Aktien-Trading / 02.09.2020 | 11:35:32 Werbung

VARTA steht weiter unter Strom

Marcus Landau
Autor Marcus Landau

Senior Manager Public Distribution bei der DZ BANK

Bei VARTA laufen die Geschäfte nach wie vor sehr gut. Der Batteriehersteller erzielte im ersten Halbjahr kräftige Zuwächse beim Ergebnis und erhöhte daraufhin die Prognosen für das Gesamtjahr. Auf Rekordkurs befindet sich auch die Aktie, die zuletzt ein neues Allzeithoch markierte. Daher könnte eine trendfolgende Long-Positionierung u.E. einen sinnvollen Handelsansatz darstellen.

Marcus Landau
Autor Marcus Landau

Senior Manager Public Distribution bei der DZ BANK

Kräftiges Wachstum von Umsatz und Gewinn

Mikrobatterien, Haushaltsbatterien, Energiespeichersysteme und kundenspezifische Batterielösungen für eine Vielzahl von Anwendungen sind das Betätigungsfeld von VARTA. Das Geschäft zeigt im ersten Halbjahr 2020 eine sehr hohe Wachstumsdynamik. Dazu haben nicht zuletzt Akquisitionen (VARTA Consumer) beigetragen. Doch auch organisch verbuchte der Konzern ein kräftiges Umsatzplus von 66,5% auf 390,7 Mio. Euro und profitierte weiterhin von der starken Nachfrage nach wiederaufladbaren Lithium-Ionen-Batteriezellen, bei denen er zu den Technologieführern gehört. Trotz der durch Corona verursachten globalen Nachfrageschocks zeigte sich dieser Bereich sehr robust. VARTA profitierte vor allem vom Boom bei kabellosen Kopfhörern (Hearables) im Premiumsegment. Positiv bewerten wir zudem die Robustheit bei den primären Hörgeräte-Batterien. Die Gesellschaft konnte in diesem strukturell wachsenden Markt ihre führende Stellung festigen und ausbauen.

Neben dem umsatzseitigen kräftigen Wachstum lieferte VARTA unseres Erachtens bei den Gewinnen eine starke Leistung ab. Die Erträge stiegen kräftig. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verbesserte sich von 37,2 auf 102,1 Mio. Euro. Gleichzeitig wurde die entsprechende EBITDA-Marge noch einmal ausgebaut. Sie erhöhte sich von 24,6% auf 26,1%. Das positive Ergebniswachstum spiegelte sich in der operativen Cashflow-Entwicklung wider, worin wir unsere Annahme bestätigt sehen, dass VARTA über ein tragfähiges Geschäftsmodell verfügt.

 

Ausbau der Kapazitäten

Damit ist der Konzern zudem in der Lage, die derzeit laufenden, umfangreichen Investitionen in den Ausbau der Produktionskapazitäten größtenteils aus dem operativen Geschäft abzudecken. Die Produktion von Lithium-Ionen-Zellen soll bis 2021 von 200 auf 300 Mio. Einheiten pro Jahr ausgeweitet werden, wofür zusätzliche Investitionen von rund 175 Mio. Euro vorgesehen sind. Auch wenn die Strategie mit Risiken und hohen Kosten verbunden ist, weshalb der freie Cashflow aktuell negativ ist, gehen wir davon aus, dass sich diese langfristig auszahlt. Das Unternehmen setzt auf das erwartete hohe Marktwachstum auf dem Gebiet der Lithium-Ionen-Batterien, die in immer mehr Hightech-Anwendungen im Konsumgüterbereich zum Einsatz kommen. Mit einer größeren Kapazität kann man flexibler auf den steigenden Bedarf reagieren. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass bei der Produktionserweiterung eine neue Generation von Anlagen eingesetzt wird, die eine höhere Effizienz besitzen.

Abgesehen von der erfreulichen Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr und den angehobenen Jahresprognosen bewerten wir die Anfang August zwischen VARTA und Samsung getroffene Einigung positiv. Beide Firmen haben ihre Patentstreitigkeiten beendet und ihre bestehende Zusammenarbeit erweitert. VARTA bleibt damit in den nächsten Jahren der Hauptlieferant für wiederaufladbare Batterien der Headsets von Samsung.

Die zuletzt positive Nachrichtenlage sowie das positive Marktumfeld haben dazu geführt, dass die VARTA-Aktie ihren Aufwärtstrend, der sich seit dem Korrekturtief im März 2020 gebildet hat, fortsetzte. Dabei wurde nun das bisherige Allzeithoch von Dezember 2019 erreicht und überschritten. Bewertungstechnisch scheinen die positiven Geschäftsaussichten aus unserer Sicht zwar weitestgehend im aktuellen Kurs abgebildet zu sein. Aus charttechnischer Sicht sowie dem zuletzt positiven Aufwärtsmomentum besteht jedoch die Möglichkeit für eine Fortsetzung des aktuellen Anstiegs. Entsprechend könnten trendfolgende Long-Positionen derzeit einen Trading-Ansatz darstellen.

 

Trading-Idee: Endlos-Turbo Long auf VARTA

Mit Hebelprodukten können Anleger überproportional an allen Kursentwicklungen des zugrunde liegenden Basiswerts partizipieren. Aufgrund der Hebelwirkung reagiert das Produkt auf kleinste Kursbewegungen des Basiswerts. Da die Wertentwicklung des Basiswerts im Laufe der Zeit schwanken bzw. sich nicht entsprechend den Erwartungen des Anlegers entwickeln kann, besteht das Risiko, dass das eingesetzte Kapital nicht in allen Fällen in voller Höhe zurückgezahlt wird. Der Kapitalverlust kann ein erhebliches Ausmaß annehmen, sodass ein Totalverlust entstehen kann.

Auf den Basiswert VARTA AG stehen verschiedene Endlos-Turbos zur Verfügung. Ein Beispiel ist der Endlos-Turbo Long mit einem Basispreis von 94,7401 Euro sowie einer Knock-Out-Barriere von 94,7401 Euro. Das Produkt eignet sich für Anleger, die auf steigende Kurse des Basiswerts setzen wollen. Der Endlos-Turbo Long auf die VARTA AG hat keine feste Laufzeit, kann aber während der Laufzeit verfallen, sofern ein Knock-Out-Ereignis eintritt. Ein Knock-Out-Ereignis tritt ein, wenn der Beobachtungspreis (jeder Kurs des Basiswerts an einem Beobachtungstag, wie er von der maßgeblichen Börse berechnet wird) mindestens einmal auf oder unter der Knock-Out-Barriere liegt. Tritt ein solches Knock-Out-Ereignis ein, verfällt das Produkt ohne weiteres Tätigwerden des Anlegers wertlos, sodass es zu einem Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommt.

 

Risikobeschreibung
Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

Stand: 02.09.2020
Emittentin: DZ BANK AG / Online-Redaktion

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Endlos Turbo Long 94,8457 open end: Basiswert Varta

DFR2CW / //
Quelle: DZ BANK: Geld 18.09., Brief 18.09.
DFR2CW // Quelle: DZ BANK: Geld 18.09., Brief 18.09.
2,55 EUR
Geld in EUR
2,73 EUR
Brief in EUR
0,00%
Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 120,00 EUR
Quelle : Xetra , 18.09.
  • Basispreis
    (Stand 18.09. 04:08 Uhr)
    94,8457 EUR
  • Abstand zum Basispreis in %

    20,96%
  • Knock-Out-Barriere
    (Stand 18.09. 04:08 Uhr)
    94,8457 EUR
  • Abstand zum Knock-Out in %

    20,96%
  • Hebel 4,41x
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 0,10

News / Varta AG

03.09.2020 | 19:06:24 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Kretschmann trotz Fehlern gegen neues Verfahren für Batteriefabrik

STUTTGART (dpa-AFX) - Trotz der deutlichen Kritik des Bundesrechnungshofs an der Vergabe des Standorts der neuen Batterieforschungsfabrik nach Münster ist Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) gegen ein neues Verfahren. Zwar zeige der Bericht des Bundesrechnungshofs, dass das Vergabeverfahren fehlerhaft gewesen und gegen den Gleichheitsgrundsatz verstoßen worden sei. Dennoch solle es nicht neu aufgerollt werden, sagte der Regierungschef am Donnerstag. "Das würde den Prozess erheblich verzögern und dem Standort Deutschland in Sachen Batteriezellenforschung schaden." Dagegen fordert Bayern einen Neustart des Vergabeverfahrens.

Das Bundesforschungsministerium hatte im Sommer vergangenen Jahres entschieden, dass eine mit rund 500 Millionen Euro geförderte Batterieforschungsfabrik bis 2022 im nordrhein-westfälischen Münster entstehen soll. Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) kommt aus dem nahe gelegenen Ibbenbüren und war für die Standortvergabe kritisiert worden. Auch Baden-Württemberg und Bayern hatten sich beworben.

Vor dem Hintergrund der Standortvergabe forderte die haushaltspolitische Sprecherin der Linken im Bundestag, Gesine Lötzsch, den Rücktritt der Bundesforschungsministerin. "Eine Ministerin, die sich derartig verhält, ist nicht tragbar", sagte sie dem Radiosender MDR Aktuell am Donnerstag.

Vor allem in Baden-Württemberg gab es Unverständnis, dass der Zuschlag für die Fabrik an Münster und nicht zum Beispiel an Ulm ging. Dort wird schon seit einigen Jahren an der Entwicklung leistungsstarker Batterien für Elektrofahrzeuge geforscht.

Das Bundesministerium müsse nun den Standort Ulm/Karlsruhe bei der Umsetzung des Konzepts stärker als bislang vorgesehen fördern, forderte Kretschmann. "Nur wenn wir die Kompetenzen bündeln, schaffen wir es, den Rückstand zu Asien und den USA in der erforderlichen Geschwindigkeit aufzuholen", sagte er./mov/DP/jha

02.09.2020 | 18:54:01 (dpa-AFX)
ROUNDUP 3: Bundesrechnungshof sieht Fehler bei Vergabe für Batteriefabrik
02.09.2020 | 15:24:29 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Bundesrechnungshof sieht Fehler bei Vergabe für Batteriefabrik
02.09.2020 | 14:02:32 (dpa-AFX)
Bundesrechnungshof sieht Fehler bei Vergabe für Batteriefabrik
02.09.2020 | 13:26:35 (dpa-AFX)
AKTIEN IM FOKUS: Compugruop und Atoss folgen der Rekordrally bei US-Tech-Werten
02.09.2020 | 11:02:01 (dpa-AFX)
Varta schließt sich Öko-Allianz von Apple an
02.09.2020 | 10:44:43 (dpa-AFX)
AKTIE IM FOKUS: Varta schwächer als Gesamtmarkt, aber in Nähe des Rekords

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