Aktien-Trading / 19.05.2021 | 09:45:47 Werbung

Deutsche Telekom: US-Geschäft beflügelt

Marcus Landau
Autor Marcus Landau

Senior Manager Public Distribution bei der DZ BANK

Die Deutsche Telekom gehört in Europa zu den führenden Branchenvertretern. Inzwischen ist der Konzern auch in den USA eine große Nummer. Mit Innovationen und hohen Investitionen wird das Geschäftsmodell gestärkt. Das wird vom Markt zunehmend honoriert.

Marcus Landau
Autor Marcus Landau

Senior Manager Public Distribution bei der DZ BANK

Solider Jahresauftakt

Unserer Einschätzung nach hat die Deutsche Telekom im ersten Quartal eine sehr solide Ergebnisentwicklung gezeigt. Beim Umsatz ging es um fast ein Drittel auf 26,4 Mrd. Euro aufwärts. Maßgeblichen Anteil daran hatte die Übernahme des US-Konkurrenten Sprint. Rechnet man diesen Effekt heraus, legten die Einnahmen um 7,1% zu. Für uns ist das ein sehr erfreuliches Abschneiden, welches den nachhaltigen Wachstumskurs bestätigt, auf dem sich das Unternehmen seit Jahren befindet. Getragen wird die positive Entwicklung maßgeblich von den US-Aktivitäten mit der Mobilfunktochter T-Mobile US. Aber auch im Heimatmarkt gab es zuletzt Fortschritte bei Umsatz und Gewinnen.

Insgesamt bewerten wir die verbesserten Profitabilitätskennziffern als Beleg für die Tragfähigkeit des Geschäftsmodells. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen (EBITDA) legte im ersten Quartal auf organischer Basis um 8,3% auf 9,25 Mrd. Euro zu. Daran hatten die US-Aktivitäten ebenfalls den größten Anteil, sie verzeichneten nicht nur das stärkste Wachstum, sondern steuern inzwischen mit einem Anteil von fast 62% den größten Beitrag zum Konzern-EBITDA bei. Durch die große Konzentration auf den US-Markt stellen jedoch ungünstige Wechselkurseffekte einen potenziellen Belastungsfaktor dar.

 

Krisenresistentes Geschäftsmodell profitiert vom Digitalisierungstrend

Positiv bewerten wir den weiter ausgebauten operativen Cashflow im ersten Quartal. Dadurch hat die Deutsche Telekom eine solide finanzielle operative Basis, um die geplanten Investitionen in den Ausbau der Netzinfrastruktur nicht nur über die Aufnahme von Fremdkapital zu stemmen. Gerade mit Blick auf die umfangreichen Investitionsvorhaben in den nächsten Jahren, u.a. den Ausbau des 5G-Netzwerks, sehen wir darin eine positive Entwicklung, um die Finanzverbindlichkeiten nicht über das derzeit bereits hohe Ausmaß zu erhöhen. Die hohe Verschuldung des Konzerns bewerten wir als Risiko.

Bei Vorlage der Quartalszahlen hat die Deutsche Telekom zudem ihre Gewinn- und Cashflow-Prognosen für das Gesamtjahr leicht angehoben. Zahlen und Ausblick wurden vom Markt sehr gut aufgenommen, wie die positive Kursreaktion impliziert. Nun gilt es, die Markterwartungen nicht zu enttäuschen. Deshalb muss die Deutsche Telekom im weiteren Jahresverlauf mit ihren Wachstumsvorhaben überzeugen. Rückschläge bei den Ambitionen sowie Probleme bei der Integration der Zukäufe stellen aus unserer Sicht Risiken dar. Ferner dürfte die Telekombranche von einem intensiven Wettbewerb geprägt bleiben und damit zu einem anhaltenden Preiskampf führen. Grundsätzlich erachten wir das Geschäftsmodell der Deutschen Telekom jedoch als relativ krisenresistent. Perspektivisch dürfte der Konzern zudem von dem verstärkten Digitalisierungstrend profitieren.

Wir sehen zudem charttechnisch weiteren Spielraum für steigende Preise. Die Aktie zeigt im übergeordneten Bild eine vielversprechende Konstellation. Sie hatte im März ihre Konsolidierungsphase trendkonform nach oben aufgelöst, die sich an die Erholungsbewegung nach dem Corona-Crashtief angeschlossen hatte. Dieser Ausbruch ging einher mit einem Überschreiten des Mehrjahreshochs von Februar 2020 bei 16,75 Euro. Zwar fiel der Kurs zunächst wieder unter diese Marke zurück, die Korrektur wurde mit dem jüngsten Anstieg jedoch wieder ausgeglichen. Sollte nun das Zwischenhoch von Ende März bei 17,36 Euro überwunden werden, könnte kurzfristig neuer Kaufdruck auf der Oberseite entstehen. Wenn es dadurch gelingt, auch die potenzielle Widerstandszone bei 17,63 bis 18,15 Euro zu knacken, in der markante Hochpunkte aus den Jahren 2015 und 2017 liegen, wäre das ein starkes Signal für mittelfristig weiterhin anziehende Notierungen.

 

Trading-Idee: Endlos-Turbo Long auf Deutsche Telekom

Mit Hebelprodukten können Anleger überproportional an allen Kursentwicklungen des zugrunde liegenden Basiswerts partizipieren. Aufgrund der Hebelwirkung reagiert das Produkt auf kleinste Kursbewegungen des Basiswerts. Da die Wertentwicklung des Basiswerts im Laufe der Zeit schwanken bzw. sich nicht entsprechend den Erwartungen des Anlegers entwickeln kann, besteht das Risiko, dass das eingesetzte Kapital nicht in allen Fällen in voller Höhe zurückgezahlt wird. Der Kapitalverlust kann ein erhebliches Ausmaß annehmen, sodass ein Totalverlust entstehen kann.

Auf den Basiswert Deutsche Telekom AG stehen verschiedene Endlos-Turbos zur Verfügung. Ein Beispiel ist der Endlos-Turbo Long mit einem Basispreis von 13,9152 Euro sowie einer Knock-Out-Barriere von 13,9152 Euro. Das Produkt eignet sich für Anleger, die auf steigende Kurse des Basiswerts setzen wollen. Der Endlos-Turbo Long auf die Deutsche Telekom AG hat keine feste Laufzeit, kann aber während der Laufzeit verfallen, sofern ein Knock-Out-Ereignis eintritt. Ein Knock-Out-Ereignis tritt ein, wenn der Beobachtungspreis (jeder Kurs des Basiswerts an einem Beobachtungstag, wie er von der maßgeblichen Börse berechnet wird) mindestens einmal auf oder unter der Knock-Out-Barriere liegt. Tritt ein solches Knock-Out-Ereignis ein, verfällt das Produkt ohne weiteres Tätigwerden des Anlegers wertlos, sodass es zu einem Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommt.

Risikobeschreibung
Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

Stand: 19.05.2021
Emittentin: DZ BANK AG / Online-Redaktion

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(Bewertungen: 21)

Endlos Turbo Long 13,9422 open end: Basiswert Deutsche Telekom

DV1A49 / //
Quelle: DZ BANK: Geld 18.06., Brief 18.06.
DV1A49 // Quelle: DZ BANK: Geld 18.06., Brief 18.06.
3,66 EUR
Geld in EUR
3,71 EUR
Brief in EUR
-4,69%
Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 17,596 EUR
Quelle : Xetra , 18.06.
  • Basispreis
    (Stand 18.06. 04:04 Uhr)
    13,9422 EUR
  • Abstand zum Basispreis in % 20,76%
  • Knock-Out-Barriere
    (Stand 18.06. 04:04 Uhr)
    13,9422 EUR
  • Abstand zum Knock-Out in % 20,76%
  • Hebel 4,74x
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 1,00

News / Deutsche Telekom AG

17.06.2021 | 11:10:26 (dpa-AFX)
Mehrheit der Internetnutzer zu nachlässig beim Online-Schutz

BERLIN (dpa-AFX) - Obwohl die Menschen in Deutschland immer besser über Gefahren aus dem Internet informiert sind, verzichtet die Mehrheit auf wirksame Schutzmaßnahmen. Fast drei Fünftel (59 Prozent) aller Internetnutzer gehen nach dem aktuellen Sicherheitsindex der Initiative "Deutschland sicher im Netz" (DsiN) zu nachlässig mit Schutzvorkehrungen bei Online-Diensten um. Nur jeder Zweite prüft demnach die Zugriffsrechte seiner Apps (50 Prozent), nur knapp jeder Dritte nutzt einen Passwortmanager (31 Prozent).

Die Studie, die am Donnerstag in Berlin gemeinsam mit dem Verbraucherschutzministerium vorgestellt wurde, bescheinigt der Bevölkerung ein hohes digitale Sicherheitswissen. Dennoch lasse das konkrete Sicherheitsverhalten nach. "Wir sehen, dass das vorhandene Wissen zu selten in die Praxis umgesetzt wird. Hier müssen wir ansetzen und Menschen zum sicheren Handeln ermuntern", erklärte Christian Kastrop, Staatssekretär im Verbraucherschutzministerium.

Der Bedrohungs-Gesamtindex 2021, der die allgemeine digitale Sicherheitslage für Verbraucher abbilden soll, stagniert im Vergleich zu Vorjahr mit 62,7 Punkten auf mäßigem Niveau. Mit dem Index versuchen die Forscher auf Basis einer repräsentativen Befragung der Online-Nutzer ab 16 Jahren, die subjektive Bedrohung mit dem tatsächlichen Schutzniveau der Verbraucher zusammenbringen. Beim Schwellenwert von unter 50 Punkten (von maximal 100) ist die Verunsicherung demnach höher als das subjektive Sicherheitsgefühl. Das bisher beste Niveau wurde 2016 mit 65,4 Punkten erreicht.

Die Initiative rief die Menschen dazu auf, sich stärker mit den Daten über die eigene Person zu beschäftigen. Beim Thema "Digitale Identität & Digitales Ich" bestehe ein starkes Aufklärungsbedürfnis. Nur drei Prozent der Nutzerinnen und Nutzer hätten sich bereits umfassender mit ihrer digitalen Identität befasst. "Das Thema wird künftig in allen Lebensbereichen an Bedeutung gewinnen, von Sozialen Netzwerken über Online-Banking bis zu Verwaltungsdienstleistungen", sagte Serena Holm, Managerin der Auskunftei Schufa.

Um die Kompetenz der Verbraucherinnen und Verbraucher zu erhöhen und die Menschen zu Anwendung der Erkenntnisse in der Praxis zu animierten, wird die Initiative unter anderem die neue interaktive und browserbasierte Simon-App anbieten. Sie ist ab sofort unter der Adresse simon-app.org zu erreichen. Zudem wird der Verein im Januar 2022 einen Digitalführerschein einführen, der bundesweit den Erwerb und die Zertifizierung von Digitalkompetenzen ermöglicht.

"Deutschland sicher im Netz" ist ein gemeinnütziger Verein, der 2006 beim 1. Nationalen IT-Gipfel der Bundesregierung gegründet wurde. Mitglieder sind Unternehmen wie die Deutsche Telekom <DE0005557508>, Facebook, Ebay <US2786421030>, Google <US02079K1079>, Microsoft <US5949181045>, SAP <DE0007164600> und Schufa sowie Organisationen wie das Deutsche Kinderhilfswerk und die FSM (Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter)./chd/DP/jha

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