Endlos Turbo Short 177,8786 open end: Basiswert Continental

DFX72D / DE000DFX72D3 //
Quelle: DZ BANK: Geld 05.03., Brief 05.03.
DFX72D DE000DFX72D3 // Quelle: DZ BANK: Geld 05.03., Brief 05.03.
5,48 EUR
Geld in EUR
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Brief in EUR
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Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 122,30 EUR
Quelle : Xetra , 05.03.
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    (Stand 05.03. 04:12 Uhr)
    177,8786 EUR
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    (Stand 05.03. 04:12 Uhr)
    177,8786 EUR
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  • Hebel 2,23x
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 0,10
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Hinweis der DZ BANK:
Bitte beachten Sie die Angaben in den Endgültigen Bedingungen

Chart

Endlos Turbo Short 177,8786 open end: Basiswert Continental

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Quelle: DZ BANK AG, Frankfurt: 05.03. 21:59:24
Charts zeigen die Wertentwicklungen der Vergangenheit. Zukünftige Ergebnisse können sowohl niedriger als auch höher ausfallen. Falls Kurse in Fremdwährung notieren, kann die Rendite infolge von Währungsschwankungen steigen oder fallen. © 2021 DZ BANK AG

Stammdaten

Stammdaten
WKN / ISIN DFX72D / DE000DFX72D3
Emittent DZ BANK AG
Produktstruktur Hebelprodukt
Kategorie Endlos Turbo
Produkttyp short (fallende Markterwartung)
Währung des Produktes EUR
Quanto Nein
Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 0,10
Emissionsdatum 26.11.2020
Erster Handelstag 26.11.2020
Handelszeiten Übersicht
Knock-Out-Zeiten Übersicht
Zahltag Endlos
Basispreis
(Stand 05.03. 04:12 Uhr)
177,8786 EUR
Knock-Out-Barriere
(Stand 05.03. 04:12 Uhr)
177,8786 EUR
Anpassungsprozentsatz p.a. -3,55300% p.a.
enthält: Bereinigungsfaktor 3,00%

Kennzahlen

Kennzahlen
Berechnung: 05.03.2021, 21:59:24 Uhr mit Geld 5,48 EUR / Brief 5,52 EUR
Spread Absolut 0,04 EUR
Spread Homogenisiert 0,40 EUR
Spread in % des Briefkurses 0,72%
Hebel 2,23x
Abstand zum Knock-Out Absolut 55,5786 EUR
Abstand zum Knock-Out in % 45,44%
Performance seit Auflegung in % -11,33%

Basiswert

Basiswert
Kurs 122,30 EUR
Diff. Vortag in % -1,81%
52 Wochen Tief 51,45 EUR
52 Wochen Hoch 126,55 EUR
Quelle Xetra, 05.03.
Basiswert Continental AG
WKN / ISIN 543900 / DE0005439004
KGV -19,95
Produkttyp Aktie
Sektor Kraftfahrzeugindustrie

Produktbeschreibung

Art
Dieses Produkt ist eine Inhaberschuldverschreibung, die unter deutschem Recht begeben wurde.
Ziele
Ziel dieses Produkts ist es, Ihnen einen bestimmten Anspruch zu vorab festgelegten Bedingungen zu gewähren. Das Produkt hat keine feste Laufzeit. Sie partizipieren überproportional (gehebelt) an allen Entwicklungen des Beobachtungspreises. Aufgrund seiner Hebelwirkung reagiert das Produkt auf kleinste Bewegungen des Beobachtungspreises. Das Produkt kann während seiner Laufzeit verfallen, sofern ein Knock-out-Ereignis eintritt. Dieses Produkt reagiert grundsätzlich in die entgegengesetzte Richtung zur Wertentwicklung des Basiswerts. Ein Knock-out-Ereignis tritt ein, wenn der Beobachtungspreis mindestens einmal auf oder über der Knock-out-Barriere liegt. In diesem Fall beträgt der Auszahlungsbetrag je Produkt 0,001 EUR und wird am Rückzahlungstermin gezahlt, wobei der Auszahlungsbetrag, den die DZ BANK an Sie zahlt, aufsummiert für sämtliche von Ihnen gehaltenen Optionsscheine berechnet und kaufmännisch auf zwei Nachkommastellen gerundet wird. Soweit Sie weniger als zehn Optionsscheine halten, wird unabhängig von der Anzahl der Produkte, die Sie halten, ein Betrag in Höhe von 0,01 EUR gezahlt. Sie sind berechtigt, die Optionsscheine an jedem Einlösungstermin zum Rückzahlungsbetrag einzulösen. Die Einlösung erfolgt, indem Sie mindestens zehn Bankarbeitstage vor dem jeweiligen Einlösungstermin bis 10:00 Uhr (Ortszeit Frankfurt am Main) eine Erklärung in Textform an die DZ BANK schicken. Darüber hinaus haben wir das Recht, die Optionsscheine insgesamt, jedoch nicht teilweise, am ordentlichen Kündigungstermin ordentlich zu kündigen. Die ordentliche Kündigung durch uns ist mindestens 30 Kalendertage vor dem jeweiligen ordentlichen Kündigungstermin zu veröffentlichen. Nach Einlösung durch Sie oder Kündigung durch uns und sofern nicht zuvor ein Knock-out-Ereignis eingetreten ist, erhalten Sie einen Rückzahlungsbetrag am Rückzahlungstermin der wie folgt ermittelt wird: Der Referenzpreis wird vom Basispreis abgezogen. Anschließend wird das Ergebnis mit dem Bezugsverhältnis multipliziert Der Basispreis und die Knock-out-Barriere werden regelmäßig angepasst, um u.a. eine Finanzierungskomponente zu berücksichtigen, die der DZ BANK aufgrund eines spezifischen Marktzinses zuzüglich einer von DZ BANK nach ihrem billigem Ermessen festgelegten Marge entsteht. Die Knock-out-Barriere entspricht stets dem aktuellen Basispreis. Sie erhalten keine sonstigen Erträge (z.B. Dividenden) und haben keine weiteren Ansprüche (z.B. Stimmrechte) aus dem Basiswert.

Analyse

Gesamteindruck
Einfach nutzbares Gesamtrating basierend auf einer fundamentalen, technischen und Risikoanalyse unter Einbezug von Branchen- und Marktumfeld.

Neutral

Gewinnprognose
Der Veränderungstrend der Gewinnprognosen über ein Zeitfenster von 7 Wochen.

Analysten neutral, zuvor negativ (seit 09.02.2021)

Kurs-Gewinn-Verhältnis
Das KGV setzt den aktuellen Kurs der Aktie ins Verhältnis zu seiner Gewinnerwartung. Es wird auf Basis der langfristigen Gewinnprognosen der Analysten errechnet.
9,6

Erwartetes KGV für 2022

Risiko-Bewertung
Gesamteinschätzung des Risikos auf Basis des Bear Market und des Bad News Factors.

Mittel

Bear-Market-Faktor
Risiko Parameter, der anhand des Titelverhaltens in sich abwärts bewegenden Märkten das Marktrisiko einer Aktie angibt.

Mittlere Anfälligkeit bei Indexrückgängen

Korrelation
Die Korrelation gibt an, inwieweit die Bewegungen der Aktie mit denen Ihres Indexes übereinstimmen.
73,3%

Starke Korrelation mit dem DJ Stoxx 600

Marktkapitalisierung (Mrd. USD) 29,37 Grosser Marktwert Mit einer Marktkapitalisierung von >$8 Mrd., ist CONTINENTAL ein hoch kapitalisierter Titel.
Gewinnprognose Analysten neutral, zuvor negativ (seit 09.02.2021) Die Gewinnprognosen pro Aktie haben sich in den letzten 7 Wochen nicht wesentlich verändert (Veränderungen zwischen +1% bis -1% werden als neutral betrachtet). Das letzte signifikante Analystensignal war negativ und hat am 09.02.2021 bei einem Kurs von 123,05 eingesetzt.
Preis Leicht unterbewertet Auf Basis des Wachstumspotentials und anderer Messwerte erscheint die Aktie leicht unterbewertet.
Relative Performance -1,3% Unter Druck (vs. DJ Stoxx 600) Die relative "Underperformance" der letzten vier Wochen im Vergleich zum DJ Stoxx 600 beträgt -1,3%.
Mittelfristiger Trend Positive Tendenz seit dem 05.03.2021 Der mittelfristige technische 40-Tage Trend ist seit dem 05.03.2021 positiv. Der bestätigte technische Trendwendepunkt von +1,75% entspricht 117,85.
Wachstum KGV 6,5 Hoher Abschlag zur Wachstumserwartung basiert auf einer Ausnahmesituation Liegt das "Verhältnis zwischen Wachstum plus geschätzte Dividende und KGV" über 1,6, so befindet sich das Unternehmen in der Regel in einer Ausnahmesituation. In diesem Fall ist das erwartete KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) ein besserer Indikator für die nachhaltige Gewinnentwicklung als das langfrist. Wachstum.
KGV 9,6 Erwartetes KGV für 2022 Das erwartete KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) gilt für das Jahr 2022.
Langfristiges Wachstum 59,4% Wachstum heute bis 2022 p.a. Die durchschnittlichen jährlichen Wachstumsraten gelten für die Gewinne von heute bis 2022.
Anzahl der Analysten 17 Starkes Analysteninteresse In den zurückliegenden sieben Wochen haben durchschnittlich 17 Analysten eine Schätzung des Gewinns pro Aktie für diesen Titel abgegeben.
Dividenden Rendite 2,6% Dividende durch Gewinn gut gedeckt Für die während den nächsten 12 Monaten erwartete Dividende müssen voraussichtlich 25,03% des Gewinns verwendet werden.
Risiko-Bewertung Mittel Die Aktie ist seit dem 05.03.2021 als Titel mit mittlerer Sensitivität eingestuft.
Bear-Market-Faktor Mittlere Anfälligkeit bei Indexrückgängen Die Aktie tendiert dazu, Indexrückgänge in etwa gleichem Umfang mitzuvollziehen.
Bad News Geringe Kursrückgänge bei spezifischen Problemen Der Titel verzeichnet bei unternehmensspezifischen Problemen i.d.R. geringe Kursabschläge in Höhe von durchschnittlich 3,1%.
Beta 1,62 Hohe Anfälligkeit vs. DJ Stoxx 600 Die Aktie tendiert dazu, pro 1% Indexbewegung mit einem Ausschlag von 1,62% zu reagieren.
Korrelation 365 Tage 73,3% Starke Korrelation mit dem DJ Stoxx 600 73,3% der Kursschwankungen werden durch Indexbewegungen verursacht.
Value at Risk 29,59 EUR Das geschätzte mittelfristige Value at Risk beträgt 29,59 EUR oder 0,24% Das geschätzte Value at Risk beträgt 29,59 EUR. Das Risiko liegt deshalb bei 0,24%. Dieser Wert basiert auf der mittelfristigen historischen Volatilität (1 Monat) mit einem Konfidenzintervall von 95%.
Volatilität der über 1 Monat 26,0%
Volatilität der über 12 Monate 51,6%

Tools

Kaufszenario (aktuelle/Einstandskurse)
Im Kaufszenario tragen Sie einen „Start“-Kurs und einen „Ziel“-Kurs mit dem gewünschten Wert ein. Danach Stückzahl eintragen und "Berechnen" drücken. Mit dem Aktualisieren-Button (Kreislauf) werden die aktuellen Werte für den Basiswert und das Produkt abgerufen.
Verkaufszenario (Zielkurse)
Im Verkaufsszenario tragen Sie einen „Ziel“-Kurs mit dem gewünschten Wert ein; der „Start“-Kurs wird aus dem aktuellen Kurs gebildet, oder Sie geben einen gewünschten Startwert ein; Stückzahl auswählen und dann Button Berechnen drücken.
Transaktionsvolumen
Tragen Sie hier eine Produktstückzahl ein, um die Performance der geplanten Investition zu schätzen. Ohne Eintragung einer Stückzahl erfolgt keine Berechnung. Die Berechnung erfolgt nach Klick auf den Berechnen-Button.
Berechnung ohne jegliche Kosten. Bitte beachten Sie individuelle Gebühren, Provisionen und andere Entgelte bei Kauf und Verkauf.

News

05.03.2021 | 08:35:02 (dpa-AFX)
CONTINENTAL IM FOKUS: Neuer Chef muss zahlreiche Probleme lösen

HANNOVER (dpa-AFX) - Beim Autozulieferer und Reifenhersteller Continental <DE0005439004> treibt auch der neue Chef Nikolai Setzer den Umbau zum Technologie- und Softwarekonzern voran. Dass die Dividende für das vergangene Jahr ausfallen soll, wird die Arbeitnehmer kaum mit dem angestrebten Jobabbau der Hannoveraner versöhnen. Was beim Dax-Konzern <DE0008469008> rund um die Jahreszahlen diesen Dienstag (9. März) los ist, wie die Analysten den weiteren Weg sehen und was die Aktie macht.

DIE LAGE BEI CONTINENTAL:

Bei Conti schien wie auch bei anderen das Schlimmste der Covid-19-Pandemie im Tagesgeschäft überstanden. Doch aktuell stehen in vielen Ländern große Teile des öffentlichen Lebens still und niemand weiß, ob eine dritte Welle die vorsichtige derzeitige Lockerung der Maßnahmen nicht wieder umstößt.

Zudem hatte im dritten Quartal eine weitere Milliardenbelastung wegen Abschreibungen und Umbaukosten zu Buche geschlagen. Auch im Schlussquartal werden Sonderaufwendungen hinzukommen, weil Rückstellungen für Gewährleistungsfälle sowie Forschungs- und Entwicklungskosten höher ausfallen als erwartet. Am Ende werden - zum zweiten Mal nacheinander - rote Zahlen unter dem Strich stehen.

Immerhin gab sich Manager Setzer bei seiner ersten großen Präsentation auf dem Kapitalmarkttag im Dezember zuversichtlich für die Bereiche, die Conti künftig noch unter dem Konzerndach in eigener Hand hat. "Wir setzen künftig mit noch mehr Kraft und Mitteln auf unsere Wachstumsfelder und Zukunftstechnologien", sagte er. "Die Software macht den Unterschied."

Sichtbares Zeichen für den Umbruch weg von Mechanik hin zu neueren Technologien wird die Abspaltung der Antriebssparte mit dem Namen Vitesco sein, die dieses Jahr nun auch endlich durchgezogen werden soll. Die "alte" Conti teilt sich dann auf in die "neue" Conti mit Sensorik, Elektronik, Bremsen, Reifen und Kunststofftechnik, und auf der anderen Seite eben das Geschäft mit Antriebssträngen für Verbrenner und Elektromotoren.

Vitesco wird den Aktionären einfach ins Depot gebucht - wie sich der Marktwert der beiden Konzerne dann entwickelt, bleibt der Börse überlassen. Wann es genau soweit ist, steht noch nicht fest, im ersten Halbjahr wohl nicht mehr.

Auf Konzernebene strebt Setzer mittelfristig ein Wachstum aus eigener Kraft - also ohne Wechselkurseffekte und Zukäufe gerechnet - von fünf bis acht Prozent jährlich an. Die Antriebstechnik rechnet Conti hier schon nicht mehr dazu. Bei der um Sondereffekte bereinigten Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern plant Conti mit acht bis elf Prozent.

In der dann verbleibenden Autozulieferung sieht Conti das stärkere Wachstum als in der Gummisparte (Reifen und Kunststofftechnik). Kein Wunder, war das Geschäft mit den Autoteilen doch auch deutlich stärker vom Einbruch der Automärkte in der Corona-Krise betroffen. Das Autozuliefergeschäft soll mit sieben bis elf Prozent durchschnittlichem Umsatzplus jährlich um zwei bis vier Prozentpunkte stärker zulegen als der Markt. Etwa bei Zentralrechnern für moderne Fahrzeuge rechnen sich die Hannoveraner gute Geschäft aus und bezifferten den Auftragsbestand mehrerer Hersteller auf zuletzt rund vier Milliarden Euro.

Der Gewinnbringer bleibt aber das Geschäft mit Reifen und Kunststofftechnik mit erwarteten operativen Margen von 11 bis 14 Prozent. Insbesondere in den Wachstumsmärkten Asien und Nordamerika will Continental bei den Reifen seine Marktanteile erhöhen.

Beim anvisierten Großumbau, der in den kommenden Jahren weltweit bis zu 30 000 der zuletzt knapp 234 000 Stellen im Konzern betreffen dürfte, soll es bleiben. Conti hat weiter sichtbar Mühe, an Einzelstandorten mit der Arbeitnehmerseite entsprechende Vereinbarungen zu schließen. Gewerkschaften werfen Conti vor, profitable Werke zu schließen, um die Arbeit in Niedriglohnländer zu verlagern.

Setzer nannte die eingeleiteten Schritte dagegen "einfach unabdingbar aufgrund der Transformation und aufgrund der Marktgegebenheiten". Conti will durch Umschulung und Weiterqualifizierung betroffene Mitarbeiter möglichst anderweitig einsetzen. Wie viele Stellen am Ende übrig bleiben, steht aber in den Sternen.

Der Sparkurs soll die laufenden Kosten senken und auf jährlicher Basis brutto gut eine Milliarde einsparen. Aber erst einmal wird er viel Geld verschlingen unter anderem für Abfindungen und Vorruhestandregelungen, für dieses und das kommende Jahr zusammengenommen 1,2 Milliarden Euro.

Schlussendlich rang sich der Konzern noch zu einer neuen Prognose für das Jahr 2020 durch. Der Umsatz dürfte bei rund 37,5 Milliarden Euro liegen und damit um gut 15 Prozent unter dem Vorjahr. Die um Sondereffekte bereinigte Gewinnmarge soll rund 3 Prozent erreichen nach 7,4 Prozent vor einem Jahr. Dass Conti entgegen anderen Branchenvertretern bisher nicht mit Eckdaten aufgewartet hat, werten Marktbeobachter als Zeichen, dass die Zahlen auch weitgehend so aussehen dürften wie zuletzt veranschlagt.

DAS SAGEN ANALYSTEN:

Laut dem von Conti selbst ermittelten Stimmungsbild unter Analysten dürften im Gesamtjahr knapp 37,7 Milliarden Euro Erlös erzielt worden sein. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern sollte demnach 1,37 Milliarden Euro betragen mit einer entsprechenden Marge von 3,6 Prozent. Das operative Ergebnis wäre damit im Jahresvergleich auf weniger als die Hälfte abgesackt. Unter dem Strich rechnen die Experten mit einem Fehlbetrag von 585 Millionen Euro, nachdem es im Vorjahr auch wegen Wertberichtigungen auf frühere Käufe ein Verlust von 1,23 Milliarden Euro gewesen war.

Wichtiger als der Blick zurück dürften für die Anleger aber ohnehin die Aussichten für dieses Jahr sein. Behalten die Experten recht, dann wächst der Umsatz auf rund 42,3 Milliarden Euro und das bereinigte operative Ergebnis legt auf 2,9 Milliarden Euro bei einer Marge von 6,9 Prozent zu. Auch netto würde dann ein Gewinn stehen von 1,7 Milliarden Euro.

Im kürzlich verkündeten Dividendenverzicht sahen viele Experten einen Versuch, die Wogen im Streit um die Arbeitsplätze zu glätten. Die Entscheidung sei wohl im Lichte der bedeutenden Umbaumaßnahmen im Konzern zu sehen, die auch Fabrikschließungen beinhalten, schrieb Jefferies-Analyst Sascha Gommel. Das Management und die Großaktionäre sähen die Dividendenstreichung wahrscheinlich als Zugeständnis vor dem Hintergrund der Entlassungen. An der Finanzkraft des Konzerns habe es aber wohl kaum gelegen.

David Lesne von der schweizerischen Großbank UBS sieht Continental als unterbewertet an. Er glaubt, dass die geplante Ausgliederung der Antriebssparte einen attraktiven Wert freisetzen wird und hält die neuen mittelfristigen Planziele, die bereits erhöhte Investitionen in das Zuliefergeschäft widerspiegelten, für glaubwürdig.

Vitesco traut er einen Wert von bis zu 27 Euro je Aktie zu - bei momentan im Conti-Aktienkurs eingepreisten 0 Euro. Mittelfristig sollte Conti zudem einen attraktiven freien Mittelzufluss (Free Cashflow) von ein bis zwei Milliarden Euro jährlich generieren, so Lesne.

Im Mittel sehen Analysten Luft nach oben für die Aktie. Das durchschnittliche Kursziel der 16 seit dem Kapitalmarkttag im Dezember im dpa-AFX-Analyser erfassten Experten liegt bei knapp 137 Euro. Dabei raten neun zum Kauf der Papiere, sieben zum Halten. Eine Verkaufsempfehlung hält keiner für berechtigt.

DAS MACHT DIE AKTIE

Der Conti-Aktienkurs hatte mit dem Schub für die Aktienmärkte im November das Vor-Corona-Niveau wieder erreicht und ist mittlerweile darüber hinaus gestiegen. Seit Dezember pendelt der Kurs um die Marke von 120 Euro. Im Corona-Tief Mitte März 2020 waren es nur wenig mehr als 50 Euro gewesen. Wer länger dabei ist, hat allerdings deutliche Kursverluste einzustecken: Im Januar 2018 erreichte die Aktie ihr Rekordhoch bei 257,40 Euro.

Seit damals ging es für das Papier bis zum Corona-Crash kontinuierlich nach unten. Trotz der Erholung der letzten Monate sind die Titel aktuell weniger als die Hälfte dessen wert, was Anleger Anfang 2018 zahlten. Ähnlich schwach sind in diesem Zeitraum nur die Aktien des Medizinkonzerns Fresenius <DE0005785604> und die des mit der Glyphosat-Krise ringenden Agrarchemie- und Pharmakonzerns Bayer <DE000BAY0017>.

Immerhin: Im Gesamtjahr 2020 fuhr das Conti-Papier trotz der Corona-Delle im Einklang mit der europäischen Autobranche ein kleines Plus ein. Konkret waren es bei Conti gut 5 Prozent nach zwei Verlustjahren in Folge. 46 Prozent der Conti-Aktien gehören seit dem missglückten Übernahmeversuch in der Finanzkrise 2008/09 der Industriellenfamilie Schaeffler <DE000SHA0159>, die den gleichnamigen fränkischen Auto- und Industriezulieferer kontrolliert.

Der Börsenwert von Conti liegt derzeit bei knapp 25 Milliarden Euro. Das bedeutet einen Platz im Mittelfeld des europäischen Branchenindex Stoxx Europe 600 <EU0009658202> Automobiles & Parts sowie des deutschen Leitindex Dax./men/mis/he

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