1x1 der Geldanlage / 15.04.2019 | 10:26:13 Werbung

Attraktive Renditen trotz Niedrigzinsen

Steffen Kintz
Autor Steffen Kintz

Produktmanager bei der DZ BANK

Klassische Sparanlagen bieten derzeit kaum Zinsen. Berücksichtigt man die Inflation, fällt die Realverzinsung meist negativ aus. Aktien, Fonds und Zertifikate stellen mögliche Anlagealternativen dar.

Steffen Kintz
Autor Steffen Kintz

Produktmanager bei der DZ BANK

Lang, lang ist es her, dass Anleger mit ihrem Ersparten nahezu risikolos eine lukrative Rendite erzielen konnten. Dank dem aktuellen Niedrigzinsumfeld haben klassische Anlageformen wie Sparbuch, Tages- und Festgeldkonto nahezu ausgedient. Um heute attraktive Erträge zu erzielen, müssen Anleger auf Aktien, Fonds, Zertifikate und andere Anlageprodukte zurückgreifen. Um dabei ein optimales Chance-Risiko-Verhältnis zu erreichen, das zugleich den persönlichen Wünschen und Anforderungen entspricht, ist die Gewichtung der einzelnen Positionen ausschlaggebend. Ein Depotcheck mit VR-Optify bietet Ihnen zielgerichtete Optimierungsvorschläge für Ihr Depot.

 

Niedrigzinsen und ihre Folgen

Als Antwort auf die Finanzkrise senkten die großen Zentralbanken weltweit die Zinsen. Von 2008 bis 2016 fuhr beispielsweise die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins beinahe kontinuierlich von ursprünglich 4,25% auf 0,00% herunter. Während die Fed in den USA die Zinswende im Dezember 2015 einläutete, die Zinsen Schritt für Schritt erhöhte und sich das Zinsniveau langsam normalisierte, herrscht in Europa nach wie vor der Nullzins. Laut den jüngsten Aussagen der EZB wird sich an dieser Situation bis mindestens Ende 2019 auch nichts ändern.

Die Folgen dieser Geldpolitik bekommen Anleger und vor allem Sparer deutlich zu spüren: In vielen europäischen Ländern liegt der Zins als Preis für die Bereitstellung von Kapital abhängig von der Anlagedauer nur minimal über null bzw. teilweise im negativen Bereich. Klassische Sparanlagen wie Tagesgeld und Festgeld bieten daher, wenn überhaupt, nur eine geringe Verzinsung. So beträgt die von der Deutschen Bundesbank ermittelte gesamte durchschnittliche Umlaufrendite festverzinslicher Wertpapiere inländischer Emittenten derzeit etwa 0,00%.

 

Achtung, Kaufkraftverlust!

Wichtiger als der Nominalzins - also der Zins, den ein Anleger auf seine Einlage erhält - ist in der Regel der Realzins. Der Realzins lässt sich aus den erwarteten Erträgen einer Anlage abzüglich der erwarteten Teuerungsrate (Inflation) ermitteln. Dabei kann der aus den künftigen Steigerungen der Verbraucherpreise resultierende Geldwertverlust höher sein als die erzielten Erträge. Ein Beispiel: Aktuell liegt der Durchschnitt der Tagesgeldzinsen bei unter 0,2% p.a. und die Inflation in der Euro-Zone beträgt 1,5% (Stand: Februar 2019). Anleger, die ihr Geld zu solch einem Zinssatz anlegen, würden momentan jährlich 1,3% an Kaufkraft verlieren.

 

Welche Renditen sind realistisch?

Um langfristig möglichst keinen Wertverlust zu erleiden, sollten Anleger ihr Erspartes auf verschiedene Anlageklassen aufteilen. Die Höhe der zu erwartenden Rendite variiert, je nachdem, welche Anlageklassen wie stark im Depot berücksichtigt werden. Vor allem Aktien können als Depotbeimischung interessant sein, denn in der Vergangenheit konnten gerade mit dieser Anlageklasse über einen längeren Zeitraum attraktive Renditen erzielt werden. Wer beispielsweise vor zehn Jahren - Ende 2008 - in den DAX investierte, konnte laut dem DAX-Renditedreieck des Deutschen Aktieninstituts eine durchschnittliche jährliche Rendite von 8,2% erzielen. Im selben Zeitraum konnte im EURO STOXX 50 ein Plus von 5,2% pro Jahr erwirtschaftet werden. Anleger müssen allerdings beachten, dass Angaben zur Wertentwicklung in der Vergangenheit kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse sind. Zudem sind die Renditeziele abhängig vom Anlagezeitraum und der jeweiligen Risikobereitschaft des Anlegers. So geht die höhere Renditeerwartung bei Aktien mit einem höheren Risiko von Kursschwankungen einher, die auch zu einem Verlust des eingesetzten Kapitals führen können.

 

Mit einem optimierten Depot zu mehr Rendite

Viele Aktienanleger begehen den Fehler, dass ihr Depot kaum diversifiziert bzw. zu einseitig ausgerichtet ist. Mit der Beimischung anderer Anlageklassen und -produkte, wie beispielsweise von Zertifikaten, kann das Risiko zum Teil reduziert und die Renditeerwartung erhöht werden. So ist es mit Zertifikaten je nach Produkttyp und Ausgestaltung möglich, auch in Phasen, in denen sich der Markt seitwärts oder leicht abwärts bewegt, noch eine positive Rendite zu erzielen.

Mit dem VR-Optify Check können Sie Ihr Depot analysieren und bewerten. Das Tool zeigt Ihnen anhand Ihrer Anforderungen mögliches Optimierungspotenzial auf. Schon mit wenigen Änderungen und Anpassungen können erstaunliche Resultate erzielt werden, die nicht nur zur Wertbeständigkeit, sondern vielmehr zur Wertsteigerung beitragen.

 

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