Zins Spezial / 17.02.2021 | 11:08:24 Werbung

BMW: Cashflow übertrifft Erwartungen

Robin Freytag
Autor Robin Freytag Bondhändler bei der DZ BANK

Ein starkes viertes Quartal bescherte BMW einen überraschend hohen Bargeldzufluss. In Zukunft will der Autobauer sein Geld überwiegend mit Elektromobilität verdienen. Die DZ BANK hat ab sofort ein neues Zinsprodukt auf den Konzern im Angebot.

Robin Freytag
Autor Robin Freytag Bondhändler bei der DZ BANK

Cashflow überrascht positiv

Die Corona-Pandemie und der nahezu globale Lockdown sorgten bei den meisten Autokonzernen für einen Rückgang der Absatzzahlen - so auch bei BMW. Der bayerische Autobauer verkaufte mit rund 2,3 Mio. Autos 8,4% weniger als im Vorjahr. Vor allem in Europa und den USA brach die Nachfrage deutlich ein. Positiv war dagegen die Entwicklung in China. Insgesamt setzten die Münchner in der Volksrepublik knapp 780.000 Fahrzeuge ab.

Einen Absatzrückgang sowie ein schwächeres Jahresergebnis hatte der Markt erwartet. Umso überraschender war dagegen die Entwicklung des Free Cash Flow. BMW selbst hat ein Ziel von 1,5 Mrd. Euro für das gesamte Jahr ausgegeben, doch im letzten Quartal verbesserte sich die Kassenlage deutlich. Allein von Oktober bis Ende Dezember verzeichnete der Autobauer einen Bargeldzufluss von rund 2,8 Mrd. Euro. Für das gesamte Jahr ergibt sich somit ein Free Cash Flow von 3,4 Mrd. Euro. Gegenüber dem Vorjahr ist dies eine Steigerung um 30%. Laut BMW ist diese Steigerung unter anderem auf eine positive Ergebnisentwicklung im Segment Automobile und geringere Abflüsse aus Gewährleistungsrückstellungen zurückzuführen.

 

Die Zukunft fährt elektrisch

Mit dem 2013 vorgestellten E-Serienauto i3 galt BMW als einer der Pioniere im Bereich Elektroautos. Seitdem sind allerdings einige Jahre vergangen und andere Autokonzerne haben die Münchner in diesem Segment links überholt. Nun will Vorstandschef Oliver Zipse die Elektrifizierung der weiß-blauen Flotte mit Macht vorantreiben. Bis 2023 sollen über 25 neue Elektro- und Hybrid-Modelle auf den Markt kommen. Bis 2030 soll jeder zweite verkaufte BMW elektrisch fahren. Bereits in diesem Jahr könnte laut Insidern der i4 vom Band rollen. Das viertürige Coupé soll vor allem das Tesla-Model 3 angreifen. Die Zahlen klingen mit 530 PS, einer Beschleunigung von 0 auf 100 in vier Sekunden sowie einer Reichweite von 600 Kilometern schon mal vielversprechend.

Wir begrüßen die Elektrooffensive von BMW. Sollte der deutsche Premiumhersteller attraktive und auch von den Leistungsdaten konkurrenzfähige Fahrzeuge bauen, hätte BMW sicherlich das Zeug, dem aktuellen Platzhirsch Tesla relevant Kundschaft abzujagen. Allerdings haben moderne Elektroautos heutzutage fast mehr mit Computern gemeinsam als mit klassischen Automobilen. Inwieweit BMW im Bereich Software und Datenerfassung auf Augenhöhe mit Tesla ist, ist fraglich. Des Weiteren wird die Entwicklung von Elektrofahrzeugen, Batterien und Software in den nächsten Jahren viel Geld kosten, was sich kurzfristig negativ auf das Ergebnis des Autobauers auswirken könnte.

 

Rating-Ausblick

Derzeit wird die Bonität von BMW von den beiden führenden Ratingagenturen Moody’s und Standard & Poor’s mit den Langfrist-Ratings A2 bzw. A sowie einem negativen Ausblick bewertet. Wegen der Corona-Krise und ihren Folgen haben beide Agenturen im März vergangenen Jahres ihr Rating für den Autobauer gesenkt. Unternehmen mit diesen Ratings gelten als sichere Anlage, sofern keine unvorhergesehenen Ereignisse die Gesamtwirtschaft oder die Branche beeinträchtigen.

Positiv bewerten die Agenturen die führende Position des Unternehmens als globaler Premium-Automobilhersteller mit den starken Marken BMW, MINI und Rolls-Royce sowie einem Portfolio erfolgreicher und innovativer Produkte. Das Rating wird außerdem durch die konservative Finanzpolitik von BMW mit einer starken Kapitalstruktur und einem guten Liquiditätsprofil untermauert. Belastend ist dagegen die Abhängigkeit von der Zyklizität der globalen Automobilindustrie. Zudem steht die Branche vor großen Herausforderungen in Bezug auf disruptive Technologien wie Elektrifizierung und autonomes Fahren.

 

Bonitätsabhängige Schuldverschreibung auf die BMW AG

Aktuell hat die DZ BANK eine bonitätsabhängige Schuldverschreibung auf die BMW AG im Angebot. Der Zinssatz für dieses Papier beträgt 0,35% p.a. und die Laufzeit beträgt 6,8 Jahre. Die Zeichnungsphase läuft vom 15.02.2021 bis 26.02.2021. Die Art und Höhe der Rückzahlung am Rückzahlungstermin ist abhängig von der Bonitätsentwicklung der BMW AG. Am Rückzahlungstermin gibt es folgende Rückzahlungsmöglichkeiten:

1. Tritt während der Laufzeit der Schuldverschreibung kein Kreditereignis beim Referenzschuldner BMW AG ein, erhält der Anleger zu den jährlichen Zinszahlungsterminen einen Zinssatz von 0,35% ausbezahlt. Zudem wird die Schuldverschreibung am Tag der Endfälligkeit zum Nennbetrag zurückgezahlt.
2. Tritt während der Laufzeit der Schuldverschreibung ein Kreditereignis beim Referenzschuldner BMW AG ein, werden die Zinszahlungen ab diesem Zeitpunkt eingestellt und die Rückzahlung erfolgt zum Abwicklungsbetrag. Der Abwicklungsbetrag kann deutlich unter dem Nennbetrag liegen und im Extremfall null betragen, d.h. die Zahlung entfällt in diesem Fall vollständig (Totalverlustrisiko). Der Anleger erleidet einen Verlust, wenn der Abwicklungsbetrag unter dem Erwerbswert der Schuldverschreibung liegt.

Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist auch möglich, wenn die DZ BANK als Emittent ihre Verpflichtungen aus dem Zertifikat aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) nicht mehr erfüllen kann.

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Risikobeschreibung
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Stand: 17.02.2021
Emittentin: DZ BANK AG / Online-Redaktion

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Bonitätsabhängige Schuldverschreibung bezogen auf Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft 21/27

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Quelle: DZ BANK: Geld 26.02., Brief
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  • Zinslaufbeginn 02.03.2021
  • Nächster Kupontermin 23.12.2021
  • Fälligkeitsdatum 23.12.2027
  • Währung des Produktes EUR

News / BMW AG

26.02.2021 | 14:38:57 (dpa-AFX)
Bund stockt Förderung privater Ladestationen für E-Autos auf

BERLIN (dpa-AFX) - Der Bund stockt die Förderung privater Ladesäulen für Elektroautos an Wohngebäuden um weitere 100 Millionen Euro auf und verlängert damit die Hilfe. Mit einem Zuschuss von 900 Euro werden Kauf und Installation von Wandladestationen unterstützt. Insgesamt stünden dafür jetzt 400 Millionen Euro an Bundesmitteln zur Verfügung, teilte das Verkehrsministerium am Freitag in Berlin mit.

Bis zum 25. Februar wurden den Angaben zufolge mehr als 300 000 Ladepunkte beantragt. Das entspreche einem Volumen von rund 270 Millionen Euro. Täglich würden im Schnitt 2500 Anträge eingereicht. Gefördert werde "der Erwerb und die Errichtung einer fabrikneuen, nicht öffentlich zugänglichen Ladestation inklusive des elektrischen Anschlusses (Netzanschluss) sowie damit verbundene notwendige Nebenarbeiten". Der Strom für die Ladestation müsse unter anderem zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien kommen.

"300 000 Wallboxen in gerade mal gut drei Monaten - diese enorme Nachfrage zeigt, dass wir goldrichtig liegen mit unserem Förderprogramm", sagte Minister Andreas Scheuer (CSU). "Laden muss überall und jederzeit möglich sein. Eine flächendeckende und nutzerfreundliche Ladeinfrastruktur ist Voraussetzung dafür, dass mehr Menschen auf klimafreundliche E-Autos umsteigen."

Die Förderung erfolgt durch einen Investitionszuschuss, der überwiesen wird. Unterschreiten die Gesamtkosten des Vorhabens den Zuschussbetrag, werde keine Förderung gewährt, hieß es. Der Zuschuss könne bei der KfW über das Zuschussportal beantragt werden.

Die Nachfrage nach E-Autos ist zuletzt auch wegen erhöhter staatlicher Kaufprämien deutlich gestiegen. Experten aber sehen Nachholbedarf vor allem beim Ladenetz. Nach früheren Angaben des ADAC kostet eine Wandladestation ohne Installation 500 bis etwa 2000 Euro./sl/DP/stw

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