Zins Spezial / 24.06.2020 | 11:06:07 Werbung

AT&T greift auf dem Streamingmarkt an

Robin Freytag
Autor Robin Freytag Bondhändler bei der DZ BANK

Mit der Übernahme von Time Warner erwarb AT&T auch den US-amerikanischen Fernsehprogrammanbieter HBO. Ende Mai startete mit HBO Max ein neuer Streaming-Dienst-Anbieter in den USA.

Robin Freytag
Autor Robin Freytag Bondhändler bei der DZ BANK

Mit attraktiven Inhalten Kunden gewinnen

HBO ist seit fast 50 Jahren am Markt. Weltweit bekannt geworden ist der Sender in den letzten Jahren durch die Erfolgsserie Game of Thrones. Seit der 80 Mrd. US-Dollar teuren Übernahme von Time Warner durch AT&T im Jahr 2018 ist HBO ein wichtiger Unternehmensbestandteil des US-Telekommunikationsriesen. Mit dem Start von HBO Max soll die Abonnentenbasis des Medienanbieters erheblich erweitert werden. Hierfür wird HBO Max einen Katalog von Filmen und Fernsehserien, Originalshows, lizenzierten Inhalten und Live-Sportübertragungen anbieten.

Um möglichst schnell viele Kunden von der neuen Streaming-Plattform zu überzeugen, stellte das Unternehmen Anfang April mehr als 500 Programmstunden ohne Abonnement zur Verfügung. Zudem konnten Interessenten bis zum Start von HBO Max am 27. Mai ein Abo für die ersten 12 Monate für 11,99 US-Dollar pro Monat abschließen. Dies kann als direkter Angriff auf den Konkurrenten Netflix gesehen werden, dessen beliebtestes Abomodell 12,99 US-Dollar pro Monat kostet. In Zukunft will HBO Max allerdings mit Inhalten überzeugen. Dank der Verbindung zur US-Film- und Fernsehgesellschaft Warner Bros. Entertainment hat HBO Max Zugriff auf attraktive Serien und Filme, wie z.B. Friends, The Big Bang Theory, Joker und Wonder Woman.

 

Liquidität ermöglicht Investitionen

Der Streamingmarkt boomt, weltweit nutzen immer mehr Menschen das jederzeit verfügbare Angebot von Filmen und Serien. Allein in Deutschland hat laut einer Ende letzten Jahres veröffentlichten Marktanalyse von McKinsey inzwischen jeder zweite Haushalt ein Abonnement bei einem Streaming-Anbieter. Die Platzhirsche sind derzeit noch Netflix und Amazon, aber seit einigen Monaten kämpfen auch große Player wie Disney und Apple und seit neuestem HBO bzw. AT&T um Marktanteile.

Um im hart umkämpften Streamingmarkt neue Abonnenten zu gewinnen, müssen regelmäßig neue Inhalte veröffentlicht werden. Anbieter wie Netflix und Amazon setzen daher inzwischen vermehrt auf Eigenproduktionen. Hierfür muss allerdings viel investiert werden. Netflix-Anleger kennen das daraus entstehende Problem: Seit Jahren warten sie schon auf einen wiederkehrenden Quartalsgewinn bzw. einen positiven Cashflow. Anders sieht die Lage bei AT&T aus. Aufgrund seines stabilen Kerngeschäfts erwirtschaftet der Telekommunikations- und Medienkonzern regelmäßig hohe Erträge. Allein im ersten Quartal konnte AT&T einen freien Cashflow von rund 7 Mrd. US-Dollar ausweisen. Davon werden 3,7 Mrd. US-Dollar als Dividende ausgeschüttet. Mit über 3 Mrd. US-Dollar an freien Barmitteln in einem einzigen Quartal verfügt AT&T somit über ausreichend Kapital, um aggressiv in HBO Max zu investieren. Die komfortable Finanzsituation spricht unserer Ansicht nach dafür, dass HBO Max zu einer ernsthaften Konkurrenz von Netflix & Co. aufsteigen kann. Zudem gefällt uns, dass AT&T über andere Dienste bereits über Millionen von Usern verfügt, denen möglicherweise HBO Max schmackhaft gemacht werden kann. Allerdings sehen wir auch, dass der Streamingmarkt hart umkämpft ist und es langfristig aufgrund der hohen Investitionen nicht einfach ist, dieses Geschäftsmodell profitabel zu betreiben.

 

Rating-Ausblick

Derzeit wird die Bonität von AT&T von den drei führenden US-Ratingagenturen Moody’s, Standard & Poor’s und Fitch mit den Langfrist-Ratings Baa2, BBB und A- bewertet. Dies entspricht einer durchschnittlich guten Anlage mit ausreichend Schutzparametern. Ungünstige wirtschaftliche Bedingungen oder sich ändernde Umstände könnten jedoch die Fähigkeit des Schuldners beeinträchtigen, seinen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

Zugute kommt dem Unternehmen, dass es Marktführer in fast allen seinen Geschäftsbereichen ist, wertvolle Vermögenswerte besitzt, vorhersehbare Einnahmen erwirtschaftet und gesunde Margen erzielt. Positiv bewerten die Agenturen zudem den positiven Freien Cashflow sowie den Schuldenabbau im vergangenen Jahr. Doch nach wie vor ist der Schuldenberg groß, und es werden noch einige Jahre vergehen, bis dieser abgetragen ist. Zudem herrscht aufgrund der Corona-Krise weiterhin Unsicherheit bzgl. dem Verlauf des diesjährigen Geschäftsjahres.

 

Bonitätsabhängige Schuldverschreibung auf AT&T

Aktuell hat die DZ BANK eine bonitätsabhängige Schuldverschreibung auf AT&T im Angebot. Der Zinssatz für dieses Papier beträgt 1,50% p.a. und die Laufzeit beträgt 4,9 Jahre. Die Zeichnungsphase läuft vom 23.06.2020 bis 15.07.2020.

Die Art und Höhe der Rückzahlung am Rückzahlungstermin ist abhängig von der Bonitätsentwicklung von AT&T. Am Rückzahlungstermin gibt es folgende Rückzahlungsmöglichkeiten:

1. Tritt während der Laufzeit der Schuldverschreibung kein Kreditereignis beim Referenzschuldner AT&T ein, erhält der Anleger zu den jährlichen Zinszahlungsterminen einen Zinssatz von 1,50% ausbezahlt. Zudem wird die Schuldverschreibung am Tag der Endfälligkeit zum Nennbetrag zurückgezahlt.

2. Tritt während der Laufzeit der Schuldverschreibung ein Kreditereignis beim Referenzschuldner AT&T ein, werden die Zinszahlungen ab diesem Zeitpunkt eingestellt und die Rückzahlung erfolgt zum Abwicklungsbetrag. Der Abwicklungsbetrag kann deutlich unter dem Nennbetrag liegen und im Extremfall null betragen, d.h. die Zahlung entfällt in diesem Fall vollständig (Totalverlustrisiko). Der Anleger erleidet einen Verlust, wenn der Abwicklungsbetrag unter dem Erwerbswert der Schuldverschreibung liegt.
Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist auch möglich, wenn die DZ BANK als Emittent ihre Verpflichtungen aus dem Zertifikat aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) nicht mehr erfüllen kann.

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Risikobeschreibung
Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

Stand: 12.06.2020
Emittentin: DZ BANK AG / Online-Redaktion

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Rechtliche Hinweise: Dieses Dokument ist eine Werbemitteilung und dient ausschließlich Informationszwecken. Dieses Dokument wurde durch die DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank („DZ BANK“) erstellt und ist zur Verteilung in der Bundesrepublik Deutschland bestimmt. Dieses Dokument richtet sich nicht an Personen mit Wohn- und/oder Gesellschaftssitz und/oder Niederlassungen im Ausland, vor allem in den Vereinigten Staaten von Amerika, Kanada, Großbritannien oder Japan. Dieses Dokument darf im Ausland nur in Einklang mit den dort geltenden Rechtsvorschriften verteilt werden und Personen, die in den Besitz dieser Informationen und Materialien gelangen, haben sich über die dort geltenden Rechtsvorschriften zu informieren und diese zu befolgen. Dieses Dokument stellt weder ein öffentliches Angebot noch eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebotes zum Erwerb von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Die DZ BANK ist insbesondere nicht als Anlageberater oder aufgrund einer Vermögensbetreuungspflicht tätig. Dieses Dokument ist keine Finanzanalyse. Dieses Dokument stellt eine unabhängige Bewertung der entsprechenden Emittentin bzw. Wertpapiere durch die DZ BANK dar. Alle hierin enthaltenen Bewertungen, Stellungnahmen oder Erklärungen sind diejenigen des Verfassers des Dokuments und stimmen nicht notwendigerweise mit denen der Emittentin oder dritter Parteien überein. Die DZ BANK hat die Informationen, auf die sich das Dokument stützt, aus als zuverlässig erachteten Quellen übernommen, ohne jedoch alle diese Informationen selbst zu verifizieren. Dementsprechend gibt die DZ BANK keine Gewährleistungen oder Zusicherungen hinsichtlich der Genauigkeit, Vollständigkeit oder Richtigkeit der hierin enthaltenen Informationen oder Meinungen ab. Die DZ BANK übernimmt keine Haftung für unmittelbare oder mittelbare Schäden, die durch die Verteilung und/oder Verwendung dieses Dokuments verursacht werden und/oder mit der Verteilung und/oder Verwendung dieses Dokuments im Zusammenhang stehen. Eine Investitionsentscheidung bezüglich irgendwelcher Wertpapiere oder sonstiger Finanzinstrumente sollte auf der Grundlage eines Beratungsgesprächs sowie Prospekts oder Informationsmemorandums erfolgen und auf keinen Fall auf der Grundlage dieses Dokuments. Unsere Bewertungen können je nach den speziellen Anlagezielen, dem Anlagehorizont oder der individuellen Vermögenslage für einzelne Anleger nicht oder nur bedingt geeignet sein. Die Informationen und Meinungen entsprechen dem Stand zum Zeitpunkt der Erstellung des Dokuments. Sie können aufgrund künftiger Entwicklungen überholt sein, ohne dass das Dokument geändert wurde.

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Bonitätsabhängige Schuldverschreibung bezogen auf AT&T Inc. 20/25

DD5AR9 /
Hinweis der DZ BANK:
Das öffentliche Angebot dieses Wertpapiers ist beendet. Kursstellungen nur während der Börsenzeiten.

News / AT & T Inc.

23.06.2020 | 13:39:56 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2/Softbank-Deal: Telekom erhält Option auf Aktienmehrheit an T-Mobile

(neu: Details, Hintergrund)

BONN/BELLEVUE (dpa-AFX) - Die Deutsche Telekom <DE0005557508> hat sich die Option gesichert, die Aktienmehrheit am US-Mobilfunker T-Mobile zu übernehmen. Die Bonner gaben am Montag nach US-Börsenschluss einen Deal mit dem japanischen Softbank <JP3436100006>-Konzern bekannt, der ihre Beteiligung von zuletzt rund 43 auf 51 Prozent erhöhen könnte. Die in Geldnöte geratenen Japaner erhalten im Gegenzug grünes Licht, Milliarden an dringend benötigten Finanzmitteln zu erlösen.

Die Vereinbarung sieht vor, dass Softbank - einer der weltweit größten Tech-Investoren - bis zu 198 Millionen Aktien von T-Mobile im Wert von rund 21 Milliarden Dollar (18,7 Mrd Euro) verkaufen darf. Die Telekom erhält Kaufoptionen für 101 Millionen, die bis Juni 2024 gezogen werden können. Bei vollständiger Ausübung würde der Anteil der Bonner an T-Mobile US <US8725901040> auf die genannten über 50 Prozent steigen. Man arbeite sehr vertrauensvoll mit den Japanern zusammen, hatte Telekom-Chef Tim Höttges erst vor wenigen Tagen bei der Hauptversammlung des Konzerns in Bonn betont.

Softbank hatte als Mehrheitseigner des jüngst mit T-Mobile fusionierten US-Rivalen Sprint im Zuge des Zusammenschlusses einen Anteil von 24 Prozent am verschmolzenen Unternehmen erhalten. Nach dem nun geplanten Aktienverkauf soll dieser auf rund acht Prozent sinken. Die Japaner hatten sich mit gewagten Investitionen etwa in den strauchelnden Büroraum-Vermittler WeWork oder den Taxiersatzdienst Uber <US90353T1007> verspekuliert und brauchen dringend Geld.

Softbank hatte deshalb bereits angekündigt, den Verkauf eines milliardenschweren T-Mobile-Aktienpakets zu erwägen. Das bedurfte wegen der Abkommen im Rahmen der Sprint-Fusion allerdings einer neuen Vereinbarung mit der Telekom, die schon 67 Prozent der Stimmrechte kontrolliert. T-Mobile soll bei dem neuen Deal 300 Millionen Dollar in bar von Softbank erhalten. Fünf Millionen T-Mobile-Aktien gehen an den Softbank-Manager und Ex-Sprint-Chef Marcelo Claure.

Nach einer rund zweijährigen kartellrechtlichen Zitterpartie hatten T-Mobile und der kleinere Wettbewerber Sprint ihre Fusion im April endlich in trockene Tücher gebracht. Der Mega-Deal schuf ein neues Schwergewicht im US-Mobilfunkmarkt, das die Branchenführer Verizon <US92343V1044> und AT&T <US00206R1023> überholen will. Das fusionierte Unternehmen brachte es zuletzt auf einen Börsenwert von knapp 132 Milliarden Dollar./hbr/swe/DP/nas

23.06.2020 | 05:45:04 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Softbank-Deal: Telekom erhält Option auf Aktienmehrheit an T-Mobile
29.05.2020 | 14:02:27 (dpa-AFX)
CNN-Fernsehteam bei Protesten in Minneapolis festgenommen
06.05.2020 | 22:49:11 (dpa-AFX)
T-Mobile verdient deutlich mehr - Kundenzustrom in Corona-Krise
24.04.2020 | 16:54:41 (dpa-AFX)
AT&T-Chef Stephenson tritt zurück - Vorstand Stankey übernimmt
24.04.2020 | 15:22:25 (dpa-AFX)
Geschlossene Mobilfunkshops machen Verizon zu schaffen - Prognose eingedampft
22.04.2020 | 14:41:39 (dpa-AFX)
AT&T zieht Prognose wegen Corona zurück - Gewinn steigt zum Jahresauftakt

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