Zins Spezial / 18.10.2019 | 09:33:45 Werbung

Lufthansa: Passagierzahlen steigen kontinuierlich

Felix Schröder
Autor Felix Schröder

Produktmanager bei der DZ BANK

Im September konnte sich die Lufthansa über ein steigendes Passagier- und Frachtaufkommen freuen. Welche Auswirkungen der am Sonntag beginnende Streik haben könnte, ist dagegen noch ungewiss.

Felix Schröder
Autor Felix Schröder

Produktmanager bei der DZ BANK

Mehr Passagiere trotz Klimadebatte

Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg ist zum ersten Mal im August 2018 mit einem Protestschild vor dem schwedischen Parlament öffentlich in Erscheinung getreten. Spätestens seit diesem Zeitpunkt wird verstärkt über den Klimaschutz und die Reduzierung von CO2 diskutiert. Besonders in der Kritik steht dabei der Flugverkehr. Aktuell scheint die Debatte allerdings kaum Einfluss auf das Flugpassagieraufkommen zu haben. Laut einer Studie des Statistischen Bundesamtes ist in den zwölf Monaten seit August 2018 die Zahl der Flugpassagiere kontinuierlich angestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr ist in diesem Zeitraum die Passagieranzahl in Deutschland um 4,8% auf 125,1 Mio. gewachsen.

Die jüngsten Zahlen der Lufthansa scheinen diesen Trend zu bestätigen. Demnach sind im September rund 14 Mio. Fluggäste mit Airlines der Lufthansa Group geflogen. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist dies ein Anstieg um 2,3%. Laut eigener Aussage handelt es sich hierbei um einen bis dato noch nie erreichten Spitzenwert. Insgesamt haben die Lufthansa und ihre Töchter in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres 111,6 Mio. Passagiere befördert - 3,1% mehr als im Vorjahr.

 

Kein geeigneter Übernahmekandidat zu finden

Nach der Pleite von Thomas Cook ist die Lufthansa immer wieder als möglicher Kaufinteressent von Condor genannt worden. Ähnlich ist die Lage bei Alitalia, auch hier hat Lufthansa in der Vergangenheit Interesse gezeigt. Doch aktuell scheint sich Lufthansa-Chef Carsten Spohr für keine der Airlines begeistern zu können - eine offizielle Offerte für Condor gab es seit der Thomas-Cook-Insolvenz zumindest nicht, und bei Alitalia ist diese Woche die Angebotsfrist abgelaufen.

Sollte die Lufthansa doch noch einen geeigneten Übernahmekandidaten finden, könnte dies, unserer Meinung nach, zu einer Stärkung des Konzerns führen. Wie schwer solch eine Eingliederung einer anderen Fluggesellschaft allerdings ist, hat die Teilübernahme von Air Berlin durch die Lufthansa gezeigt. Die oben genannten steigenden Passagierzahlen bewerten wir für die Lufthansa positiv. Mittel- bis langfristig erwarten wir im Rahmen der aktuellen Klimadiskussion jedoch vermehrt Auflagen und höhere Kosten für die Fluggesellschaften. Zudem rechnen wir mit einem möglichen Umdenken innerhalb der Gesellschaft, was zu Lasten der Airlines gehen könnte.

Langfristig höhere Kosten könnte auch der am Sonntag angekündigte Streik der Gewerkschaft UFO mit sich bringen. Die Unabhängige Flugbegleiter Organisation hat sämtliche Flugbegleiter und Kabinenchefs der Lufthansa zu einem kurzen Warnstreik aufgerufen, um ihren Lohnforderungen Nachdruck zu verleihen. Anders als in der Vergangenheit geht die Lufthansa diesmal allerdings auf Konfrontationskurs und droht streikenden Mitarbeitern mit Konsequenzen. Mit Spannung wird daher erwartet, ob UFO unter dieser Voraussetzung überhaupt ausreichend Lufthansa-Personal zum Streik bewegen kann. Sollte die Gewerkschaft mit ihrem Vorhaben scheitern, würde sie deutlich geschwächt aus dem Konflikt herausgehen und an Einfluss verlieren.

 

Einheitliches Rating

Nach wie vor verfügt die Lufthansa über Investment-Grade-Bewertungen der Rating-Agenturen Standard & Poor’s (BBB), Moody’s (Baa3) und Scope Ratings (BBB) mit stabilem Ausblick. Alle drei Agenturen nennen das breit diversifizierte Geschäftsprofil mit Marktposition in den Bereichen der Wartungs-, Reparatur- und Überholungsleistungen sowie im Airline-Catering als Stärke. Als Schwäche wird unter anderem der zunehmende Preiskampf, verursacht durch die Billigkonkurrenz, gesehen.

 

Bonitätsabhängige Schuldverschreibung auf die Deutsche Lufthansa AG

Aktuell hat die DZ BANK eine bonitätsabhängige Schuldverschreibung auf die Deutsche Lufthansa AG im Angebot. Der Zinssatz für dieses Papier beträgt 0,75% p.a. und die Laufzeit beträgt rund 7 Jahre. Die Zeichnungsphase läuft vom 15.10.2019 bis 31.10.2019.

Die Art und Höhe der Rückzahlung am Rückzahlungstermin ist abhängig von der Bonitätsentwicklung der Lufthansa. Am Rückzahlungstermin gibt es folgende Rückzahlungsmöglichkeiten:

1. Tritt während der Laufzeit der Schuldverschreibung kein Kreditereignis beim Referenzschuldner Deutsche Lufthansa AG ein, erhält der Anleger zu den jährlichen Zinszahlungsterminen einen Zinssatz von 0,75% ausbezahlt. Zudem wird die Schuldverschreibung am Tag der Endfälligkeit zum Nennbetrag zurückgezahlt.

2. Tritt während der Laufzeit der Schuldverschreibung ein Kreditereignis beim Referenzschuldner Deutsche Lufthansa AG ein, werden die Zinszahlungen ab diesem Zeitpunkt eingestellt und die Rückzahlung erfolgt zum Abwicklungsbetrag. Der Abwicklungsbetrag kann deutlich unter dem Nennbetrag liegen und im Extremfall null betragen, d.h. die Zahlung entfällt in diesem Fall vollständig. Der Anleger erleidet einen Verlust, wenn der Abwicklungsbetrag unter dem Erwerbswert der Schuldverschreibung liegt.

Zeichnen Sie dieses Produkt über das Online-Brokerage Ihrer Volksbank über den Menüpunkt Brokerage/Order/Zeichnung oder wenden Sie sich an den Berater Ihrer Hausbank.

 

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Risikobeschreibung
Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

Stand: 18.10.2019
Emittentin: DZ BANK AG / Online-Redaktion

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News / Deutsche Lufthansa AG

15.12.2019 | 14:41:59 (dpa-AFX)
Auch ohne Flugchaos Tausende Beschwerden bei Schlichtungsstelle

BERLIN (dpa-AFX) - Verspätungen, Gepäckverlust und ausgefallene Flüge: Probleme bei Flug-, Bus- und Bahnreisen haben in diesem Jahr zu Tausenden Beschwerden bei der Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr geführt. Geschäftsführer Heinz Klewe sagte der Deutschen Presse-Agentur, er rechne bis Jahresende mit rund 26 000 Anträgen. Das ist die zweithöchste Zahl nach 2018, damals hatte das sommerliche Flugchaos zu eine Verdoppelung der Beschwerden geführt.

"Die von der Luftfahrtbranche und der Politik eingeleiteten beziehungsweise schon realisierten Maßnahmen zeigen offensichtlich Wirkung", erklärte Klewe den Rückgang.

Lässt man das Ausnahmejahr 2018 außen vor, steigt die Zahl der Beschwerden seit Jahren an. "Die Verbraucher nutzen die Schlichtung zunehmend als eine für sie kostenlose und stressfreie Alternative zum Gang vors Gericht." In diesem Jahr konnte nach Klewes Worten in 90 Prozent der Fälle eine Einigung gefunden werden.

Weiter zugenommen haben die Beschwerden von Bahn- und Fernbuskunden, sie fallen aber weniger ins Gewicht. Bis Ende November haben sich 2939 Bahnkunden an die Schlichtungsstelle gewandt, ein Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Zum Vergleich: Direkt bei der Bahn haben sich im vergangenen Jahr allein Fernverkehr rund 300 000 Kunden beschwert. Auch 577 Fernbuskunden wandten sich bis Ende November an die Schlichter, 7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Die SÖP ist von der Bundesregierung als Schlichtungsstelle für Bahn, Luftverkehr, Fernbus und Schiff anerkannt. Zum größten Teil geht es um eine Entschädigung bei Verspätungen oder Ausfällen von Flügen und Bahnfahrten. Rund 400 Verkehrsunternehmen beteiligen sich an dem Schlichtungsverfahren, das sie selbst finanzieren.

Seit Dezember können sich auch Verbraucher dort beschweren, die mit einer online gebuchten Reise unzufrieden sind. Die Anbieter Ebookers, Evaneos, Expedia, Holidaycheck <DE0005495329>, Journaway und Weg.de sind beteiligt. "Mit dem Einstieg in die Reiseschlichtung kommen wir dem Ziel näher, Lösungen für bestehende Streitigkeiten im gesamten Bereich Reisen und Verkehr anzubieten", sagte Klewe. "Es wird vermutlich jedoch noch eine Zeit dauern, bis auch die Reiseveranstalter sich zu einer Teilnahme am Schlichtungsverfahren entschließen."/bf/DP/he

13.12.2019 | 18:20:01 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Lufthansa prüft neue Konzernstruktur - Kernmarke eigenständig
13.12.2019 | 18:05:05 (dpa-AFX)
Lufthansa prüft neue Konzernstruktur - Kernmarke eigenständig
13.12.2019 | 18:00:43 (dpa-AFX)
Enger Zeitplan für Terminal 2 am Hauptstadtflughafen BER
13.12.2019 | 14:35:02 (dpa-AFX)
AUSBLICK 2020: Kunden halten Pauschalreise trotz Megapleite bislang die Treue
13.12.2019 | 07:27:56 (dpa-AFX)
Streik bei Lufthansa durchkreuzt Passagierprognose bei Fraport
12.12.2019 | 23:35:23 (dpa-AFX)
ROUNDUP: FAA weist Boeing zurecht - American Airlines streicht 737-Max-Flüge

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