Optionsschein Classic Short 4 2021/07: Basiswert Commerzbank

DV13J4 / DE000DV13J48 //
Quelle: DZ BANK: Geld 17.05. 21:58:06, Brief 17.05. 21:58:06
DV13J4 DE000DV13J48 // Quelle: DZ BANK: Geld 17.05. 21:58:06, Brief 17.05. 21:58:06
0,019 EUR
Geld in EUR
0,079 EUR
Brief in EUR
-17,39%
Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 6,479 EUR
Quelle : Xetra , 17:35:03
  • Basispreis 4,00 EUR
  • Abstand zum Basispreis in % 38,26%
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 1,00
  • Omega in % -0,52
  • Delta -0,006282
  • Letzter Bewertungstag 16.07.2021
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Chart

Optionsschein Classic Short 4 2021/07: Basiswert Commerzbank

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Quelle: DZ BANK AG, Frankfurt: 17.05. 21:58:06
Charts zeigen die Wertentwicklungen der Vergangenheit. Zukünftige Ergebnisse können sowohl niedriger als auch höher ausfallen. Falls Kurse in Fremdwährung notieren, kann die Rendite infolge von Währungsschwankungen steigen oder fallen. © 2021 DZ BANK AG

Stammdaten

Stammdaten
WKN / ISIN DV13J4 / DE000DV13J48
Emittent DZ BANK AG
Produktstruktur Hebelprodukt
Kategorie Optionsschein Classic
Produkttyp short (fallende Markterwartung)
Währung des Produktes EUR
Quanto Nein
Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 1,00
Ausübung Amerikanisch
Emissionsdatum 07.04.2021
Erster Handelstag 07.04.2021
Letzter Handelstag 15.07.2021
Handelszeiten Übersicht
Letzter Bewertungstag 16.07.2021
Zahltag 23.07.2021
Fälligkeitsdatum 23.07.2021
Basispreis 4,00 EUR

Kennzahlen

Kennzahlen
Berechnung: 17.05.2021, 21:58:06 Uhr mit Geld 0,019 EUR / Brief 0,079 EUR
Spread Absolut 0,06 EUR
Spread Homogenisiert 0,06 EUR
Spread in % des Briefkurses 75,95%
Aufgeld in % p.a. 657,08% p.a.
Aufgeld in % 39,48%
Break-Even 3,921 EUR
Innerer Wert 0,00 EUR
Delta -0,006282
Implizite Volatilität 66,02%
Theta -0,000255 EUR
Zeitwert 0,019 EUR
Omega in % -0,52
Totalverlust- Wahrscheinlichkeit MISSING
Gamma 0,010212
Vega 0,000465 EUR
Hebel 82,01x
Performance seit Auflegung in % -81,00%

Basiswert

Basiswert
Kurs 6,479 EUR
Diff. Vortag in % -0,26%
52 Wochen Tief 2,843 EUR
52 Wochen Hoch 6,547 EUR
Quelle Xetra, 17:35:03
Basiswert Commerzbank AG
WKN / ISIN CBK100 / DE000CBK1001
KGV -2,78
Produkttyp Aktie
Sektor Finanzsektor

Produktbeschreibung

Art

Dieses Produkt ist eine Inhaberschuldverschreibung, die unter deutschem Recht begeben wurde.

Ziele

Ziel dieses Produkts ist es, Ihnen einen bestimmten Anspruch zu vorab festgelegten Bedingungen zu gewähren. Das Produkt hat eine feste Laufzeit und wird am Rückzahlungstermin fällig. Sie partizipieren überproportional (gehebelt) an allen Kursentwicklungen des Basiswerts. Aufgrund seiner Hebelwirkung reagiert das Produkt auf kleinste Kursbewegungen des Basiswerts. Sie können das Produkt an jedem üblichen Handelstag während der Ausübungsfrist ausüben (bezeichnet als amerikanische Option). Wird das Produkt nicht innerhalb der Ausübungsfrist ausgeübt, ist der Ausübungstag der letzte Ausübungstag.

Dieses Produkt reagiert grundsätzlich in die entgegengesetzte Richtung zur Wertentwicklung des Basiswerts.

Für die Rückzahlung des Produkts gibt es die folgenden Möglichkeiten:
  1. Im Falle einer wirksamen Ausübung des Produkts erhalten Sie am Rückzahlungstermin einen Rückzahlungsbetrag, wenn der Referenzpreis unter dem Basispreis liegt. Der Rückzahlungsbetrag entspricht der Differenz zwischen Basispreis und Referenzpreis, multipliziert mit dem Bezugsverhältnis.

  2. Wird von der DZ BANK kein positiver Rückzahlungsbetrag nach vorstehender Vorgehensweise berechnet, gilt Folgendes: Der Rückzahlungsbetrag je Produkt beträgt 0,001 EUR und wird am Rückzahlungstermin gezahlt, wobei der Rückzahlungsbetrag, den die DZ BANK an Sie zahlt, aufsummiert für sämtliche von Ihnen gehaltenen Optionsscheine berechnet und kaufmännisch auf zwei Nachkommastellen gerundet wird. Soweit Sie weniger als zehn Optionsscheine halten, wird unabhängig von der Anzahl der Produkte, die Sie halten, ein Betrag in Höhe von 0,01 EUR gezahlt.


Sie erhalten keine sonstigen Erträge (z.B. Dividenden) und haben keine weiteren Ansprüche (z.B. Stimmrechte) aus dem Basiswert.

Analyse

Gesamteindruck
Einfach nutzbares Gesamtrating basierend auf einer fundamentalen, technischen und Risikoanalyse unter Einbezug von Branchen- und Marktumfeld.

Neutral

Gewinnprognose
Der Veränderungstrend der Gewinnprognosen über ein Zeitfenster von 7 Wochen.

Negative Analystenhaltung seit 20.04.2021

Kurs-Gewinn-Verhältnis
Das KGV setzt den aktuellen Kurs der Aktie ins Verhältnis zu seiner Gewinnerwartung. Es wird auf Basis der langfristigen Gewinnprognosen der Analysten errechnet.
9,6

Erwartetes KGV für 2023

Risiko-Bewertung
Gesamteinschätzung des Risikos auf Basis des Bear Market und des Bad News Factors.

Mittel

Bear-Market-Faktor
Risiko Parameter, der anhand des Titelverhaltens in sich abwärts bewegenden Märkten das Marktrisiko einer Aktie angibt.

Mittlere Anfälligkeit bei Indexrückgängen

Korrelation
Die Korrelation gibt an, inwieweit die Bewegungen der Aktie mit denen Ihres Indexes übereinstimmen.
54,0%

Mittelstarke Korrelation mit dem DJ Stoxx 600

Marktkapitalisierung (Mrd. USD) 9,85 Grosser Marktwert Mit einer Marktkapitalisierung von >$8 Mrd., ist COMMERZBANK ein hoch kapitalisierter Titel.
Gewinnprognose Negative Analystenhaltung seit 20.04.2021 Die Gewinnerwartung der Analysten pro Aktie liegen heute niedriger als vor sieben Wochen. Dieser negative Trend hat am 20.04.2021 bei einem Kurs von 4,89 eingesetzt.
Preis Leicht unterbewertet Auf Basis des Wachstumspotentials und anderer Messwerte erscheint die Aktie leicht unterbewertet.
Relative Performance 27,7% vs. DJ Stoxx 600 Die relative "Outperformance" der letzten vier Wochen im Vergleich zum DJ Stoxx 600 beträgt 27,7%.
Mittelfristiger Trend Positive Tendenz seit dem 30.04.2021 Der mittelfristige technische 40-Tage Trend ist seit dem 30.04.2021 positiv. Der bestätigte technische Trendwendepunkt von +1,75% entspricht 5,29.
Wachstum KGV 15,9 Hoher Abschlag zur Wachstumserwartung basiert auf einer Ausnahmesituation Liegt das "Verhältnis zwischen Wachstum plus geschätzte Dividende und KGV" über 1,6, so befindet sich das Unternehmen in der Regel in einer Ausnahmesituation. In diesem Fall ist das erwartete KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) ein besserer Indikator für die nachhaltige Gewinnentwicklung als das langfrist. Wachstum.
KGV 9,6 Erwartetes KGV für 2023 Das erwartete KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) gilt für das Jahr 2023.
Langfristiges Wachstum 151,3% Wachstum heute bis 2023 p.a. Die durchschnittlichen jährlichen Wachstumsraten gelten für die Gewinne von heute bis 2023.
Anzahl der Analysten 16 Starkes Analysteninteresse In den zurückliegenden sieben Wochen haben durchschnittlich 16 Analysten eine Schätzung des Gewinns pro Aktie für diesen Titel abgegeben.
Dividenden Rendite 0,3% Dividende durch Gewinn gut gedeckt Für die während den nächsten 12 Monaten erwartete Dividende müssen voraussichtlich 3,05% des Gewinns verwendet werden.
Risiko-Bewertung Mittel Die Aktie ist seit dem 09.03.2021 als Titel mit mittlerer Sensitivität eingestuft.
Bear-Market-Faktor Mittlere Anfälligkeit bei Indexrückgängen Die Aktie tendiert dazu, Indexrückgänge in etwa gleichem Umfang mitzuvollziehen.
Bad News Geringe Kursrückgänge bei spezifischen Problemen Der Titel verzeichnet bei unternehmensspezifischen Problemen i.d.R. geringe Kursabschläge in Höhe von durchschnittlich 3,6%.
Beta 1,76 Hohe Anfälligkeit vs. DJ Stoxx 600 Die Aktie tendiert dazu, pro 1% Indexbewegung mit einem Ausschlag von 1,76% zu reagieren.
Korrelation 365 Tage 54,0% Mittelstarke Korrelation mit dem DJ Stoxx 600 54,0% der Kursschwankungen werden durch Indexbewegungen verursacht.
Value at Risk 1,56 EUR Das geschätzte mittelfristige Value at Risk beträgt 1,56 EUR oder 0,24% Das geschätzte Value at Risk beträgt 1,56 EUR. Das Risiko liegt deshalb bei 0,24%. Dieser Wert basiert auf der mittelfristigen historischen Volatilität (1 Monat) mit einem Konfidenzintervall von 95%.
Volatilität der über 1 Monat 45,1%
Volatilität der über 12 Monate 49,7%

Tools

OPTIONSSCHEINRECHNER
Für Finanzexperten mit Erfahrung in Hebelprodukten
Für Finanzexperten mit Erfahrung in Hebelprodukten
  • Produkt Optionsschein Classic Short 4 2021/07: Basiswert Commerzbank
  • WKN DV13J4
Simulation
Kennzahlen und Sensitivitäten

Die Simulation beruht allein auf Ihren Einstellungen und stellt keinen verlässlichen Indikator für die zukünftige Wertentwicklung des Basiswertes oder des Zertifikates dar.

News

17.05.2021 | 14:24:27 (dpa-AFX)
COMMERZBANK IM FOKUS: Endlich Lichtblicke

FRANKFURT (dpa-AFX) - Ein verschleppter Konzernumbau und turbulente Wechsel an der Spitze haben die Commerzbank <DE000CBK1001> und ihre Aktionäre lange in Atem gehalten. Doch seit dem Antritt des neuen Vorstandschefs Manfred Knof überrascht das Frankfurter Geldhaus wieder mit ersten Erfolgsnachrichten. Das spiegelt sich auch im Aktienkurs. Die Kurse aus der Zeit vor der Rettung des Instituts durch den deutschen Staat sind aber noch sehr weit entfernt. Was bei der Commerzbank los ist, was Analysten sagen und wie sich die Aktie entwickelt.

DAS IST LOS BEI DER COMMERZBANK:

Nach turbulenten Wochen stellt sich die Commerzbank-Führung an diesem Dienstag (18. Mai) den Aktionären. Wegen der anhaltenden Pandemie findet die Hauptversammlung erneut online statt. Erstmals leitet der neue Aufsichtsratsvorsitzende Helmut Gottschalk die Versammlung. Die Bank hatte sich Ende März für den ehemaligen Chefkontrolleur der genossenschaftlichen DZ Bank entschieden, nachdem sein Vorgänger Hans-Jörg Vetter den Posten wegen einer Erkrankung Mitte März überraschend niedergelegt hatte.

Vetter hatte den Job erst vergangenen Sommer von Stefan Schmittmann übernommen, der nach harscher Kritik von Investoren zusammen mit dem damaligen Vorstandschef Martin Zielke seinen Rücktritt eingereicht hatte. Vetter musste vor allem schnell einen Nachfolger für Zielke finden. Er gewann den Deutsche-Bank-Manager Knof für die Aufgabe. Der machte nach seinem Antritt zum 1. Januar Tempo beim Konzernumbau, der seit Vorstellung der Pläne durch Zielke im Jahr 2019 lange auf Eis gelegen hatte.

Jetzt wird das Filialnetz der Bank auf 450 Standorte fast halbiert. Die Zahl der Vollzeitstellen soll bis Ende 2024 von knapp 40 000 auf 32 000 schrumpfen. Nach einem Milliardenverlust 2020 peilt der Commerzbank-Vorstand zumindest im Tagesgeschäft im laufenden Jahr wieder schwarze Zahlen an.

Im ersten Quartal lief es für das Institut jedenfalls deutlich besser als gedacht. Statt des von Analysten erwarteten dreistelligen Millionenverlusts stand nach drei Monaten ein Quartalsgewinn von 133 Millionen Euro in den Büchern - trotz erheblicher Kosten für den von Knof forcierten Umbau. Die Chancen seien "durchaus gestiegen", auch im Gesamtjahr 2021 unter dem Strich schwarze Zahlen zu schreiben, sagte Finanzchefin Bettina Orlopp vergangene Woche.

Damit Gottschalk die Hauptversammlung leiten kann, wurde er Mitte April per Gerichtsbeschluss bestellt und vom Aufsichtsrat übergangsweise zum Vorsitzenden gewählt. Formell soll der 69-Jährige bei der Hauptversammlung zusammen mit vier weiteren neuen Kandidaten von den Aktionären in den Aufsichtsrat gewählt werden. Unmittelbar nach dem Aktionärstreffen will das Kontrollgremium Gottschalk erneut zu seinem Vorsitzenden machen. Dann wäre er regulär bis zum Ablauf der Hauptversammlung 2023 im Amt.

Am Rande beschäftigt auch der Wirecard-Skandal <DE0007472060> die Commerzbank-Aktionäre: Auf der Tagesordnung steht die Wahl eines neuen Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2022. Die Commerzbank kehrt EY den Rücken und will zu KPMG wechseln. Die Prüfungsgesellschaft Ernst & Young (EY) steht wegen ihrer Rolle als langjähriger Abschlussprüfer des insolventen Zahlungsdienstleisters Wirecard in der Kritik. Das Unternehmen hatte im vergangenen Juni Luftbuchungen von 1,9 Milliarden Euro eingeräumt und in der Folge Insolvenz angemeldet.

Die Commerzbank, die zu Wirecards Kreditgebern gehörte, musste wegen der Pleite 187 Millionen Euro abschreiben. Allgemein wird damit gerechnet, dass die Bank versuchen wird, sich zumindest einen Teil davon per Schadenersatzklage zurückzuholen - allein, um nicht von den eigenen Aktionären wegen Untätigkeit in der Sache belangt zu werden.

DAS MACHT DIE AKTIE:

Für die Commerzbank-Aktionäre verläuft es seit Knofs Amtsantritt gut. Nachdem das Papier der immer noch teilstaatlichen Bank in den vergangenen Jahren meist zu den Verlierern an der Börse gezählt hatte, gehörte es in den ersten Monaten 2021 zu den Gewinnern. Im bisherigen Jahresverlauf legte der Kurs um etwas mehr als ein Fünftel zu, nachdem sie 2020 wieder an Wert verloren hatte. Neben einem etwas verbesserten Umfeld für Banken wie der Aussicht auf zumindest mittelfristig wieder steigende Zinsen sorgten zuletzt die überraschend starken Quartalszahlen für Auftrieb.

Auf mittel- und langfristige Sicht gehört die Commerzbank-Aktie aber zu den größten Verlierern unter den deutschen Standardtiteln. So summieren sich die Verluste in den vergangenen fünf Jahren trotz der jüngsten Gewinne auf fast zehn Prozent, während der MDax <DE0008467416> um fast 60 Prozent zugelegt hat. In den vergangenen zehn Jahren ist ihr Kurs um fast 75 Prozent gesunken. Wegen der immensen Kursverluste hatte die Bank 2018 ihren Platz im Dax <DE0008469008> verloren.

Mit Kursen von zuletzt rund 6,40 Euro wird die Aktie aber mehr als doppelt so hoch gehandelt wie beim Rekordtief von 2,804 Euro im Corona-Crash vom vergangenen Jahr. Das rechnerische - um viele Kapitalerhöhungen und Aktienzusammenlegungen bereinigte - Rekordhoch der Anteilsscheine datiert aus dem Jahr 2000. Mit knapp 285 Euro liegt es heute in praktisch unerreichbarer Ferne.

Insgesamt kommt die Commerzbank derzeit auf einen Börsenwert von acht Milliarden Euro. Damit konnte das Institut in den vergangenen Monaten immerhin den Vorsprung vor kleineren börsennotierten Banken wie der Aareal Bank <DE0005408116> (1,4 Mrd) und der Deutschen Pfandbriefbank <DE0008019001 (1,3 Mrd) sowie anderen Finanzunternehmen wie dem Kreditvermittler Hypoport <DE0005493365> (2,8 Mrd) ausbauen. Der Abstand zur Deutschen Bank <DE0005140008> ist aber gewachsen. Der deutsche Branchenprimus kommt nach einem 30-prozentigen Kursplus in diesem Jahr derzeit auf eine Marktkapitalisierung von 24 Milliarden Euro.

Der Staat hält derzeit knapp 16 Prozent der Commerzbank-Aktien. Derzeit ist das Paket rund 1,3 Milliarden Euro wert. Im Vergleich zu den anderen Beteiligungen an den früheren Staatskonzernen Deutsche Telekom <DE0005557508> und Deutsche Post <DE0005552004> ist das sehr wenig. Zudem liegt der Kurs weiter deutlich unter dem Niveau, zu dem der Staat bei der Bank eingestiegen ist. Daher dürfte die Regierung mit einem Ausstieg warten.

Zuletzt hatte es Spekulationen gegeben, dass die Regierung wegen der hohen Staatsverschuldung infolge der Corona-Pandemie Anteile an der Deutschen Telekom oder der Deutschen Post verkaufen könnte. Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hatte diese selbst durch ein Interview befeuert.

DAS SAGEN ANALYSTEN:

Bei Branchenexperten hat sich trotz der verbesserten Gewinnaussichten und des Durchbruchs beim Umbau der Bank bisher keine Euphorie breitgemacht. Unter den 28 von der Nachrichtenagentur Bloomberg erfassten Analysten empfehlen 7 den Kauf und 6 den Verkauf der Aktie. Die Mehrheit von 15 nimmt mit dem Votum "Halten" eine abwartende Haltung ein.

Das passt zu ihren Erwartungen an den Aktienkurs: Im Schnitt haben die Analysten ein Kursziel von 6,13 Euro auf dem Zettel. Vor Bekanntgabe der Quartalsbilanz vergangene Woche hatte das durchschnittliche Kursziel der Experten noch bei 5,87 Euro gelegen. Doch auch die inzwischen leicht angehobene Durchschnittserwartung wurde an der Börse bereits von der Realität übertroffen.

Analysten hatten sich von dem Gewinn der Bank im ersten Quartal und den Fortschritten beim Konzernumbau überrascht gezeigt. Branchenexperte Ingo Frommen von der Landesbank Baden-Württemberg hob das geplante Kostenmanagement positiv hervor: Wenn der Umbau Erfolg habe, könnte die Commerzbank im Jahr 2024 wieder ausreichend profitabel sein.

Frommen wertet auch die starke Position der Bank im Geschäft mit Privat- und Firmenkunden und ihre Liquiditätsausstattung als positiv. Allerdings sieht er weiter Risiken durch drohende Kreditausfälle und Rückstellungen bei polnischen Konzerntochter mBank. Einen weiteren Grund zum Zweifeln sieht er in der Vergangenheit des Konzerns: So habe die Commerzbank die an sie gestellten Erwartungen immer wieder enttäuscht./stw/ben/zb/nas/jha/

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