Zins Spezial / 15.05.2020 | 09:36:08 Werbung

Corona-Krise bremst BMW

Robin Freytag
Autor Robin Freytag Bondhändler bei der DZ BANK

Automobilhersteller wie BMW sind besonders stark von der Corona-Krise betroffen. Doch langsam werden die Fabriken wieder hochgefahren. Zudem könnte eine mögliche Kaufprämie den Absatz im zweiten Halbjahr ankurbeln.

Robin Freytag
Autor Robin Freytag Bondhändler bei der DZ BANK

Verkäufe weltweit rückläufig

Obwohl im ersten Quartal 2020 der Verkauf von Automobilen überwiegend nur in China und Teilen Asiens eingeschränkt war, gingen die Verkaufszahlen auch in anderen Regionen spürbar zurück. So musste BMW für diesen Zeitraum einen Rückgang in Asien von 25% und in Europa und den USA von jeweils 18% verzeichnen. Weltweit lieferten die Münchener in den ersten drei Monaten 477.111  Fahrzeuge der Premium-Marken BMW, MINI und Rolls-Royce aus. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Rückgang von 20,6%. Nichtsdestotrotz stieg der Konzernumsatz um 3,5% auf 23,3 Mrd. Euro. Der Konzernüberschuss fiel dagegen leicht um 2,4% auf 574 Mio. Euro, was einem Ergebnis je Aktie von 0,84 Euro entspricht.

Die wahren Auswirkungen der Corona-Pandemie dürften voraussichtlich erst im zweiten Quartal zu sehen sein. Herrschte im März lediglich ein Verkaufsstopp in Asien, zogen wenige Wochen später fast ganz Europa, Mittel- und Südamerika, Russland, Südafrika und Indien nach. Laut dem Vorstandsvorsitzenden Oliver Zipse brach der Verkauf im April weltweit um 44% gegenüber dem Vorjahr ein. Dementsprechend passte BMW auch die Prognose an. Für das restliche Jahr rechnet der Autobauer im Kerngeschäft mit einer EBIT-Marge von lediglich 0 bis 3% - normalerweise werden 8 bis 10% angestrebt.

 

Nachfrage nach E-Autos steigt

Um die Effekte der Corona-Krise auf das Konzernergebnis zu reduzieren, will BMW die Kosten senken. So sollen beispielsweise durch natürliche Fluktuation frei gewordene Stellen genutzt werden, um den Personalumbau voranzutreiben. Auf das Jahr gesehen, soll die Mitarbeiterzahl leicht unter dem Niveau des Vorjahres liegen. Des Weiteren werden auch die Investitionen von ursprünglich geplanten 5,7 Mrd. Euro auf unter 4 Mrd. Euro gedrückt.

Die aktuelle Situation ist herausfordernd und die Auswirkungen der Corona-Krise auf das Geschäft lassen sich derzeit noch nicht endgültig abschätzen. Unserer Meinung nach sind die oben beschriebenen Maßnahmen daher ein wichtiger Schritt um die Bilanz zu entlasten. Allerdings dürfen wichtige Investitionen, wie z.B. in die Elektromobilität, nicht darunter leiden. Dass E-Autos in naher Zukunft eine immer größere Rolle spielen, zeigen die Verkaufszahlen aus dem ersten Quartal. Während die Verkäufe bei den Verbrennern rückläufig waren, konnte BMW fast 14% mehr elektrifizierte BMW- und MINI-Fahrzeuge ausliefern als im Vorjahreszeitraum. Einen weiteren Schub für die Verkäufe könnte die derzeit zur Debatte stehende neue Kaufprämie für Autos auslösen. Aktuell regt sich allerdings, sowohl in der Bevölkerung als auch in der Politik, starker Widerstand gegen diese Maßnahme.

 

Rating-Ausblick

Derzeit wird die Bonität von BMW von den beiden führenden Ratingagenturen Moody’s und Standard & Poor’s mit den Langfrist-Ratings A2 bzw. A bewertet. Wegen der Corona-Krise und ihren Folgen haben beide Agenturen im März ihr Rating für den Autobauer gesenkt. Zudem stuft S&P BMW mit einem negativen Ausblick ein, während Moody’s das Rating im Hinblick auf eine weitere Herabstufung überprüft. Neben den wirtschaftlichen Folgen durch den nahezu globalen Shutdown können auch eine Reihe von längerfristigen Herausforderungen im Zusammenhang mit Umwelt-, Sozial- und Governance-Faktoren und Megatrends in der Automobilindustrie negative Auswirkungen auf die Gewinn- und Cashflow-Generierung haben und somit das Rating dementsprechend beeinflussen. Eine Stabilisierung der Marktsituation, die zu einer Erholung der Kennzahlen auf das Niveau vor dem Ausbruch der Krise führt, könnte dagegen zu einem positiven Ratingdruck führen.

 

Bonitätsabhängige Schuldverschreibung auf die BMW AG

Aktuell hat die DZ BANK eine bonitätsabhängige Schuldverschreibung auf die BMW AG im Angebot. Der Zinssatz für dieses Papier beträgt 1,30% p.a. und die Laufzeit beträgt 5,1 Jahre. Die Zeichnungsphase läuft vom 15.05.2020 bis 28.05.2020.

Die Art und Höhe der Rückzahlung am Rückzahlungstermin ist abhängig von der Bonitätsentwicklung der BMW AG. Am Rückzahlungstermin gibt es folgende Rückzahlungsmöglichkeiten:

1. Tritt während der Laufzeit der Schuldverschreibung kein Kreditereignis beim Referenzschuldner BMW AG ein, erhält der Anleger zu den jährlichen Zinszahlungsterminen einen Zinssatz von 1,30% ausbezahlt. Zudem wird die Schuldverschreibung am Tag der Endfälligkeit zum Nennbetrag zurückgezahlt.

2. Tritt während der Laufzeit der Schuldverschreibung ein Kreditereignis beim Referenzschuldner BMW AG ein, werden die Zinszahlungen ab diesem Zeitpunkt eingestellt und die Rückzahlung erfolgt zum Abwicklungsbetrag. Der Abwicklungsbetrag kann deutlich unter dem Nennbetrag liegen und im Extremfall null betragen, d.h. die Zahlung entfällt in diesem Fall vollständig (Totalverlustrisiko). Der Anleger erleidet einen Verlust, wenn der Abwicklungsbetrag unter dem Erwerbswert der Schuldverschreibung liegt.
Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist auch möglich, wenn die DZ BANK als Emittent ihre Verpflichtungen aus dem Zertifikat aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) nicht mehr erfüllen kann.

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Risikobeschreibung
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Stand: 15.05.2020
Emittentin: DZ BANK AG / Online-Redaktion

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1,30% Bonitätsabhängige Schuldverschreibung bezogen auf Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft 20/25

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Quelle: DZ BANK: Geld , Brief
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  • Währung des Produktes EUR
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Das öffentliche Angebot dieses Wertpapiers ist beendet. Kursstellungen nur während der Börsenzeiten.

News / BMW AG

14.07.2020 | 05:23:52 (dpa-AFX)
Verband: Milliardeninvestitionen für E-Auto-Ladenetz nötig

BERLIN (dpa-AFX) - Der Bundesverband eMobilität hält zum Aufbau eines flächendeckenden Ladenetzes in den kommenden Jahren Milliardeninvestitionen für nötig. Die Finanzierung solle über eine Netzentgeltumlage auch an die Stromkunden weitergegeben werden, heißt es in einer Stellungnahme des Verbandes an die Bundesnetzagentur. Sie lag der Deutschen Presse-Agentur vor.

Für den Aufbau einer öffentlichen Ladeinfrastruktur sieht der Verband demnach in den kommenden zehn Jahren einen zusätzlichen Bedarf von insgesamt 400 000 Ladepunkten. Derzeit seien rund 28 000 Ladepunkte installiert. Der dafür erforderliche Investitionsbedarf liege bei rund 9,3 Milliarden Euro.

In der Stellungnahme wird eine stärkere Einbindung der Netzbetreiber für die öffentliche Ladeinfrastruktur für Elektroautos vorgeschlagen. Damit es zu Kostenvorteilen für die Kunden kommen könne, müssten Infrastruktur und Service getrennt werden.

Die Netzbetreiber sollten ermächtigt werden, die notwendigen Kosten für Hardware, Planung, Installation und Netzanschluss durch eine allgemeine Netzentgeltumlage zu refinanzieren. Der Betrieb der Ladepunkte könne dann ausgeschrieben werden.

Durch eine Netzentgeltumlage würde sich das Netzentgelt entsprechend erhöhen - das Netzentgelt ist Bestandteil des Strompreises. Für einen Privathaushalt mit einem Verbrauch von 4500 Kilowattstunden bedeute dies eine Erhöhung um jährlich zwischen 2,11 Euro und 11,30 Euro in der Spitze, so heißt es.

Der Verband grenze sich zu Modellen ab, wonach ausschließlich etwa Automobilhersteller beziehungsweise Stromanbieter die Infrastruktur betreiben. Dadurch bestehe die Gefahr, dass es zu "monopolartigen Preisaufschlägen" an wichtigen Knotenpunkten kommen könne. Gleichzeitig könnte auch der flächendeckende Aufbau der Ladeinfrastruktur gefährdet sein, da Anbieter Ladepunkte nur dort errichteten, wo sie Gewinn versprechen.

Der Verband begrüßte es außerdem, dass das Bundeskartellamt eine Sektoruntersuchung eingeleitet hat. "Für die Entscheidung von Verbrauchern, auf Elektromobilität umzusteigen, sind die Bedingungen und Preise für das Laden im öffentlichen Raum von zentraler Bedeutung", hatte Kartellamtspräsident Andreas Mundt vor kurzem erklärt.

Die Behörde wolle deshalb schon in einer frühen Marktphase mögliche strukturelle Wettbewerbsprobleme identifizieren. "Der Markt ist natürlich noch im Entstehen. Aber uns erreichen schon jetzt vermehrt Beschwerden über die Preise und Konditionen an den Ladesäulen", berichtete Mundt./hoe/DP/zb

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