Rendite Express ST 03 19/25: Basiswert Bayer

DGE4R4 / DE000DGE4R46 //
Quelle: DZ BANK: Geld 14.08. 10:44:35, Brief 14.08. 10:44:35
DGE4R4 DE000DGE4R46 // Quelle: DZ BANK: Geld 14.08. 10:44:35, Brief 14.08. 10:44:35
969,27 EUR
Geld in EUR
984,27 EUR
Brief in EUR
-0,44%
Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 56,77 EUR
Quelle : Xetra , 10:29:22
  • Rückzahlungschwelle 54,72 EUR
  • Rückzahlungsschwelle in % 95,00%
  • Startwert 57,60 EUR
  • Nächster Bewertungstag 29.03.2021
  • Letzter Bewertungstag 31.03.2025
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Hinweis der DZ BANK:
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Chart

Rendite Express ST 03 19/25: Basiswert Bayer

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Quelle: DZ BANK AG, Frankfurt: 14.08. 10:44:35
Charts zeigen die Wertentwicklungen der Vergangenheit. Zukünftige Ergebnisse können sowohl niedriger als auch höher ausfallen. Falls Kurse in Fremdwährung notieren, kann die Rendite infolge von Währungsschwankungen steigen oder fallen. © 2020 DZ BANK AG

Stammdaten

Stammdaten
WKN / ISIN DGE4R4 / DE000DGE4R46
Emittent DZ BANK AG
Produktstruktur Zertifikat
Kategorie Expresszertifikat
Produkttyp Rendite Express
Währung des Produktes EUR
Quanto Nein
Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 17,361111
Ausübung Europäisch
Zeichnungsfrist 28.02.2019 - 29.03.2019
Emissionsdatum 29.03.2019
Barriere für Zinszahlung* 29.03.2021 / 31,68 EUR
29.03.2022 / 31,68 EUR
29.03.2023 / 31,68 EUR
02.04.2024 / 31,68 EUR
31.03.2025 / 31,68 EUR
Zins 07.04.2021 / 32,50 EUR
05.04.2022 / 32,50 EUR
05.04.2023 / 32,50 EUR
09.04.2024 / 32,50 EUR
07.04.2025 / 32,50 EUR
Erster Handelstag 06.05.2019
Letzter Handelstag 28.03.2025
Handelszeiten Übersicht
Rückzahlungsschwellen 30.03.2020 / 95,00%
29.03.2021 / 95,00%
29.03.2022 / 95,00%
29.03.2023 / 95,00%
02.04.2024 / 95,00%
31.03.2025 / 95,00%
Bewertungspunkte 6
Bewertungstage / Rückzahlungslevel 30.03.2020 / 54,72 EUR
29.03.2021 / 54,72 EUR
29.03.2022 / 54,72 EUR
29.03.2023 / 54,72 EUR
02.04.2024 / 54,72 EUR
31.03.2025 / 54,72 EUR
Mögliche Zahlungstermine /
Möglicher Rückzahlungsbetrag pro Zertifikat*
06.04.2020 / 1.100,00 EUR
07.04.2021 / 1.100,00 EUR
05.04.2022 / 1.100,00 EUR
05.04.2023 / 1.100,00 EUR
09.04.2024 / 1.100,00 EUR
07.04.2025 / 1.100,00 EUR
Zinszahlungen (in EUR) 06.04.2020 / 32,50 EUR
Letzter Bewertungstag 31.03.2025
Zahltag 07.04.2025
Emissionspreis 1.000,00 EUR zzgl. 1,50% Ausgabeaufschlag pro Zertifikat (entspricht 1.015,00 EUR)
Startwert 57,60 EUR
Nennbetrag 1.000,00 EUR
Barrierebeobachtung nur 31.03.2025
Barriere 31,68 EUR
Barriere gebrochen Nein
* Bzgl. der Zinszahlung gilt: Abhängig von der Wertentwicklung des Basiswerts. Bzgl. der Rückzahlung gilt: Zeitpunkt, Höhe und ggf. Art der Rückzahlung sind abhängig von der Wertentwicklung des Basiswerts. Details zur Funktionsweise des Produktes können den zugehörigen Endgültigen Bedingungen entnommen werden.

Kennzahlen

Kennzahlen
Berechnung: 14.08.2020, 10:44:35 Uhr mit Geld 969,27 EUR / Brief 984,27 EUR
Spread Absolut 15,00 EUR
Spread Homogenisiert 0,864 EUR
Spread in % des Briefkurses 1,52%
Abstand zum Protectlevel Absolut 25,09 EUR
Abstand zum Protectlevel in % 44,20%

Basiswert

Basiswert
Kurs 56,77 EUR
Diff. Vortag in % -1,48%
52 Wochen Tief 44,855 EUR
52 Wochen Hoch 78,34 EUR
Quelle Xetra, 10:29:22
Basiswert Bayer AG
WKN / ISIN BAY001 / DE000BAY0017
KGV 13,61
Produkttyp Aktie
Sektor Chemie/Pharma

Produktbeschreibung

Art
Dieses Produkt ist eine Inhaberschuldverschreibung, die unter deutschem Recht begeben wurde.
Ziele
Ziel dieses Produkts ist es, Ihnen einen bestimmten Anspruch zu vorab festgelegten Bedingungen zu gewähren. Das Produkt hat eine feste Laufzeit und wird am letzten Zahlungstermin fällig, sofern das Produkt nicht vorzeitig zurückgezahlt wird. Das Produkt bietet Ihnen an den Zahlungsterminen die Möglichkeit auf Zinszahlungen und einer vorzeitigen Rückzahlung. Zinszahlungen: Sie erhalten an einem Zahlungstermin (vorbehaltlich einer vorzeitigen Rückzahlung) eine Zinszahlung, wenn der Referenzpreis am jeweiligen Bewertungstag unter dem Rückzahlungslevel, aber auf oder über einer bestimmten Schwelle liegt. Sollte der Referenzpreis auf oder über dem Rückzahlungslevel oder unter der bestimmten Schwelle liegen, erfolgt an dem dazugehörigen Zahlungstermin keine Zinszahlung. Im Falle einer vorzeitigen Rückzahlung entfallen die möglichen Zinszahlungen an den nachfolgenden Zahlungsterminen. Möglichkeit einer vorzeitigen Rückzahlung: Eine vorzeitige Rückzahlung zum jeweiligen Rückzahlungsbetrag an einem Zahlungstermin erfolgt, wenn der Referenzpreis am jeweiligen Bewertungstag auf oder über dem jeweiligen Rückzahlungslevel liegt. In diesem Fall endet die Laufzeit des Produkts automatisch. Ist dies nicht der Fall, läuft das Produkt automatisch bis zum nächsten Zahlungstermin weiter. Rückzahlung am Laufzeitende: Wenn keine vorzeitige Rückzahlung erfolgt ist, gibt es am letzten Zahlungstermin folgende Rückzahlungsmöglichkeiten:
  • Liegt der Referenzpreis am letzten Bewertungstag auf oder über dem Rückzahlungslevel am letzten Bewertungstag, erhalten Sie eine Rückzahlung in Höhe des Rückzahlungsbetrags am letzten Zahlungstermin.
  • Liegt der Referenzpreis am letzten Bewertungstag unter dem Rückzahlungslevel am letzten Bewertungstag, aber auf oder über einer bestimmten Schwelle, erhalten Sie eine Rückzahlung in Höhe des Basisbetrags.
  • Liegt der Referenzpreis am letzten Bewertungstag unter der bestimmten Schwelle, erhalten Sie eine durch das Bezugsverhältnis bestimmte Anzahl von Aktien des Basiswerts. Wir liefern keine Bruchteile von Aktien. Für diese erhalten Sie die Zahlung eines Ausgleichsbetrags pro Zertifikat. Der Gegenwert der Aktien zuzüglich des Ausgleichsbetrags wird unter dem Basisbetrag liegen. Ein Zusammenfassen mehrerer Ausgleichsbeträge zu Ansprüchen auf Lieferung von Aktien ist ausgeschlossen. Wenn die Lieferung von Aktien des Basiswerts für uns erschwert oder unmöglich ist, kann die Rückzahlung auch zu einem entsprechenden Abrechnungsbetrag erfolgen. Dieser entspricht dem Ergebnis der Formel (Referenzpreis am letzten Bewertungstag x Bezugsverhältnis).
Sie erhalten während der Laufzeit des Produkts keine sonstigen Erträge (z.B. Dividenden) und haben keine weiteren Ansprüche (z.B. Stimmrechte) aus dem Basiswert.

Analyse

Gesamteindruck
Einfach nutzbares Gesamtrating basierend auf einer fundamentalen, technischen und Risikoanalyse unter Einbezug von Branchen- und Marktumfeld.

Neutral

Gewinnprognose
Der Veränderungstrend der Gewinnprognosen über ein Zeitfenster von 7 Wochen.

Negative Analystenhaltung seit 15.05.2020

Kurs-Gewinn-Verhältnis
Das KGV setzt den aktuellen Kurs der Aktie ins Verhältnis zu seiner Gewinnerwartung. Es wird auf Basis der langfristigen Gewinnprognosen der Analysten errechnet.
7,2

Erwartetes KGV für 2022

Risiko-Bewertung
Gesamteinschätzung des Risikos auf Basis des Bear Market und des Bad News Factors.

Mittel

Bear-Market-Faktor
Risiko Parameter, der anhand des Titelverhaltens in sich abwärts bewegenden Märkten das Marktrisiko einer Aktie angibt.

Mittlere Anfälligkeit bei Indexrückgängen

Korrelation
Die Korrelation gibt an, inwieweit die Bewegungen der Aktie mit denen Ihres Indexes übereinstimmen.
72,4%

Starke Korrelation mit dem DJ Stoxx 600

Marktkapitalisierung (Mrd. USD) 66,99 Grosser Marktwert Mit einer Marktkapitalisierung von >$8 Mrd., ist BAYER ein hoch kapitalisierter Titel.
Gewinnprognose Negative Analystenhaltung seit 15.05.2020 Die Gewinnerwartung der Analysten pro Aktie liegen heute niedriger als vor sieben Wochen. Dieser negative Trend hat am 15.05.2020 bei einem Kurs von 56,95 eingesetzt.
Preis Leicht unterbewertet Auf Basis des Wachstumspotentials und anderer Messwerte erscheint die Aktie leicht unterbewertet.
Relative Performance -9,7% Unter Druck (vs. DJ Stoxx 600) Die relative "Underperformance" der letzten vier Wochen im Vergleich zum DJ Stoxx 600 beträgt -9,7%.
Mittelfristiger Trend Negative Tendenz seit dem 10.07.2020 Der technische 40-Tage Trend ist seit dem 10.07.2020 negativ. Der bestätigte technische Trendwendepunkt von +1,75% entspricht 62,47.
Wachstum KGV 1,9 Hoher Abschlag zur Wachstumserwartung basiert auf einer Ausnahmesituation Liegt das "Verhältnis zwischen Wachstum plus geschätzte Dividende und KGV" über 1,6, so befindet sich das Unternehmen in der Regel in einer Ausnahmesituation. In diesem Fall ist das erwartete KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) ein besserer Indikator für die nachhaltige Gewinnentwicklung als das langfrist. Wachstum.
KGV 7,2 Erwartetes KGV für 2022 Das erwartete KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) gilt für das Jahr 2022.
Langfristiges Wachstum 8,8% Wachstum heute bis 2022 p.a. Die durchschnittlichen jährlichen Wachstumsraten gelten für die Gewinne von heute bis 2022.
Anzahl der Analysten 23 Starkes Analysteninteresse In den zurückliegenden sieben Wochen haben durchschnittlich 23 Analysten eine Schätzung des Gewinns pro Aktie für diesen Titel abgegeben.
Dividenden Rendite 4,9% Dividende durch Gewinn gut gedeckt Für die während den nächsten 12 Monaten erwartete Dividende müssen voraussichtlich 35,32% des Gewinns verwendet werden.
Risiko-Bewertung Mittel Die Aktie ist seit dem 06.03.2020 als Titel mit mittlerer Sensitivität eingestuft.
Bear-Market-Faktor Mittlere Anfälligkeit bei Indexrückgängen Die Aktie tendiert dazu, Indexrückgänge in etwa gleichem Umfang mitzuvollziehen.
Bad News Geringe Kursrückgänge bei spezifischen Problemen Der Titel verzeichnet bei unternehmensspezifischen Problemen i.d.R. geringe Kursabschläge in Höhe von durchschnittlich 2,3%.
Beta 1 Mittlere Anfälligkeit vs. DJ Stoxx 600 Die Aktie tendiert dazu, pro 1% Indexbewegung mit einem Ausschlag von 1% zu reagieren.
Korrelation 365 Tage 72,4% Starke Korrelation mit dem DJ Stoxx 600 72,4% der Kursschwankungen werden durch Indexbewegungen verursacht.
Value at Risk 11,17 EUR Das geschätzte mittelfristige Value at Risk beträgt 11,17 EUR oder 0,19% Das geschätzte Value at Risk beträgt 11,17 EUR. Das Risiko liegt deshalb bei 0,19%. Dieser Wert basiert auf der mittelfristigen historischen Volatilität (1 Monat) mit einem Konfidenzintervall von 95%.
Volatilität der über 1 Monat 26,9%
Volatilität der über 12 Monate 33,7%

Tools

 

Eingabe individueller Gebühren, Provisionen und anderer Entgelte

Beim Erwerb von Aktien, Zertifikaten und anderen Wertpapieren fallen in der Regel Transaktionskosten an. Neben den Transaktionskosten, die beim Kauf zu entrichten sind, kommen oftmals noch Depotgebühren hinzu. Mit dem Brutto-/Nettowertentwicklungsrechner können Sie Ihre individuell bereinigte Wertentwicklung seit Valuta, die sich unter Berücksichtigung sämtlicher Kosten (Provisionen, Gebühren und andere Entgelte) ergibt, errechnen. Bitte berücksichtigen Sie, dass sich die Angaben auf die Vergangenheit beziehen und historische Wertentwicklungen keinen verlässlichen Indikator für zukünftige Ergebnisse darstellen.

News

13.08.2020 | 14:50:03 (dpa-AFX)
BAYER IM FOKUS: Zwischen Aufbruchstimmung und Glyphosat-Sorgen

LEVERKUSEN (dpa-AFX) - Bayer <DE000BAY0017> bleibt ein Konzern im Umbruch. Während das Management bei der Lösung der zahlreichen, milliardenschweren Rechtsstreitigkeiten durchaus voran kommt, ruckelt es nun infolge der Corona-Pandemie im Tagesgeschäft. Gleichzeitig treibt das Agrarchemie- und Pharmaunternehmen die Integration des 2018 übernommenen Saatgut- und Pflanzenschutzkonzerns Monsanto zügig voran und setzt auch im Pharmageschäft neue Wachstumsimpulse. Was bei Bayer los ist, was die Analysten sagen und wie die Aktie zuletzt lief.

DAS IST LOS BEI BAYER:

Es sollte ein Befreiungsschlag werden: Ende Juni gab Bayer die Einigung in gleich mehreren US-Rechtsstreitigkeiten bekannt. Die Leverkusener nehmen 820 Millionen Dollar in die Hand, um den wesentlichen Teil der US-Verfahren wegen des seit 1979 in den USA verbotenen Umweltgifts PCB beizulegen, das die Tochter Monsanto früher produziert hatte. Hinzu kommt ein 400 Millionen US-Dollar teurer Kompromiss wegen Klagen um angebliche Ernteschäden durch Verwehungen des Unkrautvernichters Dicamba. Dabei erwartet Bayer auch einen Beitrag des mitverklagten Wettbewerbers BASF. Eine Einigung gibt es hier aber noch nicht.

Im Fokus steht aber vor allem die Einigung im Streit um angebliche Krebsrisiken glyphosathaltiger Unkrautvernichter, die mittlerweile wackelt. Der zuständige Bundesrichter Vince Chhabria störte sich an dem Teil der Vereinbarung, der mögliche künftige Fälle abdeckt. Dabei geht es um die Bildung eines unabhängigen Wissenschaftsgremiums, das entscheiden soll, ob der Glyphosat-Unkrautvernichter Roundup Lymphdrüsenkrebs verursacht, und falls ja, ab welcher Dosis er gefährlich werden kann.

Angesichts der Skepsis des Richters zog Bayer den Antrag auf Zustimmung zum Umgang mit den möglichen künftigen Fällen zurück, für deren Beilegung 1,25 Milliarden US-Dollar geplant waren. Damit ändert sich zwar eigentlich nichts an der Einigung mit dem Großteil der insgesamt etwa 125 000 eingereichten und nicht eingereichten Klagen, für die bis zu 9,6 Milliarden Dollar (8,1 Mrd Euro) vorgesehen sind.

Allerdings will Bayer eigentlich auch drohende künftige Fälle auf einen Schlag vom Tisch haben, um das Thema ein für alle Mal zu beenden. Der Ansatz bleibe denn auch, eine umfassende Lösung zu finden, sagte Bayer-Chef Werner Baumann Anfang August im Zuge der Veröffentlichung der Zahlen für das zweite Quartal. Ein neuer Vorschlag werde mit den Repräsentanten künftiger Fälle besprochen.

Bei der Bilanzvorlage bereitete der Konzern die Anteilseigner dann auch gleich noch auf zusätzliche Kosten im Zusammenhang mit einer weiteren rechtlichen Baustelle vor: Angebliche Gesundheitsschäden durch die Verhütungsspirale Essure, wegen derer Bayer sich in den USA mittlerweile mit Klagen von rund 32 000 Essure-Käuferinnen konfrontiert sieht. Da die Vergleichsgespräche hier mittlerweile auf Hochtouren laufen, legte der Dax-Konzern schon einmal Geld auf die Seite. Auch daher fielen im zweiten Quartal in der Pharmasparte 1,29 Milliarden Euro an Sonderkosten an. Bayer hatte das umstrittene Geschäft mit der Metallspirale 2013 mit dem Kauf des US-Herstellers Conceptus übernommen, Ende 2018 wurde es in den USA eingestellt.

Alles in allem stand denn auch im zweiten Quartal unter dem Strich ein dicker Konzernverlust von 9,5 Milliarden Euro, während das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sowie vor Sondereffekten auch dank Kostensenkungen im Zusammenhang mit der Monsanto-Integration um 5,6 Prozent auf 2,88 Milliarden Euro gestiegen war.

Damit konnte Bayer zumindest beim operativen Ergebnis einen Rückgang des Konzernumsatzes und rund sechs Prozent auf knapp 10 Milliarden Euro wettmachen. Dennoch blickt das Management um Baumann nun vorsichtiger auf 2020 und peilt vor Wechselkurseffekten sowie dem Zu- und Verkauf von Unternehmensteilen nur noch ein Umsatzwachstum um bis zu einem Prozent auf bis zu 44 Milliarden Euro an. Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sowie vor Sondereinflüssen sollen davon weiter etwa 28 Prozent hängen bleiben, womit sich ein operatives Ergebnis von etwa 12,1 Milliarden Euro ergäbe.

So bekamen die Leverkusener, die viel Saatgut und Pflanzenschutzmittel in Südamerika verkaufen, den schwachen brasilianischen Real zu spüren. Zudem rechnet Bayer im Zuge der Corona-Krise mit einer trägeren Nachfrage nach Biokraftstoffen, was sich etwa im Geschäft mit Maissaat niederschlagen könnte. Und es nimmt der Wettbewerb bei Sojasaat zu.

Und: Ausgerechnet das Pharmageschäft leidet, da viele nicht dringend notwendige Behandlungen in der Krise verschoben wurden oder Patienten sich schlicht nicht in die Krankenhäuser trauten. Das drückte unter anderem aufs Geschäft mit dem Augenmedikament Eylea, eigentlich einem starken Wachstumstreiber.

Das Geschäft mit rezeptfreien Medikamenten schwächelte ebenfalls. Das lag aber vor allem daran, dass Kunden sich schon im ersten Quartal reichlich eingedeckt hatten und nun erst einmal ihre Vorräte aufbrauchen. Das ausgeklammert kommt die Erholung des Bereichs, der in den letzten Jahren immer mal wieder ein Sorgenkind war, durchaus voran. Und auch sonst läuft der Konzernumbau. So ist der Verkauf der Tiermedizin an das US-Unternehmen Elanco <US28414H1032> für einen Milliardenbetrag mittlerweile abgeschlossen.

Gleichzeitig bringt Bayer das Pharmageschäft weiter in Stellung, um den in ein paar Jahren wegfallenden Patentschutz für Kassenschlager wie Eylea und den Gerinnungshemmer Xarelto abfedern zu können. Aktuell durchläuft Vericiguat - ein Mittel gegen Herzinsuffizienz - ein beschleunigtes Zulassungsverfahren in den USA. Zudem gab es zuletzt einen Studienerfolg für den Medikamentenkandidaten Finerenon bei der Behandlung chronisch Nierenkranker mit Typ-2-Diabetes. Bayer erwägt nun einen Zulassungsantrag für das Mittel.

Auch das Geschäft rund um Frauengesundheit baut Bayer aus. Aktuell steht die Übernahme des britischen Biotechunternehmens Kandy Therapeutics an, das einen Medikamentenkandidaten gegen Beschwerden der Wechseljahre entwickelt hat. Bei einer Zulassung des Mittels verspricht sich Bayer einen möglichen Spitzenumsatz von mehr als einer Milliarde Euro weltweit. Zudem forscht Bayer gemeinsam mit Evotec an einem Endometriose-Medikament.

DAS SAGEN ANALYSTEN:

Auf dem aktuellen Kursniveau würden die meisten Analysten bei den Bayer-Aktien zugreifen. Von den im dpa-AFX-Analyser seit der Vorlage der Zahlen für das zweite Quartal erfassten zwölf Experten raten neun zum Kauf der Papiere und drei zum Halten. Alle sehen beim Kurs Luft nach oben. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei rund 82 Euro - mehr als 40 Prozent über dem aktuellen Niveau.

Derzeit werde Bayer auf Basis seiner Gewinnerwartungen mit einem 60-prozentigen Abschlag zum europäischen Pharmaindex Stoxx Europe 600 Pharma <EU0009658723> gehandelt, rechnet Analyst Keyur Parekh von Goldman Sachs vor. Kurzfristig dürfte der Fokus vor allem auf der Lösung des Glyphosat-Streits und auf dem Ausblick für das Maisgeschäft der Agrarsparte liegen, erklärt der Experte. Längerfristig sieht er Potenzial in der Pharmasparte, sollten Vericiguat gegen Herzinsuffizienz und Finerenon zur Behandlung chronisch Nierenkranker zugelassen werden. Hier gebe es großen Bedarf bei Patienten.

Der Goldman-Experte sieht - wie viele seiner Kollegen - in der Beilegung des Glyphosat-Themas einen wichtigen Kurstreiber. Die verhaltene Kursreaktion auf die Zahlen für das zweite Quartal spiegele vor allem das Unbehagen der Anleger mit Blick auf die Rechtsstreitigkeiten wider und weniger die Entwicklung des Tagesgeschäfts, erklärte denn auch Analyst Sebastian Bray von der Privatbank Berenberg. Er rechnet mit einer Lösung noch in diesem Jahr, was dann endlich zu einer Neubewertung der Aktien führen sollte.

Letztendlich dürften die Aktien sich erholen, doch werde Bayer Zeit brauchen, das Vertrauen der Investoren zurückzugewinnen, glaubt Alistair Campbell vom Investmenthaus Liberum. Neben einer Glyphosat-Lösung verweist er auf eine für Anfang 2021 in Aussicht gestellte Aktualisierung des mittelfristigen Unternehmensausblicks. Der erscheine mittlerweile herausfordernd, vor allem mit Blick auf den für die Agrarsparte 2022 angepeilten operativen Gewinn. Daher dürften Investoren vorerst misstrauisch bleiben.

DAS MACHT DIE AKTIE:

Angesichts der vielen Fragezeichen hinter der angestrebten Glyphosat-Einigung wurde die Ankündigung des Vergleichs nicht zum erhofften Befreiungsschlag für die Aktien.

Von der ersten Freude ist angesichts eines aktuellen Kursniveaus etwas zwischen 57 und 58 Euro nichts mehr übrig. So waren die Aktien Ende Juni noch deutlich über die Marke von 73 Euro geklettert. Die gestiegene Unsicherheit drückte den Kurs seither um mehr als ein Fünftel nach unten.

Für 2020 steht ein Minus in fast der gleichen Höhe auf dem Kurszettel. Damit zählt Bayer zu den fünf schlechtesten Werten im Dax, der nach seiner Erholung vom Corona-Crash noch etwas mehr als zwei Prozent tiefer notiert als Ende letzten Jahres.

Auch der Blick auf den langfristigen Chart dürfte Investoren wohl eher die Tränen in die Augen treiben. Von dem im Frühjahr 2015 erreichten Rekordhoch bei 146,45 Euro aus gerechnet ging es um rund 60 Prozent abwärts.

Und: Seit dem ersten Glyphosat-Urteil gegen Bayer im August 2018 beläuft sich das Kursminus auf rund 38 Prozent; selbst die seither gezahlten Dividenden eingerechnet sind es minus 33 Prozent. Der deutsche Leitindex sorgte unter dem Strich in diesem Zeitraum zwar auch nicht gerade für Jubelstürme bei den Anlegern, hielt sich dabei aber in etwa stabil.

Immerhin schafft es Bayer mit einem Marktwert von rund 56 Milliarden Euro noch unter die Top 10 im Dax, in der Prä-Glyphosat-Ära waren es noch rund 87 Milliarden Euro.

Im April 2015 auf Kurs-Rekordniveau hatten die Leverkusener mit einer Marktkapitalisierung von rund 120 Milliarden Euro noch den Spitzenplatz im Dax inne. Damals konnte nur Volkswagen dem Bayer-Konzern in Sachen Börsenwert knapp das Wasser reichen. Nach Dieselskandal und Autoflaute ist der Wert der Wolfsburger aber zuletzt auch auf rund 72 Milliarden Euro gefallen. Damit hinken die Börsenwerte der beiden Unternehmen dem einsamen Dax-Spitzenreiter SAP, der es auf knapp 167 Milliarden Euro bringt, sogar in der Summe hinterher.

Aktuell bringt Bayer auf Basis des aktuellen Euro-Dollar-Wechselkurses in etwa so viel auf die Börsenwaage, wie die Leverkusener für Monsanto gezahlt hatten. Analyst Markus Mayer von der Baader Bank spricht denn auch von einer Wertvernichtung für die Aktionäre. Die Akquisition werde sich im Fall eines Glyphosat-Vergleichs über mehr als 8 Milliarden Euro wohl nie auszahlen, rechnete Mayer jüngst vor./mis/knd/ajx/fba

13.08.2020 | 13:06:25 (dpa-AFX)
Corona-Krise vermiest Bilanz der Dax-Konzerne - Autobranche schwach
12.08.2020 | 08:07:57 (dpa-AFX)
ANALYSE-FLASH: Goldman hebt Ziel für Bayer auf 84 Euro - 'Buy'
11.08.2020 | 09:01:07 (dpa-AFX)
Bayer kauft Medikamentenkandidaten gegen Wechseljahrbeschwerden
11.08.2020 | 08:20:02 (dpa-AFX)
ANALYSE-FLASH: Berenberg senkt Ziel für Bayer auf 76 Euro - 'Buy'
10.08.2020 | 14:14:57 (dpa-AFX)
Noch kein Niedrigwasser am Rhein
06.08.2020 | 08:49:24 (dpa-AFX)
DGAP-Stimmrechte: Bayer Aktiengesellschaft (deutsch)