Memory Express StepDown ST mit Airbag 12 18/24: Basiswert Deutsche Telekom

DGE374 / DE000DGE3744 //
Quelle: DZ BANK: Geld 11.08., Brief 11.08.
DGE374 DE000DGE3744 // Quelle: DZ BANK: Geld 11.08., Brief 11.08.
985,64 EUR
Geld in EUR
1.005,64 EUR
Brief in EUR
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Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 14,985 EUR
Quelle : Xetra , 11.08.
  • Rückzahlungschwelle 14,383 EUR
  • Rückzahlungsschwelle in % 95,00%
  • Nächste Kuponschwelle 12,112 EUR
  • Nächste Kuponschwelle [in %] 80,00%
  • Startwert 15,14 EUR
  • Nächster Bewertungstag 18.12.2020
  • Letzter Bewertungstag 18.12.2024
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Hinweis der DZ BANK:
Das öffentliche Angebot dieses Wertpapiers ist beendet. Kursstellungen nur während der Börsenzeiten.

Chart

Memory Express StepDown ST mit Airbag 12 18/24: Basiswert Deutsche Telekom

  • Intraday
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  • Max
Quelle: DZ BANK AG, Frankfurt: 11.08. 19:57:15
Charts zeigen die Wertentwicklungen der Vergangenheit. Zukünftige Ergebnisse können sowohl niedriger als auch höher ausfallen. Falls Kurse in Fremdwährung notieren, kann die Rendite infolge von Währungsschwankungen steigen oder fallen. © 2020 DZ BANK AG

Stammdaten

Stammdaten
WKN / ISIN DGE374 / DE000DGE3744
Emittent DZ BANK AG
Produktstruktur Zertifikat
Kategorie Expresszertifikat
Produkttyp Memory Express
Währung des Produktes EUR
Quanto Nein
Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 82,562748
Ausübung Europäisch
Zeichnungsfrist 30.11.2018 - 18.12.2018
Emissionsdatum 18.12.2018
Zins* 30.12.2019 / 41,00 EUR
29.12.2020 / 82,00 EUR
28.12.2021 / 123,00 EUR
27.12.2022 / 164,00 EUR
27.12.2023 / 205,00 EUR
30.12.2024 / 246,00 EUR
Erster Handelstag 28.01.2019
Letzter Handelstag 17.12.2024
Handelszeiten Übersicht
Rückzahlungsschwellen 18.12.2019 / 100,00%
18.12.2020 / 95,00%
20.12.2021 / 90,00%
19.12.2022 / 85,00%
18.12.2023 / 80,00%
18.12.2024 / 80,00%
Bewertungspunkte 6
Bewertungstage / Rückzahlungslevel 18.12.2019 / 15,14 EUR
18.12.2020 / 14,383 EUR
20.12.2021 / 13,626 EUR
19.12.2022 / 12,869 EUR
18.12.2023 / 12,112 EUR
18.12.2024 / 12,112 EUR
Mögliche Zahlungstermine /
Möglicher Rückzahlungsbetrag pro Zertifikat*
30.12.2019 / 1.000,00 EUR
29.12.2020 / 1.000,00 EUR
28.12.2021 / 1.000,00 EUR
27.12.2022 / 1.000,00 EUR
27.12.2023 / 1.000,00 EUR
30.12.2024 / 1.000,00 EUR
Zinszahlungen (in EUR) 30.12.2019 / 41,00 EUR
Letzter Bewertungstag 18.12.2024
Zahltag 30.12.2024
Emissionspreis 1.000,00 EUR zzgl. 1,50% Ausgabeaufschlag pro Zertifikat (entspricht 1.015,00 EUR)
Startwert 15,14 EUR
Nennbetrag 1.000,00 EUR
* Bzgl. der Zinszahlung gilt: Abhängig von der Wertentwicklung des Basiswerts. Im Falle einer in der Zukunft liegenden Zinszahlung ist zu beachten, dass der angegebene Zinsbetrag abzüglich der Summe der an den vorherigen Zahlungsterminen gezahlten Zinszahlungen ausgezahlt wird. Bzgl. der Rückzahlung gilt: Zeitpunkt, Höhe und ggf. Art der Rückzahlung sind abhängig von der Wertentwicklung des Basiswerts. Details zur Funktionsweise des Produktes können den zugehörigen Endgültigen Bedingungen entnommen werden.

Kennzahlen

Kennzahlen
Berechnung: 11.08.2020, 19:57:15 Uhr mit Geld 985,64 EUR / Brief 1.005,64 EUR
Spread Absolut 20,00 EUR
Spread Homogenisiert 0,24224 EUR
Spread in % des Briefkurses 1,99%

Basiswert

Basiswert
Kurs 14,985 EUR
Diff. Vortag in % 0,81%
52 Wochen Tief 10,406 EUR
52 Wochen Hoch 16,748 EUR
Quelle Xetra, 11.08.
Basiswert Deutsche Telekom AG
WKN / ISIN 555750 / DE0005557508
KGV 18,27
Produkttyp Aktie
Sektor Telekommunikation

Produktbeschreibung

Art
Dieses Produkt ist eine Inhaberschuldverschreibung, die unter deutschem Recht begeben wurde.
Ziele
Ziel dieses Produkts ist es, Ihnen einen bestimmten Anspruch zu vorab festgelegten Bedingungen zu gewähren. Das Produkt hat eine feste Laufzeit und wird am letzten Zahlungstermin fällig, sofern das Produkt nicht vorzeitig zurückgezahlt wird. Das Produkt bietet Ihnen an den Zahlungsterminen die Möglichkeit auf Zinszahlungen und einer vorzeitigen Rückzahlung. Zinszahlungen: Sie erhalten an einem Zahlungstermin (vorbehaltlich einer vorzeitigen Rückzahlung) eine Zinszahlung, wenn der Referenzpreis am jeweiligen Bewertungstag auf oder über einer bestimmten Schwelle liegt. In diesem Fall erhalten Sie auch die bis zu diesem Zeitpunkt möglicherweise entfallenen Zinszahlungen (Aufholmechanismus). Sollte der Referenzpreis unter der bestimmten Schwelle liegen, erfolgt an dem dazugehörigen Zahlungstermin keine Zinszahlung. Im Falle einer vorzeitigen Rückzahlung entfallen die möglichen Zinszahlungen an den nachfolgenden Zahlungsterminen. Möglichkeit einer vorzeitigen Rückzahlung: Eine vorzeitige Rückzahlung zum Basisbetrag an einem Zahlungstermin erfolgt, wenn der Referenzpreis am jeweiligen Bewertungstag auf oder über dem jeweiligen Rückzahlungslevel liegt. In diesem Fall endet die Laufzeit des Produkts automatisch. Ist dies nicht der Fall, läuft das Produkt automatisch bis zum nächsten Zahlungstermin weiter. Rückzahlung am Laufzeitende: Wenn keine vorzeitige Rückzahlung erfolgt ist, gibt es am letzten Zahlungstermin folgende Rückzahlungsmöglichkeiten:
  • Liegt der Referenzpreis am letzten Bewertungstag auf oder über dem Rückzahlungslevel am letzten Bewertungstag, erhalten Sie eine Rückzahlung in Höhe des Basisbetrags.
  • Liegt der Referenzpreis am letzten Bewertungstag unter dem Rückzahlungslevel am letzten Bewertungstag, erhalten Sie eine durch das Bezugsverhältnis bestimmte Anzahl von Aktien des Basiswerts. Wir liefern keine Bruchteile von Aktien. Für diese erhalten Sie die Zahlung eines Ausgleichsbetrags pro Zertifikat. Der Gegenwert der Aktien zuzüglich des Ausgleichsbetrags wird unter dem Basisbetrag liegen. Ein Zusammenfassen mehrerer Ausgleichsbeträge zu Ansprüchen auf Lieferung von Aktien ist ausgeschlossen. Wenn die Lieferung von Aktien des Basiswerts für uns erschwert oder unmöglich ist, kann die Rückzahlung auch zu einem entsprechenden Abrechnungsbetrag erfolgen. Dieser entspricht dem Ergebnis der Formel (Referenzpreis am letzten Bewertungstag x Bezugsverhältnis).
Sie erhalten während der Laufzeit des Produkts keine sonstigen Erträge (z.B. Dividenden) und haben keine weiteren Ansprüche (z.B. Stimmrechte) aus dem Basiswert.

Analyse

Gesamteindruck
Einfach nutzbares Gesamtrating basierend auf einer fundamentalen, technischen und Risikoanalyse unter Einbezug von Branchen- und Marktumfeld.

Eher positiv

Gewinnprognose
Der Veränderungstrend der Gewinnprognosen über ein Zeitfenster von 7 Wochen.

Positive Analystenhaltung seit 09.06.2020

Kurs-Gewinn-Verhältnis
Das KGV setzt den aktuellen Kurs der Aktie ins Verhältnis zu seiner Gewinnerwartung. Es wird auf Basis der langfristigen Gewinnprognosen der Analysten errechnet.
10,2

Erwartetes KGV für 2022

Risiko-Bewertung
Gesamteinschätzung des Risikos auf Basis des Bear Market und des Bad News Factors.

Niedrig

Bear-Market-Faktor
Risiko Parameter, der anhand des Titelverhaltens in sich abwärts bewegenden Märkten das Marktrisiko einer Aktie angibt.

Defensiver Charakter bei sinkendem Index

Korrelation
Die Korrelation gibt an, inwieweit die Bewegungen der Aktie mit denen Ihres Indexes übereinstimmen.
74,2%

Starke Korrelation mit dem DJ Stoxx 600

Marktkapitalisierung (Mrd. USD) 83,35 Grosser Marktwert Mit einer Marktkapitalisierung von >$8 Mrd., ist DEUTSCHE TELEKOM ein hoch kapitalisierter Titel.
Gewinnprognose Positive Analystenhaltung seit 09.06.2020 Die Gewinnprognosen pro Aktie liegen heute höher als vor sieben Wochen. Dieser positive Trend hat am 09.06.2020 bei einem Kurs von 15,20 eingesetzt.
Preis Leicht unterbewertet Auf Basis des Wachstumspotentials und anderer Messwerte erscheint die Aktie leicht unterbewertet.
Relative Performance 0,7% vs. DJ Stoxx 600 Die relative Performance der letzten vier Wochen im Vergleich zum DJ Stoxx 600 beträgt 0,7%.
Mittelfristiger Trend Neutrale Tendenz, zuvor jedoch (seit dem 31.07.2020) negativ Die Aktie wird in der Nähe ihres 40-Tage Durchschnitts gehandelt (in einer Bandbreite von +1,75% bis -1,75%). Zuvor unterlag der Wert einem negativen Trend (seit dem 31.07.2020). Der bestätigte technische Trendwendepunkt von +1,75% entspricht 15,01.
Wachstum KGV 1,6 Hoher Abschlag zur Wachstumserwartung basiert auf einer Ausnahmesituation Liegt das "Verhältnis zwischen Wachstum plus geschätzte Dividende und KGV" über 1,6, so befindet sich das Unternehmen in der Regel in einer Ausnahmesituation. In diesem Fall ist das erwartete KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) ein besserer Indikator für die nachhaltige Gewinnentwicklung als das langfrist. Wachstum.
KGV 10,2 Erwartetes KGV für 2022 Das erwartete KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) gilt für das Jahr 2022.
Langfristiges Wachstum 12,4% Wachstum heute bis 2022 p.a. Die durchschnittlichen jährlichen Wachstumsraten gelten für die Gewinne von heute bis 2022.
Anzahl der Analysten 22 Starkes Analysteninteresse In den zurückliegenden sieben Wochen haben durchschnittlich 22 Analysten eine Schätzung des Gewinns pro Aktie für diesen Titel abgegeben.
Dividenden Rendite 4,4% Dividende durch Gewinn gedeckt Für die während den nächsten 12 Monaten erwartete Dividende müssen voraussichtlich 44,83% des Gewinns verwendet werden.
Risiko-Bewertung Niedrig Niedrig, keine Veränderung im letzten Jahr.
Bear-Market-Faktor Defensiver Charakter bei sinkendem Index Die Aktie tendiert dazu, Indexrückgänge um durchschnittlich -84 abzuschwächen.
Bad News Geringe Kursrückgänge bei spezifischen Problemen Der Titel verzeichnet bei unternehmensspezifischen Problemen i.d.R. geringe Kursabschläge in Höhe von durchschnittlich 1,9%.
Beta 0,79 Geringe Anfälligkeit vs. DJ Stoxx 600 Die Aktie tendiert dazu, pro 1% Indexbewegung mit einem Ausschlag von 0,79% zu reagieren.
Korrelation 365 Tage 74,2% Starke Korrelation mit dem DJ Stoxx 600 74,2% der Kursschwankungen werden durch Indexbewegungen verursacht.
Value at Risk 1,26 EUR Das geschätzte mittelfristige Value at Risk beträgt 1,26 EUR oder 0,08% Das geschätzte Value at Risk beträgt 1,26 EUR. Das Risiko liegt deshalb bei 0,08%. Dieser Wert basiert auf der mittelfristigen historischen Volatilität (1 Monat) mit einem Konfidenzintervall von 95%.
Volatilität der über 1 Monat 29,2%
Volatilität der über 12 Monate 26,4%

Tools

 

Eingabe individueller Gebühren, Provisionen und anderer Entgelte

Beim Erwerb von Aktien, Zertifikaten und anderen Wertpapieren fallen in der Regel Transaktionskosten an. Neben den Transaktionskosten, die beim Kauf zu entrichten sind, kommen oftmals noch Depotgebühren hinzu. Mit dem Brutto-/Nettowertentwicklungsrechner können Sie Ihre individuell bereinigte Wertentwicklung seit Valuta, die sich unter Berücksichtigung sämtlicher Kosten (Provisionen, Gebühren und andere Entgelte) ergibt, errechnen. Bitte berücksichtigen Sie, dass sich die Angaben auf die Vergangenheit beziehen und historische Wertentwicklungen keinen verlässlichen Indikator für zukünftige Ergebnisse darstellen.

News

11.08.2020 | 08:35:14 (dpa-AFX)
DEUTSCHE TELEKOM IM FOKUS: Da geht noch mehr

BONN (dpa-AFX) - Die Deutsche Telekom <DE0005557508> kam abseits der Probleme bei der Corona-Warn-App bisher gut durch die Krise. Nach einem passablen ersten Quartal und kurz vor Bekanntgabe der Zahlen für das zweite Jahresviertel überraschte bereits die US-Tochter T-Mobile. Dank der Sprint-Übernahme glänzten die Amerikaner mit einem Umsatzsprung und unerwartet hohem operativen Gewinn. Wie es bei den Bonnern aussieht, was die Analysten sagen und wie sich die Aktie entwickelt.

DAS IST LOS BEI DER TELEKOM:

Nachdem T-Mobile US <US8725901040> Anfang April die Übernahme des kleineren US-Konkurrenten Sprint <US8520611000> zum Abschluss bringen konnte, durfte sich die Telekom-Tochter im zweiten Quartal zuletzt über einen Umsatzsprung freuen. Der Nettogewinn brach jedoch aufgrund der Fusion und Belastungen durch die Corona-Krise um 88 Prozent ein. An der Börse kamen die Quartalszahlen dennoch gut an, schließlich ist T-Mobile nun nach Kundenvolumen der zweitgrößte US-Mobilfunker, hinter Verizon <US92343V1044> und vor AT&T <US00206R1023>.

Vor allem wurden die Erwartungen beim operativen Ergebnis deutlich übertroffen. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen kletterte mit sieben Milliarden Dollar auf gut das Doppelte. Von der Telekom befragte Analysten hatten im Schnitt nur mit 6,3 Milliarden Dollar operativem Gewinn gerechnet. T-Mobile selbst hatte ebenfalls nur bis zu 6,5 Milliarden in Aussicht gestellt.

Glaubt man den vom Unternehmen gesammelten Analysten-Schätzungen, steht auch der Mutterkonzern trotz Corona-Krise insgesamt vor einem guten Abschluss des zweiten Quartals. So soll der Umsatz laut Schätzungen dank der Übernahme um rund 30 Prozent und der operative Gewinn - gemessen am um Sondereffekte und die Folgen der geänderten Leasingbilanzierung bereinigten Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda AL) - soll sogar um 39 Prozent wachsen.

Allerdings sind die Zahlen von T-Mobile US in den Schätzungen zum größten Teil noch nicht enthalten, weshalb es beim operativen Ergebnis noch spürbar mehr werden könnte. Zudem hat die Telekom den Ausblick noch nicht an die neue Konzernstruktur angepasst.

Nach einem Deal mit dem japanischen Investor Softbank <JP3436100006> Ende Juni hält die Telekom inzwischen Kaufoptionen für weitere 101 Millionen Aktien der US-Tochter. Bei vollständiger Ausübung würde der Mutterkonzern wieder über 50 Prozent der Anteile an T-Mobile halten. Die Kontrolle über T-Mobile US haben die Bonner dank einer Stimmrechtsvereinbarung mit den Japanern sowieso schon.

Softbank hatte als Sprint-Mehrheitseigner im Zuge des Zusammenschlusses einen Anteil von 24 Prozent am verschmolzenen Unternehmen erhalten. Nach dem nun geplanten Aktienverkauf soll dieser auf rund acht Prozent sinken. Softbank will im großen Stil die Schulden senken und Aktien zurückkaufen und braucht dafür Geld.

Eine eher für das Image abträgliche Episode konnte die Deutsche Telekom Ende Juli ad acta legen. Nach Fehlern bei der gemeinsam mit SAP <DE0007164600> entwickelten Corona-Warn-App für das iPhone hatte es Kritik gehagelt. Grund für den Aufruhr: Die Kernfunktion der App, die Warnungen vor gefährlichen Begegnungen, wurden nur angezeigt, wenn die App geöffnet war und nicht im Rahmen von Push-Benachrichtigungen.

Der Energiesparmodus hatte wohl bei einigen Geräten die Aktualisierung eingeschränkt oder sogar deaktiviert. Das Entwicklerteam habe für die Probleme nun eine Lösung gefunden, hieß es von der Bundesregierung. Dies gelte sowohl für das iPhone als auch für Android-Geräte.

Neue Probleme könnten hingegen beim 5G-Ausbau auf die Telekom zukommen. Die Verabschiedung des neuen IT-Sicherheitsgesetzes 2.0, das Regeln für den Aufbau des 5G-Netzes enthält, wurde zuletzt auf die Zeit nach der Sommerpause des Bundestages verschoben. Grund dafür waren neben den Verzögerungen durch die Corona-Krise auch Bedenken wegen des chinesischen Netzwerkausrüsters Huawei.

Dieser wurde bereits in den USA und Großbritannien vom Ausbau ausgeschlossen und gilt auch in der EU als sogenannter Hochrisikoanbieter. Einen diesbezüglichen EU-Bericht kommentierte Innenminister Horst Seehofer (CSU) zuletzt nur allgemein: "Alle Risiken - sowohl technische als auch nichttechnische - müssen so weit wie möglich minimiert werden."

Die mangelnde Rechtssicherheit könnte den Ausbau verzögern. Ende Juli vermeldeten die Bonner, bereits rund 30 000 Antennen für den neuen Mobilfunkstandard ans Netz gebracht zu haben. Bis Ende des Jahres peilt der Konzern 40 000 aktive 5G-Masten an.

DAS SAGEN ANALYSTEN:

Goldman-Sachs-Experte Andrew Lee zufolge profitiert die Deutsche Telekom von den Synergien die mit der schneller als erwarteten Integration von Sprint in die US-Tochter T-Mobile zusammenhängen. Hierdurch werde ihr in der Branche führender Barmittelzufluss gestärkt und der Ertrag steige.

Auch die US-Tochter wird von Goldman mit Lob bedacht: Operativer Gewinn, Abonnentenzahlen, durchschnittlicher Umsatz pro Nutzer - mit allen wichtigen Kennziffern habe T-Mobile US seine Erwartungen geschlagen, lobte Analyst Brett Feldman. Er hob einen zweiten positiven Aspekt hervor: T-Mobile US habe sich zuversichtlich gezeigt, aus dem Zusammengehen mit Sprint mehr Synergien herauszuholen und zügiger als bislang avisiert. "Wir betrachten T-Mobile US unverändert als das attraktivste Schwergewicht in der Telekom- und Kabelbranche."

Analyst Philip Cusick von der US-Bank JPMorgan prognostizierte: "Die Kombination aus Sprint und T-Mobile US dürfte für beide Unternehmen von Vorteil sein." T-Mobile US habe bei Sprint keine größeren Abschreibungen vorgenommen. Die Aussagen von T-Mobile US zu den durchschnittlichen Umsätzen pro Nutzer im zweiten Halbjahr legten zudem die Vermutung nahe, dass die Preise in der Branche stabil seien. Cusick nannte die Aktien von T-Mobile US eine "Top Anlage-Idee".

Von den im dpa-AFX Analyser gelisteten Experten empfiehlt die haushohe Mehrheit von 13 einen Kauf der Telekom-Papiere. Nur zwei sprechen sich für ein Halten der Papiere, keiner für einen Verkauf aus. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 18,11 Euro mehr als drei Euro über dem aktuellen Kurs.

DAS MACHT DIE AKTIE:

Die Aktien der Deutschen Telekom gewannen nach den T-Mobile-US-Zahlen deutlich hinzu und kosteten zuletzt wieder fast 15 Euro. Im Corona-Crash war das Papier bis auf 10,406 Euro Mitte März abgestürzt. Trotz des tiefen Falls lag die Aktie immer noch mehr als zweieinhalb Euro über ihrem Rekordtief aus dem Jahr 2012. Nach der raschen Erholung liegt das aktuelle Kursniveau zirka zwei Prozent über dem von Ende 2019, während der Dax in dem Zeitraum rund vier Prozent nachgab.

Mittel- und langfristig ist die Aktie eine Enttäuschung für die Anleger. So belaufen sich die Verluste in den vergangenen fünf Jahren auf fast 12 Prozent, während der deutsche Leitindex mehr als zehn Prozent zulegte. Die langfristig orientierten Anleger haben noch immer unter den katastrophalen Zeit zu Beginn des neuen Jahrtausends zu leiden.

Nach dem spektakulären Börsengang im Jahr 1996 und zwei weiteren Platzierungen in den Jahren danach, was dem Konzern insgesamt rund 21 Milliarden Euro in die Kasse spülte und dem Staat 13 Milliarden Euro einbrachte, ging es zwar kurz über die Marke von 100 Euro - dann aber mit dem Platzen der Dotcom-Blase schnell unter die Marke von 10 Euro.

Das Papier wurde damit zum Symbol für die schwach ausgeprägte Aktienkultur hierzulande. Von diesem Schock konnte sich die Aktie über Jahre nicht erholen - im Gegenteil: Mitte 2012 hatten die Telekom-Anteile mit Kursen unter acht Euro ihren Tiefpunkt erreicht. Deutschland hält immer noch knapp 32 Prozent des ehemaligen Monopolisten und Staatskonzerns. Das Paket ist gemessen am aktuellen Börsenwert der Telekom knapp 23 Milliarden Euro wert.

Mit einer Marktkapitalisierung von 71 Milliarden Euro ist der Mutterkonzern an der Börse deutlich weniger wert als die Tochter T-Mobile US. Diese kommt nach der Sprint-Übernahme dank des erwarteten Wachstumspotenzials auf dem US-Markt auf umgerechnet rund 123 Milliarden Euro. Das 43-prozentige Paket der Telekom kommt damit auf einen Börsenwert von knapp 53 Milliarden Euro./ssc/men/zb

10.08.2020 | 12:09:00 (dpa-AFX)
Entwarnung für Telefonica: Kein Zwangsgeld wegen fehlender LTE-Masten
07.08.2020 | 16:30:58 (dpa-AFX)
AKTIE IM FOKUS 2: T-Mobile US dank Ausblick nach Sprint-Übernahme auf Rekordhoch
07.08.2020 | 12:17:02 (dpa-AFX)
AKTIE IM FOKUS 2: T-Mobile nach Sprint-Übernahme auf Rekordhoch
07.08.2020 | 11:16:00 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Telekom-Tochter T-Mobile mit Umsatzsprung dank Übernahme - Dax-Spitze
07.08.2020 | 09:20:39 (dpa-AFX)
ANALYSE-FLASH: Goldman hebt Ziel für Deutsche Telekom auf 20 Euro - 'Buy'
07.08.2020 | 08:59:56 (dpa-AFX)
AKTIE IM FOKUS: Telekom steigt vorbörslich dank guter Zahlen von T-Mobile US