Zins Spezial / 01.11.2019 | 10:05:44 Werbung

Siemens - fit für die Zukunft?

Felix Schröder
Autor Felix Schröder

Produktmanager bei der DZ BANK

Unternehmen wie Siemens, die seit vielen Generationen erfolgreich am Markt sind, unterliegen einem ständigen Wandel. Aktuell wird der Technologiekonzern erneut umgebaut - in Zukunft soll der Fokus auf digitalen Technologien liegen.

Felix Schröder
Autor Felix Schröder

Produktmanager bei der DZ BANK

Das Ende des Mischkonzerns

Vergangenen August stellte Siemens-Chef Joe Kaeser sein Umstrukturierungskonzept „Vision 2020+“ der Öffentlichkeit vor. Spätestens bis zum Auslaufen seines Vertrags im Jahr 2021 will der Vorstandsvorsitzende den Konzern zukunftsfähig machen. Hierfür plant er, sich von einigen Industriesparten zu trennen und aus dem traditionellen Mischkonzern einen digitalen Global Player zu formen. Zusätzlich sollen konzernweit bis 2023 bis zu 10.400 Stellen abgebaut und rund 1 Mrd. Euro eingespart werden. Letztendlich sollen durch diese Maßnahmen das Umsatzwachstum beschleunigt und die Renditen gesteigert werden.

Zum heutigen Stand setzt sich Siemens aus den drei operativen Einheiten Gas & Power, Smart Infrastructure und Digital Industries sowie den drei strategischen Unternehmen Siemens Mobility, Siemens Gamesa und Siemens Healthineers zusammen. Vor wenigen Monaten gab Kaeser bekannt, sich von der Energiesparte trennen zu wollen. Siemens will den Bereich Gas & Power in einem neuen Energieunternehmen bündeln und an die Börse bringen. An dem neu gegründeten Unternehmen soll nur noch eine Minderheitsbeteiligung gehalten werden. Derzeit plant Siemens den Börsengang für den Herbst 2020, ob dieser allerdings genehmigt wird und planmäßig stattfindet, wird voraussichtlich auf einer außerordentlichen Hauptversammlung im Juni 2020 entschieden.

 

Konzentration auf Digitalisierung

Bis die „Vision 2020+“ Früchte trägt und sich im Unternehmensergebnis widerspiegelt, wird noch ein wenig Zeit vergehen. Aktuell belasten unter anderem der Handelskonflikt zwischen den USA und China sowie das sich abkühlende globale Wirtschaftswachstum die Geschäfte des Technologiekonzerns. Grundsätzlich begrüßen wir die Umstrukturierung. In der Regel sind die einzelnen Sparten eines Unternehmens wertvoller als der aktuelle Wert des Konglomerats an der Börse. Allerdings sehen wir in dem Umbau auch Risiken. So ist intern Widerstand, z.B. gegen den Personalabbau, möglich. Zudem hat die Fokussierung auf mehr oder weniger einen Geschäftsbereich nicht nur Vorteile. Dadurch, dass Siemens weniger breit aufgestellt ist, besteht nach unserer Meinung das Risiko, dass Fehlentscheidungen, verpasste Trends oder vom Markt nicht angenommene Produkte einen größeren Einfluss auf das Betriebsergebnis haben könnten als in der Vergangenheit.

 

Stabiler Rating-Ausblick

Aktuell wird die Bonität von Siemens von den beiden bekannten Ratingagenturen Moody’s und Standard & Poor’s mit den Ratings A1 bzw. A+ und einem stabilen Ausblick eingestuft. Beide Agenturen heben das vielfältige globale Industrieportfolio sowie die führende Marktposition in vielen Geschäftsbereichen hervor. Skeptisch werden dagegen die strukturellen Herausforderungen im Energiebereich gesehen. Zudem wird der Wegfall des direkten Zugangs zu den Cashflows von Siemens Healthineers negativ bewertet.

 

Bonitätsabhängige Schuldverschreibung auf die Siemens AG

Aktuell hat die DZ BANK eine bonitätsabhängige Schuldverschreibung auf die Siemens AG im Angebot. Der Zinssatz für dieses Papier beträgt 2,00% p.a. und die Laufzeit beträgt rund 5 Jahre. Die Zeichnungsphase läuft vom 31.10.2019 bis 15.11.2019. Das Produkt notiert in US-Dollar. Anleger müssen bei Investitionen in auf US-Dollar lautende Papiere das Währungsrisiko berücksichtigen, das sich nachteilig auf die Renditechance auswirken kann.

Die Art und Höhe der Rückzahlung am Rückzahlungstermin ist abhängig von der Bonitätsentwicklung der Siemens AG. Am Rückzahlungstermin gibt es folgende Rückzahlungsmöglichkeiten:
1. Tritt während der Laufzeit der Schuldverschreibung kein Kreditereignis beim Referenzschuldner Siemens AG ein, erhält der Anleger zu den jährlichen Zinszahlungsterminen einen Zinssatz von 2,00% ausbezahlt. Zudem wird die Schuldverschreibung am Tag der Endfälligkeit zum Nennbetrag zurückgezahlt.
2. Tritt während der Laufzeit der Schuldverschreibung ein Kreditereignis beim Referenzschuldner Siemens AG ein, werden die Zinszahlungen ab diesem Zeitpunkt eingestellt und die Rückzahlung erfolgt zum Abwicklungsbetrag. Der Abwicklungsbetrag kann deutlich unter dem Nennbetrag liegen und im Extremfall null betragen, d.h. die Zahlung entfällt in diesem Fall vollständig (Totalverlustrisiko). Der Anleger erleidet einen Verlust, wenn der Abwicklungsbetrag unter dem Erwerbswert der Schuldverschreibung liegt.
Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist auch möglich, wenn die DZ BANK als Emittent ihre Verpflichtungen aus dem Zertifikat aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) nicht mehr erfüllen kann.

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Risikobeschreibung
Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

Stand: 01.11.2019
Emittentin: DZ BANK AG / Online-Redaktion

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Hinweis auf das Basisinformationsblatt
Das von der DZ BANK erstellte Basisinformationsblatt ist in der jeweils aktuellen Fassung auf der Internetseite der DZ BANK www.dzbank-derivate.de/DD5ANC (dort unter „Dokumente“) abrufbar. Dies gilt, solange das Produkt für Privatanleger verfügbar ist.

Hinweis auf den Prospekt
Der gemäß gesetzlicher Vorgaben von der DZ BANK bezüglich des öffentlichen Angebots erstellte Basisprospekt sowie etwaige Nachträge und die zugehörigen Endgültigen Bedingungen sind auf der Internetseite der DZ BANK www.dzbank-derivate.de veröffentlicht und können unter www.dzbank-derivate.de/DD5ANC (dort unter „Dokumente“) abgerufen werden. Sie sollten den Prospekt lesen, bevor Sie eine Anlageentscheidung treffen, um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Prospekts von der zuständigen Behörde ist nicht als Befürwortung der angebotenen oder zum Handel an einem geregelten Markt zugelassenen Wertpapiere zu verstehen. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.

Rechtliche Hinweise: Dieses Dokument ist eine Werbemitteilung und dient ausschließlich Informationszwecken. Dieses Dokument wurde durch die DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank („DZ BANK“) erstellt und ist zur Verteilung in der Bundesrepublik Deutschland bestimmt. Dieses Dokument richtet sich nicht an Personen mit Wohn- und/oder Gesellschaftssitz und/oder Niederlassungen im Ausland, vor allem in den Vereinigten Staaten von Amerika, Kanada, Großbritannien oder Japan. Dieses Dokument darf im Ausland nur in Einklang mit den dort geltenden Rechtsvorschriften verteilt werden und Personen, die in den Besitz dieser Informationen und Materialien gelangen, haben sich über die dort geltenden Rechtsvorschriften zu informieren und diese zu befolgen. Dieses Dokument stellt weder ein öffentliches Angebot noch eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebotes zum Erwerb von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Die DZ BANK ist insbesondere nicht als Anlageberater oder aufgrund einer Vermögensbetreuungspflicht tätig. Dieses Dokument ist keine Finanzanalyse. Dieses Dokument stellt eine unabhängige Bewertung der entsprechenden Emittentin bzw. Wertpapiere durch die DZ BANK dar. Alle hierin enthaltenen Bewertungen, Stellungnahmen oder Erklärungen sind diejenigen des Verfassers des Dokuments und stimmen nicht notwendigerweise mit denen der Emittentin oder dritter Parteien überein. Die DZ BANK hat die Informationen, auf die sich das Dokument stützt, aus als zuverlässig erachteten Quellen übernommen, ohne jedoch alle diese Informationen selbst zu verifizieren. Dementsprechend gibt die DZ BANK keine Gewährleistungen oder Zusicherungen hinsichtlich der Genauigkeit, Vollständigkeit oder Richtigkeit der hierin enthaltenen Informationen oder Meinungen ab. Die DZ BANK übernimmt keine Haftung für unmittelbare oder mittelbare Schäden, die durch die Verteilung und/oder Verwendung dieses Dokuments verursacht werden und/oder mit der Verteilung und/oder Verwendung dieses Dokuments im Zusammenhang stehen. Eine Investitionsentscheidung bezüglich irgendwelcher Wertpapiere oder sonstiger Finanzinstrumente sollte auf der Grundlage eines Beratungsgesprächs sowie Prospekts oder Informationsmemorandums erfolgen und auf keinen Fall auf der Grundlage dieses Dokuments. Unsere Bewertungen können je nach den speziellen Anlagezielen, dem Anlagehorizont oder der individuellen Vermögenslage für einzelne Anleger nicht oder nur bedingt geeignet sein. Die Informationen und Meinungen entsprechen dem Stand zum Zeitpunkt der Erstellung des Dokuments. Sie können aufgrund künftiger Entwicklungen überholt sein, ohne dass das Dokument geändert wurde.

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2,00% Bonitätsabhängige Schuldverschreibung bezogen auf Siemens Aktiengesellschaft 19/24

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Quelle: DZ BANK: Geld , Brief
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  • Zinslaufbeginn 19.11.2019
  • Nächster Kupontermin 19.11.2020
  • Fälligkeitsdatum 30.12.2024
  • Währung des Produktes USD

News / Siemens AG

09.12.2019 | 14:16:46 (dpa-AFX)
IPO/ROUNDUP 2/Studie: 2019 schlechtestes Jahr für Börsengänge seit Finanzkrise

(neu: weitere Details)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Das Jahr 2019 war laut einer Studie das schwächste Jahr für Börsengänge in Deutschland seit der globalen Finanzkrise. Verunsichert von Brexit, Handelskonflikten und Ängsten vor einer Rezession legten nur drei Unternehmen einen Börsengang im streng regulierten Segment Prime Standard hin - ein Tief seit der Finanzkrise 2009. Zugleich sei der Wert der neu ausgegebenen Aktien um fast 70 Prozent auf 3,6 Milliarden gefallen, zeigt eine Studie der Hamburger Beratungsfirma Kirchhoff Consult. 2018 hatte sie noch 16 Börsengänge mit 11,6 Milliarden Euro Emissionsvolumen gezählt.

"Die wirtschaftspolitischen Unsicherheiten wogen für viele Börsen-Kandidaten schwerer als die sehr gute Entwicklung am Aktienmarkt", erklärte Firmenchef Klaus Rainer Kirchhoff. So liegt der Dax <DE0008469008> seit Jahresbeginn rund 25 Prozent im Plus - eigentlich ein sehr gutes Umfeld. Doch starke Kursschwankungen, die schwache Aktienentwicklung bei Börsenneulingen wie dem US-Fahrdienst Uber <US90353T1007> und der abgesagte Börsengang des Büroanbieters WeWork hätten Investoren aufgeschreckt, hieß es in dem am Montag veröffentlichten Papier. Das verdarb die Stimmung, viele Unternehmen verschoben ihre Pläne.

Zu den wenigen Lichtblicken in Deutschland zählte der Börsengang des schwäbischen Softwareunternehmens Teamviewer <DE000A2YN900>, mit einem Volumen von rund zwei Milliarden Euro der größte Tech-Börsengang seit dem Jahr 2000. Ebenfalls im Prime Standard legte die Volkswagen <DE0007664039>-Lkw-Tochter Traton <DE000TRAT0N7> ein milliardenschweres Börsendebüt hin. Wesentlich kleiner fiel der Gang des Modehändlers Global Fashion Group <LU2010095458> aufs Parkett aus. Im Segment Scale der Deutschen Börse für Start-ups, das 2017 verheißungsvoll gestartet war, gab es gar keinen Börsengang.

Der Prime Standard der Deutschen Börse ist das Segment mit den höchsten Transparenzpflichten für Firmen. Eine Aufnahme ist Voraussetzung, um in Dax-Indizes wie Dax oder MDax <DE0008467416> notiert zu werden.

Für das kommende Jahr ist Kirchhoff aber optimistischer. "Die weiter lockere Geldpolitik der Notenbanken und die zunehmend positiven Signale im Handelsstreit stimmen uns aber zuversichtlich, dass 2020 wieder mehr Unternehmen an die Börse gehen werden."

Die Pipeline mit neuen Kandidaten sei gut gefüllt. Zu potenziellen Milliarden-Börsengängen zählten die Aufzugssparte von Thyssenkrupp <DE0007500001> und die Energiesparte von Siemens <DE0007236101>, die im September 2020 aufs Parkett gehen soll. Ebenfalls im zweiten Halbjahr will Wintershall DEA, die ehemalige Öl- und Gastochter von BASF <DE000BASF111>, an die Börse. Auch der schwäbische Wohnmobile-Hersteller Hymer sei ein Kandidat.

"Wir erwarten eine deutliche Erholung am Markt für Börsengänge und rechnen mit mindestens zehn Neuemissionen im Prime Standard", sagte Kirchhoff-Vorstand Jens Hecht. Nachdem viele Firmen ihre Börsenpläne abgesagt oder verschoben hätten, dürften einige dieser Unternehmen 2020 in einem stabileren Umfeld einen neuen Anlauf nehmen. So hatte etwa die bayerische Tech-Firma Congatec ihre Börsenpläne vertagt.

Das Jahr 2018 war am kleinen deutschen Markt für Börsengänge das beste Jahr seit dem Tech-Boom 2000 gewesen. Schwergewichte wie die Siemens-Medizintechnik-Sparte Healthineers, die Deutsche-Bank-Fondstocher DWS <DE000DWS1007> und der Bremsenhersteller Knorr-Bremse <DE000KBX1006> schafften milliardenschwere Erstnotierungen. Viele Unternehmen hierzulande scheuen Börsengänge. Sie finanzieren sich traditionell lieber über Kredite ihrer Hausbanken oder geben Anleihen heraus./als/DP/stw

09.12.2019 | 10:09:26 (dpa-AFX)
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09.12.2019 | 08:31:29 (dpa-AFX)
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09.12.2019 | 06:35:03 (dpa-AFX)
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09.12.2019 | 05:22:44 (dpa-AFX)
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06.12.2019 | 19:05:46 (dpa-AFX)
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