Aktien-Trading / 28.11.2018 | 10:51:59 Werbung

Deutsche Post: Kerngeschäft schwächelt

DZ BANK AG / Online-Redaktion
Autor DZ BANK AG / Online-Redaktion

Innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe fungiert die DZ BANK als Spitzeninstitut und Zentralbank.

  • Gewinneinbruch im Kerngeschäft
  • ehrgeizige Ziele bergen Enttäuschungspotenzial
  • Anlageidee: Endlos-Turbo Short auf Deutsche Post
DZ BANK AG / Online-Redaktion
Autor DZ BANK AG / Online-Redaktion

Innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe fungiert die DZ BANK als Spitzeninstitut und Zentralbank.

Die Lage: Einsparungen kosten Geld

Wenn man darauf achtet, sieht man in den Städten eigentlich überall die gelben Post-Transporter. Denn mit ihrem Paketdienst DHL profitiert die Deutsche Post vom boomenden Online-Geschäft. Gerade in der nun begonnenen Vorweihnachtszeit und den auch hierzulande immer mehr in Mode kommenden Rabattschlachten zum Black Friday zeigt sich der zunehmende Stellenwert des Shoppings über das Internet. Für die Verbraucher ist es besonders komfortabel, zu Hause auf der Couch auf Schnäppchenjagd zu gehen. Ein wachsender Berg an Paketen ist die Folge. Die Kehrseite der Medaille dieser Entwicklung für die Deutsche Post sind steigende Kosten aufgrund von immer mehr benötigten Mitarbeitern, die immer schwerer zu bekommen sind. Steigende Personalkosten gibt es außerdem im Briefgeschäft. Gleichzeitig gehen hier die zugestellten Mengen von Jahr zu Jahr zurück. Weil die Post jeden Haushalt täglich beliefert, verzeichnet sie so zunehmend Druck auf die Margen. Gebündelt ist das Brief- und Paktgeschäft in der Sparte Post - eCommerce - Parcel (PeP).

 

Um die Kosten in dieser Kernsparte in den Griff zu bekommen, wurden einige Maßnahmen zur Verbesserung der Produktivität sowie zur Senkung der Kosten ergriffen. Beispielsweise setzt der ehemalige Staatskonzern auf die Frühverrentung von Postbeamten. Außerdem erhofft sich das Unternehmen Einsparungen aus der gebündelten Zustellung von Briefen und Paketen. Aktuell ist von den Kostensenkungen allerdings noch nichts zu spüren. Im Gegenteil: Die Sanierung kostet Geld, was auch im dritten Quartal die Gewinne belastet hatte. Während der Umsatz organisch um 4,7% auf 14,8 Mrd. Euro zunahm, schrumpfte das Nachsteuerergebnis um 77,2% auf 146 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verringerte sich um 54,9% auf 376 Mio. Euro. Die Sparte PeP schrieb sogar rote Zahlen. Wesentlich besser lief es in den anderen drei Bereichen Express (eilige Dokumente und Waren), Global Forwarding Freight (Spediteur für Luftfracht, Seefracht und Landverkehr) und Supply Chain (Kontraktlogistik). Sie verzeichneten allesamt EBIT-Steigerungen.

 

Die Perspektive: EBIT-Ziel mutet sehr ehrgeizig an

Vor den belastenden Faktoren in der Kernsparte PeP hatte der Vorstand bereits im Juni gewarnt und eine entsprechende Gewinnwarnung für das Gesamtjahr ausgesprochen. Die seinerzeit gemachten Prognosen wurden nun bestätigt. Die Deutsche Post peilt demnach ein EBIT von rund 3,2 Mrd. Euro an. Die Sparte PeP soll dazu inklusive des erwarteten Restrukturierungsaufwandes etwa 0,6 Mrd. Euro beitragen. Ursprüngliches Ziel für das Konzern-EBIT waren 4,15 Mrd. Euro, wozu der Bereich PeP 1,5 Mrd. Euro beisteuern sollte. Bei Vorlage der Neunmonatsbilanz bekräftigte das Management zudem die längerfristigen Ziele und setzt dabei auf die Erfolge der nun umgesetzten Maßnahmen zur Verbesserung der Kostenbasis. Demnach soll 2020 ein EBIT von mehr als 5 Mrd. Euro erzielt werden. Davon sollen rund 1,7 Mrd. Euro auf die Sparte PeP entfallen. Im vergangenen Jahr hatte die Deutsche Post ein EBIT von 3,74 Mrd. Euro erwirtschaftet.

 

Das 2020er-Ziel mutet nach unserer Einschätzung sehr ehrgeizig an und es bedarf einiger Anstrengungen, um es zu erreichen. Außerdem könnten die Erwartungen kassiert werden, beispielsweise wenn sich die geplante Erhöhung des Briefportos weiter verzögert. Die Deutsche Post wollte eigentlich das Porto zum Jahreswechsel von bisher 70 auf 80 Cent für den Standardbrief anheben. Weil nicht alle notwendigen Daten eingereicht wurden, hatte die Bundesnetzagentur das Genehmigungsverfahren jedoch Ende Oktober erst einmal auf Eis gelegt. Eine Entscheidung kündigte sie für das erste Halbjahr 2019 an. Der Konzern zeigte sich zuletzt zuversichtlich, dass die Portoerhöhung noch im ersten Quartal kommt. Aber selbst eine Anhebung des Portos ist aus unserer Sicht nur ein Baustein. Auch in den übrigen Sparten darf es zu keinen unvorhergesehenen Einschnitten kommen, sonst dürfte das EBIT-Ziel für 2020 zur Disposition stehen.

 

Eine weitere Gewinnwarnung dürfte den Aktienkurs u.E. zusätzlich belasten. Die Aktie sehen wir bereits seit dem Allzeithoch von Dezember 2017 in einer Abwärtsbewegung, in deren Verlauf sie im Juli ein Tief bei 27,23 Euro markierte. Dabei wurde auch das 61,8%-Fibonacci-Retracement bei 27,88 Euro unterschritten, das sich aus der Aufwärtsbewegung seit 2016 ableiten lässt. Die folgende dynamische Erholung stellte sich aus unserer Sicht nur als Gegenbewegung im Abwärtstrend heraus, der neue Abgaben folgten. Im Oktober wurden dabei das Julitief und das 61,8%-Fibonacci-Retracement getestet. Kurzzeitig unterschritten, hielt diese potenzielle Unterstützungszone jedoch erst einmal. Ein nachhaltiger Bruch der Unterstützung bleibt unserer Einschätzung zufolge jedoch ein mögliches Szenario, in dem dann mit einer Fortsetzung der übergeordneten Abwärtsbewegung zu rechnen ist. Entsprechend könnten dann trendfolgende Short-Positionen infrage kommen. Ein erstes Kursziel sehen wir in diesem Fall im Bereich von 22 Euro. Das skizzierte Szenario wird obsolet, wenn es der Aktie gelingt, die seit Oktober auszumachende kurzfristige Konsolidierungsphase nach oben aufzulösen, was mit einem Anstieg über 29,34 Euro der Fall wäre. Entsprechend bietet sich ein Stop-Loss knapp über dieser Marke an.

 

Die Anlageidee: Endlos-Turbo Short auf Deutsche Post

Mit einem Hebelprodukt können Anleger überproportional an der Kursentwicklung des jeweiligen Basiswertes partizipieren. So vollzieht z.B. ein Endlos-Turbo Short auf die Deutsche Post die negative, aber auch die positive Kursentwicklung der Aktie gehebelt nach. Auf den Basiswert Deutsche Post stehen Anlegern verschiedene Endlos-Turbos Short zur Verfügung. Ein Beispiel ist der Endlos-Turbo Short mit einer aktuellen Knock-Out-Schwelle von 34,2268 Euro. Wird die Knock-Out-Schwelle berührt, verfällt das Zertifikat wertlos.

 

Risikobeschreibung

Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

 

Stand: 27.11.2018
Emittentin: DZ BANK AG / Online-Redaktion

 

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Auf der Internetseite der DZ BANK www.dzbank-derivate.de werden aufgrund gesetzlicher Bestimmungen der von der DZ BANK bezüglich des öffentlichen Angebots erstellte Basisprospekt sowie etwaige Nachträge (www.dzbank-derivate.de/dokumentencenter) und die zugehörigen Endgültigen Bedingungen (www.dzbank-derivate.de; Eingabe der entsprechenden ISIN oder WKN und dann unter „Dokumente“) veröffentlicht. Während des öffentlichen Angebots sind Kopien der vorgenannten Unterlagen in gedruckter Form außerdem auf Verlangen kostenlos bei der DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank, Frankfurt am Main, F/GTDR, Platz der Republik, 60265 Frankfurt am Main, Deutschland, erhältlich.

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Endlos Turbo Short 33,974 open end: Basiswert Deutsche Post

DD8KBR / //
Quelle: DZ BANK: Geld 15.02., Brief 15.02.
DD8KBR // Quelle: DZ BANK: Geld 15.02., Brief 15.02.
0,72 EUR
Geld in EUR
0,75 EUR
Brief in EUR
-10,00%
Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 26,750 EUR
Quelle : Xetra, 15.02.
  • Basispreis 33,974 EUR
  • Abstand zum Basispreis in % 27,01%
  • Knock-Out-Barriere 33,974 EUR
  • Abstand zum Knock-Out in % 27,01%
  • Hebel 3,57x
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 0,10

News / Deutsche Post AG

11.02.2019 | 14:58:01 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Bundesministerium will der Post kräftige Portoerhöhung ermöglichen

BONN (dpa-AFX) - Wer Briefe verschickt, wird sich ab Sommer vermutlich auf ein höheres Porto einstellen müssen. Das Bundeswirtschaftsministerium will eine Verordnung ändern, auf deren Basis die Post das Briefporto deutlich stärker anheben könnte als bisher. Eine entsprechende Gesetzesänderung sei auf den Weg gebracht worden, sagte ein Ministeriumssprecher am Montag in Berlin. Zuvor hatte die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Montag) darüber berichtet. Ein Sprecher der Post begrüßte das Vorhaben der Regierung. Die Post-Aktien legten am Montag um mehr als zwei Prozent zu.

Branchenkreisen zufolge könnte das Porto für einen Standardbrief von aktuell 70 Cent auf 85 bis 90 Cent steigen. Der Ministeriumssprecher sagte aber: "Wir gehen nicht davon aus, dass die Post für den Standardbrief 90 Cent für das Porto erheben wird." Der vorerst letzte Preissprung Anfang 2016 lag nur bei acht Cent.

Der genaue Wert für das neue Porto ist noch unklar - es geht nun um einen größeren Preisspielraum für alle regulierten Postprodukte zusammen, also auch für Postkarte oder Auslandsbrief. Nach der Rechtsänderung entscheidet die Bundesnetzagentur über einen neuen Preisrahmen. Danach beantragt die Post unter anderem das Porto für den Standardbrief, was die Netzagentur noch freigeben soll. Vermutlich ab Juli gilt das neue Porto. Damit steigt es später als geplant - bisher sollten die Briefmarken im April teurer werden.

Wegen der Digitalisierung sinkt die Briefmenge seit Jahren. Um profitabel wirtschaften zu können, pocht das ehemalige Staatsunternehmen angesichts seiner relativ konstanten Kosten auf eine satte Erhöhung. Von 2015 bis 2017 sank die Zahl der Briefsendungen der Deutschen Post um 0,9 Milliarden auf 18,4 Milliarden. 2014 waren es noch 20,5 Milliarden.

Im europäischen Vergleich ist Porto in Deutschland eher billig. Kostet ein Standardbrief hierzulande 70 Cent, sind es nach Post-Angaben im europäischen Mittel 94 Cent. Negativ-Spitzenreiter ist Dänemark mit umgerechnet 3,88 Euro, am billigsten ist es auf Malta (26 Cent). Auch in den Flächenstaaten Frankreich (1,02 Euro) und Italien (2,80 Euro) kostet ein Standardbrief mehr als hierzulande.

So ist es naheliegend, dass die Deutsche Post <DE0005552004> ein höheres Porto einfordert. Mitte Januar bekam der Bonner Konzern aber zunächst einen Dämpfer von der Bundesnetzagentur. Die Behörde gewährte der Post nur einen eher geringen Erhöhungsspielraum von 4,8 Prozent für alle regulierten Produkte zusammen. Damit hätte der Standardbrief wohl maximal auf 80 Cent steigen können, und die anderen Briefsorten hätten etwa gleich teuer bleiben müssen. Der Post war das zu wenig. Nun bekommt sie Rückenwind aus dem Bundeswirtschaftsministerium. Ein Sprecher der Bundesnetzagentur sagte nur knapp: "Wir sind informiert über die Pläne, die Verordnung anzupassen." Die Netzagentur ist dem Ministerium unterstellt.

Knifflig ist die Art und Weise, wie der größere Preisspielraum errechnet wird. Denn bei dessen Ermittlung wird der Vergleich zu anderen europäischen Postgesellschaften herangezogen - an deren Profitabilität orientiert sich dann auch die Umsatzrendite, die die Deutsche Post im Briefgeschäft einfahren darf. Hintergrund hierzu: Der Konzern soll unter seinen gesetzlichen Pflichten nicht so stark ächzen, dass er beim Briefgeschäft in die roten Zahlen rutscht. Zu seinen Pflichten gehört die werktägliche Briefzustellung in der Fläche, also auch am Nordsee-Deich oder im Schwarzwald.

Genau dieser Vergleich zu Postgesellschaften anderer europäischer Staaten bei Ermittlung der Umsatzrendite - also des Gewinns im Verhältnis zum Umsatz - ist Kritikern ein Dorn im Auge. "Der Vergleich hinkt", sagt Klaus Gettwart vom Deutschen Verband für Post, Informationstechnologie und Telekommunikation. So sei der Gewinn ausländischer Postgesellschaften relativ hoch, weil sie zum Teil über staatlich garantierte Monopolstellungen verfügen und artfremde Leistungen wie Bankdienstleistungen einbeziehen würden. Die geplante Portoerhöhung in Deutschland hält er für "völlig unangemessen", zumal die Qualität der Briefzustellung abnehme und es mehr Beschwerden gebe.

Auch der Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums sah den Vergleich mit anderen europäischen Postgesellschaften bei der Ermittlung des Gewinnzuschlags kritisch, wenngleich aus anderen Gründen. So sei die Deutsche Post bisher mit staatlichen Postgesellschaften anderer Länder verglichen worden, die gar nicht gewinnorientiert seien, sagte er. Aus seiner Sicht war der bisherige Vergleichswert also nicht zu hoch, sondern zu niedrig. Solche Postgesellschaften - etwa die rumänische Post - würden durch die Rechtsänderung aus dem Vergleichspool gestrichen. Dadurch würde die der Deutschen Post zugebilligte Umsatzrendite steigen - und der Bonner Konzern könnte das Porto kräftiger erhöhen als bisher möglich.

Für die Regulierungsbehörde dürfte der Schritt des Wirtschaftsministeriums wie eine Ohrfeige sein. Die Bundesregierung setze sich erneut "über die Unabhängigkeit und Expertise der Bundesnetzagentur hinweg", monierte der FDP-Bundestagsabgeordnete Reinhard Houben. Der Bund ist über die staatliche KfW-Bank mit 20,5 Prozent an der Post beteiligt und damit Hauptaktionär. Diese Beteiligung ist nach Houbens Ansicht Grund für die Rechtsänderung: "Um die eigene Rendite zu erhöhen, bittet die Bundesregierung die deutschen Verbraucher zur Kasse."

Am Montag leitete das Wirtschaftsministerium die sogenannte Ressortabstimmung ein. Wann genau das Bundeskabinett die Änderung abnicken soll, ist unklar. Wie bei den allermeisten Verordnungen üblich, muss der Bundestag für deren Gültigkeit nicht zustimmen./wdw/DP/jha

11.02.2019 | 12:16:44 (dpa-AFX)
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