1x1 der Geldanlage / 17.08.2018 | 12:27:49 Werbung

Folgen Sie der Spur des unternehmerischen Erfolges!

Felix Schröder
Autor Felix Schröder

Produktmanager bei der DZ BANK

  • Trendstabile Aktien sind in der Regel Ausdruck von unternehmerischem Erfolg
  • Trendstabilität kombiniert gleitende Durchschnitte und historische Volatilität
Felix Schröder
Autor Felix Schröder

Produktmanager bei der DZ BANK

Wie systematisches Investieren mithilfe einer regelbasierten Anlagestrategie aussehen kann, zeigt Profi-Trader Simon Betschinger in unserem Trading-Event „Besser traden mit System“. Sein regelbasierter Handelsansatz greift dabei auf das Konzept der Trendstabilität zurück.

 

Dem Konzept der Trendstabilität liegt eine einfache Sachlogik zugrunde: Ein stabiler Aufwärtstrend bzw. ein langfristiger Kursanstieg einer Aktie hat meist einen fundamentalen Hintergrund. In der Regel ist dies der unternehmerische Erfolg. Indem Sie also einer Aktie mit einem stabilen Aufwärtstrend folgen, folgen Sie automatisch diesem unternehmerischen Erfolg. Hohe Kursschwankungen (Volatilität) einer Aktie stehen dagegen für eine gewisse Nervosität der Marktteilnehmer und deuten regelmäßig auf Risiken hin, welche es bei der Geldanlage zu minimieren gilt. Das Konzept der Trendstabilität kombiniert daher das Trendverhalten und die Volatilität, um Aktien von Unternehmen ausfindig zu machen, die erfolgreich sind und eine klare Geschäftsperspektive bieten. Zugleich sollen die Aktien wenig Unsicherheit in Form starker Kursschwankungen aufweisen. Die Entscheidung, welche Aktien oder Zertifikate gekauft bzw. verkauft werden, trifft beim Trading-Event aber nicht Simon Betschinger, sondern allein das Regelwerk, dem ein erprobtes Trendfolge-Konzept zugrunde liegt.

 

Trendfolge mit gleitenden Durchschnitten

Einen wichtigen Bestandteil des Regelwerks bilden gleitende Durchschnitte. Bei einem gleitenden Durchschnitt handelt es sich um den Mittelwert der Schlusskurse innerhalb eines bestimmten Zeitraums (arithmetisches Mittel). Der Zeitraum kann beliebig gewählt werden, vielbeachtete Periodeneinstellungen sind 20, 38, 50, 100 und 200 Tage. In der Technischen Analyse werden gleitende Durchschnitte meist zur Trendbestimmung eingesetzt. Die einfachste Methode ist die Beobachtung des Kursverlaufs im Vergleich zu einem gleitenden Durchschnitt: Liegt der Kurs einer Aktie über dem Durchschnitt, liegt ein Aufwärtstrend vor; umgekehrt wird von einem Abwärtstrend ausgegangen, wenn der Kurs unter dem Durchschnitt notiert. Der Vorteil dieses Ansatzes besteht darin, dass er keinen Interpretationsspielraum zulässt. Entweder liegt der Kurs über oder unter seinem gleitenden Durchschnitt. Ebenfalls aussagekräftig kann die Steigung des Durchschnitts sein: Steigt die Linie an, liegt ein Aufwärtstrend vor und umgekehrt. Je nachdem, wie stark ein gleitender Durchschnitt steigt oder fällt, lassen sich auch Rückschlüsse über die Trendstärke ziehen.

 

Im Trading-Event setzt Simon Betschinger mit der 200-Tage-Linie einen gleitenden Durchschnitt als Marktampel ein. Entsprechend dem Regelwerk dürfen trendstabile Aktien an den Umschichtungsterminen nur dann gekauft werden, wenn der jeweilige Auswahlindex (DAX, MDAX oder EURO STOXX 50) über der 200-Tage-Linie (GD 200) notiert. Sinkt ein Index unter den GD 200, springt die Ampel auf Rot und es dürfen keine Aktien oder Zertifikate gekauft werden. Des Weiteren ist der Abstand eines Index zu seinem GD 200 von Bedeutung. Zum Auffüllen offener Depot-Positionen mit Aktien oder Zertifikaten werden die Indizes nach dem Abstand zum GD 200 absteigend sortiert. Priorität hat der Index, der jeweils am höchsten über dem GD 200 liegt. Erst wenn zwei Positionen aus diesem Index im Depot enthalten sind, wird das Depot mit Aktien oder Zertifikaten aus dem Index mit dem zweithöchsten Abstand zum GD 200 befüllt. Die Auswahl der Einzeltitel erfolgt anhand einer Trendstabilitätsrangliste. Gekauft werden jeweils die Titel mit der höchsten Trendstabilität.

 

Historische Volatilität im Blick behalten

Um die Trendstabilität zu ermitteln, spielt neben den gleitenden Durchschnitten auch die historische Volatilität eine Rolle. Sie ist das Maß für die Schwankungsbreite des Kurses eines Basiswertes (z.B. Aktie oder Index) innerhalb eines bestimmten zurückliegenden Zeitintervalls. Dieser Zeitraum kann frei gewählt werden. Oft wird die historische Volatilität der vergangenen zwölf Monate betrachtet. Je stärker sich ein Wertpapier in diesem Beobachtungszeitraum um seinen Durchschnittswert nach oben und unten bewegt hat, umso höher war die Volatilität. Neben der Schwankungsanfälligkeit kann die Volatilität damit auch Auskunft über das mögliche Risiko einer Investition geben. Auch wenn die frühere Kursentwicklung kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse ist, implizieren Wertpapiere mit einer hohen Volatilität in der Regel ein höheres Risiko.

 

Berechnung der Trendstabilität

Mit dem regelbasierten Handelsansatz, den Simon Betschinger im Rahmen des Trading-Events verfolgt, werden mittels der Trendstabilität die Aktien herausgefiltert, die ein starkes Trendverhalten, aber trotzdem eine geringe Volatilität aufweisen. Für die Berechnung des Indikators wird die Steigung der 260-Tage-Line (GD 260) durch die Volatilität der Tagesrenditen der letzten 260 Tage dividiert. Je geringer die Volatilität ist, desto höher wird der Indikatorwert. Ziel ist es, Aktien zu finden, deren Trends stabil sind und voraussichtlich weiter anhalten werden.

Beispiel der Trendstabilitäts-Rangliste im Trading-Event „Besser traden mit System“ auf dzbank-derivate.de

 

Wann erfolgt der Ausstieg?

Neben klaren Regeln für den Einstieg ist in dem vorgestellten Handelsansatz ebenfalls klar definiert, wann ein Ausstieg aus einer Position erfolgt. Dazu wird das Depot alle zwei Wochen überprüft. Nach dieser Überprüfung werden maximal 3 Positionen verkauft, und zwar jeweils die Titel, die sich in einem Index auf den jeweils hinteren Ranglistenplätzen befinden, sofern dieser Ranglistenplatz nicht 1, 2 oder 3 ist. Das Regelwerk entscheidet hierbei unabhängig davon, ob die Position einen Gewinn oder einen Verlust aufweist. Nachfolgend haben wir die wesentlichen Voraussetzungen für den Kauf und Verkauf des zu 100% regelbasierten Handelssystems von Simon Betschinger noch einmal übersichtlich zusammengefasst.

Weitere Informationen zum Trading-Event „Traden lernen mit System“, die Vollversion des Regelwerks, den aktuellen Depotstand sowie die neuesten Kommentierungen von Simon Betschinger finden Sie hier:

Besser traden mit System

 

Regeln für den Kauf:

  • Der jeweilige Auswahlindex (DAX, MDAX, EURO STOXX 50) notiert am Umschichtungstag über dem GD 200.
  • Je Index werden die beiden Einzelwerte (als Aktie oder Zertifikat) gekauft, die in der Trendstabilitätsrangliste Platz 1 oder 2 belegen. Bei der Auswahl wird mit dem Index begonnen, der den höchsten Abstand zum GD 200 aufweist.

Regel für den Verkauf

  • Notiert ein Depotwert am Umschichtungstag in der Trendstabilitätsrangliste seines Auswahlindex unter Ranglistenplatz 3, wird der Wert verkauft.

 

Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

 

Alle Beiträge

  •  
  •  
  •  
  •  
(Bewertungen: 16)

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Jede Woche gibt es die dzbank-derivate-Newsletter für angemeldete Nutzer per E-Mail direkt auf Ihren Bildschirm: das Neueste zum Marktgeschehen an den internationalen Börsenplätzen mit Markt- und DAX-Analysen, einem speziellen Strategieteil und der Knowhow-Rubrik dzbank-derivate-Expertenlounge.