Zins Spezial / 10.01.2020 | 09:34:45 Werbung

Lufthansa will 2020 durchstarten

Robin Freytag
Autor Robin Freytag Bondhändler bei der DZ BANK

Deutschlands größte Fluggesellschaft hatte 2019 mit einigen Problemen zu kämpfen. Umstrukturierungen und Sparprogramme sollen dieses Jahr die Wende bringen.

Robin Freytag
Autor Robin Freytag Bondhändler bei der DZ BANK

Sorgenkind Eurowings wird saniert

Mitte des vergangenen Jahres schockte die Lufthansa ihre Aktionäre mit einer Gewinnwarnung. Vor allem die Tochter Eurowings litt extrem unter dem starken Preiskampf der Billig-Airlines innerhalb Europas. Zusätzlich belasteten Überkapazitäten die Margen. Die Prognoseanpassung hatte deutliche Auswirkungen auf den Kursverlauf der Aktie. Trotz eines allgemein positiven Börsenverlaufs beendete die Lufthansa das Jahr im tiefroten Bereich und gehörte zu den schlechtesten Aktien im DAX.

Dieses Jahr soll sich dieses Trauerspiel nicht wiederholen. Umfassende Maßnahmenpakete sowie Sparprogramme - angefangen von der Reduzierung der Spucktüten bin hin zur Schließung von einzelnen Standorten - sollen bei Eurowings für den finanziellen Turnaround sorgen und die Airline zurück in die Gewinnzone führen. Zudem soll sich die Billigfluglinie zukünftig auf die Kurzstrecke fokussieren, während die Langstrecke unter einem neuen Namen in die Lufthansa übergehen soll. Dies ist aber noch nicht alles. Wie der Verkauf der Catering-Sparte LSG zeigte, ist die Lufthansa auch bereit, sich von weniger profitablen Bereichen zu trennen.

 

Zahlreiche Neueinstellungen geplant

Die Konzernspitze von Deutschlands größter Airline ist davon überzeugt, dass die oben beschriebenen Maßnahmen Früchte tragen werden und das Unternehmen weiter wächst. Erst vor wenigen Tagen gab die Lufthansa Group bekannt, allein in 2020 mehr als 4.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Deutschland, Österreich und der Schweiz einstellen zu wollen. Der Schwerpunkt der Neueinstellungen liegt mit rund 2.500 beim Bodenpersonal - vor allem in der IT soll deutlich aufgestockt werden.

Da der Preiskampf zwischen den Airlines voraussichtlich weiter andauern wird, begrüßen wir die Umstrukturierung des Konzerns sowie die Sparmaßnahmen. Aufgrund dieser Schritte halten wir es für möglich, dass Eurowings auf absehbare Zeit wieder grüne Zahlen schreibt und dem Mutterkonzern die Wende gelingt. Zu einer Belastung könnte allerdings unserer Meinung nach mittel- bis langfristig die aktuelle Klimadebatte werden. So zeigt beispielsweise die durch das Klimapaket der Bundesregierung verabschiedete Luftverkehrsabgabe, wohin die Reise in den nächsten Jahren noch gehen könnte.

 

Stabiler Rating-Ausblick

Derzeit wird die Bonität von Lufthansa von den drei Ratingagenturen Moody’s, Standard & Poor’s und Scope mit den Langfrist-Ratings Baa3, BBB und BBB sowie einem stabilen Ausblick eingestuft. Positiv bewerten die Ratingagenturen die führende Stellung im Heimatmarkt Deutschland sowie die Marktposition im margenstarken Langstreckengeschäft. Ebenfalls ein Pluspunkt ist die breite Diversifizierung der Lufthansa über verschiedene Geschäftsbereiche wie z.B. Wartungs- und Reparaturleistungen sowie das Airline-Catering. Risiken werden dagegen allgemein in der Zyklizität der Luftfahrtbranche gesehen. Zudem ist die Profitabilität der Lufthansa geringer als bei den Wettbewerbern. Verantwortlich hierfür sind unter anderem die Verluste der Tochtergesellschaft Eurowings.

 

Bonitätsabhängige Schuldverschreibung auf die Deutsche Lufthansa AG

Aktuell hat die DZ BANK eine bonitätsabhängige Schuldverschreibung auf die Deutsche Lufthansa AG im Angebot. Der Zinssatz für dieses Papier beträgt 0,35% p.a. und die Laufzeit beträgt 5 Jahre. Die Zeichnungsphase läuft vom 06.01.2020 bis 24.01.2020.

Die Art und Höhe der Rückzahlung am Rückzahlungstermin ist abhängig von der Bonitätsentwicklung der Deutsche Lufthansa AG. Am Rückzahlungstermin gibt es folgende Rückzahlungsmöglichkeiten:

1. Tritt während der Laufzeit der Schuldverschreibung kein Kreditereignis beim Referenzschuldner Deutsche Lufthansa AG ein, erhält der Anleger zu den jährlichen Zinszahlungsterminen einen Zinssatz von 0,35% ausbezahlt. Zudem wird die Schuldverschreibung am Tag der Endfälligkeit zum Nennbetrag zurückgezahlt.

2. Tritt während der Laufzeit der Schuldverschreibung ein Kreditereignis beim Referenzschuldner Deutsche Lufthansa AG ein, werden die Zinszahlungen ab diesem Zeitpunkt eingestellt und die Rückzahlung erfolgt zum Abwicklungsbetrag. Der Abwicklungsbetrag kann deutlich unter dem Nennbetrag liegen und im Extremfall null betragen, d.h. die Zahlung entfällt in diesem Fall vollständig (Totalverlustrisiko). Der Anleger erleidet einen Verlust, wenn der Abwicklungsbetrag unter dem Erwerbswert der Schuldverschreibung liegt.
Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist auch möglich, wenn die DZ BANK als Emittent ihre Verpflichtungen aus dem Zertifikat aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) nicht mehr erfüllen kann.

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Risikobeschreibung
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Stand: 10.01.2020
Emittentin: DZ BANK AG / Online-Redaktion

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0,35% Bonitätsabhängige Schuldverschreibung bezogen auf Deutsche Lufthansa Aktiengesellschaft 20/24

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Quelle: DZ BANK: Geld , Brief
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News / Deutsche Lufthansa AG

19.01.2020 | 15:39:02 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Fluggäste erwartet wieder Ärger: Neuer Streik bei Lufthansa angedroht

FRANKFURT (dpa-AFX) - Zahlreiche Fluggäste des Lufthansa <DE0008232125>-Konzerns müssen schon wieder um ihre gebuchten Verbindungen bangen. Die Kabinengewerkschaft Ufo hat am Wochenende einen weiteren Streik der Flugbegleiter angekündigt - dabei hatte es erst zum Jahreswechsel einen Ausstand gegeben. Besonders problematisch für die Kunden: Wann, wie lange und welcher Bereich genau bestreikt werden soll, ist noch völlig unklar.

Details zum Arbeitskampf sollten erst kommenden Mittwoch verkündet werden, sagte Ufo-Sprecher Nicoley Baublies der Deutschen Presse-Agentur. Er kündigte eine Pressekonferenz für Mittwochnachmittag um 14.00 Uhr im südhessischen Mörfelden-Walldorf bei Frankfurt an.

Am Donnerstag war der insgesamt dritte Versuch gescheitert, in dem festgefahrenen Tarifkonflikt zwischen dem Konzern und den Flugbegleitern in die Schlichtung mit zusätzlicher Mediation zu tariffremden Fragen einzusteigen. Die Ufo habe die von Lufthansa für das gesamte Verfahren verlangte Friedenspflicht nicht akzeptieren können, erläuterte Baublies. Einen weiteren Anbahnungsversuch der Schlichter Matthias Platzeck und Frank-Jürgen Weise könne es unter gleichen Voraussetzungen nicht mehr geben.

Erst am Freitag hatte Ufo-Sprecher Baublies gesagt, man werde zunächst noch einmal versuchen, die Tarifziele auf dem klassischen Verhandlungswege durchzusetzen. Sollte dies scheitern, bleibe nur der Arbeitskampf. Da einzelne Streiktage bislang nichts bewirkt hätten, müsse dann mit "deutlich ausgeweiteten Maßnahmen" Druck erzeugt werden.

Es könnte also schlimmer kommen als zuletzt. Denn der jüngste Streik zum Jahreswechsel betraf vor allem die Lufthansa-Gesellschaft Germanwings und war noch auf drei Tage begrenzt gewesen. In dieser Zeit fielen rund 200 Flüge aus. Alle von Ausfällen betroffenen Passagiere waren aber nach Angaben aus dem Lufthansa-Konzern anderweitig an ihr Reiseziel transportiert worden. Zu Chaos an den Flughäfen kam es nicht.

Die Lufthansa setzt auch nach der der erneuten Streik-Drohung weiter auf Verhandlungen. "Ein Streik ist immer der falsche Weg in einem Tarifkonflikt", sagte eine Konzernsprecherin am Sonntag. "Wir brauchen eine Lösung für die 22 000 Kabinenmitarbeiter. Und diese Lösung kann man nur in Gesprächen und nicht in Streiks finden. Nötig seien Perspektiven in den offenen tariflichen Fragen.

Ufo-Sprecher Baublies betonte dagegen, die Gewerkschaft sei jederzeit für Gespräche erreichbar, zuletzt habe es seitens der Lufthansa aber "ausschließlich Taktikspielchen" gegeben. "Streiks sind niemals Selbstzweck, sondern nur Mittel, um etwas Gutes für die Kabine zu erreichen." Wenn die Lufthansa dazu Vorschläge habe, bespreche man diese gerne - "aber nicht über die Öffentlichkeit".

In dem Konflikt hat Ufo insgesamt bereits einen Warnstreik und zwei reguläre Streikwellen bei Flugbetrieben des Lufthansa-Konzerns veranstaltet. Rund 2000 Flüge fielen wegen des Arbeitskampfes aus.

Die Gewerkschaft unterliegt eigentlich noch bis zum 2. Februar einer Friedenspflicht zu den bereits bestreikten Forderungen. Grundlage dafür ist ein 2016 geschlossener Tarifvertrag zur Konfliktlösung. Das bestehende Streikverbot erstreckt sich allerdings nur auf einen kleinen Teil der Ufo-Forderungen bei der Kerngesellschaft Lufthansa.

Neben Tarifthemen zu Arbeitsbedingungen, Renten und Entgelten haben die langen Auseinandersetzungen zwischen den streitenden Parteien einige Konflikte hinterlassen, die möglicherweise in einer Mediation hätten gelöst werden können. Es geht unter anderem um persönliche Klagen der Lufthansa und damit verbundene Haftungsfragen gegen frühere und aktuelle Vorstände der Gewerkschaft. Auch war der frühere Ufo-Chef Baublies aus Lufthansa-Diensten entlassen worden.

Ufo vertritt nach eigenen Angaben bundesweit die berufs- und tarifpolitischen Interessen von mehr als 30 000 Kabinenmitarbeitern in Deutschland./seb/pos/tos/DP/he

19.01.2020 | 14:26:35 (dpa-AFX)
Fluggäste erwartet wieder Ärger: Neuer Streik bei Lufthansa angedroht
17.01.2020 | 18:17:25 (dpa-AFX)
Lufthansa setzt Flüge nach Teheran bis Ende März aus
17.01.2020 | 11:48:44 (dpa-AFX)
Gewerkschaft Ufo prüft unbefristeten Streik bei der Lufthansa
16.01.2020 | 18:29:12 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Dritter Anlauf zu Schlichtung für Lufthansa-Flugbegleiter gescheitert
16.01.2020 | 17:07:53 (dpa-AFX)
Dritter Anlauf zu Schlichtung für Lufthansa-Flugbegleiter gescheitert
16.01.2020 | 05:50:03 (dpa-AFX)
Dritter Anlauf zu Schlichtung für Lufthansa-Flugbegleiter

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