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Keine Angst vor fallenden Kursen

Alexander Dickel
Autor Alexander Dickel

Leiter Produktmanagement Internet Plattformen bei der DZ BANK AG

  • Hebelprodukte bieten erfahrenen Anlegern vielfältige Einsatzmöglichkeiten
  • Endlos-Turbos, Mini-Futures und klassische Optionsscheine sind die am häufigsten genutzten Hebelprodukte
Alexander Dickel
Autor Alexander Dickel

Leiter Produktmanagement Internet Plattformen bei der DZ BANK AG

Der Spruch „Die Börse ist keine Einbahnstraße“ bringt es auf den Punkt. Die Kurse an den Finanzmärkten bewegen sich - sowohl nach oben als auch nach unten. Es gibt demnach immer wieder Phasen mit fallenden Notierungen. Davor müssen Sie sich nicht fürchten. Vielmehr können Sie an solchen Entwicklungen partizipieren. Dazu können Hebelprodukte in Betracht kommen, die sich als Trading-Instrument und/oder zur Absicherung bestehender Positionen (sogenanntes Hedging) einsetzen lassen.

 

Hebelprodukte verstärken Kursbewegungen

Hebelprodukte sind vielfältig einsetzbar. Mit ihnen können Sie durch die Hebelwirkung schon mit kleinen Einsätzen überproportional an der Kursentwicklung des zugrunde liegenden Basiswertes teilhaben. Beachten sollten Sie, dass die überproportionale Partizipation und damit die vergleichsweise hohen Ertragschancen auch ein signifikantes Verlustrisiko bergen. Schlimmstenfalls ist ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals möglich. Ein gänzlicher Verlust des eingesetzten Kapitals droht auch im Falle der Insolvenz, d.h. einer Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit, wie auch im Abwicklungsfalle des jeweiligen Emittenten. Hebelprodukte richten sich daher an Anleger, die die überproportionale Teilnahme an Kursveränderungen und/oder Absicherung verfolgen und einen kurzfristigen Anlagehorizont haben. Anleger, die in Hebelprodukte investieren, sollten umfangreiche Kenntnisse und/oder Erfahrungen mit Finanzprodukten besitzen, Verluste bis zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals tragen können und keinen Wert auf einen Kapitalschutz legen.

 

Die DZ BANK hat ein breites Spektrum an Hebelprodukten im Angebot. Anleger haben damit die Möglichkeit, hierunter ein Produkt zu wählen, das zu ihrer Strategie und zum eigenen Chance-Risiko-Profil passt. Sie sollten sich aber zunächst von Ihrer Hausbank beraten lassen, bevor Sie eine Investitionsentscheidung treffen. Einen schnellen Überblick über die angebotenen Hebelprodukte erhalten Sie auf dzbank-derivate.de. Klicken Sie dazu einfach auf der Startseite die Rubrik „Produkte“ an. Zu den am meisten genutzten Hebelprodukten gehören Endlos-Turbos, Mini-Futures und klassische Optionsscheine.

 

Turbos und Mini-Futures

Turbos sind Optionsscheine, deren Kursentwicklung in der Regel leicht nachzuvollziehen ist. Weil die Volatilität des Basiswertes nur einen sehr geringen Einfluss auf den Kurs des Optionsscheins hat, hängt die Preisentwicklung von Turbos in sehr hohem Maße vom inneren Wert und damit der Kursbewegung des zugrunde liegenden Basiswertes ab. Unterschieden werden Turbos und Endlos-Turbos. Erstere haben eine feste Laufzeit, Endlos-Turbos eine theoretisch unbegrenzte Laufzeit. Der Emittent hat bei Endlos-Turbos jedoch ein ordentliches Kündigungsrecht. Beide Varianten von Turbos sind mit einer Knock-Out-Barriere ausgestattet, die identisch mit dem Basispreis ist. Wird die Knock-Out-Barriere berührt oder durchbrochen, verfällt der Optionsschein wertlos. Die Funktionsweise von Mini-Futures ist nahezu gleich mit der von Endlos-Turbos. Bei Mini-Futures sind jedoch Basispreis und Knock-Out-Barriere nicht identisch.

KnockOut-Map

 

Klassische Optionsscheine

Im Vergleich zu den zuvor genannten Hebelprodukten hängt der Preis klassischer Optionsscheine von weitaus mehr Faktoren ab. Neben der Kursentwicklung des Basiswertes hat insbesondere die implizite Volatilität, also die erwartete Schwankungsbreite des zugrunde liegenden Basiswerts, großen Einfluss. Selbst wenn sich der Kurs des Basiswertes in die gewünschte Richtung entwickelt, kann die Performance des Optionsscheins durch eine deutlich sinkende implizite Volatilität geschmälert werden. Auf der anderen Seite kann eine steigende implizite Volatilität dazu führen, dass der Optionsschein eine positive Rendite erzielt, obwohl sich der Kurs des Basiswertes nicht verändert hat. Relativ günstig ist der Kauf von klassischen Optionsscheinen daher in der Regel in Phasen mit einer niedrigen impliziten Volatilität des Basiswertes. Dies gilt sowohl für die Nutzung als Absicherung als auch für den Einsatz als Trading-Instrument. Klassische Optionsscheine können auch dazu genutzt werden, um auf eine steigende implizite Volatilität zu setzen. Hierzu können am Aktienmarkt insbesondere Put-Optionsscheine von Interesse sein, weil sinkende Kurse an den Aktienmärkten in der Regel von steigenden impliziten Volatilitäten begleitet werden. Put-Optionsscheine können außerdem dazu in Betracht kommen, Ihr Aktienportfolio teilweise oder vollständig vor größeren Kursrückgängen abzusichern.

 

Absicherung gegen fallende Kurse

Eine Absicherung mittels Put-Optionsscheinen oder anderen Hebelprodukten wie Turbos Short oder Mini-Futures Short hat ihren Preis. Der Kaufpreis der entsprechenden Produkte stellt gewissermaßen eine Versicherungsprämie dar. Wie bei einer Versicherung muss der Anleger bereit sein, diese Kosten zu tragen, die die Performance seiner Anlage insgesamt schmälern können. Im Fall von Produkten, die mit einer Knock-Out-Barriere ausgestattet sind, wie Turbos und Mini-Futures, besteht zudem das Risiko, dass innerhalb des Absicherungszeitraums die Knock-Out-Barriere berührt oder durchbrochen wird und damit das Zertifikat wertlos verfällt, sodass gegebenenfalls eine neue Absicherung nötig ist, was mit weiteren Kosten einhergeht.

 

Abgesichert werden können einzelne Portfolio-Werte, aber auch das gesamte Depot. Besteht das Depot hauptsächlich aus deutschen Blue Chips und entwickelt es sich daher größtenteils so wie der DAX, lässt sich das Depot z.B. mit Put-Optionsscheinen auf den DAX absichern. Die Überlegung dahinter: Verliert der DAX an Wert, gewinnen die Put-Optionsscheine an Wert und gleichen so den Verlust des Depots aus. Mit der Wahl des Basispreises können Sie dabei steuern, ob Sie einen vollständigen Schutz oder einen Teilschutz wünschen. Die Kosten für die Absicherung sinken dabei umso mehr, je tiefer der gewählte Basispreis unter dem aktuellen Kurs des Basiswertes liegt. Mit dieser teilweisen Absicherung sind Sie bereit, ein gewisses Risiko selbst zu tragen.

 

Die Anzahl der Hebelprodukte, die für eine vollständige oder teilweise Absicherung nötig sind, lässt sich mit der nachstehenden Formel ermitteln:

 

Notiert der DAX beispielsweise bei 12.000 Punkten und ein eng mit dem DAX korrelierendes Depot im Wert von 10.000 Euro soll gegen fallende DAX-Notierungen abgesichert werden, müsste man für eine vollständige Absicherung zu einem Basispreis von 12.000 Punkten und einem Bezugsverhältnis von 1:100 aufgerundet 84 Hebelprodukte erwerben. Für eine vollständige Absicherung muss also darauf geachtet werden, dass der Basispreis möglichst dem aktuellen DAX-Stand entspricht. Zum anderen muss die Laufzeit der Hebelprodukte mindestens dem Zeitraum entsprechen, für den das Depot gegen fallende Notierungen geschützt werden soll.

 

Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

 

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