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1x1 der Geldanlage / 22.06.2018 | 10:46:49 Werbung

Darauf sollten Sie bei Rohstoffinvestments achten!

Marcus Landau
Redakteur Marcus Landau

Produktmanager bei der DZ BANK

  • Rohstoffinvestments können zur Diversifikation des Depots in Betracht kommen
  • Anleger aus dem Euroraum sind bei Rohstoffinvestments einem möglichen Wechselkurseinfluss (EUR/USD) ausgesetzt, der positiv oder negativ ausfallen kann
  • Rollvorgang beeinflusst Preis von Produkten auf Rohstoff-Future-Kontrakte
Marcus Landau
Redakteur Marcus Landau

Produktmanager bei der DZ BANK

Für Privatkunden war es lange Zeit schwierig, an den Entwicklungen von Rohstoffen teilzuhaben. Heute können Sie mit Anlage- und Hebelzertifikaten auf die Kursbewegungen bei Erdöl, Gold und anderen Rohstoffen setzen. Dabei gibt es jedoch einige Dinge zu beachten.

 

Rohstoffe und passende Produkte auf dzbank-derivate.de

Rohstoffe zeichnen sich dadurch aus, dass sich ihre Preisentwicklungen unabhängig von den Aktienmärkten vollziehen können. Damit können Anleger Rohstoffe in Betracht ziehen, um das eigene Depot zu diversifizieren und das Portfoliorisiko zu reduzieren. Die DZ BANK bietet Ihnen Produkte auf eine Reihe von Rohstoffen, von Aluminium über Brent Crude Oil und Gold bis hin zu Zinn. Einen schnellen Überblick über die Basiswerte gibt Ihnen die Basiswert-Matrix Rohstoffe auf dzbank-derivate.de. Klicken Sie dazu auf der Startseite den Button „Märkte“ und dann „Märkte im Überblick“. Wählen Sie anschließend in der „Basiswert-Matrix“ den Punkt „Rohstoffe“. Durch einen Klick auf den Basiswert gelangen Sie zum entsprechenden Steckbrief. Dort geben wir Ihnen mit der DZ BANK Produktauswahl passend zum jeweiligen Basiswert eine Auswahl interessanter Produkte aus den verschiedenen Produktkategorien. Selbstverständlich können Sie sich auch alle Produkte einer Kategorie anzeigen lassen, um anhand Ihrer bevorzugten Kriterien selbst ein entsprechendes Produkt auszuwählen. Zusätzlich zur DZ BANK Produktauswahl finden Sie auf den Steckbriefseiten weitere nützliche Tools wie z.B. die KnockOut-Map.

KnockOut-Map

 

Der Einfluss von Wechselkursen

Die angebotenen Anlage- und Hebelprodukte notieren in Euro. Die meisten weltweit gehandelten Rohstoffe werden jedoch in US-Dollar notiert. Dementsprechend werden die Basiswerte von Anlage- und Hebelprodukten ebenfalls in der US-Währung berechnet. Anleger aus dem Euroraum sind daher einem möglichen Wechselkurseinfluss ausgesetzt, der positiv oder negativ ausfallen kann. Er resultiert aus der Entwicklung des Währungspaares Euro/US-Dollar. Wertet der Euro zum US-Dollar während des Anlagezeitraums ab, entsteht ein positiver Währungseffekt auf das Rohstoffinvestment. In diesem Fall können Sie mit Ihrer Anlage eine bessere Performance erzielen als nur durch die Preisentwicklung des Rohstoffs allein. Fällt der positive Währungseffekt entsprechend groß aus, ist es sogar möglich, trotz einer der eigenen Markterwartung entgegenlaufenden Entwicklung des Rohstoffpreises einen Gewinn zu erzielen.

 

Umgekehrt wird die Performance der Rohstoffanlage geschmälert, sollte während der Haltedauer die Gemeinschaftswährung zum US-Dollar aufwerten. In einem solchen Szenario sind selbst bei einer Preisentwicklung, die der Erwartung entspricht, Verluste möglich. Im Entscheidungsprozess eines Rohstoffinvestments sollten Sie sich daher zusätzlich zur Erwartungshaltung hinsichtlich der Entwicklung des Basiswerts auch eine Meinung zur Entwicklung des Wechselkurses Euro/US-Dollar bilden. Möchten Sie einen Währungseinfluss vermeiden, können Sie auf währungsgesicherte Produkte zurückgreifen, die man an dem Zusatz „Quanto“ erkennt. Allerdings ist die Währungsabsicherung mit Kosten (Quantokosten) verbunden, die die Performance der Anlage schmälern.

 

Besonderheiten bei Rohstoff-Futures

Basiswerte für Anlage- und Hebelprodukte auf Rohstoffe können die entsprechenden Spot-Notierungen sein, also die aktuellen Kurse, zu denen die Rohstoffe zum jetzigen Zeitpunkt gehandelt werden. Die meisten Produkte beziehen sich jedoch auf bestimmte Rohstoff-Future-Kontrakte. Ein Beispiel dafür ist der beliebte Basiswert Brent Crude Oil (Nordseeöl).
 

Ein Future ist ein standardisiertes, börslich gehandeltes Warentermingeschäft über den Kauf und Verkauf einer bestimmten Menge des zugrundeliegenden Basiswertes in der Zukunft zu einem bei Geschäftsabschluss festgelegten Preis. Für jeden Rohstoff werden dabei gleichzeitig Future-Kontrakte mit unterschiedlichen Fälligkeiten gehandelt. Jeder dieser Future-Kontrakte hat wiederum seinen eigenen Preis. Der Turnus bei den Fälligkeitsterminen ist je nach Rohstoff-Future unterschiedlich. Bei einigen gibt es einen dreimonatigen Rhythmus. Andere haben einen monatlichen Turnus. Dazu gehört der Brent Crude Oil Future.

 

Rollvorgang beeinflusst Preis von Produkten auf Rohstoff-Future-Kontrakte

Die Emittenten von Produkten auf Rohstoff-Future-Kontrakte greifen in der Regel auf die liquidesten Rohstoff-Futures (Futures mit den kürzesten Laufzeiten) zurück. Dies gilt sowohl für Produkte mit fester Laufzeit als auch für Produkte mit unbegrenzter Laufzeit. In beiden Fällen müssen die Emittenten während der Produktlaufzeit regelmäßig die aktuell investierte Future-Position schließen und dann eine Position in dem Future-Kontrakt mit der nächstlängeren Laufzeit eröffnen. Dieser Vorgang wird als „Rollen“ bezeichnet.

 

Der Rollvorgang funktioniert wie folgt: Bei Anlage- oder Hebelprodukten, die auf einen Kursanstieg eines Rohstoff-Future setzen, hat der Emittent eine Future-Position gekauft und besitzt damit eine sogenannte Long-Position. Beim Rollen wird diese Long-Position durch einen Verkauf geschlossen. Anschließend kauft der Emittent den Future mit der nächstlängeren Fälligkeit.
Bei Produkten, die auf einen Kursrückgang eines Rohstoff-Future setzen, hat der Emittent eine Future-Position verkauft und besitzt damit eine sogenannte Short-Position. Beim Rollen wird diese Short-Position durch einen Kauf geschlossen. Anschließend verkauft der Emittent den Future mit der nächstlängeren Fälligkeit.

 

Durch das Rollen sind sogenannte Rollverluste möglich, die einen negativen Einfluss auf den Kurs von Anlage- und Hebelprodukten haben. Es können durch das Rollen aber auch Rollgewinne entstehen, die sich wiederum positiv auf den Kurs der Produkte auswirken. Ob Rollgewinne oder Rollverluste entstehen, ist abhängig von der Terminstrukturkurve. In einer Terminstrukturkurve werden die Preise für die aktuell vorhandenen Future-Kontrakte auf einen Rohstoff in den jeweiligen Fälligkeiten dargestellt.

 

Contango und …

In der Regel ist in einer Terminstrukturkurve eine sogenannte Contango-Konstellation ersichtlich. Contango bedeutet, dass die jeweiligen Futures-Preise mit zunehmender Laufzeit höher notieren. Die Terminstrukturkurve der Future-Kontrakte eines Rohstoffes ist in dieser Marktsituation ansteigend. Dies ist der Normalfall, der insbesondere aus den sogenannten „Cost of Carry“, also beispielsweise den Kosten für die Lagerung und Versicherung der Rohstoffe, resultiert.

 

Bei Anlage- und Hebelprodukten, die auf einen Kursanstieg eines Rohstoff-Future setzen, bringt bei einer Contango-Konstellation der Verkauf der Long-Position nicht so viel Kapital ein, wie für den Kauf einer Long-Position in den nächstfälligen Future aufgewendet werden muss. Dadurch entstehen Rollverluste, die negativ auf den Kurs der Produkte wirken.

 

Bei Anlage- und Hebelprodukten, die auf einen Kursrückgang eines Rohstoff-Future setzen, entstehen in einer Contango-Konstellation beim Rollen der Future-Position Rollgewinne. Hier muss der Emittent für das Schließen, also den Rückkauf seiner aktuellen Short-Position in den Future, weniger Kapital aufbringen, als er für den Verkauf einer Position in den nächstfälligen Future einnimmt.

 

… Backwardation

Das Gegenteil von Contango ist Backwardation. In dieser Marktsituation ist die Terminstrukturkurve der Futures-Kontrakte eines Rohstoffes abfallend, d.h. die jeweiligen Futures-Preise nehmen mit zunehmender Laufzeit ab. Werden in einer solchen Phase bei Produkten, die auf einen Kursanstieg eines Rohstoff-Future setzen, die Future-Positionen (Long-Positionen) gerollt, können daraus Rollgewinne resultieren. In diesem Fall bringt der Verkauf der Long-Position mehr Kapital ein, als für den Kauf einer Long-Position in den nächstfälligen Future aufgewendet werden muss.

 

Bei Produkten, die auf einen Kursrückgang eines Rohstoff-Futures setzen, sind in einer Backwardation-Phase wiederum Rollverluste möglich. Hier muss der Emittent für das Schließen, also den Rückkauf seiner aktuellen Short-Position in den Future, mehr Kapital aufbringen, als er für den Verkauf einer Position in den nächstfälligen Future einnimmt.

Die Grafik zeigt den beispielhaften Verlauf von Terminstrukturkurven von Rohstoff-Futures verschiedener Konstellationen.
Quelle: menthamedia

 

Bei der Auswahl von Produkten, die sich auf Rohstoff-Futures beziehen, sollten Sie daher die Terminstrukturkurve beachten. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass diese nicht statisch ist. Contango- und Backwardation-Konstellationen können sich also abwechseln. Möglich ist zudem, dass die Terminstrukturkurve beide Konstellationen aufweist. Beispielsweise kann es in Futures mit kürzeren Laufzeiten eine Backwardation geben, während die restliche Terminstrukturkurve (Futures mit längeren Laufzeiten) ein Contango aufweist. Zudem verändert sich die Terminstrukturkurve mit der Preisentwicklung des Rohstoffs kontinuierlich und somit auch die Höhe der Preisunterschiede zwischen den einzelnen Future-Kontrakten in den verschiedenen Laufzeiten - mit entsprechenden Auswirkungen auf die Höhe der Rollverluste bzw. Rollgewinne. Produkte, deren Basiswert ein Rohstoff-Future ist, der regelmäßig gerollt werden muss, sind daher nur bedingt für längere Anlagezeiträume geeignet.

 

Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

 

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