Aktien-Trading / 13.11.2019 | 09:48:00 Werbung

Alibaba Group Holding: chinesischer Onlineriese vor Ausbruch?

Martin Merz
Autor Martin Merz

Produktmanager bei der DZ BANK

Der chinesische Internetriese Alibaba zeichnet sich fundamental durch eine starke Marktstellung und hohe Wachstumsraten aus. Charttechnisch könnte zudem ein Ausbruch über die übergeordnete Abwärtstrendlinie gelingen. In einem solchen Szenario sehen wir Chancen auf der Long-Seite.

Martin Merz
Autor Martin Merz

Produktmanager bei der DZ BANK

Hoch profitables Online-Geschäft

Onlinehändler gehen regelmäßig mit hohen Preisnachlässen auf Kundenfang. Während Amazon beispielsweise den Prime Day (im Juli) erfunden hat, gibt es in China seit 2009 das 11.11 Global Shopping Festival, das immer am 11. November stattfindet. Für den größten chinesischen Online-Marktplatzbetreiber Alibaba hat sich dieser Tag zu einem der geschäftigsten im Jahresverlauf gemausert. Denn viele Händler, die über die Plattformen des Konzerns ihre Waren anbieten, locken dann mit satten Rabatten. In diesem Jahr gab es daher wieder einen neuen Verkaufsrekord. Bereits acht Stunden vor dem Ende des 24-stündigen Shopping-Ereignisses wurde das Transaktionsvolumen aus dem Vorjahr von 30 Mrd. US-Dollar übertroffen. Davon profitiert Alibaba direkt durch die Umsatzgebühren, die einen Teil der Einnahmen ausmachen.

Weitere Umsätze erzielt der Konzern aus der Bereitstellung von Technologien und Dienstleistungen (z. B. Werbung). Das Online-Geschäft trägt aktuell rund 85% zum Konzernumsatz bei. Weil Alibaba keine eigenen Waren vorhalten und verteilen muss, sondern „nur“ die Marktplätze bereitstellt, ist das Online-Geschäft hoch profitabel. Aufgrund der großen Marktposition und des sich daraus ergebenden Netzwerkeffekts dürfte daran nicht so leicht zu rütteln sein. Weitere Einnahmen erzielt der Konzern im Cloud-Computing sowie im Bereich Digital Media and Entertainment.

 

Aktie versucht Ausbruch

Wir gehen davon aus, dass Alibaba seinen profitablen Wachstumskurs fortsetzen wird. Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2019/20 (bis Ende März) hatte das Unternehmen bei Umsätzen von 32,73 Mrd. US-Dollar (+41%) ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 6,26 Mrd. US-Dollar (+108%) erzielt. Der Nachsteuerprofit stieg sogar um fast 250% auf 12,57 Mrd. US-Dollar. Positiv bewerten wir auch die Entwicklung des operativen Cashflows. Er gibt dem Konzern den Spielraum, das eigene Ökosystem zu vergrößern und zu festigen, indem die Marktstellung im Online-Geschäft gestärkt bzw. andere Geschäftsfelder auf- und ausgebaut werden. Dabei dürfte auch der forcierte Ausbau der Aktivitäten außerhalb Chinas, insbesondere in Asien, weitere große Wachstumschancen eröffnen.

Zu den potenziellen Risiken gehören nach unserer Einschätzung die wirtschaftlichen und regulatorischen Entwicklungen im wichtigsten Markt China. Außerdem ist dort in Teilbereichen mit einem zunehmenden Wettbewerb zu rechnen. Weil mit 80% ein Großteil der Transaktionen auf den Alibaba-Plattformen über das eigene Online-Bezahlsystem Alipay (Ant Financial Services) abgewickelt wird, könnten zudem verschärfte Bedingungen und Vorschriften durch die Finanzaufsicht die Geschäfte beeinträchtigen.

 

Trading-Idee: Endlos-Turbo Long auf Alibaba Group Holding

Bei der Aktie von Alibaba sehen wir seit dem Korrekturtief von Ende Mai eine Aufwärtsbewegung, die allerdings relativ volatil war. Nun wurde die Abwärtstrendlinie erreicht, die sich aus der Verbindung der Hochpunkte von Juni 2018 und Mai 2019 ableiten lässt. Sollte sich ein erfolgreicher Ausbruch über die Abwärtstrendlinie manifestieren, wäre das unseres Erachtens eine Möglichkeit für eine trendfolgende Long-Positionierung.

Mit Hebelprodukten können Anleger überproportional an allen Kursentwicklungen des zugrunde liegenden Basiswerts partizipieren. Aufgrund der Hebelwirkung reagiert das Produkt auf kleinste Kursbewegungen des Basiswerts. Da die Wertentwicklung des Basiswerts im Laufe der Zeit schwanken bzw. sich nicht entsprechend den Erwartungen des Anlegers entwickeln kann, besteht das Risiko, dass das eingesetzte Kapital nicht in allen Fällen in voller Höhe zurückgezahlt wird. Der Kapitalverlust kann ein erhebliches Ausmaß annehmen, sodass ein Totalverlust entstehen kann.

Auf den Basiswert Alibaba Group Holding Ltd. stehen verschiedene Endlos-Turbos zur Verfügung. Ein Beispiel ist der Endlos-Turbo Long mit einem Basispreis von 155,4175 US-Dollar sowie einer Knock-Out-Barriere von 155,4175 US-Dollar. Das Produkt eignet sich für Anleger, die auf steigende Kurse des Basiswerts setzen wollen. Der Endlos-Turbo Long auf die Alibaba Group Holding Ltd. hat keine feste Laufzeit, kann aber während der Laufzeit verfallen, sofern ein Knock-Out-Ereignis eintritt. Ein Knock-Out-Ereignis tritt ein, wenn der Beobachtungspreis (jeder Kurs des Basiswerts an einem Beobachtungstag, wie er von der maßgeblichen Börse berechnet wird) mindestens einmal auf oder unter der Knock-Out-Barriere liegt. Tritt ein solches Knock-Out-Ereignis ein, verfällt das Produkt ohne weiteres Tätigwerden des Anlegers wertlos, sodass es zu einem Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommt.

 

Risikobeschreibung
Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

Stand: 13.11.2019
Emittentin: DZ BANK AG / Online-Redaktion

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(Bewertungen: 29)

Endlos Turbo Long 157,5938 open end: Basiswert Alibaba Group Holding

DF43DF / //
Quelle: DZ BANK: Geld 27.02. 21:59:45, Brief 27.02. 21:59:45
DF43DF // Quelle: DZ BANK: Geld 27.02. 21:59:45, Brief 27.02. 21:59:45
4,36 EUR
Geld in EUR
4,38 EUR
Brief in EUR
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Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 205,03 USD
Quelle : NYSE , 22:15:10
  • Basispreis
    157,5938 USD
  • Abstand zum Basispreis in %
    23,14%
  • Knock-Out-Barriere
    157,5938 USD
  • Abstand zum Knock-Out in %
    23,14%
  • Hebel 4,27x
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 0,10
Hinweis der DZ BANK:
Das öffentliche Angebot dieses Wertpapiers ist beendet. Kursstellungen nur während der Börsenzeiten.

News / Alibaba Group Holding

26.02.2020 | 06:11:39 (dpa-AFX)
Kriselnde Kultfirma: Die Tupperware-Party ist zu Ende

NEW YORK/ORLANDO (dpa-AFX) - Plastikdosen als Design- und Haushaltsklassiker, Partys als Verkaufskanal - mit diesem Modell hat sich der US-Hersteller Tupperware einen Namen gemacht. Doch das Unternehmen aus Orlando im sonnigen Florida steckt tief in der Krise. Verschärfte Konkurrenz im Markt für Haushaltsartikel und der boomende Online-Handel setzen der auf Direktvertrieb ausgerichteten Firma zu. Die Geschäfte laufen schon lange schlecht, dafür sind die Schulden hoch. Anleger scheinen Tupperware schon fast abgeschrieben zu haben.

Am Dienstag brach die Aktie zeitweise um rund 50 Prozent ein, was den Kurs auf ein Rekordtief von unter drei Dollar drückte. Zum Vergleich: Ende 2013 hatten die Papiere noch über 90 Dollar gekostet. Hinter dem Börsenabsturz der einstigen Kultfirma verbergen sich handfeste operative Probleme. Seit acht Quartalen sinken die Erlöse. Im November schmiss Chefin Tricia Stitzel nach nur 18 Monaten hin. Ihr Nachfolger Chris O'Leary wurde nur als Übergangslösung verpflichtet, die Suche nach einem dauerhaften Chef war bislang erfolglos.

Das fast 75 Jahre alte Unternehmen, dessen Gründer Earl Tupper 1946 die Küchenwelt mit seinen bunten "Wunderschüsseln" aufmischte, steht mit dem Rücken zur Wand. Der Geschäftsbericht für 2019 musste wegen Ungereimtheiten bei der Bilanzierung des Beauty-Geschäfts Fuller in Mexiko verschoben werden, was zu millionenschweren Sonderbelastungen führen könnte und den Aktionären am Dienstag endgültig die Laune verdarb. Es war nicht die einzige Hiobsbotschaft: Tupperware gab wegen Problemen in Brasilien, China, den USA und Kanada eine Gewinnwarnung ab und räumte Verschuldungsprobleme ein.

Wie konnte es soweit kommen? Die bunten Schüsseln und Boxen von Tupperware haben Haushalte fast rund um den Globus geprägt und es sogar als Design-Klassiker in Museen und Kunstausstellungen geschafft. Auch in Deutschland verbreiteten sich die luftdicht verschließbaren Behältnisse, deren Kunststoffdeckel beim Schließen den charakteristischen Laut von sich geben, ab der frühen 1960er Jahre rasant. Als Erfolgskonzept erwiesen sich Gründer Tuppers Haushaltsprodukte vor allem in Kombination mit Marketing-Genie Brownie Wises Idee der Tupper-Party. Aber ist dieser Ansatz überhaupt noch zeitgemäß?

Während sich der Einzelhandel in den vergangenen Jahren mehr und mehr ins Internet verlagert hat, wo Shopping-Giganten wie Amazon <US0231351067> oder Alibaba mit enormer Marktmacht die Preise drücken, setzte Tupperware lange Zeit unbeirrt weiter auf seine klassischen Verkaufswege - und auch vergleichsweise teure Produkte. "Partys sind noch immer unser Verkaufsmodell", sagte der damalige Konzernchef Rick Goings der Deutschen Presse-Agentur noch 2017 - trotz immer stärkerer Konkurrenz aus dem Internet. Direkte Ansprache durch Bekannte oder Verwandte im Verkauf sei vor allem für jüngere Leute äußerst wichtig. "Derzeit haben wir fast nur Partys."

Zwar bietet Tupperware seine Produkte mittlerweile auch stärker im Netz an, ist hier jedoch weit abgeschlagen. Das Produktportfolio hat sich über die Jahre stark verändert. Aufbewahrungsschüsseln für Lebensmittel sind schon länger nicht mehr der Hauptgeschäftstreiber. Einen Großteil seines Umsatzes macht das Unternehmen inzwischen etwa mit Wasserfiltern oder Mikrowellenprodukten. Zudem gehören Kosmetik- und Körperpflegeprodukte dazu. Asien hat den Heimatmarkt Nordamerika als größte Umsatzstütze überholt. Doch in China, wo der Konzern Tausende Filialen hat, laufen die Geschäfte schlecht - und daran dürfte sich wegen des Coronavirus so rasch auch nicht viel ändern./hbr/DP/stk

13.02.2020 | 15:57:17 (dpa-AFX)
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VIRUS: Alibaba will leidenden Firmen zinsgünstige Kredite geben
28.01.2020 | 23:08:58 (dpa-AFX)
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