Aktien-Trading / 29.05.2019 | 10:58:48 Werbung

Mastercard: Wachstum vorprogrammiert

DZ BANK AG / Online-Redaktion
Autor DZ BANK AG / Online-Redaktion

Innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe fungiert die DZ BANK als Spitzeninstitut und Zentralbank.

  • Profiteur des Megatrends „Bargeldlos bezahlen“
  • Breiter Burggraben und hoch profitabel
  • Anlageidee: Optionsschein Classic Long auf Mastercard
DZ BANK AG / Online-Redaktion
Autor DZ BANK AG / Online-Redaktion

Innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe fungiert die DZ BANK als Spitzeninstitut und Zentralbank.

Die Lage: Hoch profitables Geschäftsmodell

Gemessen an den Transaktionen ist Bargeld nach wie vor das am häufigsten genutzte Zahlungsinstrument der deutschen Verbraucher. An der Ladenkasse werden 3 von 4 Zahlungen bar abgewickelt. Vor allem kleine Einkäufe werden mit Scheinen und Münzen beglichen. Und auch beim Gesamtumsatz liegen Barzahlungen mit einem Umsatzanteil von rund 51% vorne. Die Bedeutung des Bargeldes hat in den vergangenen Jahren jedoch kontinuierlich abgenommen. Bargeldlose Zahlungen sind auf dem Vormarsch. Ein Trend, der nicht nur hierzulande, sondern weltweit zu beobachten ist. Immer mehr Verbraucher nutzen beispielsweise Kredit- und Debitkarten. Mit der zunehmenden Verbreitung des Smartphones wird zudem das sogenannte Mobile Payment eine Alternative.

Die Konsumenten setzen somit zunehmend auf die Vorteile, die ihnen die bargeldlosen Zahlungsmittel bieten. Diese Entwicklung gilt als Megatrend, der für die entsprechenden Anbieter große Wachstumschancen bietet. Einer von ihnen ist der US-Konzern Mastercard, der nach Visa weltweit zweitgrößte Anbieter von Zahlungskarten. Das Geschäftsmodell ist unserer Ansicht nach genial. Beide Unternehmen verdienen in erster Linie an den Transaktionen Geld, die über ihre Systeme abgewickelt werden. Zugleich ist das Geschäft hoch profitabel. Mastercard hat im vergangenen Geschäftsjahr bei Umsätzen von 15 Mrd. US-Dollar einen Nachsteuergewinn von 5,9 Mrd. US-Dollar erzielt. Um Sondereffekte bereinigt, lag der Profit sogar bei 6,8 Mrd. US-Dollar. Im Vergleich zum Vorjahr kletterte er damit um 38%.

 

Die Perspektive: Mastercard bestens für anhaltendes Wachstum positioniert

Wir gehen davon aus, dass die digitalen Transaktionen weltweit ständig zunehmen. Damit dürften auch die Einnahmen von Mastercard künftig weiter wachsen - nicht zuletzt, weil das Geschäftsmodell einen breiten Burggraben bietet, der von neuen Anbietern nur schwer zu überwinden ist. Die Verbreitung der eigenen Karten ist immens. Mastercard ist zudem eine weltweit bekannte und renommierte Marke. Die hohe Verbreitung der eigenen Kartenlösungen führt damit zum Netzwerk-Effekt. Außerdem bringt die Größe positive Kosteneffekte mit sich.

Der hohe operative Cashflow ermöglicht es dem Unternehmen zudem, das Geschäftsmodell kontinuierlich auszubauen. Dazu werden beispielsweise kontinuierlich neue Partner in das eigene Bezahl-Netzwerk integriert sowie neue Dienste und Lösungen entwickelt, beispielsweise im Bereich Mobile Payment. Damit stehen die Zeichen unseres Erachtens weiterhin auf Wachstum.

Die positive Geschäftsentwicklung in den vergangenen Jahren sowie die glänzenden Aussichten spiegeln sich auch in der Aktienkursentwicklung wider. Zwar ging auch an Mastercard die Korrektur am US-Aktienmarkt Ende 2018 nicht spurlos vorbei, im übergeordneten Chartbild erkennen wir jedoch einen intakten Aufwärtstrend. In der vergangenen Woche markierte der Kurs kurzzeitig sogar neue Rekorde. Allerdings gelang es der Kursnotierung noch nicht, nachhaltig über den bisherigen Höchstwert anzusteigen, der Ende April dieses Jahres mit 257,43 US-Dollar markiert wurde. Stattdessen folgte ein Rücksetzer der Kursnotierung, sodass sich die Aktie aus unserer Sicht aktuell weiter in einer Konsolidierung innerhalb des übergeordneten Aufwärtstrends befindet. Diese Konsolidierungsphase könnte u.E. eine Gelegenheit darstellen, um sich mittelfristig auf der Long-Seite zu positionieren.

 

Die Trading-Idee: Optionsschein Classic Long auf Mastercard

Mit einem Hebelprodukt können Anleger überproportional an der Kursentwicklung des jeweiligen Basiswertes partizipieren. So vollzieht z.B. ein Optionsschein Classic Long auf den Basiswert Mastercard die positive, aber auch die negative Kursentwicklung der Aktie gehebelt nach. Auf den Basiswert Mastercard stehen Anlegern verschiedene Optionsscheine Classic Long zur Verfügung. Ein Beispiel ist der Optionsschein Classic Long mit einem Basispreis von 250,00 USD und einer Fälligkeit am 31.12.2019. Der Anleger kann das Produkt an jedem üblichen Handelstag während der Ausübungsfrist (10.05.2019-20.12.2019) ausüben. Wird das Produkt nicht innerhalb der Ausübungsfrist ausgeübt, ist der Ausübungstag der Letzte Ausübungstag (20.12.2019).

Für die Rückzahlung des Produkts gibt es die folgenden Möglichkeiten:
1. Im Falle einer wirksamen Ausübung des Produkts erhält der Anleger am Rückzahlungstermin einen Rückzahlungsbetrag, wenn der Referenzpreis (Schlusskurs des Basiswerts Mastercard Inc – A an der New York Stock Exchange am Ausübungstag) über dem Basispreis (250,00 USD) liegt. Der Rückzahlungsbetrag entspricht der Differenz zwischen Referenzpreis und Basispreis, multipliziert mit dem Bezugsverhältnis (0,10). Das Ergebnis wird anschließend in EUR umgerechnet.
2. Wird von der DZ BANK kein positiver Rückzahlungsbetrag nach vorstehender Vorgehensweise berechnet, gilt Folgendes: Der Rückzahlungsbetrag je Produkt beträgt 0,001 EUR (Totalverlust) und wird am Rückzahlungstermin gezahlt.

Das Produkt ist nicht währungsgesichert. Die Entwicklung des EUR/USD-Wechselkurses hat damit Auswirkungen auf die Höhe des in EUR zahlbaren Rückzahlungsbetrags. Der Anleger erhält keine sonstigen Erträge (z.B. Dividenden) und hat keine weiteren Ansprüche (z.B. Stimmrechte) aus dem Basiswert.

 

Risikobeschreibung
Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

Stand: 29.05.2019
Emittentin: DZ BANK AG / Online-Redaktion

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Rechtliche Hinweise

Hinweis auf das Basisinformationsblatt
Das von der DZ BANK erstellte Basisinformationsblatt ist in der jeweils aktuellen Fassung auf der Internetseite der DZ BANK (www.dzbank-derivate.de; Eingabe der entsprechenden ISIN oder WKN und dann unter „Dokumente“) abrufbar. Dies gilt, solange das Produkt für Privatanleger verfügbar ist.

Hinweis auf den Prospekt
Auf der Internetseite der DZ BANK www.dzbank-derivate.de werden aufgrund gesetzlicher Bestimmungen der von der DZ BANK bezüglich des öffentlichen Angebots erstellte Basisprospekt sowie etwaige Nachträge (www.dzbank-derivate.de/dokumentencenter) und die zugehörigen Endgültigen Bedingungen (www.dzbank-derivate.de; Eingabe der entsprechenden ISIN oder WKN und dann unter „Dokumente“) veröffentlicht. Während des öffentlichen Angebots sind Kopien der vorgenannten Unterlagen in gedruckter Form außerdem auf Verlangen kostenlos bei der DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank, Frankfurt am Main, F/GTDR, Platz der Republik, 60265 Frankfurt am Main, Deutschland, erhältlich.

Rechtliche Hinweise: Dieses Dokument ist eine Werbemitteilung und dient ausschließlich Informationszwecken. Dieses Dokument wurde durch die DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank („DZ BANK“) erstellt und ist zur Verteilung in der Bundesrepublik Deutschland bestimmt. Dieses Dokument richtet sich nicht an Personen mit Wohn- und/oder Gesellschaftssitz und/oder Niederlassungen im Ausland, vor allem in den Vereinigten Staaten von Amerika, Kanada, Großbritannien oder Japan. Dieses Dokument darf im Ausland nur in Einklang mit den dort geltenden Rechtsvorschriften verteilt werden und Personen, die in den Besitz dieser Informationen und Materialien gelangen, haben sich über die dort geltenden Rechtsvorschriften zu informieren und diese zu befolgen. Dieses Dokument stellt weder ein öffentliches Angebot noch eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebotes zum Erwerb von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Die DZ BANK ist insbesondere nicht als Anlageberater oder aufgrund einer Vermögensbetreuungspflicht tätig. Dieses Dokument ist keine Finanzanalyse. Dieses Dokument stellt eine unabhängige Bewertung der entsprechenden Emittentin bzw. Wertpapiere durch die DZ BANK dar. Alle hierin enthaltenen Bewertungen, Stellungnahmen oder Erklärungen sind diejenigen des Verfassers des Dokuments und stimmen nicht notwendigerweise mit denen der Emittentin oder dritter Parteien überein. Die DZ BANK hat die Informationen, auf die sich das Dokument stützt, aus als zuverlässig erachteten Quellen übernommen, ohne jedoch alle diese Informationen selbst zu verifizieren. Dementsprechend gibt die DZ BANK keine Gewährleistungen oder Zusicherungen hinsichtlich der Genauigkeit, Vollständigkeit oder Richtigkeit der hierin enthaltenen Informationen oder Meinungen ab. Die DZ BANK übernimmt keine Haftung für unmittelbare oder mittelbare Schäden, die durch die Verteilung und/oder Verwendung dieses Dokuments verursacht werden und/oder mit der Verteilung und/oder Verwendung dieses Dokuments im Zusammenhang stehen. Eine Investitionsentscheidung bezüglich irgendwelcher Wertpapiere oder sonstiger Finanzinstrumente sollte auf der Grundlage eines Beratungsgesprächs sowie Prospekts oder Informationsmemorandums erfolgen und auf keinen Fall auf der Grundlage dieses Dokuments. Unsere Bewertungen können je nach den speziellen Anlagezielen, dem Anlagehorizont oder der individuellen Vermögenslage für einzelne Anleger nicht oder nur bedingt geeignet sein. Die Informationen und Meinungen entsprechen dem Stand zum Zeitpunkt der Erstellung des Dokuments. Sie können aufgrund künftiger Entwicklungen überholt sein, ohne dass das Dokument geändert wurde.

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(Bewertungen: 17)

Optionsschein Classic Long 250 2019/12: Basiswert MasterCard

DF2ST5 / //
Quelle: DZ BANK: Geld 18.06., Brief 18.06.
DF2ST5 // Quelle: DZ BANK: Geld 18.06., Brief 18.06.
2,16 EUR
Geld in EUR
2,18 EUR
Brief in EUR
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Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 258,81 USD
Quelle : NYSE , 18.06.
  • Basispreis 250,00 USD
  • Abstand zum Basispreis in % -3,40%
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 0,10
  • Omega in % 6,46
  • Delta 0,609153
  • Letzter Bewertungstag 20.12.2019

News / MasterCard Inc.

18.06.2019 | 14:58:08 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2: Facebook will eine digitale Weltwährung etablieren

(neu: mehr Details und Hintergrund)

MENLO PARK (dpa-AFX) - Facebook <US30303M1027> will die Finanzwelt umkrempeln: Das Online-Netzwerk hat eine neue globale Währung erfunden. Das Digitalgeld mit dem Namen Libra basiert ähnlich wie der Bitcoin auf der sogenannten Blockchain-Technologie, soll aber ohne Kursschwankungen auskommen. Facebook werde keinen Zugang zu den Transaktionsdaten haben, versicherte der für das Projekt zuständige Facebook-Manager David Marcus.

In der Anfangszeit dürfte das Digitalgeld vor allem für Überweisungen zwischen verschiedenen Währungen eingesetzt werden, sagte Marcus der dpa. Damit würde Libra mit Diensten wie Western Union oder Moneygram konkurrieren, die für internationale Überweisungen hohe Gebühren verlangen. Die Vision sei aber, Libra schließlich zu einem vollwertigen Zahlungsmittel für alle Situationen zu machen.

Für Verbraucher soll es einfach sein, das Geld zwischen Libra und anderen Währungen zu tauschen und Transaktionen damit zu machen. So soll man Libra-Überweisungen zum Beispiel direkt in Facebooks Chatdiensten WhatsApp und Messenger ausführen können. Mit einer Verknüpfung zum Bankkonto sollen Libra auch direkt auf dem Smartphone in andere Währungen umgetauscht werden können.

Um das große Ziel einer digitalen Vollwährung zu erreichen, hat Facebook eine Allianz geschmiedet, die Libra Association. Diese Allianz und nicht Facebook soll das Digitalgeld verwalten. Unter den aktuell 28 Mitgliedern sind die Finanzdienstleister Visa, Mastercard <US57636Q1040>, Paypal und Stripe - was die Integration in Bezahlsysteme erleichtern dürfte. Mit an Bord sind unter anderem auch Vodafone <GB00BH4HKS39> und Ebay <US2786421030>, die Reisebuchungs-Plattform Booking.com sowie der Musikstreaming-Dienst Spotify <LU1778762911> und die Fahrdienst-Vermittler Uber <US90353T1007> und Lyft <US55087P1049>. Zum Libra-Start im Jahr 2020 hoffe er auf mehr als 100 Mitglieder, sagte Marcus. Facebook werde keine Sonderrolle in der Organisation haben.

Bisherige Blockchain-Währungen wie Bitcoin sind für ihre massiven Kursschwankungen berüchtigt - das ist etwas, was Facebook bei Libra unbedingt vermeiden wollte. Deshalb wird Libra in vollem Umfang durch einen Reservefonds mit verschiedenen Währungen wie Dollar, Euro und Yen gedeckt sein. "Wenn zum Beispiel jemand Libra für 100 Euro kauft, fließen diese 100 Euro in die Reserve", erläuterte Marcus. Die Libra Association werde zudem festlegen, in welchem Verhältnis Währungen und Wertpapiere wie Anleihen in der Reserve gehalten werden, um für einen stabilen Kurs zu sorgen. Auch wird Libra anders als der Bitcoin nicht von den Nutzern selbst erstellt, sondern muss bei Mitgliedern der Allianz oder auf Handelsplattformen erworben werden.

Facebook lässt keinen Zweifel daran, dass Libra am Ende eine globale Währung werden soll, mit der man genauso wie mit dem heutigen Geld alles und überall kaufen kann - egal, ob online oder in einem Laden.

Zugleich schränkte Marcus ein: "Ich denke, dass jede neue Währung viel Zeit brauchen wird, um so groß zu werden wie eine existierende nationale Währung einer großen Volkswirtschaft." Ein Grund dafür sei, dass in der entwickelten Welt die Bezahlwege bereits gut eingespielt seien. "Zumindest in den nächsten zehn Jahren werden wir alle noch unsere Gehälter bekommen und Steuern zahlen in der Währung der Länder, in denen wir leben." Zugleich gebe es aber auch Länder mit hoher Inflation und schlecht ausgebauten Banksystemen - und dort könne eine Digitalwährung wie Libra eine viel größere Rolle spielen, "weil sie eine Lösung für viele Probleme bieten kann".

Facebook verweist insbesondere auf die 1,7 Milliarden Menschen, die noch kein Bankkonto hätten. Auch Spotify erklärt, man erhoffe sich von der Teilnahme am Libra-System die Möglichkeit, besser Kunden in solchen Regionen zu werben. Allerdings gibt es für die globalen Ambitionen auch Grenzen: In China wird Libra nicht verfügbar sein.

Zur Aufbewahrung und Nutzung von Libra werden verschiedene Anbieter digitale Brieftaschen, sogenannte Wallets, aufsetzen können. Facebook will nur einer von vielen Wallet-Anbietern sein, dafür gründete das Online-Netzwerk die Tochterfirma Calibra mit Marcus an der Spitze. "Facebook und Calibra werden keine besonderen Rechte oder Vorteile haben, obwohl wir den gesamten Quellcode für die Blockchain und die Transaktionen geschrieben haben", sagte er. Facebook steht insbesondere nach dem Skandal um Cambridge Analytica unter massivem Druck, den Datenschutz zu verbessern.

Nutzer können in dem Libra-System unter Pseudonymen agieren und mehrere Zugänge haben. "Transaktionen enthalten keine Verbindung zur Identität der Nutzer in der realen Welt", hieß es in einem Papier.

Die übliche Regulierung - also zum Beispiel Maßnahmen gegen Geldwäsche - werde auf Ebene der Wallets greifen, sagte Marcus. "Wir haben mit Regulierern rund um die Welt gesprochen." Für Unternehmen, die Gründungsmitglieder der Libra-Allianz werden wollen, wurde eine Hürde gesetzt: Sie müssen einen Marktwert von mindestens einer Milliarde Dollar oder mehr als 20 Millionen Kunden haben. Mitglieder müssen mindestens zehn Millionen Dollar investieren.

Die bekannteste Blockchain-Währung Bitcoin ist anders organisiert: Bei ihr werden die Einheiten durch mathematische Berechnungen auf den Computern der Nutzer generiert - "geschürft", wie es im Fachjargon heißt. Dabei ist die Gesamtzahl der Bitcoin, die produziert werden können, beschränkt. Und die Berechnungen dafür werden immer komplexer. Inzwischen braucht man Hochleistungscomputer, um Bitcoin zu erstellen, daher schürfen derzeit vor allem kommerzielle "Minining-Farmen". Das steigert den Energieverbrauch und das knappe Angebot kann für Preis-Sprünge sorgen. In der Spitze kostete ein Bitcoin Ende 2017 bis zu 20 000 Dollar - dann folgte der Einbruch. Inzwischen arbeitete sich der Bitcoin auch dank Gerüchten über Facebooks Pläne wieder auf mehr als 9000 Dollar vor. In der Nacht zum Dienstag erreichte der Kurs fast die Marke von 9500 Dollar.

Bei einer Blockchain werden verschlüsselte Daten über Transaktionen aneinander gereiht und an verschiedenen Orten gespeichert. Durch einen Abgleich würden eventuelle Änderungen auffallen, was für Sicherheit sorgt. Facebook sei es bei seinem System gelungen, bekannte Probleme der Technologie wie Langsamkeit zu lösen. Bei Libra komme es auch nicht zu dem hohen Energieverbrauch wie bei Bitcoin. "Wir haben eine Blockchain entwickelt, die sich an die Anforderungen von Milliarden Menschen anpassen kann", sagte Marcus. Facebook entwickelte für das System auch eine neue Programmiersprache mit dem Namen Move.

Marcus war vor seinem Wechsel zu Facebook Chef des Bezahldienstes Paypal. Beim Online-Netzwerk war er zunächst für den Chatdienst Messenger verantwortlich, bis ihn Gründer und Chef Mark Zuckerberg mit dem Blockchain-Projekt betraute.

Facebooks Plan stößt bereits erste Veränderungen an. Moneygram, einer der Spezialisten für internationale Überweisungen, die direkt vom Libra-Start betroffen sein dürften, gab wenige Stunden nach der Facebook-Ankündigung eine Partnerschaft mit der Blockchain-Firma Ripple bekannt. Die Moneygram-Aktie sprang daraufhin im vorbörslichen Handel von 1,45 Dollar auf zeitweise gut 3,60 Dollar hoch./so/DP/jha

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