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Anlage-Spezial Turnarounds / Archiv: 04.11.2022 | 12:24:01 Werbung

Turnarounds: Shop Apotheke Europe – Profiteur der Digitalisierung

Felix Schröder
Redakteur Felix Schröder

Produktmanager bei der DZ BANK

Mit dem Spezial zu Turnarounds wird eine Rubrik gestartet, in welcher an jedem Freitag spannende Kandidaten für potenzielle Erholungsbewegungen besprochen werden. Den Auftakt dieses Spezials bildet die Onlineapotheke Shop Apotheke Europe N.V. Sie konnte während der Coronapandemie am 18. Februar 2021 ein Allzeithoch bei 249 Euro markieren und ist anschließend in einen Abwärtstrend übergegangen. Mittlerweile notiert der Titel um rund 85 % unter dem Allzeithoch, wobei der Trend zur Digitalisierung des deutschen Gesundheitssystems sich in den kommenden Jahren weiter entfalten dürfte und der Konzern Umsatzanstiege verzeichnet. Diese Kombination könnte den Titel zu einem interessanten Turnaroundkandidaten machen.

Felix Schröder
Redakteur Felix Schröder

Produktmanager bei der DZ BANK

Digitale Apotheke im Profil

Shop Apotheke Europe N.V. zählt zu den führenden europäischen Onlineapotheken. So ist der Konzern eigenen Angaben zufolge der unangefochtene Spitzenreiter in Belgien und Österreich. Hinzu kommt, dass die Website des Unternehmens in Deutschland die größte und am häufigsten besuchte Website eines Webshops für Apotheken ist. Die Gruppe vertreibt hauptsächlich rezeptfreie Arzneimittel sowie apothekenübliche Schönheits- und Pflegeprodukte. In diesem Zusammenhang bietet Shop Apotheke auch umfassende Informationen zu Medikamenten, ihrer Anwendung sowie zu Neben- und Wechselwirkungen.

 

Expansion durch Übernahmen und neue Produkte

Durch gezielte Übernahmen und die Expansion in angrenzende Geschäftsbereiche erschließt sich das Unternehmen zunehmend neue Wachstumspotenziale. Zum Beispiel wurde SMARTPATIENT übernommen, um den Bereich des digitalen Medikationsmanagements auszubauen. Beim digitalen Medikationsmanagement geht es darum, Patienten dabei zu helfen, Medikamente richtig, sicher und bequem einzunehmen. Die Digitalisierung von Prozessen sowie neue digitale Serviceangebote sind mit der Einführung des elektronischen Rezepts in Deutschland besonders wichtig für das zukünftige Wachstum des Unternehmens. Mit Blick auf die eigene Produktpalette entwickelt sich der Konzern ebenfalls kontinuierlich weiter. So wird das Sortiment zum Beispiel durch den Ausbau der Eigenmarke RedCare vorangetrieben. RedCare könnte den Kunden als Alternative zu bekannten OTC- und Gesundheitsprodukten dienen. Aufgrund ihrer Exklusivität stärkt diese Marke die Kundenbindung an Shop Apotheke.

Umsatzwachstum ermöglicht stärkeren Fokus auf die Profitabilität

Am 05. Oktober hatte Shop Apotheke Europe einen vorläufigen Bericht zum dritten Quartal präsentiert. Dieser war durch einen Umsatzanstieg um 20 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 285 Millionen Euro und das Erreichen der Gewinnschwelle geprägt. Als Wachstumstreiber sollten sich erneut die nicht verschreibungspflichtigen Medikamente erweisen, welche insgesamt rund 252 Millionen Euro des Umsatzes ausmachen dürften. Vorstandschef Stefan Feltens sprach von Marktanteilsgewinnen in allen sieben Ländern. Die Prognose für das Gesamtjahr bestätigte das Management für das fortgeführte Geschäft.

 

Am 31. Oktober präsentierte das Unternehmen dann die endgültigen Zahlen für das dritte Quartal. Der Umsatz entsprach dabei dem vorläufigen Wert von 285 Millionen Euro und beim bereinigten EBITDA des laufenden Geschäfts konnten positive 3 Millionen Euro ausgewiesen werden. Positiv hervorgehoben wurde insbesondere die Rentabilität, welche durch effizientere Betriebsabläufe im Distributionszentrum in Sevenum vorangetrieben wurde. Positiv wirkte dabei auch die Verkürzung der Lieferzeiten, was zu nachhaltig hohen Kundenzufriedenheitswerten mit einem Net Promoter Score (NPS) von deutlich über 70 beigetragen hat. Initiativen zur Optimierung von Kosten und Margen führten zu einer spürbaren Erhöhung der bereinigten EBITDA-Marge des laufenden Geschäfts um 2,4 Prozentpunkte auf 0,9 Prozent im dritten Quartal. Positiv entwickelt sich auch die Bekanntheit und Akzeptanz des Konzerns, welcher insbesondere während der Coronapandemie durch die einfache Bedienung und den schnellen Prozess des Onlinebestellens profitieren konnte. Insgesamt verfügt das Unternehmen mittlerweile über rund neun Millionen aktive Kunden, wovon allein rund eine Million neue Kunden in diesem Jahr und rund 1,6 Millionen neue Kunden seit dem Vorjahreszeitraum gewonnen werden konnten.

 

E-Rezept in Deutschland ist durch Komplikationen geprägt

Für Enttäuschung sorgt derzeit auf der anderen Seite der schleppende Prozess mit dem elektronischen Rezept in Deutschland. Rückblickend hatte das Bundesministerium für Gesundheit in den letzten Jahren zahlreiche wegweisende Impulse für die Digitalisierung des Gesundheitswesens in Deutschland auf den Weg gebracht. Unter anderem wurde im Jahr 2015 ein Gesetz für sichere digitale Kommunikation und Anwendungen im Gesundheitswesen (E-Health-Gesetz) geschlossen, welches den ersten Rahmen für den Aufbau der sicheren Telematikinfrastruktur (TI) und die Einführung medizinischer Anwendungen gesetzt hat. Unter anderem wurde das Patientendaten-Schutz-Gesetz (PDSG) im Oktober 2020 auf den Weg gebracht. Hierauf baut das E-Rezept auf, welches weitere neue digitale Anwendungen ermöglichen soll. Von der Medikationserinnerung bis hin zum Medikationsplan mit eingebautem Wechselwirkungscheck solle alles abgewickelt werden können. So könne zugleich einfach überprüft werden, ob alle Arzneimittel untereinander verträglich seien. Doch dieser Plan ist durch Verzögerungen geprägt. Statt der geplanten, pflichtmäßigen Einführung in Deutschland im laufenden Jahr, wird mittlerweile das kommende Jahr in den Fokus gelegt. Demnach könnten ab 2023 E-Rezepte in der Apotheke auch direkt unter Vorlage der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) eingelöst werden.

 

Shop Apotheke Europe leidet unter der Unsicherheit

Verzögerungen durch die deutschen Behörden haben dazu geführt, dass Shop Apotheke Europe im Oktober 2022 erst die Schwelle von 0,5 Millionen elektronischen Rezepten erreichen konnte. In diesem Zusammenhang folgte am 03. November noch die Nachricht, dass die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) die Einführung der elektronischen Verschreibung aussetzt. Hierzu sehe man sich wegen der Haltung des Bundesdatenschutzbeauftragten gezwungen, teilte die Ärztevereinigung am Donnerstag in Dortmund mit. Die Aktie der Shop Apotheke Europe N.V. ist daraufhin erneut auf ein 52-Wochentief eingebrochen. Sofern der Konzern allerdings weitere Umsatzanstiege und den Weg in Richtung Profitabilität beschreiten sollte und die Digitalisierung des deutschen Gesundheitswesens Fortschritte macht, könnte die Aktie einen spannenden Turnaroundkandidaten darstellen.

 

Trading-Idee: Endlos-Turbo Long Optionsschein auf Shop Apotheke Europe

Anleger, die von einer positiven Geschäftsentwicklung des Unternehmens Shop Apotheke Europe N.V. ausgehen, könnten als Alternative zu einem Direktinvestment mit einem Endlos-Turbo Long Optionsschein der DZ BANK bezogen auf die Shop Apotheke Europe N.V.-Aktie (Basiswert) auf ein solches Szenario setzen (z.B. WKN DW56LY). Mit Endlos-Turbo Long Optionsscheinen können Anleger überproportional an allen Kursentwicklungen des zugrunde liegenden Basiswerts partizipieren. Aufgrund der Hebelwirkung reagiert ein Endlos-Turbo Long Optionsschein auf kleinste Kursbewegungen des zugrunde liegenden Basiswerts. Da die Wertentwicklung des zugrunde liegenden Basiswerts im Laufe der Zeit schwanken oder sich nicht entsprechend den Erwartungen des Anlegers entwickeln kann, besteht das Risiko, dass das eingesetzte Kapital nicht in voller Höhe zurückgezahlt wird. Sollte der Kurs des zugrunde liegenden Basiswerts an mindestens einem Zeitpunkt während der Laufzeit eines Endlos-Turbo Long Optionsscheins auf oder unter der sog. Knock-Out-Barriere notieren (Knock-out-Ereignis), verfällt der Endlos-Turbo long Optionsschein wertlos. Die Knock-Out-Barriere wird täglich angepasst. Ansprüche aus dem zugrunde liegenden Basiswert (z.B. Dividenden, Stimmrechte) stehen dem Anleger nicht zu. Ein Endlos-Turbo long Optionsschein hat keine feste Laufzeit. Er kann insgesamt zu festgelegten Terminen (ordentliche Kündigungstermine) durch die DZ BANK gekündigt werden. Ein Anleger kann einen Endlos-Turbo long Optionsschein an festgelegten Terminen (Einlösungstermine) einlösen.

 

Einen gänzlichen Verlust des eingesetzten Kapitals erleidet der Anleger bei einem Endlos-Turbo long Optionsschein mit Basiswert Shop Apotheke Europe N.V.-Aktie, wenn der Kurs der Aktie des Unternehmens Shop Apotheke Europe N.V. zu einem beliebigen Zeitpunkt während der Haltedauer auf oder unter der Knock-Out-Barriere notiert. (Totalverlustrisiko). Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist auch möglich, wenn die DZ BANK ihren Verpflichtungen aus dem Produkt aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit / Überschuldung) nicht mehr erfüllen kann.

 

Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

 

Stand: 04.11.2022, DZ BANK AG / Online-Redaktion

Hinweis auf Rechtliches, Prospekt und Basisinformationsblatt

Hinweis auf das Basisinformationsblatt
Das von der DZ BANK erstellte Basisinformationsblatt ist in der jeweils aktuellen Fassung auf der Internetseite der DZ BANK www.dzbank-derivate.de/DW56LY (dort unter „Dokumente“) abrufbar. Dies gilt, solange das Produkt für Privatanleger verfügbar ist.

Hinweis auf den Prospekt
Der gemäß gesetzlicher Vorgaben von der DZ BANK bezüglich des öffentlichen Angebots erstellte Basisprospekt sowie etwaige Nachträge und die zugehörigen Endgültigen Bedingungen sind auf der Internetseite der DZ BANK www.dzbank-derivate.de veröffentlicht und können unter www.dzbank-derivate.de/DW56LY (dort unter „Dokumente“) abgerufen werden. Sie sollten den Prospekt lesen, bevor Sie eine Anlageentscheidung treffen, um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Prospekts von der zuständigen Behörde ist nicht als Befürwortung der angebotenen oder zum Handel an einem geregelten Markt zugelassenen Wertpapiere zu verstehen. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.

Rechtliche Hinweise: Diese Information ist eine Werbemitteilung und dient ausschließlich Informationszwecken. Diese Information wurde von dem Redakteur im Auftrag der DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank („DZ BANK“) erstellt und ist zur Verteilung in der Bundesrepublik Deutschland bestimmt. Diese Werbemitteilung richtet sich nicht an Personen mit Wohn- und/oder Gesellschaftssitz und/oder Niederlassungen im Ausland, vor allem in den Vereinigten Staaten von Amerika, Kanada, Großbritannien oder Japan. Diese Werbemitteilung darf im Ausland nur in Einklang mit den dort geltenden Rechtsvorschriften verteilt werden und Personen, die in den Besitz dieser Informationen und Materialien gelangen, haben sich über die dort geltenden Rechtsvorschriften zu informieren und diese zu befolgen. Diese Werbemitteilung stellt weder ein öffentliches Angebot noch eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebotes zum Erwerb von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Die DZ BANK ist insbesondere nicht als Anlageberater oder aufgrund einer Vermögensbetreuungspflicht tätig. Diese Werbemitteilung ist keine Finanzanalyse. Diese Werbemitteilung stellt eine unabhängige Bewertung der entsprechenden Emittentin bzw. Wertpapiere durch den Redakteur dar. Alle hierin enthaltenen Bewertungen, Stellungnahmen oder Erklärungen sind diejenigen des Redakteurs der Werbemitteilung und stimmen nicht notwendigerweise mit denen der Emittentin oder dritter Parteien überein. Angaben zu künftigen Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für die tatsächliche künftige Wertentwicklung. Der Redakteur hat die Informationen, auf die sich die Werbemitteilung stützt, aus als zuverlässig erachteten Quellen übernommen, ohne jedoch alle diese Informationen selbst zu verifizieren. Dementsprechend gibt die DZ BANK keine Gewährleistungen oder Zusicherungen hinsichtlich der Genauigkeit, Vollständigkeit oder Richtigkeit der hierin enthaltenen Informationen oder Meinungen ab. Die DZ BANK übernimmt keine Haftung für unmittelbare oder mittelbare Schäden, die durch die Verteilung und/oder Verwendung dieser Werbemitteilung verursacht werden und/oder mit der Verteilung und/oder Verwendung dieser Werbemitteilung im Zusammenhang stehen. Eine Investitionsentscheidung bezüglich irgendwelcher Wertpapiere oder sonstiger Finanzinstrumente sollte auf der Grundlage eines Beratungsgesprächs sowie Prospekts oder Informationsmemorandums erfolgen und auf keinen Fall auf der Grundlage dieser Werbemitteilung. Die Bewertungen können je nach den speziellen Anlagezielen, dem Anlagehorizont oder der individuellen Vermögenslage für einzelne Anleger nicht oder nur bedingt geeignet sein. Die Informationen und Meinungen entsprechen dem Stand zum Zeitpunkt der Erstellung der Werbemitteilung. Sie können aufgrund künftiger Entwicklungen überholt sein, ohne dass die Werbemitteilung geändert wurde.

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(Bewertungen: 7)

Endlos Turbo Long 27,4409 open end: Basiswert Shop Apotheke Europe

DW56LY / //
Quelle: DZ BANK: Geld 03.02., Brief 03.02.
DW56LY // Quelle: DZ BANK: Geld 03.02., Brief 03.02.
4,39 EUR
Geld in EUR
4,60 EUR
Brief in EUR
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Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 71,06 EUR
Quelle : Xetra , 03.02.
  • Basispreis
    (Stand 03.02. 04:02 Uhr)
    27,4409 EUR
  • Abstand zum Basispreis in % 61,38%
  • Knock-Out-Barriere
    (Stand 03.02. 04:02 Uhr)
    27,4409 EUR
  • Abstand zum Knock-Out in % 61,38%
  • Hebel 1,55x
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 0,10

News / Shop Apotheke Europe N.V.

03.02.2023 | 10:44:17 (dpa-AFX)
AKTIEN IM FOKUS 2: Zur Rose mit Kurssprung - Konzentration auf Deutschland

(neu: Kurse, mehr Details und Experten)

FRANKFURT/ZÜRICH (dpa-AFX) - Die Konzentration auf den deutschen Markt hat am Freitag bei Zur Rose <CH0042615283> für heftige Kursschwankungen der Aktie gesorgt. Wie das Schweizer Unternehmen ankündigte, wird das Geschäft in der Schweiz an die Handelskette Migros verkauft, um sich auf das Wachstum in Deutschland zu konzentrieren. Der Schritt sei so etwas wie ein "Befreiungsschlag" für die Online-Apotheke, hieß es am Markt.

Entsprechend nervös agierten die Anleger: In einer ersten Reaktion schnellte der Kurs um mehr als 92 Prozent nach oben - vermutlich beschleunigt durch Spekulanten, die auf fallende Kurse gesetzt hatten und nun zum Rückkauf der geliehenen Aktien gezwungen wurden. Anschließend reduzierte sich das Plus zwar deutlich, betrug zuletzt aber immer noch 28,7 Prozent. Die Aktien entkamen damit nach zwei düsteren Börsenjahren 2021 und 2022 ihrem Tal. Das Rekordtief von etwa 23 Euro stammt aus dem November. Erst dieses Jahr haben sie sich davon begonnen zu lösen, nun aber erst mit viel Schwung.

Laut dem Experten Volker Bosse von der Baader Bank ist der strategische Schritt von Zur Rose für Anleger eine Überraschung - wenngleich er immer wieder als Möglichkeit diskutiert worden sei, um die finanzielle Stabilität der Schweizer zu verbessern. Zur Rose stärke damit seine Kapitalstruktur, fokussiere sich mehr und die Erlöse aus der Transaktion machten Zur Rose so gut wie schuldenfrei. Allerdings werde das Unternehmen damit auch kleiner und weniger profitabel. Zudem reduzierten sich die Wachstumspotenziale.

Die Gruppe sei damit ihr "Huhn-Ei-Problem" losgeworden, hieß es von Jefferies Research. Der zuständige Analyst deutete damit an, dass das Unternehmen lange vor dem Dilemma stand, ob man die Marktstellung in Deutschland weiter ausbauen, und dafür Schulden machen, oder sich auf Profitabilität konzentrieren solle.

Zur Rose war lange Zeit auf Talfahrt und damit wohl auch bei Spekulanten beliebt, die auf fallende Kurse gesetzt hatten. Allein 2021 hatten die Titel von Zur Rose infolge abermaliger Enttäuschungen rund um das E-Rezept in Deutschland fast 90 Prozent eingebüßt. Zuletzt sah sich das Unternehmen angesichts wachsender Schulden und anhaltenden Verzögerungen bei der Umsetzung des E-Rezepts gezwungen, den Fokus auf die Profitabilität zu legen.

Doch was des einen Freud, ist des anderen Leid: Bei den Anlegern der Shop Apotheke <NL0012044747> kam die Ankündigung nicht gut an. Laut einem Händler ist es für Anleger der Shop Apotheke keine gute Nachricht, da dem Medikamentenversender damit erstarkte Konkurrenz in Deutschland droht.

"Der Erlös, den Zur Rose mit dem Verkauf erzielt, macht die Schweizer netto schuldenfrei. Dies könnte sie zu einem stärkeren und fokussierteren Konkurrenten für Shop Apotheke machen", so der Börsianer. Die Papiere der Online-Apotheke, die am Vortag im Zuge der Marktrally noch um zehn Prozent hochgeschnellt waren, sackten nun um fünf Prozent ab.

Am Vortag waren Tech- und Internet-Werte generell stark gefragt im Zuge einer Branchenrally an der US-Börse Nasdaq, am Freitag jedoch kamen solche Werte wieder unter Druck. Dies stand im Zusammenhang mit enttäuschenden Zahlen vom Amazon <US0231351067>, Apple <US0378331005> und Alphabet <US02079K3059>, die am Vorabend nach US-Börsenschluss veröffentlicht wurden./tih/APA/mf/jha/

03.02.2023 | 10:00:41 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Shop-Apotheke-Konkurrent Zur Rose konzentriert sich auf Deutschland
03.02.2023 | 09:34:15 (dpa-AFX)
AKTIEN IM FOKUS: Shop Apotheke schwach - Zur Rose nur noch mit Deutschland-Fokus
01.02.2023 | 13:55:26 (dpa-AFX)
Zahl der Apotheken schrumpft im Rekordtempo
26.01.2023 | 17:15:55 (dpa-AFX)
EQS-DD: SHOP APOTHEKE EUROPE N.V. (deutsch)
26.01.2023 | 17:13:35 (dpa-AFX)
EQS-DD: SHOP APOTHEKE EUROPE N.V. (deutsch)
26.01.2023 | 17:06:37 (dpa-AFX)
EQS-DD: SHOP APOTHEKE EUROPE N.V. (deutsch)

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