1x1 der Geldanlage / 14.02.2020 | 09:50:08 Werbung

Attraktive Renditen trotz Niedrigzinsen

Felix Schröder
Autor Felix Schröder

Produktmanager bei der DZ BANK

Klassische Sparanlagen bieten derzeit kaum Zinsen. Berücksichtigt man die Inflation, fällt die Realverzinsung meist negativ aus. Aktien, Fonds und Zertifikate stellen mögliche Anlagealternativen dar.

Felix Schröder
Autor Felix Schröder

Produktmanager bei der DZ BANK

Lang, lang ist es her, dass Anleger mit ihrem Ersparten nahezu risikolos eine lukrative Rendite erzielen konnten. Dank dem aktuellen Niedrigzinsumfeld haben klassische Anlageformen wie Sparbuch, Tages- und Festgeldkonto nahezu ausgedient. Um heute attraktive Erträge zu erzielen, müssen Anleger auf Aktien, Fonds, Zertifikate und andere Anlageprodukte zurückgreifen. Um dabei ein optimales Chance-Risiko-Verhältnis zu erreichen, das zugleich den persönlichen Wünschen und Anforderungen entspricht, ist die Gewichtung der einzelnen Positionen ausschlaggebend. Ein Depotcheck mit VR-Optify bietet Ihnen zielgerichtete Optimierungsvorschläge für Ihr Depot.

 

Niedrigzinsen und ihre Folgen

Als Antwort auf die Finanzkrise senkten die großen Zentralbanken weltweit die Zinsen. Von 2008 bis 2016 fuhr beispielsweise die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins beinahe kontinuierlich von ursprünglich 4,25% auf 0,00% herunter. Ein ähnliches Bild liegt in den USA vor: Nachdem die Fed im Dezember 2015 anfing die Zinsen Schritt für Schritt zu erhöhen, ist sie im letzten Jahr wieder auf eine expansive Geldpolitik umgeschwenkt. Aktuell liegt der Leitzins in den USA in einer Spanne von 1,5% bis 1,75% (Stand: Dezember 2019), während in Europa nach wie vor der Nullzins herrscht. Laut den jüngsten Aussagen der EZB wird sich an dieser Situation so schnell auch nichts ändern.

Die Folgen dieser Geldpolitik bekommen Anleger und vor allem Sparer deutlich zu spüren: In vielen europäischen Ländern liegt der Zins als Preis für die Bereitstellung von Kapital abhängig von der Anlagedauer nur minimal über null bzw. teilweise im negativen Bereich. Klassische Sparanlagen wie Tagesgeld und Festgeld bieten daher, wenn überhaupt, nur eine geringe Verzinsung. So liegt die von der Deutschen Bundesbank ermittelte gesamte durchschnittliche Umlaufrendite festverzinslicher Wertpapiere inländischer Emittenten derzeit knapp unter 0,00%.

 

Achtung, Kaufkraftverlust!

Wichtiger als der Nominalzins - also der Zins, den ein Anleger auf seine Einlage erhält - ist in der Regel der Realzins. Der Realzins lässt sich aus den erwarteten Erträgen einer Anlage abzüglich der erwarteten Teuerungsrate (Inflation) ermitteln. Dabei kann der aus den künftigen Steigerungen der Verbraucherpreise resultierende Geldwertverlust höher sein als die erzielten Erträge. Ein Beispiel: Liegt der Durchschnitt der Tagesgeldzinsen bei knapp 0,1% p.a. und die Inflation in der Euro-Zone beträgt 1,3%, würden Anleger, die ihr Geld zu solch einem Zinssatz anlegen, jährlich 1,2% an Kaufkraft verlieren (Stand: Dezember 2019).

 

Welche Renditen sind realistisch?

Um langfristig möglichst keinen Wertverlust zu erleiden, sollten Anleger ihr Erspartes auf verschiedene Anlageklassen aufteilen. Die Höhe der zu erwartenden Rendite variiert, je nachdem, welche Anlageklassen wie stark im Depot berücksichtigt werden. Vor allem Aktien können als Depotbeimischung interessant sein, denn in der Vergangenheit konnten gerade mit dieser Anlageklasse über einen längeren Zeitraum attraktive Renditen erzielt werden. Wer beispielsweise vor zehn Jahren - Ende 2009 - in den DAX investierte, konnte laut dem DAX-Renditedreieck des Deutschen Aktieninstituts eine durchschnittliche jährliche Rendite von 8,3% erzielen. Im selben Zeitraum konnte im EURO STOXX 50 ein Plus von 5,4% pro Jahr erwirtschaftet werden. Anleger müssen allerdings beachten, dass Angaben zur Wertentwicklung in der Vergangenheit kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse sind. Zudem sind die Renditeziele abhängig vom Anlagezeitraum und der jeweiligen Risikobereitschaft des Anlegers. So geht die höhere Renditeerwartung bei Aktien mit einem höheren Risiko von Kursschwankungen einher, die auch zu einem Verlust des eingesetzten Kapitals führen können.

 

Mit einem optimierten Depot zu mehr Rendite

Viele Aktienanleger begehen den Fehler, dass ihr Depot kaum diversifiziert bzw. zu einseitig ausgerichtet ist. Mit der Beimischung anderer Anlageklassen und -produkte, wie beispielsweise von Zertifikaten, kann das Risiko zum Teil reduziert und die Renditeerwartung erhöht werden. So ist es mit Zertifikaten je nach Produkttyp und Ausgestaltung möglich, auch in Phasen, in denen sich der Markt seitwärts oder leicht abwärts bewegt, noch eine positive Rendite zu erzielen.

Mit VR-Optify können Sie Ihr Depot analysieren und bewerten. Das Tool zeigt Ihnen anhand Ihrer Anforderungen mögliches Optimierungspotenzial auf. Schon mit wenigen Änderungen und Anpassungen können erstaunliche Resultate erzielt werden, die nicht nur zur Wertbeständigkeit, sondern vielmehr zur Wertsteigerung beitragen.

Probieren Sie das Tool am besten gleich einmal aus:
> VR-Optify

 

Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

  •  
  •  
  •  
  •  
(Bewertungen: 10)

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Jede Woche gibt es die dzbank-derivate-Newsletter für angemeldete Nutzer per E-Mail direkt auf Ihren Bildschirm: das Neueste zum Marktgeschehen an den internationalen Börsenplätzen mit Markt- und DAX-Analysen, einem speziellen Strategieteil und der Knowhow-Rubrik dzbank-derivate-Expertenlounge.