Zug kann nur so gut sein, wie sie außen am jeweiligen Streckenabschnitt ist. Es ist Aufgabe der Mobilfunkbetreiber, eine lückenlose Netzabdeckung entlang der Schienen sicherzustellen."

Prinzipiell sollen die Netzbetreiber für flächendeckenden Mobilfunkempfang in Deutschland sorgen. Um Funklöcher vor allem in ländlichen Regionen zu schließen, hatte die Bundesregierung im Juni allerdings angekündigt, künftig auch den Bau von Funkmasten mit 1,1 Milliarden Euro zu fördern. Technische Umbauten in Zügen sollen mit 150 Millionen Euro unterstützt werden. Ziel sei es, dass der Mobilfunk nicht mehr den Zugfunk störe, so der Bahnsprecher. Dafür sollen nun Bahnfunkgeräte teils umgetauscht oder aufgerüstet werden./raz/DP/eas

18.09.2020 | 09:37:32 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Schneller Mobilfunk: Noch Lücken an deutschen Bahnstrecken
18.09.2020 | 05:23:00 (dpa-AFX)
Schneller Mobilfunk: An deutschen Bahnstrecken gibt es noch Lücken
17.09.2020 | 15:57:52 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Freizeit-Monitor: Deutsche sehnen sich nach spontanen Unternehmungen
15.09.2020 | 14:34:53 (dpa-AFX)
ROUNDUP/EuGH: Bestimmte Handytarife verstoßen gegen EU-Recht
15.09.2020 | 12:56:03 (dpa-AFX)
ROUNDUP: EuGH: Bestimmte Handytarife verstoßen gegen EU-Recht
15.09.2020 | 11:09:55 (dpa-AFX)
EuGH: Bestimmte Handytarife mit 'Zero-Rating' verstoßen gegen EU-Recht

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