Zins Spezial / 29.05.2020 | 09:18:08 Werbung

BMW: Wettlauf mit der Konkurrenz

Robin Freytag
Autor Robin Freytag Bondhändler bei der DZ BANK

2020 dürfte ein Jahr sein, das die meisten Autobauer schnell vergessen möchten. Umso wichtiger ist es jetzt, die Weichen für die Zukunft zu stellen. Neben alternativen Antrieben setzt BMW auch auf eine eigenentwickelte Softwareplattform.

Robin Freytag
Autor Robin Freytag Bondhändler bei der DZ BANK

Ausbau der Elektroflotte

Früher hießen die Konkurrenten von BMW Daimler, Volkswagen und Audi. Doch die Zeiten haben sich geändert, heute fürchtet der Automobilhersteller viel mehr Unternehmen wie Tesla und Google. Die einen gewinnen immer mehr Marktanteile im Bereich Elektromobilität, während die anderen bei Software und Daten führend sind.

Dass der Verbrennungsmotor nicht der Antrieb der Zukunft ist, hat BMW frühzeitig erkannt und mit dem i3 bereits 2013 ein innovatives E-Auto gebaut. Allerdings ist bis heute die Nachfrage geringer als erhofft. Vor allem das Design des Wagens schreckt immer wieder potenzielle Käufer ab. In Zukunft setzen die Münchener daher vermehrt auf eine breite Elektrifizierung ihrer klassischen Modellflotte. Im Jahr 2023 soll die Angebotspalette 25 Fahrzeuge mit Elektroantrieb umfassen, über die Hälfte davon rein batteriebetrieben. Bereits 2021 soll das neue E-Flaggschiff - der BMW i4 - der Konkurrenz das Fürchten lehren. Das bis zu 530 PS starke vollelektrifizierte Auto soll vor allem den Angriff auf den E-Autopionier Tesla einläuten und Marktanteile in der gehobenen Mittelklasse erobern.

 

Kampf um Daten

Neben dem Antrieb spielt auch die Software bzw. das Autobetriebssystem eine immer größere Rolle. Das Auto der Zukunft wird vollvernetzt sein - vom kleinsten Bauteil bis hin zur Navigation. Das ganz große Ziel heißt irgendwann autonomes Fahren. Bereits heute sammeln die Autos von Tesla unzählige Daten, und Google hat kürzlich mit seinem Betriebssystem Android Automotive OS ein komplettes Multimediasystem für Fahrzeuge veröffentlicht. Aktuell hat die deutsche Automobilindustrie in diesem Bereich das Nachsehen. Doch das soll sich ändern. Mit eigenentwickelten Betriebssystemen wollen BMW, Daimler und VW den US-Konzernen den Kampf ansagen. Eventuell ist in Zukunft sogar eine Zusammenarbeit der drei großen deutschen Autobauer denkbar.

Im Bereich der Elektromobilität trauen wir BMW zu, attraktive Autos zu bauen, die auf eine hohe Nachfrage treffen. Deutlich skeptischer sind wir dagegen im Bereich Software und Daten. Hier ist unserer Einschätzung nach der Vorsprung von Techkonzernen wie Google sehr groß. Um die Corona-Auswirkungen abzufedern, hat BMW-Chef Oliver Zipse verkündet, Investitionen zu kürzen und Arbeitsplätze abzubauen, indem freie Stellen nicht mehr nachbesetzt werden. Solange eine Rückkehr zur Normalität noch nicht zu erkennen ist, ist dieses sogenannte „Fahren auf Sicht“ unserer Meinung nach die richtige Strategie.

 

Rating-Ausblick

Derzeit wird die Bonität von BMW von den beiden führenden Ratingagenturen Moody’s und Standard & Poor’s mit den Langfrist-Ratings A2 bzw. A bewertet. Wegen der Corona-Krise und ihren Folgen haben beide Agenturen im März ihr Rating für den Autobauer gesenkt. Zudem stuft S&P BMW mit einem negativen Ausblick ein, während Moody’s das Rating im Hinblick auf eine weitere Herabstufung überprüft. Neben den wirtschaftlichen Folgen durch den nahezu globalen Shutdown können auch eine Reihe von längerfristigen Herausforderungen im Zusammenhang mit Umwelt-, Sozial- und Governance-Faktoren und Megatrends in der Automobilindustrie negative Auswirkungen auf die Gewinn- und Cashflow-Generierung haben und somit das Rating dementsprechend beeinflussen. Eine Stabilisierung der Marktsituation, die zu einer Erholung der Kennzahlen auf das Niveau vor dem Ausbruch der Krise führt, könnte dagegen zu einem positiven Ratingdruck führen.

 

Bonitätsabhängige Schuldverschreibung auf die BMW AG

Aktuell hat die DZ BANK eine bonitätsabhängige Schuldverschreibung auf die BMW AG im Angebot. Der Zinssatz für dieses Papier beträgt 1,30% p.a. und die Laufzeit beträgt 5 Jahre. Die Zeichnungsphase läuft vom 29.05.2020 bis 16.06.2020.

Die Art und Höhe der Rückzahlung am Rückzahlungstermin ist abhängig von der Bonitätsentwicklung der BMW AG. Am Rückzahlungstermin gibt es folgende Rückzahlungsmöglichkeiten:

1. Tritt während der Laufzeit der Schuldverschreibung kein Kreditereignis beim Referenzschuldner BMW AG ein, erhält der Anleger zu den jährlichen Zinszahlungsterminen einen Zinssatz von 1,30% ausbezahlt. Zudem wird die Schuldverschreibung am Tag der Endfälligkeit zum Nennbetrag zurückgezahlt.

2. Tritt während der Laufzeit der Schuldverschreibung ein Kreditereignis beim Referenzschuldner BMW AG ein, werden die Zinszahlungen ab diesem Zeitpunkt eingestellt und die Rückzahlung erfolgt zum Abwicklungsbetrag. Der Abwicklungsbetrag kann deutlich unter dem Nennbetrag liegen und im Extremfall null betragen, d.h. die Zahlung entfällt in diesem Fall vollständig (Totalverlustrisiko). Der Anleger erleidet einen Verlust, wenn der Abwicklungsbetrag unter dem Erwerbswert der Schuldverschreibung liegt.
Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist auch möglich, wenn die DZ BANK als Emittent ihre Verpflichtungen aus dem Zertifikat aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) nicht mehr erfüllen kann.

Zeichnen Sie dieses Produkt über das Online-Brokerage Ihrer Volksbank über den Menüpunkt Brokerage/Order/Zeichnung oder wenden Sie sich an den Berater Ihrer Hausbank.

> Produktdetails lesen

Risikobeschreibung
Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

Stand: 29.05.2020
Emittentin: DZ BANK AG / Online-Redaktion

Hinweise auf Rechtliches, Prospekt, Werbung und Basisinformationsblatt

Hinweis auf das Basisinformationsblatt
Das von der DZ BANK erstellte Basisinformationsblatt ist in der jeweils aktuellen Fassung auf der Internetseite der DZ BANK www.dzbank-derivate.de/DD5ARZ (dort unter „Dokumente“) abrufbar. Dies gilt, solange das Produkt für Privatanleger verfügbar ist.

Hinweis auf den Prospekt
Der gemäß gesetzlicher Vorgaben von der DZ BANK bezüglich des öffentlichen Angebots erstellte Basisprospekt sowie etwaige Nachträge und die zugehörigen Endgültigen Bedingungen sind auf der Internetseite der DZ BANK www.dzbank-derivate.de veröffentlicht und können unter www.dzbank-derivate.de/DD5ARZ (dort unter „Dokumente“) abgerufen werden. Sie sollten den Prospekt lesen, bevor Sie eine Anlageentscheidung treffen, um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Prospekts von der zuständigen Behörde ist nicht als Befürwortung der angebotenen oder zum Handel an einem geregelten Markt zugelassenen Wertpapiere zu verstehen. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.

Rechtliche Hinweise: Dieses Dokument ist eine Werbemitteilung und dient ausschließlich Informationszwecken. Dieses Dokument wurde durch die DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank („DZ BANK“) erstellt und ist zur Verteilung in der Bundesrepublik Deutschland bestimmt. Dieses Dokument richtet sich nicht an Personen mit Wohn- und/oder Gesellschaftssitz und/oder Niederlassungen im Ausland, vor allem in den Vereinigten Staaten von Amerika, Kanada, Großbritannien oder Japan. Dieses Dokument darf im Ausland nur in Einklang mit den dort geltenden Rechtsvorschriften verteilt werden und Personen, die in den Besitz dieser Informationen und Materialien gelangen, haben sich über die dort geltenden Rechtsvorschriften zu informieren und diese zu befolgen. Dieses Dokument stellt weder ein öffentliches Angebot noch eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebotes zum Erwerb von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Die DZ BANK ist insbesondere nicht als Anlageberater oder aufgrund einer Vermögensbetreuungspflicht tätig. Dieses Dokument ist keine Finanzanalyse. Dieses Dokument stellt eine unabhängige Bewertung der entsprechenden Emittentin bzw. Wertpapiere durch die DZ BANK dar. Alle hierin enthaltenen Bewertungen, Stellungnahmen oder Erklärungen sind diejenigen des Verfassers des Dokuments und stimmen nicht notwendigerweise mit denen der Emittentin oder dritter Parteien überein. Die DZ BANK hat die Informationen, auf die sich das Dokument stützt, aus als zuverlässig erachteten Quellen übernommen, ohne jedoch alle diese Informationen selbst zu verifizieren. Dementsprechend gibt die DZ BANK keine Gewährleistungen oder Zusicherungen hinsichtlich der Genauigkeit, Vollständigkeit oder Richtigkeit der hierin enthaltenen Informationen oder Meinungen ab. Die DZ BANK übernimmt keine Haftung für unmittelbare oder mittelbare Schäden, die durch die Verteilung und/oder Verwendung dieses Dokuments verursacht werden und/oder mit der Verteilung und/oder Verwendung dieses Dokuments im Zusammenhang stehen. Eine Investitionsentscheidung bezüglich irgendwelcher Wertpapiere oder sonstiger Finanzinstrumente sollte auf der Grundlage eines Beratungsgesprächs sowie Prospekts oder Informationsmemorandums erfolgen und auf keinen Fall auf der Grundlage dieses Dokuments. Unsere Bewertungen können je nach den speziellen Anlagezielen, dem Anlagehorizont oder der individuellen Vermögenslage für einzelne Anleger nicht oder nur bedingt geeignet sein. Die Informationen und Meinungen entsprechen dem Stand zum Zeitpunkt der Erstellung des Dokuments. Sie können aufgrund künftiger Entwicklungen überholt sein, ohne dass das Dokument geändert wurde.

  •  
  •  
  •  
  •  
(Bewertungen: 9)

1,30% Bonitätsabhängige Schuldverschreibung bezogen auf Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft 20/25

DD5ARZ / //
Quelle: DZ BANK: Geld , Brief
DD5ARZ // Quelle: DZ BANK: Geld , Brief
-- %
Geld in %
-- %
Brief in %
--
Diff. Vortag in %
  • Zinslaufbeginn 16.06.2020
  • Nächster Kupontermin 16.06.2021
  • Fälligkeitsdatum 25.06.2025
  • Währung des Produktes EUR
Hinweis der DZ BANK:
Das öffentliche Angebot dieses Wertpapiers ist beendet. Kursstellungen nur während der Börsenzeiten.

News / BMW AG

14.07.2020 | 05:23:52 (dpa-AFX)
Verband: Milliardeninvestitionen für E-Auto-Ladenetz nötig

BERLIN (dpa-AFX) - Der Bundesverband eMobilität hält zum Aufbau eines flächendeckenden Ladenetzes in den kommenden Jahren Milliardeninvestitionen für nötig. Die Finanzierung solle über eine Netzentgeltumlage auch an die Stromkunden weitergegeben werden, heißt es in einer Stellungnahme des Verbandes an die Bundesnetzagentur. Sie lag der Deutschen Presse-Agentur vor.

Für den Aufbau einer öffentlichen Ladeinfrastruktur sieht der Verband demnach in den kommenden zehn Jahren einen zusätzlichen Bedarf von insgesamt 400 000 Ladepunkten. Derzeit seien rund 28 000 Ladepunkte installiert. Der dafür erforderliche Investitionsbedarf liege bei rund 9,3 Milliarden Euro.

In der Stellungnahme wird eine stärkere Einbindung der Netzbetreiber für die öffentliche Ladeinfrastruktur für Elektroautos vorgeschlagen. Damit es zu Kostenvorteilen für die Kunden kommen könne, müssten Infrastruktur und Service getrennt werden.

Die Netzbetreiber sollten ermächtigt werden, die notwendigen Kosten für Hardware, Planung, Installation und Netzanschluss durch eine allgemeine Netzentgeltumlage zu refinanzieren. Der Betrieb der Ladepunkte könne dann ausgeschrieben werden.

Durch eine Netzentgeltumlage würde sich das Netzentgelt entsprechend erhöhen - das Netzentgelt ist Bestandteil des Strompreises. Für einen Privathaushalt mit einem Verbrauch von 4500 Kilowattstunden bedeute dies eine Erhöhung um jährlich zwischen 2,11 Euro und 11,30 Euro in der Spitze, so heißt es.

Der Verband grenze sich zu Modellen ab, wonach ausschließlich etwa Automobilhersteller beziehungsweise Stromanbieter die Infrastruktur betreiben. Dadurch bestehe die Gefahr, dass es zu "monopolartigen Preisaufschlägen" an wichtigen Knotenpunkten kommen könne. Gleichzeitig könnte auch der flächendeckende Aufbau der Ladeinfrastruktur gefährdet sein, da Anbieter Ladepunkte nur dort errichteten, wo sie Gewinn versprechen.

Der Verband begrüßte es außerdem, dass das Bundeskartellamt eine Sektoruntersuchung eingeleitet hat. "Für die Entscheidung von Verbrauchern, auf Elektromobilität umzusteigen, sind die Bedingungen und Preise für das Laden im öffentlichen Raum von zentraler Bedeutung", hatte Kartellamtspräsident Andreas Mundt vor kurzem erklärt.

Die Behörde wolle deshalb schon in einer frühen Marktphase mögliche strukturelle Wettbewerbsprobleme identifizieren. "Der Markt ist natürlich noch im Entstehen. Aber uns erreichen schon jetzt vermehrt Beschwerden über die Preise und Konditionen an den Ladesäulen", berichtete Mundt./hoe/DP/zb

12.07.2020 | 09:04:43 (dpa-AFX)
Experte: Deutsche Uralt-Autos bieten Chance für Konjunkturprogramm
10.07.2020 | 11:58:18 (dpa-AFX)
Herstellerverband: Absatzrückgang auf Chinas Automarkt 2020 nicht ganz so heftig
09.07.2020 | 14:47:51 (dpa-AFX)
KORREKTUR: Elektroautos im Süden beliebter als im Norden
09.07.2020 | 12:34:13 (dpa-AFX)
Urteil: Verkäufer muss Auto bei Ebay nicht für einen Euro herausgeben
08.07.2020 | 14:59:39 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Oberklasse-Hersteller im Rückwärtsgang - China stützt
08.07.2020 | 14:41:49 (dpa-AFX)
ROUNDUP: 'Daimler kann mehr' - Källenius verspricht Besserung

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Jede Woche gibt es die dzbank-derivate-Newsletter für angemeldete Nutzer per E-Mail direkt auf Ihren Bildschirm: das Neueste zum Marktgeschehen an den internationalen Börsenplätzen mit Markt- und DAX-Analysen, einem speziellen Strategieteil und der Knowhow-Rubrik dzbank-derivate-Expertenlounge.