Zins Spezial / 14.02.2020 | 09:56:55 Werbung

Daimler tritt auf die Kostenbremse

Robin Freytag
Autor Robin Freytag Bondhändler bei der DZ BANK

Einen drastischen Gewinneinbruch musste diese Woche Daimler verkünden. Ein radikales Sparprogramm soll helfen, das Lenkrad herumzureißen.

Robin Freytag
Autor Robin Freytag Bondhändler bei der DZ BANK

Ausgaben belasten Ergebnis

Zufrieden kann Ola Källenius mit seinem ersten Jahr als Daimler-Chef nicht sein. Obwohl der Absatz und der Umsatz annähernd gleich bzw. sogar leicht höher als in 2018 ausfielen, enttäuschten die restlichen Zahlen. Das Konzern-EBIT brach beispielsweise um über 60% auf 4,3 Mrd. Euro ein. Das auf die Aktionäre entfallende Konzernergebnis fiel gegenüber dem Vorjahr um 4,8 Mrd. Euro auf 2,4 Mrd. Euro. Dementsprechend niedrig ist mit 2,22 Euro das Ergebnis pro Aktie - im Vergleich dazu waren es 2018 noch 6,78 Euro. Aber nicht nur beim Ergebnis müssen die Anteilsinhaber Einbußen verkraften, auch die Dividende soll von 3,25 Euro auf 0,90 Euro pro Aktie gesenkt werden.

Zahlreiche Sonderbelastungen haben das Ergebnis negativ beeinflusst. So musste Daimler bis dato mehr als 4 Mrd. Euro für Rückrufe und Verfahren im Zusammenhang mit dem Dieselskandal aufbringen. Des Weiteren fließen Milliarden in die Entwicklung neuer Produkte und Technologien. Dies ist unter anderem notwendig, um in Zukunft CO2-sparsamere Modelle anbieten zu können und die EU-Flottenvorgaben von 100 Gramm CO2 pro Kilometer zu erfüllen. Aber auch andere Zukunftstechnologien wie Digitalisierung, Vernetzung und autonomes Fahren verschlingen hohe Beträge.

 

Mit Sparprogramm zurück auf Wachstumskurs

Für das nächste Jahr prognostiziert Daimler einen leicht rückgängigen Konzern-Absatz und einen nahezu gleichbleibenden Umsatz. Dafür soll das Konzern-EBIT aufgrund des Wegfalls der oben genannten Einzelbelastungen deutlich über dem Ergebnis von 2019 liegen. Mittel- bis langfristig soll weiteres Wachstum durch Effizienzmaßnahmen in allen Geschäftsfeldern, wie beispielsweise Personal- und Materialkosteneinsparungen, sowie durch Portfolio- und Modellanpassungen generiert werden. Bereits zu spüren bekommen haben diese Maßnahmen die rund 130.000 Tarifbeschäftigten. Nach knapp 5.000 Euro Prämie im letzten Jahr werden für 2019 nur ca. 1.100 Euro ausgezahlt.

Wir begrüßen den Vorsatz, in Zukunft den Fokus auf Kosteneffizienz zu legen, allerdings fehlt uns eine klare Strategie. Zudem fragen wir uns, ob Källenius der richtige Mann an der Spitze ist. Schließlich hat der schwedische Manager als langjähriger Mitarbeiter in Führungspositionen die Entscheidungen seines Vorgängers Dieter Zetsche mitgetragen. Daimler darf außerdem nicht vergessen, dass die guten Absatz- und Umsatzzahlen überwiegend auf Modellen mit Verbrennungsmotoren basieren. Im Bereich E-Mobilität liegen die Stuttgarter unserer Meinung nach hinter den Konkurrenten aus München, Wolfsburg und Palo Alto.

 

Solides Rating

Derzeit wird die Bonität von Daimler von den drei großen Ratingagenturen Standard & Poor’s, Moody’s und Fitch mit den Langfrist-Ratings A-, A-3 und A- eingestuft. Der Ausblick ist zweimal negativ und einmal stabil. Positiv wird die führende Marktposition unter den Premium-Autoherstellern sowie bei LKWs gesehen. Skeptisch sind die Agenturen dagegen, was die Ergebnisse auf absehbare Zeit angeht. Die hohen Kosten für das Restrukturierungsprogramm dürften das Unternehmen belasten. Zudem ist fraglich, ob unter den aktuellen Umständen beim EBITDA eine attraktive Marge erzielt werden kann.

 

Bonitätsabhängige Schuldverschreibung auf die Daimler AG

Aktuell hat die DZ BANK eine bonitätsabhängige Schuldverschreibung auf die Daimler AG im Angebot. Der Zinssatz für dieses Papier beträgt 0,75% p.a. und die Laufzeit beträgt 7,3 Jahre. Die Zeichnungsphase läuft vom 14.02.2020 bis 28.02.2020.

Die Art und Höhe der Rückzahlung am Rückzahlungstermin ist abhängig von der Bonitätsentwicklung der Daimler AG. Am Rückzahlungstermin gibt es folgende Rückzahlungsmöglichkeiten:

1. Tritt während der Laufzeit der Schuldverschreibung kein Kreditereignis beim Referenzschuldner Daimler AG ein, erhält der Anleger zu den jährlichen Zinszahlungsterminen einen Zinssatz von 0,75% ausbezahlt. Zudem wird die Schuldverschreibung am Tag der Endfälligkeit zum Nennbetrag zurückgezahlt.

2. Tritt während der Laufzeit der Schuldverschreibung ein Kreditereignis beim Referenzschuldner Daimler AG ein, werden die Zinszahlungen ab diesem Zeitpunkt eingestellt und die Rückzahlung erfolgt zum Abwicklungsbetrag. Der Abwicklungsbetrag kann deutlich unter dem Nennbetrag liegen und im Extremfall null betragen, d.h. die Zahlung entfällt in diesem Fall vollständig (Totalverlustrisiko). Der Anleger erleidet einen Verlust, wenn der Abwicklungsbetrag unter dem Erwerbswert der Schuldverschreibung liegt.
Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist auch möglich, wenn die DZ BANK als Emittent ihre Verpflichtungen aus dem Zertifikat aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) nicht mehr erfüllen kann.

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Risikobeschreibung
Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

Stand: 14.02.2020
Emittentin: DZ BANK AG / Online-Redaktion

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0,75% Bonitätsabhängige Schuldverschreibung bezogen auf Daimler AG 20/27

DD5APZ /

News / Daimler AG

20.02.2020 | 11:49:55 (dpa-AFX)
Kreise: China könnte E-Autos länger fördern als bisher geplant

PEKING (dpa-AFX) - Angesichts der Schwäche des weltgrößten Automarkts prüft die chinesische Regierung eine längere Laufzeit der E-Auto-Kaufprämie. Bisher ist geplant, dass die erst Mitte 2019 etwas zurückgefahrene Subvention, Ende 2020 ausläuft. Da der Verkauf von neuen E-Autos im vergangenen Jahr erstmals rückläufig war, werde jetzt erwogen, die Kaufprämie zu verlängern, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die Gespräche darüber seien allerdings noch in einer frühen Phase und es gebe keine Garantie, dass die Subventionen noch länger laufen.

Von einer Verlängerung der Kaufprämie würden lokale Hersteller von E-Autos wie Byd, Baic oder Nio, aber auch der US-Hersteller Tesla <US88160R1014> profitieren. Dieser hatte erst vor wenigen Wochen die ersten Fahrzeuge aus seiner neuen Fabrik in Shanghai ausgeliefert. China fördert den Kauf von E-Autos bereits seit rund einem Jahrzehnt und die Subvention war einer der Gründe dafür, dass das Land zum weltgrößten Automarkt wurde. Vergangenes Jahr hat die Regierung die Prämien zurückgefahren, um die Hersteller langsam aber sicher unabhängiger von staatlichen Stützen zu machen.

Der Schuss ging nach hinten los. Der Absatz von E-Autos ging 2019 erstmals überhaupt zurück - wenn auch nur leicht. Im Januar nun bracht der Verkauf um fast die Hälfte ein./zb/mis

20.02.2020 | 10:52:15 (dpa-AFX)
Daimler baut Führung der Autosparte um und verteilt Aufgaben neu
20.02.2020 | 05:50:01 (dpa-AFX)
IG Metall berät über Forderungen in der Tarifrunde 2020
20.02.2020 | 05:30:39 (dpa-AFX)
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20.02.2020 | 05:21:59 (dpa-AFX)
ADAC fordert mehr Vielfalt bei E-Autos und Ausbau der Ladesäulen
19.02.2020 | 16:44:07 (dpa-AFX)
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19.02.2020 | 16:00:59 (dpa-AFX)
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