Zins Spezial / 01.10.2019 | 09:06:22 Werbung

Lufthansa saniert Billigflugtochter

Felix Schröder
Autor Felix Schröder

Produktmanager bei der DZ BANK

Die Deutsche Lufthansa leidet seit geraumer Zeit unter dem Preiskampf der Billigfluggesellschaften. Ein radikales Sanierungsprogramm soll der Tochter Eurowings Flügel verleihen.

Felix Schröder
Autor Felix Schröder

Produktmanager bei der DZ BANK

Lufthansa schreibt rote Zahlen

Monat für Monat vermeldet die Lufthansa wachsende Passagierzahlen im Vergleich zum Vorjahr. Leider spiegelt sich dies nicht im Ergebnis wider. Steigende Treibstoffkosten sowie der Preiskampf auf den Kurzstrecken und hohe Überkapazitäten belasten die Ergebnisentwicklung. Vor allem die Billigtochter Eurowings leidet unter dem Konkurrenzkampf. So lief das erste Quartal 2019 deutlich schlechter als erwartet. Trotz steigender Umsätze landete Deutschlands größte Fluggesellschaft in den roten Zahlen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal fiel das EBIT von plus 52 Mio. Euro auf minus 344 Mio. Euro. Allein Eurowings belastete das Ergebnis mit -256 Mio. Euro.

Im Vergleich zum ersten Quartal fiel das zweite Quartal deutlich besser aus. Zwar konnte die Lufthansa auch hier nicht an das Vorjahresergebnis anknüpfen, aber mit einem EBIT von 761 Mio. Euro wurden zumindest wieder schwarze Zahlen geschrieben. Im Vorjahreszeitraum erwirtschaftete der Konzern im selben Zeitraum einen Gewinn von knapp über 1 Mrd. Euro.

Erfreuliches gibt es von Seiten der Kreditwürdigkeit zu berichten. Aufgrund einer Verbesserung des Finanzprofils haben die Ratingagenturen Standard & Poor’s und Scope Ratings die Bonitätseinstufung der Lufthansa im Investment-Grade-Bereich um jeweils eine Stufe von BBB- auf BBB mit stabilem Ausblick angehoben. Positiv heben die Ratingagenturen unter anderem die Größe des Konzerns und die Vielfalt an Geschäftsbereichen hervor. Negativ bewerten sie dagegen die Zyklizität der Luftfahrtbranche sowie die Abhängigkeit von externen Kostenfaktoren wie z.B. den Treibstoffpreisen.

 

Umbau soll Eurowings konkurrenzfähig machen

Damit Eurowings endlich profitabel wird, hat Lufthansa-Chef Carsten Spohr kürzlich einen Komplettumbau des Billigfluganbieters angekündigt. So soll Eurowings in Zukunft nur noch Europaflüge anbieten. Zudem sollen dank einem radikalen Sparprogramm die Kosten bis 2022 um fast 25% sinken. Neben dem Abbau von Personal sind auch längere Arbeitszeiten geplant. Außerdem soll die Flotte gekappt werden und sparsamere Modelle sollen zum Einsatz kommen. Bis sich die Umstrukturierung in den Geschäftszahlen bemerkbar macht, wird allerdings noch etwas Zeit vergehen. Deutlich schneller könnte eine mögliche Übernahme der Fluggesellschaft Condor vonstattengehen. Bereits vor wenigen Monaten hat die Lufthansa Interesse an dem Urlaubsflieger gezeigt. Die Insolvenz der Muttergesellschaft Thomas Cook könnte zur Wiederaufnahme der Verhandlungen führen.

Aufgrund des starken Konkurrenzkampfes unter den Fluggesellschaften begrüßen wir die Maßnahmen, um Eurowings profitabel zu machen und die Tochter zu einem richtigen Billigfluganbieter umzubauen. Ferner weckt eine mögliche Übernahme von Condor Phantasie. Allerdings könnte durch den Wegfall der Thomas-Cook-Kunden die Fluggesellschaft an Attraktivität einbüßen. Ebenfalls ungewiss sind die zukünftigen Kosten und Auflagen, welche im Rahmen der aktuellen Klimadiskussion der Lufthansa in den nächsten Jahren drohen.

 

Bonitätsabhängige Schuldverschreibung auf die Deutsche Lufthansa AG

Aktuell hat die DZ BANK eine bonitätsabhängige Schuldverschreibung auf die Deutsche Lufthansa AG im Angebot. Der Zinssatz für dieses Papier beträgt 0,75% p.a. und die Laufzeit beträgt 4 1/4 Jahre. Die Zeichnungsphase läuft vom 30.09.2019 bis 15.10.2019. Die Art und Höhe der Rückzahlung am Rückzahlungstermin ist abhängig von der Bonitätsentwicklung der Lufthansa. Am Rückzahlungstermin gibt es folgende Rückzahlungsmöglichkeiten:

1. Tritt während der Laufzeit der Schuldverschreibung kein Kreditereignis beim Referenzschuldner Deutsche Lufthansa AG ein, erhält der Anleger zu den jährlichen Zinszahlungsterminen einen Zinssatz von 0,75% ausbezahlt. Zudem wird die Schuldverschreibung am Tag der Endfälligkeit zum Nennbetrag zurückgezahlt.

2. Tritt während der Laufzeit der Schuldverschreibung ein Kreditereignis beim Referenzschuldner Deutsche Lufthansa AG ein, werden die Zinszahlungen ab diesem Zeitpunkt eingestellt und die Rückzahlung erfolgt zum Abwicklungsbetrag. Der Abwicklungsbetrag kann deutlich unter dem Nennbetrag liegen und im Extremfall null betragen, d.h. die Zahlung entfällt in diesem Fall vollständig. Der Anleger erleidet einen Verlust, wenn der Abwicklungsbetrag unter dem Erwerbswert der Schuldverschreibung liegt.

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Risikobeschreibung
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Stand: 01.10.2019
Emittentin: DZ BANK AG / Online-Redaktion

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News / Deutsche Lufthansa AG

19.10.2019 | 19:31:59 (dpa-AFX)
Flugbegleiter wollen Jets von Eurowings und anderen am Boden halten

FRANKFURT (dpa-AFX) - An mehreren deutschen Flughäfen kommt es an diesem Sonntagmorgen (05.00 Uhr) zu einer Kraftprobe zwischen dem Lufthansa <DE0008232125>-Konzern und der Kabinengewerkschaft Ufo. Diese hat Flugbegleiter der Lufthansa-Töchter Eurowings, Germanwings, Lufthansa Cityline und SunExpress aufgerufen, in der Zeit zwischen 5.00 und 11.00 Uhr sämtliche Starts zu bestreiken. Das Unternehmen wiederum hat angekündigt, sämtliche Flugzeuge wie geplant in die Luft bringen zu wollen. Die Streiks würden dann ins Leere laufen.

Es geht um mehr als 300 Verbindungen mit geschätzt rund 60 000 Gästen an Flughäfen wie Frankfurt/Main, Düsseldorf, Stuttgart, Berlin oder Hamburg. Eurowings forderte seine Gäste auf, sich über die Flüge im Internet zu informieren. Allein in Düsseldorf sind nach Angaben des Flughafens mehr als 60 Flugbewegungen der Eurowings und SunExpress bedroht. Bundesweit rechneten Flughäfen und Airlines am Samstag aber mit keinen oder geringen Auswirkungen auf den Flugbetrieb./ceb/DP/zb

19.10.2019 | 18:04:58 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Flughäfen erwarten kaum Warnstreik-Auswirkungen - Ufo droht weiter
19.10.2019 | 16:45:41 (dpa-AFX)
Flughäfen rechnen mit geringen Auswirkungen der Ufo-Warnstreiks
19.10.2019 | 13:28:40 (dpa-AFX)
Gewerkschaft Ufo droht: Ausweitung der Lufthansa-Streiks möglich
18.10.2019 | 18:13:37 (dpa-AFX)
ROUNDUP 3: Warnstreik bei Lufthansa abgesagt - Aber Töchter werden bestreikt
18.10.2019 | 17:42:30 (dpa-AFX)
ROUNDUP/BER: Verzögerung bei Terminal 2 möglich
18.10.2019 | 17:06:44 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2: Gewerkschaft Ufo sagt Warnstreik bei Lufthansa kurzfristig ab

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