Endlos Turbo Short 15,288 open end: Basiswert Deutsche Telekom

DFS6NN / DE000DFS6NN1 //
Quelle: DZ BANK: Geld , Brief
DFS6NN DE000DFS6NN1 // Quelle: DZ BANK: Geld , Brief
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Geld in EUR
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Brief in EUR
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Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 14,610 EUR
Quelle : Xetra , 11:40:00
  • Basispreis
    (Stand 03.09. 04:09 Uhr)
    15,288 EUR
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    4,64%
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    (Stand 03.09. 04:09 Uhr)
    15,288 EUR
  • Abstand zum Knock-Out in %

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  • Hebel --
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 1,00
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Hinweis der DZ BANK:
Bitte beachten Sie die Angaben in den Endgültigen Bedingungen

Chart

Endlos Turbo Short 15,288 open end: Basiswert Deutsche Telekom

  • Intraday
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  • Max
Quelle: DZ BANK AG, Frankfurt: -- --
Charts zeigen die Wertentwicklungen der Vergangenheit. Zukünftige Ergebnisse können sowohl niedriger als auch höher ausfallen. Falls Kurse in Fremdwährung notieren, kann die Rendite infolge von Währungsschwankungen steigen oder fallen. © 2020 DZ BANK AG

Stammdaten

Stammdaten
WKN / ISIN DFS6NN / DE000DFS6NN1
Emittent DZ BANK AG
Produktstruktur Hebelprodukt
Kategorie Endlos Turbo
Produkttyp short (fallende Markterwartung)
Währung des Produktes EUR
Quanto Nein
Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 1,00
Emissionsdatum 03.09.2020
Erster Handelstag 03.09.2020
Handelszeiten Übersicht
Knock-Out-Zeiten Übersicht
Zahltag Endlos
Basispreis
(Stand 03.09. 04:09 Uhr)
15,288 EUR
Knock-Out-Barriere
(Stand 03.09. 04:09 Uhr)
15,288 EUR
Knock-Out-Barriere erreicht Ja
Knock-Out-Barriere erreicht am 03.09.2020 09:00
Anpassungsprozentsatz p.a. -3,51000% p.a.
enthält: Bereinigungsfaktor 3,00%

Kennzahlen

Kennzahlen
Berechnung: Uhr mit Geld -- / Brief --
Spread Absolut --
Spread Homogenisiert --
Spread in % des Briefkurses --
Hebel --
Abstand zum Knock-Out Absolut 0,678 EUR
Abstand zum Knock-Out in % 4,64%
Performance seit Auflegung in % --

Produktbeschreibung

Art
Dieses Produkt ist eine Inhaberschuldverschreibung, die unter deutschem Recht begeben wurde.
Ziele
Ziel dieses Produkts ist es, Ihnen einen bestimmten Anspruch zu vorab festgelegten Bedingungen zu gewähren. Das Produkt hat keine feste Laufzeit. Sie partizipieren überproportional (gehebelt) an allen Entwicklungen des Beobachtungspreises. Aufgrund seiner Hebelwirkung reagiert das Produkt auf kleinste Bewegungen des Beobachtungspreises. Das Produkt kann während seiner Laufzeit verfallen, sofern ein Knock-out-Ereignis eintritt. Dieses Produkt reagiert grundsätzlich in die entgegengesetzte Richtung zur Wertentwicklung des Basiswerts. Ein Knock-out-Ereignis tritt ein, wenn der Beobachtungspreis mindestens einmal auf oder über der Knock-out-Barriere liegt. In diesem Fall beträgt der Auszahlungsbetrag je Produkt 0,001 EUR und wird am Rückzahlungstermin gezahlt, wobei der Auszahlungsbetrag, den die DZ BANK an Sie zahlt, aufsummiert für sämtliche von Ihnen gehaltenen Optionsscheine berechnet und kaufmännisch auf zwei Nachkommastellen gerundet wird. Soweit Sie weniger als zehn Optionsscheine halten, wird unabhängig von der Anzahl der Produkte, die Sie halten, ein Betrag in Höhe von 0,01 EUR gezahlt. Sie sind berechtigt, die Optionsscheine an jedem Einlösungstermin zum Rückzahlungsbetrag einzulösen. Die Einlösung erfolgt, indem Sie mindestens zehn Bankarbeitstage vor dem jeweiligen Einlösungstermin bis 10:00 Uhr (Ortszeit Frankfurt am Main) eine Erklärung in Textform an die DZ BANK schicken. Darüber hinaus haben wir das Recht, die Optionsscheine insgesamt, jedoch nicht teilweise, am ordentlichen Kündigungstermin ordentlich zu kündigen. Die ordentliche Kündigung durch uns ist mindestens 30 Kalendertage vor dem jeweiligen ordentlichen Kündigungstermin zu veröffentlichen. Nach Einlösung durch Sie oder Kündigung durch uns und sofern nicht zuvor ein Knock-out-Ereignis eingetreten ist, erhalten Sie einen Rückzahlungsbetrag am Rückzahlungstermin der wie folgt ermittelt wird: Der Referenzpreis wird vom Basispreis abgezogen. Anschließend wird das Ergebnis mit dem Bezugsverhältnis multipliziert Der Basispreis und die Knock-out-Barriere werden regelmäßig angepasst, um u.a. eine Finanzierungskomponente zu berücksichtigen, die der DZ BANK aufgrund eines spezifischen Marktzinses zuzüglich einer von DZ BANK nach ihrem billigem Ermessen festgelegten Marge entsteht. Die Knock-out-Barriere entspricht stets dem aktuellen Basispreis. Sie erhalten keine sonstigen Erträge (z.B. Dividenden) und haben keine weiteren Ansprüche (z.B. Stimmrechte) aus dem Basiswert.

Analyse

Gesamteindruck
Einfach nutzbares Gesamtrating basierend auf einer fundamentalen, technischen und Risikoanalyse unter Einbezug von Branchen- und Marktumfeld.

Eher positiv

Gewinnprognose
Der Veränderungstrend der Gewinnprognosen über ein Zeitfenster von 7 Wochen.

Positive Analystenhaltung seit 09.06.2020

Kurs-Gewinn-Verhältnis
Das KGV setzt den aktuellen Kurs der Aktie ins Verhältnis zu seiner Gewinnerwartung. Es wird auf Basis der langfristigen Gewinnprognosen der Analysten errechnet.
9,8

Erwartetes KGV für 2022

Risiko-Bewertung
Gesamteinschätzung des Risikos auf Basis des Bear Market und des Bad News Factors.

Niedrig

Bear-Market-Faktor
Risiko Parameter, der anhand des Titelverhaltens in sich abwärts bewegenden Märkten das Marktrisiko einer Aktie angibt.

Defensiver Charakter bei sinkendem Index

Korrelation
Die Korrelation gibt an, inwieweit die Bewegungen der Aktie mit denen Ihres Indexes übereinstimmen.
74,0%

Starke Korrelation mit dem DJ Stoxx 600

Marktkapitalisierung (Mrd. USD) 84,70 Grosser Marktwert Mit einer Marktkapitalisierung von >$8 Mrd., ist DEUTSCHE TELEKOM ein hoch kapitalisierter Titel.
Gewinnprognose Positive Analystenhaltung seit 09.06.2020 Die Gewinnprognosen pro Aktie liegen heute höher als vor sieben Wochen. Dieser positive Trend hat am 09.06.2020 bei einem Kurs von 15,20 eingesetzt.
Preis Leicht unterbewertet Auf Basis des Wachstumspotentials und anderer Messwerte erscheint die Aktie leicht unterbewertet.
Relative Performance -0,6% vs. DJ Stoxx 600 Die relative Performance der letzten vier Wochen im Vergleich zum DJ Stoxx 600 beträgt -0,6%.
Mittelfristiger Trend Neutrale Tendenz, zuvor jedoch (seit dem 14.08.2020) positiv Die Aktie wird in der Nähe ihres 40-Tage Durchschnitts gehandelt (in einer Bandbreite von +1,75% bis -1,75%). Zuvor unterlag der Wert einem positiven Trend (seit dem 14.08.2020). Der bestätigte technische Trendwendepunkt von -1,75% entspricht 14,80.
Wachstum KGV 1,8 Hoher Abschlag zur Wachstumserwartung basiert auf einer Ausnahmesituation Liegt das "Verhältnis zwischen Wachstum plus geschätzte Dividende und KGV" über 1,6, so befindet sich das Unternehmen in der Regel in einer Ausnahmesituation. In diesem Fall ist das erwartete KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) ein besserer Indikator für die nachhaltige Gewinnentwicklung als das langfrist. Wachstum.
KGV 9,8 Erwartetes KGV für 2022 Das erwartete KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) gilt für das Jahr 2022.
Langfristiges Wachstum 12,9% Wachstum heute bis 2022 p.a. Die durchschnittlichen jährlichen Wachstumsraten gelten für die Gewinne von heute bis 2022.
Anzahl der Analysten 23 Starkes Analysteninteresse In den zurückliegenden sieben Wochen haben durchschnittlich 23 Analysten eine Schätzung des Gewinns pro Aktie für diesen Titel abgegeben.
Dividenden Rendite 4,4% Dividende durch Gewinn gedeckt Für die während den nächsten 12 Monaten erwartete Dividende müssen voraussichtlich 42,94% des Gewinns verwendet werden.
Risiko-Bewertung Niedrig Niedrig, keine Veränderung im letzten Jahr.
Bear-Market-Faktor Defensiver Charakter bei sinkendem Index Die Aktie tendiert dazu, Indexrückgänge um durchschnittlich -71 abzuschwächen.
Bad News Geringe Kursrückgänge bei spezifischen Problemen Der Titel verzeichnet bei unternehmensspezifischen Problemen i.d.R. geringe Kursabschläge in Höhe von durchschnittlich 1,8%.
Beta 0,80 Geringe Anfälligkeit vs. DJ Stoxx 600 Die Aktie tendiert dazu, pro 1% Indexbewegung mit einem Ausschlag von 0,80% zu reagieren.
Korrelation 365 Tage 74,0% Starke Korrelation mit dem DJ Stoxx 600 74,0% der Kursschwankungen werden durch Indexbewegungen verursacht.
Value at Risk 1,20 EUR Das geschätzte mittelfristige Value at Risk beträgt 1,20 EUR oder 0,08% Das geschätzte Value at Risk beträgt 1,20 EUR. Das Risiko liegt deshalb bei 0,08%. Dieser Wert basiert auf der mittelfristigen historischen Volatilität (1 Monat) mit einem Konfidenzintervall von 95%.
Volatilität der über 1 Monat 18,5%
Volatilität der über 12 Monate 26,7%

Tools

Kaufszenario (aktuelle/Einstandskurse)
Im Kaufszenario tragen Sie einen „Start“-Kurs und einen „Ziel“-Kurs mit dem gewünschten Wert ein. Danach Stückzahl eintragen und "Berechnen" drücken. Mit dem Aktualisieren-Button (Kreislauf) werden die aktuellen Werte für den Basiswert und das Produkt abgerufen.
Verkaufszenario (Zielkurse)
Im Verkaufsszenario tragen Sie einen „Ziel“-Kurs mit dem gewünschten Wert ein; der „Start“-Kurs wird aus dem aktuellen Kurs gebildet, oder Sie geben einen gewünschten Startwert ein; Stückzahl auswählen und dann Button Berechnen drücken.
Transaktionsvolumen
Tragen Sie hier eine Produktstückzahl ein, um die Performance der geplanten Investition zu schätzen. Ohne Eintragung einer Stückzahl erfolgt keine Berechnung. Die Berechnung erfolgt nach Klick auf den Berechnen-Button.
Berechnung ohne jegliche Kosten. Bitte beachten Sie individuelle Gebühren, Provisionen und andere Entgelte bei Kauf und Verkauf.

News

23.09.2020 | 09:20:01 (dpa-AFX)
WDH/UNITED INTERNET IM FOKUS: Probleme bei 1&1 - Preisschock für die Aktie

(Im 15. Absatz wurde ein Wort ergänzt.)

MONTABAUR (dpa-AFX Broker) - Der Internetdienstleister und Telekomanbieter United Internet <DE0005089031> hat große Pläne. Mit dem Kauf von Mobilfunklizenzen im vergangenen Jahr machte Konzernchef und Großaktionär Ralph Dommermuth den ersten Schritt zum vierten Mobilfunknetzbetreiber im Land. Doch nun gerät die Telekommunikationstochter 1&1 Drillisch <DE0005545503> (1&1, Yourfone, Smartmobil) mehr und mehr in die Zwickmühle. Was beim MDax <DE0008467416>-Konzern los ist, was Analysten sagen und wie die Aktie zuletzt lief.

DAS TREIBT UNITED INTERNET UM:

Knapp 1,1 Milliarden Euro hat Dommermuth im vergangenen Jahr auf den Tisch gelegt, um für das geplante eigene Netz Frequenzblöcke im Umfang von 70 MHz zu erwerben. Mit dem Aufbau eines eigenen Netzes geht die Unsicherheit darüber einher, ob sich die teuren Investitionen in eigene Sendeanlagen und Lizenzen auch auszahlen. Bisher hat United Internet kein eigenes Mobilfunknetz, sondern nutzt die von Telefonica Deutschland <DE000A1J5RX9> und Vodafone <GB00BH4HKS39>. Bei Telefonica darf 1&1 Drillisch deren deutsches Netz mittlerweile zu 30 Prozent mitnutzen - das hatte die EU-Kommission den Spaniern <ES0178430E18> im Zuge der E-Plus-Übernahme aufgegeben.

Doch da fangen die Probleme schon an. Mit dem Sonderdeal über den sogenannten MBA-MVNO-Vertrag hatte sich die damals noch weitgehend eigenständige Drillisch zunächst günstig die Möglichkeit für starkes Wachstum verschafft - prompt schlug Dommermuth zu und übernahm die Maintaler Beteiligung mehrheitlich. Mittlerweile zieht Telefonica aber beim "Partner" die Zügel an. Im vergangenen Jahr bereits entschied ein Gutachter im Rahmen von Preisverhandlungen zur Netzmiete im Sinne der Münchener - da musste United Internet schon einmal die Prognose senken.

Nun kam eine laut United Internet unerwartete Preiserhöhung hinzu, die die Preise auf dem Niveau zwischen Juli 2019 und Juni 2020 zementieren würde - für mehrere Jahre. Die darauf folgende neue Prognosesenkung schockierte die Aktionäre. United Internet und 1&1 Drillisch werfen Telefonica vor, die Kosten für die Nutzung des Mobilfunknetzes vor Abschluss laufender Verhandlungen erheblich erhöht zu haben. Telefonica weist den Vorwurf zurück und sieht die Preise durch Verträge und Vereinbarungen gedeckt.

Problem Nummer Eins: Haben die erhöhten Preise Bestand, dann dürfte es auch in den kommenden Jahren deutliche Gewinnrückgänge bei United Internet hageln. Problem Nummer Zwei: Die erhöhten Preise würden auch die Pläne zum Aufbau eines eigenen 5G-Netzes deutlich beeinträchtigen.

Im Rahmen der Frequenzversteigerung 2019 war in den Vergabebedingungen nämlich festgelegt worden, dass die Netzbetreiber mit einem Neuling über ein sogenanntes "National Roaming" verhandeln müssen, über welches dieser deren Netz mitnutzen könnte. Ansonsten würden die Kunden des Newcomers während des eigenen Netzausbaus im Großteil der Republik ohne Empfang dastehen, sein Markteintritt wäre kaum möglich.

Doch die laufenden Preise des aktuellen Vertrags mit Telefonica wären auch die Grundlage für das "National Roaming". Da die Verhandlungen mit der Deutschen Telekom <DE0005557508> und Vodafone <GB00BH4HKS39> für eine solche Vereinbarung eher schlecht laufen und 1&1 deswegen die Bundesnetzagentur mit ins Boot holen will, droht der Netzaufbau ein noch teureres Unterfangen zu werden als ohnehin schon.

Die Frage unter Anlegern: Hat Dommermuth zu hoch gepokert und sich unnötigerweise in eine Zwangslage begeben, in der er von den Netzbetreibern aufgerieben zu werden droht? Grundidee der E-Plus-Übernahme durch Telefonica vor einigen Jahren war eben auch, die Zahl der Netzbetreiber von vier auf drei zu senken - Telekom und Vodafone begrüßten den neuen starken Konkurrenten folgerichtig sogar. Nun droht ein neuer Wettbewerber die Konkurrenz wieder anzustacheln.

Auf der anderen Seite wird in der Branche seit längerem spekuliert, Dommermuth könne die Pläne zum Aufbau eines 5G-Netzes kurzerhand auch wieder begraben - und die ersteigerten Frequenzen einfach an die anderen Konzerne weiterverkaufen. United Internet hielt bislang in der Öffentlichkeit jedoch immer an den Netzplänen fest.

DAS SAGEN ANALYSTEN:

Immerhin: Der Kurssturz infolge der jüngsten schlechten Nachrichten sei enorm übertrieben, schrieb Analyst Holger Schmidt vom Bankhaus Metzler in einer Studie. Allerdings brauche die Klärung über die künftigen Vorleistungspreise bei Telefonica wohl einige Zeit. Er glaubt jedoch fest daran, dass die künftigen Preise für Sprache und Daten weiter sinken anstatt für mehrere Jahre stabil zu bleiben. Bei einem beibehaltenen Kursziel von 37 Euro votiert Schmidt nun mit "Kaufen".

Commerzbank-Analystin Heike Pauls hob die Aktie nun wieder auf "Kaufen", wenn auch mit leicht reduziertem Kursziel von 45 Euro. Die Preisverhandlungen bräuchten noch Zeit und auch der seit mehreren Jahren ins Auge gefasste Börsengang der Sparte mit Geschäftsanwendungen 2021 sei aktuell kein direkter Kurstreiber. Angesichts des scharfen Kursabsturzes bestehe aber die Chance für eine starke Neubewertung.

Ulrich Rathe von Jefferies rechnete vor, die von Telefonica Deutschland präsentierten Vorleistungsrechnungen für Juli und August bedeuteten bei 1&1 Drillisch und United Internet jeweils einen Rückgang des operativen Ergebnisses von 25 beziehungsweise 13 Prozent. Das Geschäft von 1&1 Drillisch sei nicht bezifferbaren Risiken im juristischen Streit ausgesetzt - auch wenn der Schritt von Telefonica taktischer Natur sein könnte.

Die seit der Prognosesenkung im dpa-AFX-Analyser erfassten Einschätzungen von Analystinnen und Analysten lassen nun Kurschancen bei United Internet erkennen: Vier der acht Experten raten zum "Kaufen" und vier zum "Halten". Das durchschnittliche Kursziel liegt mit gut 41 Euro deutlich über dem aktuellen Kurs von fast 33 Euro.

SO LIEFEN DIE AKTIEN:

Für Aktionäre von United Internet ist der jüngste Kursrutsch sehr schmerzhaft, waren die Titel doch auf dem Sprung, sich nach und nach vom angekündigten Schwenk im Geschäftsmodell und vom Covid-Schock zu erholen. Am ersten Handelstag nach der Prognosesenkung am Wochenende verloren die Aktien von United Internet fast 24 Prozent, diejenigen von 1&1 Drillisch fast 28 Prozent. Am Dienstag konnten sich beide Titel etwas erholen, liegen aber immer noch rund ein Fünftel beziehungsweise ein Viertel unter dem Niveau vom Freitag.

Mitgründer Dommermuth gehören 42,3 Prozent der United-Internet-Aktien - der Wert seines Anteils ist damit binnen zwei Tagen um etwas mehr als 600 Millionen Euro geschrumpft. Sein Konzern ist an der Börse insgesamt aktuell mit rund 6,3 Milliarden Euro bewertet. 1&1 Drillisch ist zu gut 75 Prozent im Besitz von United Internet und bringt rund 3,2 Milliarden Euro auf die Börsenwaage.

Im Zuge der Ankündigung, mit 1&1 Drillisch ein eigenes 5G-Netz aufbauen zu wollen, waren die Papiere von United Internet Mitte 2018 jäh vom Niveau bei fast 60 Euro abgestürzt, Mitte 2019 waren es im Anschluss an die Versteigerung der Lizenzen nur noch um die 25 Euro.

Erholen konnte sich die Aktie nur zwischenzeitlich, bis die gutachterliche Entscheidung im Herbst 2019 für den nächsten Dämpfer sorgte. Im Zuge des Corona-Crashs ging es dann bis auf fast 20 Euro herunter, bevor United Internet mit dem Boom an den Tech-Börsen zügig an Höhe gewann und bald wieder Kurs über 40 Euro erreichte.

Diesen Post-Corona-Aufschwung konnte die Telekom-Aktie von 1&1 Drillisch nicht in gleicher Stärke mitmachen. United Internet vereint unter dem Konzerndach neben dem Privatkundengeschäft von 1&1 Drillisch noch die Glasfasertochter 1&1 Versatel für Gewerbekunden, die Internetservices rund um die Marken Ionos und Strato sowie unter anderem auch die Privatkundenportale Web.de und GMX.

Gerade infolge der Corona-Pandemie hatten Investoren weltweit beherzt bei Technologie-Aktien zugegriffen. Auch wenn das Telekomgeschäft sich in der Krise nicht nur bei 1&1 Drillisch als robust erwies, hatten die defensiv ausgerichteten Branchentitel Nachteile gegenüber ihren Cousins mit mehr Wachstumsfantasie./men/ssc/zb

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