Zins Spezial / 24.01.2020 | 10:23:07 Werbung

Südzucker - Ethanol-Tochter profitiert von steigender Nachfrage

Robin Freytag
Autor Robin Freytag Bondhändler bei der DZ BANK

Südzucker schreibt rote Zahlen. Wetterkapriolen sowie ein schwieriges Marktumfeld belasteten den Konzern. Doch andere Geschäftsfelder sowie ein starkes drittes Quartal sorgen für Lichtblicke.

Robin Freytag
Autor Robin Freytag Bondhändler bei der DZ BANK

Schwieriges Zuckermarktumfeld

Bei Deutschlands größtem Zuckerproduzenten läuft es derzeit nicht in allen Bereichen rund. In den ersten drei Quartalen des laufenden Geschäftsjahres hat der in Mannheim ansässige Konzern einen Konzernumsatz von 5.028 Mio. Euro erwirtschaftet. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist dies ein Rückgang um 3,2%. Deutlich schlimmer sieht die Lage beim Jahresüberschuss aus. Während in den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres ein Gewinn von 36 Mio. Euro erwirtschaftet wurde, muss Südzucker dieses Jahr einen Verlust von 35 Mio. Euro ausweisen.

Verantwortlich für dieses Ergebnis war unter anderem das Wetter. Aufgrund des trockenen Frühlings und Sommers 2019 sind die Zuckerrüben langsamer gewachsen als üblich. Als dann im Herbst der Regen kam, konnte zwar das Wachstum zulegen, allerdings blieb der Zuckergehalt unter dem angestrebten Wert. Letztendlich führten die Ernterückgänge zu steigenden Zuckerrübenpreisen und somit höheren Produktionskosten. Des Weiteren kämpft der Konzern seit der Liberalisierung des EU-Zuckermarktes mit fallenden Preisen.

Während das Segment Zucker schwächelt, konnten andere Bereiche positiv überraschen. So wuchs im Bereich Spezialitäten das operative Ergebnis im dritten Quartal um 21% auf 143 Mio. Euro. Ebenfalls sehr erfreulich fielen die Zahlen der Südzucker-Tochter CropEnergies aus. Dank einer steigenden Nachfrage nach Ethanol konnte das operative Ergebnis in diesem Segment im dritten Quartal mehr als verdreifacht werden - auf insgesamt 70 Mio. Euro.

 

Weltmarkt auf Erholungskurs?

Hoffnung auf eine Erholung am Zuckermarkt machen die Aussagen des Consulting-Unternehmens F.O. Licht. Demnach soll das Defizit auf dem Weltzuckermarkt auf 10,9 Mio. Tonnen Zucker anwachsen. Aus diesem Grund haben sich jüngst die Weltmarktpreisnotierungen erhöht. Diese Entwicklung sollte früher oder später auch Auswirkungen auf den europäischen Zuckermarkt und die heimischen Produzenten haben. Zudem ist aufgrund einer wachsenden Weltbevölkerung mittel- bis langfristig mit einer steigenden Nachfrage nach dem süßen Rohstoff zu rechnen.

Trotz der oben genannten Punkte sind wir gegenüber dem Zuckermarkt skeptisch und sind der Meinung, dass es möglicherweise noch zu früh ist, um von einer Erholung zu sprechen. Positiv sehen wir dagegen die anderen Bereiche bzw. Töchter von Südzucker. So erwarten wir aufgrund der aktuellen Diskussion um den Klimawandel eine steigende Nachfrage nach Ethanol. Südzucker ist mit seiner Tochter CropEnergies in diesem Bereich gut positioniert und sollte unserer Ansicht nach langfristig von diesem Trend profitieren.

 

Durchwachsener Rating-Ausblick

Derzeit wird die Bonität von Südzucker von den beiden Ratingagenturen Moody’s und Standard & Poor’s mit den Langfrist-Ratings Baa3 und BBB- sowie einem negativen Ausblick eingestuft. Vor allem die Entwicklung des Zuckergeschäfts dürfte den Ratingagenturen nicht gefallen. Positiv einzustufen sind dagegen voraussichtlich die Marktposition von Südzucker sowie die Beteiligungen an anderen, lukrativen Geschäftsbereichen. Da Südzucker ein Investment-Grade-Rating als wichtiges Ziel betrachtet, ist das Management bemüht, diese Einstufung auch in Zukunft beizubehalten.

 

Bonitätsabhängige Schuldverschreibung auf die Südzucker AG

Aktuell hat die DZ BANK eine bonitätsabhängige Schuldverschreibung auf die Südzucker AG im Angebot. Der Zinssatz für dieses Papier beträgt 1,00% p.a. und die Laufzeit beträgt 6,8 Jahre. Die Zeichnungsphase läuft vom 24.01.2020 bis 14.02.2020.

Die Art und Höhe der Rückzahlung am Rückzahlungstermin ist abhängig von der Bonitätsentwicklung der Südzucker AG. Am Rückzahlungstermin gibt es folgende Rückzahlungsmöglichkeiten:

1. Tritt während der Laufzeit der Schuldverschreibung kein Kreditereignis beim Referenzschuldner Südzucker AG ein, erhält der Anleger zu den jährlichen Zinszahlungsterminen einen Zinssatz von 1,00% ausbezahlt. Zudem wird die Schuldverschreibung am Tag der Endfälligkeit zum Nennbetrag zurückgezahlt.

2. Tritt während der Laufzeit der Schuldverschreibung ein Kreditereignis beim Referenzschuldner Südzucker AG ein, werden die Zinszahlungen ab diesem Zeitpunkt eingestellt und die Rückzahlung erfolgt zum Abwicklungsbetrag. Der Abwicklungsbetrag kann deutlich unter dem Nennbetrag liegen und im Extremfall null betragen, d.h. die Zahlung entfällt in diesem Fall vollständig (Totalverlustrisiko). Der Anleger erleidet einen Verlust, wenn der Abwicklungsbetrag unter dem Erwerbswert der Schuldverschreibung liegt.
Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist auch möglich, wenn die DZ BANK als Emittent ihre Verpflichtungen aus dem Zertifikat aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) nicht mehr erfüllen kann.

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Risikobeschreibung
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Stand: 24.01.2020
Emittentin: DZ BANK AG / Online-Redaktion

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1,00% Bonitätsabhängige Schuldverschreibung bezogen auf Suedzucker AG 20/26

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Quelle: DZ BANK: Geld , Brief
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  • Zinslaufbeginn 18.02.2020
  • Nächster Kupontermin 23.12.2020
  • Fälligkeitsdatum 23.12.2026
  • Währung des Produktes EUR

News / Südzucker AG

29.01.2020 | 18:49:43 (dpa-AFX)
WDH: Chefwechsel bei Südzucker: Heer legt Amt vorzeitig nieder

(überflüssiges Wort im 1. Absatz, 2. Satz gestrichen: am)

MANNHEIM (dpa-AFX) - Chefwechsel bei Südzucker <DE0007297004>: Wolfgang Heer (63) hat sein Amt als Vorstandsvorsitzender niedergelegt, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Mannheim mit. Sein Mandat wäre regulär am 28. Februar 2021 ausgelaufen. Sein Nachfolger soll zum 1. März Niels Pörksen werden. Dieser werde insbesondere für die Ressorts Strategie, Verkauf, IT und Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich sein.

Der Manager ist den Angaben zufolge seit über 20 Jahren in verschiedenen Regionen und Märkten in unterschiedlichen Führungsfunktionen tätig, unter anderem bei BASF <DE000BASF111>, Nordzucker und seit 2014 beim weltweit agierenden Pflanzenschutzunternehmen Nufarm./nas/he

29.01.2020 | 18:33:14 (dpa-AFX)
Chefwechsel bei Südzucker: Heer legt Amt vorzeitig nieder
29.01.2020 | 18:18:17 (dpa-AFX)
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