Aktien-Trading / 09.12.2020 | 11:40:38 Werbung

Alphabet: Die Werbemacht im Internet

Marcus Landau
Autor Marcus Landau

Senior Manager Public Distribution bei der DZ BANK

Wer im Internet sucht, nutzt meist Google. Googeln ist hierzulande inzwischen fester Bestandteil der Sprache. Alphabet, der Betreiber der Suchmaschine, verdient viel Geld mit diesem Geschäft. Aber nicht nur wegen der Suche sind die Perspektiven vielversprechend.

Marcus Landau
Autor Marcus Landau

Senior Manager Public Distribution bei der DZ BANK

Qualität des Geschäftsmodells unterfüttert

Alphabet hat im dritten Quartal Umsatz und Gewinn gesteigert und damit unserer Einschätzung nach sehr starke Ergebnisse vorgelegt. Das Kerngeschäft mit Onlinewerbung (Umsatzanteil: 80%) hatte sich nach dem Corona-bedingt schwachen Vorquartal wieder erholt und war auf den Wachstumspfad zurückgekehrt. Insgesamt gab es ein Plus von 9,8%. Dabei sticht die Videoplattform „YouTube“ heraus, die einen Zuwachs von 32,4% verzeichnete - allerdings ist hier die Ausgangsbasis noch vergleichsweise gering. Positiv bewerten wir zudem die Entwicklung im Cloud-Geschäft und den anderen Aktivitäten, zu denen u.a. Google Play (Apps) gehört.

Die Ergebnisse in den ersten neun Monaten 2020 unterfüttern unserer Einschätzung nach einmal mehr die Stärke des Geschäftsmodells von Alphabet. Aufgrund der marktbeherrschenden Stellung der Google-Suche mit einem weltweiten Marktanteil von zuletzt rund 87% ergibt sich ein Burggraben. Das Werbegeschäft sollte deshalb auch künftig florieren. Das Unternehmen ist dabei ein Profiteur von großen Megatrends, wie beispielsweise der zunehmenden Verlagerung von Handel und Dienstleistungen ins Internet.

 

Starkes Kerngeschäft sorgt für großen Investitionsspielraum

Aufgrund der inzwischen erreichten hohen absoluten Einnahmen - in den ersten neun Monaten 2020 lagen die Werbeumsätze bei 100,73 Mrd. US-Dollar - ist auf längere Sicht mit abnehmenden Wachstumsraten zu rechnen. Das könnte dann zu einer Anpassung der Aktienbewertung durch den Markt führen.

Allerdings nutzt Alphabet seine hohen Cashflows aus den Kernaktivitäten dazu, sich neue Geschäftsmöglichkeiten zu erschließen. Beispielsweise ist die Tochter Waymo in der Entwicklung von Technologien für autonome Fahrzeuge aktiv. Dieser billigen wir langfristig ein hohes Wachstumspotenzial zu. Darüber hinaus gibt es Chancen in Regionen, in denen der Konzern noch nicht so stark aktiv ist. Dazu gehört Indien. Dort will Alphabet in den nächsten 5 bis 7 Jahren rund 10 Mrd. US-Dollar investieren, um von dem Wachstum des Landes zu profitieren, das eines der weltweit größten Märkte für Internetdienste ist.

Derartige strategische Maßnahmen sind unserer Einschätzung nach auch vor dem Hintergrund möglicher regulatorischer Eingriffe im Kerngeschäft sinnvoll. Die führende Stellung von Google ruft immer wieder Kartellwächter auf den Plan. Im Oktober hatte das US-Justizministerium eine seit Langem erwartete Wettbewerbsklage eingereicht. Derartige juristische Auseinandersetzungen können sich belastend auswirken.

Die positive Erwartungshaltung der Investoren bezüglich der geschäftlichen Perspektiven führte in den vergangenen Monaten zu einem Anstieg bei der Alphabet-Aktie. Damit setzte sich der langfristige übergeordnete Aufwärtstrend fort. Zuletzt markierte der Kurs dabei neue Rekorde. Entsprechend sind unserer Einschätzung nach bei Alphabet derzeit trendfolgende Long-Strategien zu bevorzugen.

 

Trading-Idee: Endlos-Turbo Long auf Alphabet

Mit Hebelprodukten können Anleger überproportional an allen Kursentwicklungen des zugrunde liegenden Basiswerts partizipieren. Aufgrund der Hebelwirkung reagiert das Produkt auf kleinste Kursbewegungen des Basiswerts. Da die Wertentwicklung des Basiswerts im Laufe der Zeit schwanken bzw. sich nicht entsprechend den Erwartungen des Anlegers entwickeln kann, besteht das Risiko, dass das eingesetzte Kapital nicht in allen Fällen in voller Höhe zurückgezahlt wird. Der Kapitalverlust kann ein erhebliches Ausmaß annehmen, sodass ein Totalverlust entstehen kann.

Auf den Basiswert Alphabet Inc. Class C (US-Kürzel: GOOG) stehen verschiedene Endlos-Turbos zur Verfügung. Ein Beispiel ist der Endlos-Turbo Long mit einem Basispreis von 1.375,8674 USD sowie einer Knock-Out-Barriere von 1.375,8674 USD. Das Produkt eignet sich für Anleger, die auf steigende Kurse des Basiswerts setzen wollen, und ist nicht währungsgesichert. Die Entwicklung des EUR/USD-Wechselkurses hat damit Auswirkungen auf die Höhe des in EUR zahlbaren Rückzahlungsbetrags. Der Endlos-Turbo Long auf Alphabet Inc. hat keine feste Laufzeit, kann aber während der Laufzeit verfallen, sofern ein Knock-Out-Ereignis eintritt. Ein Knock-Out-Ereignis tritt ein, wenn der Beobachtungspreis (jeder Kurs des Basiswerts an einem Beobachtungstag, wie er von der maßgeblichen Börse berechnet wird) mindestens einmal auf oder unter der Knock-Out-Barriere liegt. Tritt ein solches Knock-Out-Ereignis ein, verfällt das Produkt ohne weiteres Tätigwerden des Anlegers wertlos, sodass es zu einem Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommt.

 

Risikobeschreibung
Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

Stand: 09.12.2020
Emittentin: DZ BANK AG / Online-Redaktion

 

Hinweise auf Rechtliches, Prospekt, Werbung und Basisinformationsblatt

Hinweis auf das Basisinformationsblatt
Das von der DZ BANK erstellte Basisinformationsblatt ist in der jeweils aktuellen Fassung auf der Internetseite der DZ BANK www.dzbank-derivate.de/DFY2BK (dort unter „Dokumente“) abrufbar. Dies gilt, solange das Produkt für Privatanleger verfügbar ist.

Hinweis auf den Prospekt
Der gemäß gesetzlicher Vorgaben von der DZ BANK bezüglich des öffentlichen Angebots erstellte Basisprospekt sowie etwaige Nachträge und die zugehörigen Endgültigen Bedingungen sind auf der Internetseite der DZ BANK www.dzbank-derivate.de veröffentlicht und können unter www.dzbank-derivate.de/DFY2BK (dort unter „Dokumente“) abgerufen werden. Sie sollten den Prospekt lesen, bevor Sie eine Anlageentscheidung treffen, um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Prospekts von der zuständigen Behörde ist nicht als Befürwortung der angebotenen oder zum Handel an einem geregelten Markt zugelassenen Wertpapiere zu verstehen. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.

Rechtliche Hinweise: Dieses Dokument ist eine Werbemitteilung und dient ausschließlich Informationszwecken. Dieses Dokument wurde durch die DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank („DZ BANK“) erstellt und ist zur Verteilung in der Bundesrepublik Deutschland bestimmt. Dieses Dokument richtet sich nicht an Personen mit Wohn- und/oder Gesellschaftssitz und/oder Niederlassungen im Ausland, vor allem in den Vereinigten Staaten von Amerika, Kanada, Großbritannien oder Japan. Dieses Dokument darf im Ausland nur in Einklang mit den dort geltenden Rechtsvorschriften verteilt werden und Personen, die in den Besitz dieser Informationen und Materialien gelangen, haben sich über die dort geltenden Rechtsvorschriften zu informieren und diese zu befolgen. Dieses Dokument stellt weder ein öffentliches Angebot noch eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebotes zum Erwerb von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Die DZ BANK ist insbesondere nicht als Anlageberater oder aufgrund einer Vermögensbetreuungspflicht tätig. Dieses Dokument ist keine Finanzanalyse. Dieses Dokument stellt eine unabhängige Bewertung der entsprechenden Emittentin bzw. Wertpapiere durch die DZ BANK dar. Alle hierin enthaltenen Bewertungen, Stellungnahmen oder Erklärungen sind diejenigen des Verfassers des Dokuments und stimmen nicht notwendigerweise mit denen der Emittentin oder dritter Parteien überein. Die DZ BANK hat die Informationen, auf die sich das Dokument stützt, aus als zuverlässig erachteten Quellen übernommen, ohne jedoch alle diese Informationen selbst zu verifizieren. Dementsprechend gibt die DZ BANK keine Gewährleistungen oder Zusicherungen hinsichtlich der Genauigkeit, Vollständigkeit oder Richtigkeit der hierin enthaltenen Informationen oder Meinungen ab. Die DZ BANK übernimmt keine Haftung für unmittelbare oder mittelbare Schäden, die durch die Verteilung und/oder Verwendung dieses Dokuments verursacht werden und/oder mit der Verteilung und/oder Verwendung dieses Dokuments im Zusammenhang stehen. Eine Investitionsentscheidung bezüglich irgendwelcher Wertpapiere oder sonstiger Finanzinstrumente sollte auf der Grundlage eines Beratungsgesprächs sowie Prospekts oder Informationsmemorandums erfolgen und auf keinen Fall auf der Grundlage dieses Dokuments. Unsere Bewertungen können je nach den speziellen Anlagezielen, dem Anlagehorizont oder der individuellen Vermögenslage für einzelne Anleger nicht oder nur bedingt geeignet sein. Die Informationen und Meinungen entsprechen dem Stand zum Zeitpunkt der Erstellung des Dokuments. Sie können aufgrund künftiger Entwicklungen überholt sein, ohne dass das Dokument geändert wurde.

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(Bewertungen: 13)

Endlos Turbo Long 1.381,1679 open end: Basiswert Alphabet Inc. Class-C-Namensaktie

DFY2BK / //
Quelle: DZ BANK: Geld 22.01., Brief 22.01.
DFY2BK // Quelle: DZ BANK: Geld 22.01., Brief 22.01.
4,29 EUR
Geld in EUR
4,30 EUR
Brief in EUR
1,66%
Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 1.901,05 USD
Quelle : NASDAQ , 02:00:00
  • Basispreis
    (Stand 22.01. 04:06 Uhr)
    1.381,1679 USD
  • Abstand zum Basispreis in %

    27,35%
  • Knock-Out-Barriere
    (Stand 22.01. 04:06 Uhr)
    1.381,1679 USD
  • Abstand zum Knock-Out in % 27,35%
  • Hebel 3,64x
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 0,01

News / Alphabet Inc. Class-C-Namensaktie

22.01.2021 | 10:35:33 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Google-Mutter gibt Ballonprojekt zur Internet-Versorgung auf

MOUNTAIN VIEW (dpa-AFX) - Die Idee war gut, aber zu teuer: Der Google <US02079K1079>-Mutterkonzern Alphabet <US02079K3059> beendet seinen Versuch, entlegene Regionen mit Hilfe von Ballons mit schnellem Internet zu versorgen. Die dafür gegründete Tochterfirma Loon wird geschlossen. "Wir haben keinen Weg gefunden, die Kosten so weit zu senken, dass ein langfristig nachhaltiges Geschäft möglich wird", schrieb Loon-Chef Alastair Westgarth am Freitag in einem Blogeintrag.

Google hatte die großen Ballons, die wochenlang in der Luft bleiben können, bereits im Jahr 2013 vorgestellt. Die Idee war, dass entlegene und dünn besiedelte Gegenden sich auf diese Weise günstiger mit Internet versorgen lassen könnten als mit herkömmlicher Telekommunikations-Infrastruktur. Zwischenzeitlich probierten Google und auch Facebook dafür zudem Drohnen aus, gaben diese Pläne aber relativ schnell auf.

Bei den Ballons sah Google dagegen durchaus Geschäftspotenzial. Unter dem Dach der später geschaffenen Konzernmutter Alphabet wurde das Projekt 2018 in die eigenständige Firma Loon gebracht. Erst im vergangenen Jahr startete Loon in Kooperation mit einem lokalen Netzbetreiber die Versorgung einer Region in Kenia.

Loon musste enorme technische Herausforderungen überwinden: Die Ballons schweben umher und übermitteln Daten untereinander. Doch am Ende war es noch schwieriger, ein Geschäftsmodell aufzubauen. Internet-Zugänge wurden in den vergangenen Jahren in immer mehr Regionen verfügbar - und in den verbliebenen sind sie für die Einwohner zu teuer oder uninteressant. Deshalb sei er zu dem Schluss gekommen, dass Loon nie einen Beitrag zu den Gewinnen des Konzerns leisten werde, sagte der Chef des Alphabet-Innovationslabors X, Astro Teller, dem Magazin "Wired". Er betrachte es trotzdem als erfolgreiches Experiment: "Wahres Versagen ist, wenn die Daten zeigen, dass man nicht das Richtige tut - und man trotzdem weitermacht."

Im Gegensatz zu Alphabet sieht Silicon-Valley-Starunternehmer Elon Musk durchaus eine Perspektive, auch entlegene Gegenden aus der Luft mit einer Internet-Verbindung zu versorgen. Mit dem Projekt Starlink setzt sein Raumfahrtunternehmen SpaceX allerdings nicht auf Ballons oder Drohnen, sondern auf eine Flotte von bis 42 000 Satelliten, die einen globalen Breitband-Internetgürtel um die Erde legen sollen. Die Starlink-Satelliten fliegen in einer relativ niedrigen Umlaufbahn von 550 Kilometer Höhe, die Loom-Ballons schweben dagegen viel dichter an der Erdoberfläche, nämlich in einer Höhe von 20 Kilometer.

Bislang hat Starlink rund 900 Satelliten im Orbit. Das soll nicht nur ausreichen, um große Teile der USA und Kanadas zu versorgen. Auch in Deutschland soll ein Start des Dienstes bevorstehen. Allerdings blieb der für Ende 2020 in Aussicht gestellte Marktstart in Deutschland aus. In den USA verlangt Starlink in seinem Beta-Test-Programm "Besser-als-nichts" von seinen Kunden 500 Dollar für ein Startpaket mit Satellitenschüssel und Empfangsgerät inklusive WLAN-Router. Dazu kommen 99 Dollar Gebühren pro Monat. Dafür erhalten die Kunden zu 95 Prozent der Zeit Internet.

Starlink wird in Deutschland vor allem mit den Satellitendiensten TooWay von Eutelsat und Astra Connect konkurrieren, die ohne einen Rückkanal über eine Telefonleitung funktionieren. Die Astra-Dienste werden von den Service-Providern Filiago und Novostream angeboten, die Satelliten-Verbindungen von Eutelsat werden von den Firmen Bigblu, Eusanet, SkyDSL und StarDSL vermarktet.

Die aktuell in Deutschland verlangten Preise bewegen sich im Bereich zwischen 30 und 150 Euro im Monat. Dafür wird eine maximale Download-Geschwindigkeit von bis zu 100 MBit pro Sekunde in Aussicht gestellt. Bei den Satelliten-Verbindungen handelt es sich aber - ähnlich wie im Mobilfunk oder bei Kabel-Anschlüssen - um ein "geteilte Medium". Je mehr Anwender die Verbindung gleichzeitig nutzen, desto geringer fällt die Geschwindigkeit für den einzelnen Anwender aus. Die Tarife sind in der Regel keine Flatrate, sondern begrenzen das Datenvolumen pro Monat, auch um die Rentabilität des Dienstes zu gewährleisten.

Für das ambitionierte Projekt Loon der Google-Mutter gab es dagegen keine kommerzielle Perspektive. Nun geht es ans Aufräumen. Mehrere Dutzend Loon-Ballons sind noch in der Luft. Sie werden voraussichtlich im Laufe der kommenden neun Monate zur Erde absinken und sollen dann eingesammelt werden.

Alphabet lässt sich Zukunftswetten wie Loon Jahr für Jahr Milliarden kosten, während das Google-Kerngeschäft mit Online-Werbung nach wie vor das Geld dafür liefert. Das bisher bekannteste Innovationsprojekt ist die Roboterwagen-Firma Waymo, die als ein führender Player beim autonomen Fahren gilt und auch externe Investoren anlockte./so/DP/mis

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