Aktien-Trading / 12.12.2018 | 10:56:04 Werbung

BASF: Mehrjahrestief im Visier

DZ BANK AG / Online-Redaktion
Autor DZ BANK AG / Online-Redaktion

Innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe fungiert die DZ BANK als Spitzeninstitut und Zentralbank.

  • Geschäftlicher Gegenwind nimmt zu
  • Aktie im Abwärtstrend
  • Anlageidee: Endlos-Turbo Short auf BASF
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Innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe fungiert die DZ BANK als Spitzeninstitut und Zentralbank.

Die Lage: Gewinnziele gesenkt

Einige Analysten haben bereits nach Vorlage des 9-Monatsberichtes befürchtet, dass der Chemiekonzern BASF seine Ergebnisziele für das Geschäftsjahr 2018 kappen könnte. Nun hat sich diese Annahme bewahrheitet. Das Unternehmen senkte am vergangenen Freitag seine Gewinnprognosen. Beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) vor Sondereinflüssen wird nun ein Rückgang um 15% bis 20% erwartet. Bislang war der Konzern von einem Minus von bis zu 10% ausgegangen. Niedrigere Kunststoffpreise und die Flaute in der Automobilindustrie sind zwei belastende Faktoren. Wie die Gesellschaft mitteilte, sind außerdem erste negative Auswirkungen des Handelskonfliktes zwischen den USA und China zu spüren.

 

Darüber hinaus macht der niedrige Rheinpegel dem Branchenprimus zu schaffen. BASF transportiert an seinem Stammwerk in Ludwigshafen etwa 40% der Güter per Schiff. Aufgrund des niedrigen Wasserstands ist dies schon seit einiger Zeit nicht mehr so einfach möglich, weshalb die Produktion gedrosselt werden musste. Außerdem müssten andere Logistiklösungen gefunden werden, was mit Kosten verbunden ist.

 

Für das laufende vierte Quartal geht der Konzern wegen des niedrigen Rheinpegels von einer Ergebnisbelastung von voraussichtlich bis zu 200 Mio. Euro aus. Die negativen Faktoren bremsten bereits im dritten Quartal die geschäftliche Entwicklung. Demnach hatte sich insbesondere die Nachfrage von chinesischen Kunden deutlich verlangsamt. BASF meldete daher rückläufige Ergebnisse. Das bereinigte EBIT ging um 14% auf rund 1,5 Mrd. Euro zurück.

 

Die Perspektive: eingetrübte Branchenaussichten

Und nicht nur zum Ende des Jahres 2018 herrscht Gegenwind. Auch die Erwartungen für 2019 sind aktuell weniger euphorisch. Der Branchenverband VCI rechnet gegenüber 2018 mit einem geringeren Wachstum in der Chemie- und Pharmaindustrie. Als bremsende Faktoren genannt werden unter anderem die Handelskonflikte und eine gedämpfte Weltwirtschaft. Der Branchenumsatz dürfte daher nur um 2,5% zulegen. Bei der Produktion geht der Verband von einem Plus von 1,5% aus. Im laufenden Jahr dürfte Deutschlands drittgrößte Industriebranche, trotz der Abschwächung im zweiten Halbjahr, noch Bestmarken erreicht haben. Erwartet wird ein Umsatzplus von 4,5%, während die Produktion um 2,5% zugelegt haben dürfte.

 

Nach unserer Einschätzung dürfte das schwierigere Umfeld die Wachstumspläne, die der Konzern im November bei der Vorstellung seiner längerfristigen Strategie vorgelegt hatte, beeinträchtigen. Um aus eigener Kraft zu wachsen, will man sich künftig noch stärker auf die Kunden ausrichten und ihnen maßgeschneiderte Angebote offerieren. Außerdem will das Unternehmen flexibler werden, um schneller auf ein sich veränderndes Marktumfeld reagieren zu können. Deshalb sollen die Strukturen und Prozesse deutlich vereinfacht werden. Um die Profitabilität zu erhöhen, wird es außerdem ein Sparprogramm geben. Es soll in den Jahren 2019 bis 2021 umgesetzt werden und die Bereiche Produktion, Logistik sowie Forschung und Entwicklung betreffen. Außerdem erhofft man sich Einsparungen durch Digitalisierungs- und Automatisierungsaktivitäten. Insgesamt will der Vorstand durch das Sparprogramm das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) ab Ende 2021 um jährlich 2 Mrd. Euro entlasten.

 

Bislang haben jedoch weder die Pläne zur Kostensenkung noch die Wachstumsstrategie ausgereicht, um die Kauflaune der Investoren wieder nachhaltig anzufachen. Stattdessen sehen wir den Kurs der BASF-Aktie weiterhin in einer Abwärtsbewegung. Aus charttechnischer Sicht rückt nun das Mehrjahrestief von Februar 2016 bei 56,01 Euro in den Fokus. Im Bereich dieses Tiefs könnte sich die Aktie temporär stabilisieren. Wird die potenzielle Unterstützung jedoch nachhaltig verletzt, steigt nach unserer Einschätzung die Wahrscheinlichkeit für eine Fortsetzung der Abwärtsbewegung. Entsprechend könnte ein Durchbruch unter 56,01 Euro als Signal für einen trendkonformen Einstieg auf der Short-Seite angesehen werden. Ein erstes Kursziel in diesem Szenario sehen wir im Bereich von 51 Euro. Ein Stop-Loss bietet sich in diesem Szenario relativ engmaschig oberhalb der Marke von 56,01 Euro an.

 

Die Anlageidee: Endlos-Turbo Short auf BASF

Mit einem Hebelprodukt können Anleger überproportional an der Kursentwicklung des jeweiligen Basiswertes partizipieren. So vollzieht z.B. ein Endlos-Turbo Short auf BASF die negative, aber auch die positive Kursentwicklung der Aktie gehebelt nach. Auf den Basiswert BASF stehen Anlegern verschiedene Endlos-Turbos Short zur Verfügung. Ein Beispiel ist der Endlos-Turbo Short mit einer aktuellen Knock-Out-Schwelle von 70,2698 Euro. Wird die Knock-Out-Schwelle berührt, verfällt das Zertifikat wertlos.

 

Risikobeschreibung

Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

 

Stand: 12.12.2018
Emittentin: DZ BANK AG / Online-Redaktion

 

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Der Brief Grenells war am Wochenende bekannt geworden. "Wir betonen weiterhin, dass sich Firmen, die sich im russischen Energieexport-Sektor engagieren, an etwas beteiligen, das mit einem erheblichen Sanktionsrisiko verbunden ist", zitierte die "Bild am Sonntag" aus dem Schreiben. "Im Ergebnis untergraben Firmen, die den Bau beider Pipelines unterstützen, aktiv die Sicherheit der Ukraine und Europas."

Nord Stream 2 soll Gas direkt von Russland über die Ostsee nach Deutschland transportieren. Mehrere deutsche Unternehmen sind an der Pipeline beteiligt. Die USA und die Ukraine, aber auch einige östliche EU-Staaten wie Polen wollen das Projekt stoppen. Sie argumentieren mit der Bedrohung, die von Russland ausgehe. Für die Ukraine und andere osteuropäische Länder sind Transitgebühren für russisches Gas zudem eine wichtige Einnahmequelle. Die Bundesregierung verweist darauf, dass es sich um ein wirtschaftliches Projekt handelt./mfi/DP/mis

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