Aktien-Trading / 07.08.2019 | 11:14:36 Werbung

EssilorLuxottica: Starkes Momentum bietet Trading-Chancen

Felix Schröder
Autor Felix Schröder

Produktmanager bei der DZ BANK

Die Aktie von EssilorLuxottica zeigt seit April dieses Jahres ein dynamisches Aufwärtsmomentum. Zuletzt überzeugte der frisch fusionierte Brillenglas- und Linsenhersteller mit seiner Halbjahresbilanz. Zudem macht der Konzern weitere Fortschritte beim Ausbau seines Omnichannel-Ansatzes. Kurzfristige Schwächen bieten Trading-Chancen.

Felix Schröder
Autor Felix Schröder

Produktmanager bei der DZ BANK

Lage: Ergebniszuwächse und Fortschritte bei der Integration

EssilorLuxottica hat im ersten Halbjahr mehr Brillen seiner Kernmarke Ray-Ban verkauft. Aber auch in den anderen Bereichen liefen die Geschäfte gut. Das spiegelt sich in einem Umsatzplus von 7,3% auf 8,78 Mrd. Euro sowie gestiegenen Erträgen wider. Ebenfalls überzeugend war die Entwicklung des operativen Cashflows, der von 0,84 auf 1,49 Mrd. Euro zulegte.

Wie das Management weiterhin mitteilte, macht man Fortschritte bei der Integration. Essilor, der französische Produzent von Brillengläsern, hatte sich im Oktober mit dem italienischen Hersteller von Brillenfassungen Luxottica zusammengeschlossen und damit einen neuen Weltmarktführer im Bereich Brillen geformt. Der neue Konzern bekräftigte seine Zuversicht bezüglich der sich aus dem Zusammenschluss ergebenden langfristigen Chancen. Abgesehen von dem sich bietenden Absatzpotenzial soll die Fusion erhebliche Einsparungen mit sich bringen.

Bezüglich der kurzfristigen Perspektiven bestätigte das Management bei Vorlage der Halbjahresbilanz die Prognosen für das Geschäftsjahr 2019. Beim Umsatz geht es demnach von einem währungsbereinigten Wachstum von 3,5 bis 5% aus. Bei den Gewinnen könnte es noch etwas stärkere Zuwächse geben.

 

Perspektive: Mit starker Position Wachstumschancen nutzen

Fortschritte macht der neu entstandene Branchenriese aber nicht nur bei seinen Geschäftsergebnissen. Er arbeitet zudem weiterhin daran, sich noch stärker am Markt zu positionieren. EssilorLuxottica kommt beim geplanten Kauf des niederländischen Optik-Einzelhändlers GrandVision voran. Der Brillenkonzern hatte sich mit dem bisherigen Haupteigentümer HAL auf einen Kaufpreis von 7,3 Mrd. Euro geeinigt. Dieser gibt dafür seinen Anteil von 76,72% ab. Die Übernahme soll in den nächsten 12 bis 24 Monaten abgeschlossen sein. Danach will EssilorLuxottica ein öffentliches Übernahmeangebot für die übrigen Anteile unterbreiten.

Mit dem geplanten Zukauf erweitert der Konzern seine Einzelhandelsaktivitäten sowie seine geografische Präsenz, insbesondere in Europa. Die Firma GrandVision, zu der auch die Kette Apollo-Optik gehört, betreibt weltweit mehr als 7.200 Geschäfte. Sie erzielen einen Jahresumsatz von etwa 3,7 Mrd. Euro. Der Schritt ist damit ein weiterer Baustein bei der Strategie, den Omnichannel-Ansatz auszubauen. EssilorLuxottica will damit die eigenen Brillen zunehmend selbst vermarkten, um damit von den sich bietenden Wachstumschancen im Bereich Augenoptik zu profitieren. Die Strategie klingt plausibel. Kurzfristige Kursschwächen können daher Trade-Möglichkeiten bieten.

 

Trading-Idee: Endlos-Turbo Long auf EssilorLuxottica

Mit einem Hebelprodukt können Anleger überproportional an der Kursentwicklung des jeweiligen Basiswertes partizipieren. So vollzieht z.B. ein Endlos-Turbo Long auf die EssilorLuxottica S.A. die positive, aber auch die negative Kursentwicklung der Aktie gehebelt nach. Auf den Basiswert EssilorLuxottica S.A. stehen Anlegern verschiedene Endlos-Turbos Long zur Verfügung. Ein Beispiel ist der Endlos-Turbo Long mit einer aktuellen Knock-Out-Barriere von 93,198 Euro. Wird die Knock-Out-Barriere berührt, verfällt das Zertifikat jedoch wertlos.

 

Risikobeschreibung
Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

Stand: 07.08.2019
Emittentin: DZ BANK AG / Online-Redaktion

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Endlos Turbo Long 94,3363 open end: Basiswert EssilorLuxottica

DF109K / //
Quelle: DZ BANK: Geld 24.01., Brief 24.01.
DF109K // Quelle: DZ BANK: Geld 24.01., Brief 24.01.
4,35 EUR
Geld in EUR
4,38 EUR
Brief in EUR
-4,19%
Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 139,00 EUR
Quelle : Euronext Par , 24.01.
  • Basispreis
    (Stand 24.01. 04:10 Uhr)
    94,3363 EUR
  • Abstand zum Basispreis in %

    32,13%
  • Knock-Out-Barriere
    (Stand 24.01. 04:10 Uhr)
    94,3363 EUR
  • Abstand zum Knock-Out in %

    32,13%
  • Hebel 3,15x
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 0,10

News / EssilorLuxottica

14.01.2020 | 08:35:13 (dpa-AFX)
ESSILORLUXOTTICA IM FOKUS: Brillenkonzern hat nach Fusion ehrgeizige Ziele

CHARENTON-LE-PONT (dpa-AFX) - Mit seinen Marken-Sonnenbrillen ist der kürzlich fusionierte Brillenkonzern EssilorLuxottica <FR0000121667> bekannt geworden. Während das Geschäft 2019 rundlief, war das Jahr durch einen handfesten Führungsstreit geprägt, der aber mittlerweile gelöst ist. Jetzt will der Konzern weiter kräftig investieren und auch intern besser zusammenwachsen. Was bei EssilorLuxottica los ist, wie Analysten die weiteren Perspektiven sehen und wie sich die Aktie nach dem Zusammenschluss entwickelt hat.

DAS IST LOS IM UNTERNEHMEN:

Bekannte und trendige Namen wie Ray-Ban und Oakley, aber auch Luxusmarken wie Prada, Chanel und Armani gehören zum Portfolio des Konzerns, dessen Wachstum zuletzt von Linsen und optischen Instrumenten, Sonnenbrillen und dem Online-Handel angetrieben wurde. Über alle Regionen und Sparten hinweg legte der Konzern im dritten Jahresviertel zu. Die Zahlen für das Gesamtjahr 2019 will EssilorLuxottica am 6. März vorlegen.

Von ihrer Zusammenarbeit versprechen sich der französische Brillenglas-Hersteller Essilor und der italienische Brillengestell-Produzent Luxottica geringere Kosten und zusätzliches Umsatzpotenzial. Sie haben sich ehrgeizige Ziele gesetzt: Bis 2023 soll der fusionierte Konzern jährlich ein bereinigtes operatives Ergebnis (Ebit) von 420 bis 600 Millionen Euro erzielen.

Um weiter zu wachsen, stehen bei EssilorLuxottica auch Zukäufe auf der Agenda. So sieht sich das Unternehmen bei der angepeilten Übernahme des niederländischen Optik-Einzelhändlers GrandVision, zu dem auch die Kette Apollo-Optik gehört, auf Kurs. EssilorLuxottica hat sich mit den Niederländern bereits auf einen Kaufpreis von 7,3 Milliarden Euro geeinigt. Das Unternehmen will insgesamt 76,72 Prozent an GrandVision übernehmen, eventuell sogar etwas mehr.

Getrübt wurde das eigentlich gut verlaufene Geschäftsjahr 2019 vom monatelangen Führungsstreit an der Konzernspitze, der nach dem Zusammenschluss ausgebrochen war und die Aktionäre nach seinem Publikwerden stark verunsichert hatte. Beide Seiten warfen sich gegenseitig vor, statt der vereinbarten Fusion unter Gleichen die Macht für sich zu beanspruchen. Als Luxottica-Gründer Leonardo Del Vecchio seinen Vertrauten Francesco Milleri an die Spitze des fusionierten Konzerns hieven wollte, eskalierte die Situation. Während Milleri Luxottica leitet, führt sein Pendant Laurent Vacherot Essilor.

Um die Wogen zu glätten, einigten sich beide Seiten im vergangenen Mai auf eine Zwischenlösung. Beide genannten Manager wurden mit mehr Vollmachten ausgestattet, sollen die Verzahnung beider Unternehmen vorantreiben sowie eine neue Konzernstrategie entwickeln und umsetzen. Zudem sucht EssilorLuxottica weiter nach einem gemeinsamen Konzernchef. Milleri und Vacherot hatten zuvor klargemacht, dass sie für den Führungsposten nicht zur Verfügung stehen. Derzeit wird das Unternehmen von Del Vecchio und Co-Chef Hubert Sagnières geführt.

Der ausgerufene Neustart erhielt kurz vor Jahresende allerdings einen unerfreulichen Dämpfer. Kurz vor Silvester musste EssilorLuxottica einräumen, dass es in einem seiner Werke in Thailand Gelder zweckentfremdet worden sein sollen. Den entstandenen Schaden schätzt das Management auf 190 Millionen Euro. Mögliche Versicherungsleistungen sind dabei aber nicht eingerechnet,

DAS SAGEN DIE ANALYSTEN:

Marktbeobachter fällen ein weitgehend positives Urteil über die weiteren Entwicklungsmöglichkeiten von EssilorLuxottica am Kapitalmarkt. Insgesamt acht Experten sind im dpa-AFX-Analyser erfasst, davon rät je die Hälfte zum Kauf und zum Halten der Papiere. Einen Verkauf empfiehlt niemand. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei rund 136 Euro.

Mit einem Kursziel von 150 Euro attestiert Bernstein-Analyst Luca Solca dem französisch-italienischen Unternehmen das größte Aufwärtspotenzial. Er verweist dabei unter anderem auf den jüngsten Kapitalmarkttag, der reich an Informationen gewesen sei. Aus seiner Sicht dürften daraufhin spürbare Gewinnmitnahmen nur eine vorübergehende Erscheinung gewesen sein. Ähnlich zuversichtlich gibt sich Analystin Julie Zhang von der Schweizer Großbank UBS, die ein Kursziel von 145 Euro auf dem Zettel hat. Sie hält den Optikkonzern weiterhin für langfristig attraktiv - trotz kurzfristigen Gegenwinds.

Dagegen zeigte sich das Analysehaus Jefferies Ende Dezember mit Verweis auf den Betrugsverdacht in einem thailändischen Werk skeptischer. Analyst James Grzinic geht dennoch davon aus, dass die weitere Verschmelzung der Firmenkulturen von Essilor und Luxottica das Risiko solcher Vorfälle künftig mindern dürfte.

DAS MACHT DIE AKTIE:

Seit der Fusion im Oktober 2018 haben die Papiere eine Berg- und Talfahrt hinter sich. Lag der Kurs kurz nach dem Zusammenschluss noch bei etwas mehr als 130 Euro, ging es für EssilorLuxottica danach sukzessive nach unten. Nach einem Gewinnrückgang wegen des starken Euro im Geschäftsjahr 2018 sackte die Aktie im Frühjahr 2019 auf unter 100 Euro ab. Noch ein kleines Stückchen tiefer ging es im Mai, als der Führungsstreit an der Unternehmensspitze publik geworden war.

Nachdem der Zwist für beendet erklärt wurde, setzte mit Ausnahme kleinerer Rücksetzer wieder ein kontinuierlicher Aufwärtstrend für die Aktie ein. Auch deshalb, weil EssilorLuxottica für die ersten drei Quartale 2019 starke Zahlen vorlegte und sich für die kommenden Jahre weiter anziehende Geschäfte ausrechnet. Bis zum Jahresende kletterten die Anteilsscheine auf ihr bisheriges Hoch von 142,70 Euro. Derzeit notieren sie rund sieben Euro darunter.

Im zurückliegenden Jahr verzeichnete die Aktie ein Kursplus von rund 23 Prozent und legte damit in etwa so viel zu wie der EuroStoxx 50 <EU0009658145>. Im Vergleich zum Spitzenreiter ASML <NL0010273215> mutet der Kursanstieg des Brillenspezialisten aber eher bescheiden an. Der niederländische Chipindustrie-Ausrüster hat seinen Wert im Eurozonen-Leitindex 2019 fast verdoppelt. Als bester deutscher Titel dort kommt Adidas <DE000A1EWWW0> auf eine Steigerung von fast 60 Prozent.

Mit einer Marktkapitalisierung von fast 62 Milliarden Euro liegt EssilorLuxottica im Mittelfeld der wertvollsten Konzerne Europas. Auf das mit Abstand teuerste börsennotierte Unternehmen, den Luxusgüterkonzern LVMH <FR0000121014>, fehlen über 150 Millionen Euro. Und auch die Distanz bis zum wertvollsten deutschen Konzern SAP <DE0007164600> (rund 151 Millionen Euro) ist enorm. Größter Anteilseigner bei EssilorLuxottica ist Leonardo Del Vecchio, der mit seiner Delfin-Holding rund 32 Prozent am Unternehmen hält./eas/stw/zb

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