1x1 der Geldanlage / 15.04.2019 | 13:05:27 Werbung

Diversifikation mit Markowitz

Steffen Kintz
Autor Steffen Kintz

Produktmanager bei der DZ BANK

Der Nachweis, dass eine breite Streuung im Depot das Risiko senken kann, ohne die Rendite zu schmälern, brachte Harry M. Markowitz den Nobelpreis. Entscheidend ist dabei die Korrelation der verschiedenen Anlageklassen. Mit VR-Optify können Sie ihr Depot unter Berücksichtigung der Korrelation optimieren.

Steffen Kintz
Autor Steffen Kintz

Produktmanager bei der DZ BANK

„Lege nicht alle Eier in einen Korb“ lautet eine der bekanntesten Investmentregeln. Hinter diesem gut gemeinten Ratschlag verbirgt sich nichts anderes als das Prinzip der Diversifikation, d.h. die Verteilung der Risiken über mehrere Risikoträger. Anleger sollten also ihr Portfoliovermögen nicht auf eine Karte setzen, sondern es auf mehrere Anlageklassen wie Aktien, Anleihen, Währungen oder Immobilien aufteilen. So können Risiken abgemildert und Kursschwankungen eventuell ausgeglichen werden.

 

Diversifikation reduziert die Risiken

Der Ansatz, Portfolios möglichst diversifiziert zu gestalten, baut auf der modernen Portfoliotheorie des Nobelpreisträgers Harry M. Markowitz aus dem Jahr 1952 auf. Bereits damals hat der US-amerikanische Ökonom nachgewiesen, dass eine breite Streuung im Depot das Risiko senkt, ohne die Rendite zu schmälern.

Für die moderne Portfoliotheorie erhielt Markowitz im Jahr 1990 den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften. Die darauf basierende Portfoliostrategie gehört heutzutage zu den meistverbreiteten Anlagestrategien und hat sich in der Vergangenheit auch häufig bewährt. Da sich die Preise der verschiedenen Anlageklassen häufig nicht in die gleiche Richtung bewegen - steigen Aktien, fallen Anleihen oder andersherum -, können teilweise die Verluste eines Investments durch die Gewinne einer anderen Anlage abgefedert oder gar aufgehoben werden. Je unabhängiger die Anlageklassen voneinander sind, umso besser. Durch die richtige Zusammenstellung haben Anleger sogar die Chance, dass das Risiko eines Portfolios kleiner ausfällt als die Summe der Risiken der einzelnen Bestandteile.

 

Auf die Korrelation kommt es an

Was sich in der Theorie so leicht anhört, ist in der Praxis deutlich komplexer. Einfach das Vermögen auf mehrere Werte aufteilen reicht in der Regel nicht. Zwar entsteht auf diesem Weg eine breite Streuung, doch es ist durchaus möglich, dass sich die gewählten Papiere tendenziell in die gleiche Richtung bewegen. Anleger sollten daher berücksichtigen, wie sich verschiedene Anlagen zueinander entwickeln - in welcher Korrelation sie zueinander stehen.

Der Begriff Korrelation stammt aus der Statistik. Er misst die lineare Beziehung zwischen zwei Variablen, zwischen denen jedoch nicht zwangsläufig ein kausaler Zusammenhang bestehen muss. Im Finanzbereich zeigt die Korrelation damit lediglich, ob und wie häufig sich unterschiedliche Anlagen in der Vergangenheit in die gleiche Richtung entwickelt haben. Gemessen wird die Korrelation mittels des Korrelationskoeffizienten, der Werte zwischen +1 und -1 aufweisen kann. Bei +1 besteht ein vollständiger linearer Zusammenhang. Ein komplett entgegengesetztes Kursverhalten wird durch einen Korrelationskoeffizienten von -1 zum Ausdruck gebracht. Bei einem Wert von 0 gibt es keinen Zusammenhang. Extremwerte von +1 und -1 sind in der Finanzwelt jedoch sehr selten.

Berechnet werden kann der Korrelationskoeffizient über verschiedene Zeiträume. Kurze Zeiträume wie z.B. 30 oder 60 Tage bieten sich zur Diversifizierung bei kurzfristigen Anlagestrategien an. Mit längerfristigen Zeiträumen, wie einem Jahr, lassen sich wiederum die langfristigen Korrelationen darstellen. Zwar lassen sich daraus keine Rückschlüsse auf künftige Bewegungen ziehen, was auch grundsätzlich für die Betrachtung der verschiedenen Korrelationen gilt.

 

Eine ausgewogene Diversifikation dank VR-Optify

Das Prinzip der Diversifikation nutzt auch unser Depot-Optimierungstool VR-Optify. Nachdem Sie ein Depot Ihrer Wahl in das Tool eingegeben haben, berechnet VR-Optify im Rahmen des Depotchecks unter anderem die Korrelationen der einzelnen Positionen zueinander. Hierfür wird auf die vergangenen zwölf Monate zurückgeblickt. Als Ergebnis schlägt Ihnen VR-Optify ein Depot vor, das unter Berücksichtigung der eigenen Risikobereitschaft die ideale Diversifikation aufweist. Wer nicht an den ursprünglichen Werten festhalten möchte, kann mittels zusätzlicher Produkte das Depot sogar noch weiter optimieren. Ziel der Optimierung ist letztendlich, das Risiko zu reduzieren und gleichzeitig die Rendite zu erhöhen.

 

> VR-Optify

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