Aktien-Trading / 01.04.2020 | 11:39:35 Werbung

Philips: Medizintechnik bleibt auch in der Krise gefragt

Marcus Landau
Autor Marcus Landau

Senior Manager Public Distribution bei der DZ BANK

Die jüngsten Kursverwerfungen an den Aktienmärkten haben auch vor Philips nicht haltgemacht. Daraus könnten sich Chancen für aktive Händler ergeben. Denn die mittel- bis langfristigen Perspektiven für die Branche im Allgemeinen und den Medizintechnikhersteller im Speziellen sind weiterhin positiv.

Marcus Landau
Autor Marcus Landau

Senior Manager Public Distribution bei der DZ BANK

Megatrend Gesundheit im Fokus

Der niederländische Konzern hat sich in den vergangenen Jahren kräftig gewandelt. Im Zuge seiner Neuaufstellung trennte er sich von einer Reihe von Geschäftsaktivitäten (u.a. Halbleiter, Lichttechnik). Aktuell umfasst das Tätigkeitsspektrum in erster Linie die Bereiche Medizintechnik, Körperpflege (z.B. elektrische Rasierer und Zahnbürsten, Babyflaschen) sowie Haushaltsgeräte (z.B. Mixer, Entsafter, Kaffeemaschinen). Das Geschäft mit Haushaltsgeräten steht nun ebenfalls zur Disposition. Philips hat in diesem Segment in den vergangenen Jahren zwar einen positiven Trend verzeichnet, dennoch soll die Sparte in den nächsten 12 bis 18 Monaten in eine eigene rechtliche Struktur überführt werden. Damit werden die Weichen für einen Verkauf oder anderweitige Änderungen der Eigentümerstruktur gestellt.

Die Abtrennung der Haushaltsgerätesparte klingt unseres Erachtens plausibel, weil sie nicht mehr in den strategischen Fokus passt. Philips sucht seine Wachstumschancen immer mehr in der aussichtsreichen Medizintechnik. Auf diesem Bereich lag daher in den vergangenen Jahren der Schwerpunkt der Neuausrichtung, und das Portfolio wurde dementsprechend ausgebaut. Das Unternehmen setzt damit auf Megatrends im Gesundheitssektor, wie älter werdende Gesellschaften, die Zunahme von chronischen Erkrankungen sowie das wachsende Bedürfnis der Verbraucher, gesund zu leben. Computertomographie-Geräte (CT), Beatmungsmaschinen, Röntgen- und Ultraschallsysteme sind Beispiele aus dem Portfolio.

 

Konjunkturunabhängig und wachstumsträchtig

Philips stellt aber nicht nur Technik zur Versorgung, Überwachung und Behandlung von Patienten zur Verfügung. Ein Schwerpunkt liegt zudem bei der Unterstützung von Gesundheitseinrichtungen (z.B. Krankenhäusern) bei der Digitalisierung und Prozessoptimierung. Damit setzt der Konzern auf den zunehmenden Kostendruck im Gesundheitswesen und hilft mit seinen umfassenden IT-gestützten Lösungen, sowohl Effizienzpotenziale als auch Qualitätssteigerungen zu heben. Dazu gehören u.a. die Analyse und Bereitstellung eines bedarfsgerechten, maßgeschneiderten und standardisierten Geräteparks, Lösungen für die Telemedizin, aber auch die KI-basierte Forschungsplattform (IntelliSpace Discovery). Ein Beispiel für diese Aktivitäten ist die zuletzt eingegangene strategische Partnerschaft mit den Paracelsus-Kliniken.

Die Konzentration auf den weitgehend konjunkturunabhängigen und wachstumsträchtigen Gesundheitssektor ist unseres Erachtens vielversprechend. Damit dürfte sich Philips auch in der Corona-Krise bzw. den daraus folgenden gesamtwirtschaftlichen Schwächephasen gut entwickeln. So dürfte die Nachfrage nach Konsumentenprodukten zwar zurückgehen, was ein Risiko darstellt. Dieser Effekt könnte aber durch das massive Ankurbeln der Herstellung von „Produkten für die Pandemie“ (Beatmungsgeräte, Patientenüberwachung, Diagnostik) ausgeglichen werden. Zu den Risiken des Geschäfts gehören Handelsbeschränkungen, Zölle, regulatorische Eingriffe sowie ungünstige Wechselkurse.

 

Trading-Idee: Aktienanleihe Classic auf Philips

Als alternative Anlagemöglichkeit zu einer Direktanlage stehen Anlegern verschiedene Aktienanleihen mit der Aktie der Philips NV als Basiswert zur Verfügung. Ein Beispiel ist eine Aktienanleihe mit Fälligkeit am 28.12.2020 (Rückzahlungstermin), einem Basispreis von 35,00 Euro und einer Zinszahlung von 17,10% p.a. Die Zinszahlung am Zinszahlungstermin, ebenfalls der 28.12.2020, ist unabhängig von der Wertentwicklung der Aktie der Philips NV. Bei Erwerb der Aktienanleihe während der Laufzeit müssen aufgelaufene Zinsen (Stückzinsen) anteilig entrichtet werden. Aktuell belaufen sich die Stückzinsen auf 0,93 Euro. Anleger erhalten während der Laufzeit der Aktienanleihe keine sonstigen Erträge (z.B. Dividenden) und haben keine weiteren Ansprüche (z.B. Stimmrechte) aus dem Basiswert.

Die Art und Höhe der Rückzahlung am Rückzahlungstermin ist abhängig von der Wertentwicklung der Aktie der Philips NV. Am Rückzahlungstermin gibt es folgende Rückzahlungsmöglichkeiten:
1. Liegt der Schlusskurs der Aktie der Philips NV an der Börse EURONEXT Amsterdam am 18.12.2020 (Referenzpreis) auf oder über dem Basispreis von 35,00 Euro, wird die Aktienanleihe zum Nennbetrag (1.000,00 Euro) zurückgezahlt.
2. Liegt der Referenzpreis unter dem Basispreis, erhält der Anleger eine durch das Bezugsverhältnis (28,571) bestimmte Anzahl von Aktien der Philips NV. Es werden keine Bruchteile von Aktien geliefert. Für diese erhält der Anleger eine Zahlung eines Ausgleichsbetrags pro Aktienanleihe. Ein Zusammenfassen mehrerer Ausgleichsbeträge zu Ansprüchen auf Lieferung von Aktien ist ausgeschlossen. Der Gegenwert der Aktien zuzüglich des Ausgleichsbetrags wird unter dem Nennbetrag liegen. Der Anleger erleidet einen Verlust, wenn der Wert der gelieferten Aktien der Philips NV am Rückzahlungstermin zzgl. des Ausgleichsbetrags und der Zinszahlung unter dem Erwerbspreis der Aktienanleihe liegt.

Ein gänzlicher Verlust des eingesetzten Kapitals ist möglich (Totalverlustrisiko). Ein Totalverlust tritt ein, wenn der Schlusskurs der Aktie, die der Aktienanleihe zugrunde liegt (Basiswert), an der maßgeblichen Börse am Bewertungstag (Referenzpreis) null ist. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist auch möglich, wenn die DZ BANK als Emittent ihre Verpflichtungen aus dem Zertifikat aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) nicht mehr erfüllen kann.

 

Risikobeschreibung
Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

Stand: 01.04.2020
Emittentin: DZ BANK AG / Online-Redaktion

Hinweise auf Rechtliches, Prospekt, Werbung und Basisinformationsblatt

Hinweis auf das Basisinformationsblatt
Das von der DZ BANK erstellte Basisinformationsblatt ist in der jeweils aktuellen Fassung auf der Internetseite der DZ BANK www.dzbank-derivate.de/DFE859 (dort unter „Dokumente“) abrufbar. Dies gilt, solange das Produkt für Privatanleger verfügbar ist.

Hinweis auf den Prospekt
Der gemäß gesetzlicher Vorgaben von der DZ BANK bezüglich des öffentlichen Angebots erstellte Basisprospekt sowie etwaige Nachträge und die zugehörigen Endgültigen Bedingungen sind auf der Internetseite der DZ BANK www.dzbank-derivate.de veröffentlicht und können unter www.dzbank-derivate.de/DFE859 (dort unter „Dokumente“) abgerufen werden. Sie sollten den Prospekt lesen, bevor Sie eine Anlageentscheidung treffen, um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Prospekts von der zuständigen Behörde ist nicht als Befürwortung der angebotenen oder zum Handel an einem geregelten Markt zugelassenen Wertpapiere zu verstehen. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.

Rechtliche Hinweise: Dieses Dokument ist eine Werbemitteilung und dient ausschließlich Informationszwecken. Dieses Dokument wurde durch die DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank („DZ BANK“) erstellt und ist zur Verteilung in der Bundesrepublik Deutschland bestimmt. Dieses Dokument richtet sich nicht an Personen mit Wohn- und/oder Gesellschaftssitz und/oder Niederlassungen im Ausland, vor allem in den Vereinigten Staaten von Amerika, Kanada, Großbritannien oder Japan. Dieses Dokument darf im Ausland nur in Einklang mit den dort geltenden Rechtsvorschriften verteilt werden und Personen, die in den Besitz dieser Informationen und Materialien gelangen, haben sich über die dort geltenden Rechtsvorschriften zu informieren und diese zu befolgen. Dieses Dokument stellt weder ein öffentliches Angebot noch eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebotes zum Erwerb von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Die DZ BANK ist insbesondere nicht als Anlageberater oder aufgrund einer Vermögensbetreuungspflicht tätig. Dieses Dokument ist keine Finanzanalyse. Dieses Dokument stellt eine unabhängige Bewertung der entsprechenden Emittentin bzw. Wertpapiere durch die DZ BANK dar. Alle hierin enthaltenen Bewertungen, Stellungnahmen oder Erklärungen sind diejenigen des Verfassers des Dokuments und stimmen nicht notwendigerweise mit denen der Emittentin oder dritter Parteien überein. Die DZ BANK hat die Informationen, auf die sich das Dokument stützt, aus als zuverlässig erachteten Quellen übernommen, ohne jedoch alle diese Informationen selbst zu verifizieren. Dementsprechend gibt die DZ BANK keine Gewährleistungen oder Zusicherungen hinsichtlich der Genauigkeit, Vollständigkeit oder Richtigkeit der hierin enthaltenen Informationen oder Meinungen ab. Die DZ BANK übernimmt keine Haftung für unmittelbare oder mittelbare Schäden, die durch die Verteilung und/oder Verwendung dieses Dokuments verursacht werden und/oder mit der Verteilung und/oder Verwendung dieses Dokuments im Zusammenhang stehen. Eine Investitionsentscheidung bezüglich irgendwelcher Wertpapiere oder sonstiger Finanzinstrumente sollte auf der Grundlage eines Beratungsgesprächs sowie Prospekts oder Informationsmemorandums erfolgen und auf keinen Fall auf der Grundlage dieses Dokuments. Unsere Bewertungen können je nach den speziellen Anlagezielen, dem Anlagehorizont oder der individuellen Vermögenslage für einzelne Anleger nicht oder nur bedingt geeignet sein. Die Informationen und Meinungen entsprechen dem Stand zum Zeitpunkt der Erstellung des Dokuments. Sie können aufgrund künftiger Entwicklungen überholt sein, ohne dass das Dokument geändert wurde.

  •  
  •  
  •  
  •  
(Bewertungen: 1)

Aktienanleihe Classic 17,1% 2020/12: Basiswert Koninklijke Philips

DFE859 / //
Quelle: DZ BANK: Geld 14.07. 12:36:05, Brief 14.07. 12:36:05
DFE859 // Quelle: DZ BANK: Geld 14.07. 12:36:05, Brief 14.07. 12:36:05
105,15 %
Geld in %
105,25 %
Brief in %
-0,07%
Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 41,99 EUR
Quelle : Euronext Ams , 12:20:34
  • Basispreis 35,00 EUR
  • Abstand zum Basispreis in % 16,65%
  • Zinssatz in % p.a. 17,10% p.a.
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 28,571
  • Max Rendite in % p.a. 5,38% p.a.
  • Seitwärtsrendite in % 2,32%
Hinweis der DZ BANK:
Das öffentliche Angebot dieses Wertpapiers ist beendet. Kursstellungen nur während der Börsenzeiten.

News / Koninklijke Philips N.V.

08.07.2020 | 12:57:48 (dpa-AFX)
EU-Gericht: Infineon muss in Kartellstreit weniger Strafe zahlen

LUXEMBURG/NEUBIBERG (dpa-AFX) - Das EU-Gericht hat die von der EU-Kommission verhängte Kartellbuße gegen den deutschen Chiphersteller Infineon <DE0006231004> weitgehend bestätigt - aber um fast sechs Millionen Euro reduziert. Somit muss das Unternehmen aus Neubiberg bei München noch knapp 76,9 Millionen Euro Strafe zahlen, wie die Luxemburger Richter am Mittwoch entschieden (Rechtssache T-758/14).

Infineon kann gegen den Beschluss jedoch vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) vorgehen. Dieser hatte sich bereits 2018 mit dem Fall beschäftigt und entschieden, dass das untergeordnete EU-Gericht, das die Kartellbußen zuvor bereits bestätigt hatte, die Strafe gegen Infineon erneut prüfen müsse.

Hintergrund ist eine Entscheidung der EU-Kommission von 2014, wonach vier Chiphersteller wegen illegaler Absprachen eine Strafe von 138 Millionen Euro zahlen mussten. Im Fokus standen neben Infineon auch Samsung <KR7005930003>, die japanische Firma Renesas sowie Philips <NL0000009538>. Die Unternehmen hatten demnach sensible Informationen ausgetauscht, unter anderem zu Preisen und Vertragsverhandlungen. Dabei ging es um Smartcard-Chips, die in Bankkarten oder Handys eingesetzt wurden.

Mit rund 82,8 Millionen Euro musste Infineon den größten Anteil zahlen. Nachdem das EU-Gericht die Strafe 2016 bestätigt hatte, argumentierte das Unternehmen, das Gericht habe nur einige der von der EU-Kommission festgestellten rechtswidrigen Kontakte überprüft. Auch Philips legte Beschwerde ein - diese wurde vom EuGH jedoch abgewiesen.

Nun kam das EU-Gericht im Fall Infineons zu dem Schluss, dass die EU-Kommission einen der vermeintlich wettbewerbswidrigen Kontakte nicht beweisen konnte. Deshalb müsse die Geldbuße reduziert werden./wim/DP/mis

19.05.2020 | 06:12:00 (dpa-AFX)
EU-weites Verbot von Mentholzigaretten
20.04.2020 | 13:08:50 (dpa-AFX)
AKTIE IM FOKUS: Philips nach Auftragsboom stark gefragt
20.04.2020 | 11:36:12 (dpa-AFX)
AKTIEN IM FOKUS: Siemens Healthineers und Drägerwerk stark im Philips-Schlepptau
20.04.2020 | 11:15:37 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Corona-Krise verschafft Philips Auftragsboom - Aktie legt deutlich zu
20.04.2020 | 11:03:10 (dpa-AFX)
ANALYSE-FLASH: Goldman belässt Philips auf 'Conviction Buy List' - Ziel 46 Euro
20.04.2020 | 09:45:26 (dpa-AFX)
ANALYSE-FLASH: Berenberg belässt Philips auf 'Buy' - Ziel 39 Euro

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Jede Woche gibt es die dzbank-derivate-Newsletter für angemeldete Nutzer per E-Mail direkt auf Ihren Bildschirm: das Neueste zum Marktgeschehen an den internationalen Börsenplätzen mit Markt- und DAX-Analysen, einem speziellen Strategieteil und der Knowhow-Rubrik dzbank-derivate-Expertenlounge.