Endlos Turbo Short 81,2318 open end: Basiswert Airbus Group

DFK6R8 / DE000DFK6R84 //
Quelle: DZ BANK: Geld 18.09., Brief 18.09.
DFK6R8 DE000DFK6R84 // Quelle: DZ BANK: Geld 18.09., Brief 18.09.
1,23 EUR
Geld in EUR
1,27 EUR
Brief in EUR
19,42%
Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 68,60 EUR
Quelle : Euronext Par , 18.09.
  • Basispreis
    (Stand 18.09. 04:08 Uhr)
    81,2318 EUR
  • Abstand zum Basispreis in %

    18,41%
  • Knock-Out-Barriere
    (Stand 18.09. 04:08 Uhr)
    81,2318 EUR
  • Abstand zum Knock-Out in %

    18,41%
  • Hebel 5,43x
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 0,10
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Hinweis der DZ BANK:
Bitte beachten Sie die Angaben in den Endgültigen Bedingungen

Chart

Endlos Turbo Short 81,2318 open end: Basiswert Airbus Group

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  • 1J
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Quelle: DZ BANK AG, Frankfurt: 18.09. 21:58:04
Charts zeigen die Wertentwicklungen der Vergangenheit. Zukünftige Ergebnisse können sowohl niedriger als auch höher ausfallen. Falls Kurse in Fremdwährung notieren, kann die Rendite infolge von Währungsschwankungen steigen oder fallen. © 2020 DZ BANK AG

Stammdaten

Stammdaten
WKN / ISIN DFK6R8 / DE000DFK6R84
Emittent DZ BANK AG
Produktstruktur Hebelprodukt
Kategorie Endlos Turbo
Produkttyp short (fallende Markterwartung)
Währung des Produktes EUR
Quanto Nein
Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 0,10
Emissionsdatum 15.06.2020
Erster Handelstag 15.06.2020
Handelszeiten Übersicht
Knock-Out-Zeiten Übersicht
Zahltag Endlos
Basispreis
(Stand 18.09. 04:08 Uhr)
81,2318 EUR
Knock-Out-Barriere
(Stand 18.09. 04:08 Uhr)
81,2318 EUR
Anpassungsprozentsatz p.a. -3,51000% p.a.
enthält: Bereinigungsfaktor 3,00%

Kennzahlen

Kennzahlen
Berechnung: 18.09.2020, 21:58:04 Uhr mit Geld 1,23 EUR / Brief 1,27 EUR
Spread Absolut 0,04 EUR
Spread Homogenisiert 0,40 EUR
Spread in % des Briefkurses 3,15%
Hebel 5,43x
Abstand zum Knock-Out Absolut 12,6318 EUR
Abstand zum Knock-Out in % 18,41%
Performance seit Auflegung in % 2,50%

Produktbeschreibung

Art
Dieses Produkt ist eine Inhaberschuldverschreibung, die unter deutschem Recht begeben wurde.
Ziele
Ziel dieses Produkts ist es, Ihnen einen bestimmten Anspruch zu vorab festgelegten Bedingungen zu gewähren. Das Produkt hat keine feste Laufzeit. Sie partizipieren überproportional (gehebelt) an allen Entwicklungen des Beobachtungspreises. Aufgrund seiner Hebelwirkung reagiert das Produkt auf kleinste Bewegungen des Beobachtungspreises. Das Produkt kann während seiner Laufzeit verfallen, sofern ein Knock-out-Ereignis eintritt. Dieses Produkt reagiert grundsätzlich in die entgegengesetzte Richtung zur Wertentwicklung des Basiswerts. Ein Knock-out-Ereignis tritt ein, wenn der Beobachtungspreis mindestens einmal auf oder über der Knock-out-Barriere liegt. In diesem Fall beträgt der Auszahlungsbetrag je Produkt 0,001 EUR und wird am Rückzahlungstermin gezahlt, wobei der Auszahlungsbetrag, den die DZ BANK an Sie zahlt, aufsummiert für sämtliche von Ihnen gehaltenen Optionsscheine berechnet und kaufmännisch auf zwei Nachkommastellen gerundet wird. Soweit Sie weniger als zehn Optionsscheine halten, wird unabhängig von der Anzahl der Produkte, die Sie halten, ein Betrag in Höhe von 0,01 EUR gezahlt. Sie sind berechtigt, die Optionsscheine an jedem Einlösungstermin zum Rückzahlungsbetrag einzulösen. Die Einlösung erfolgt, indem Sie mindestens zehn Bankarbeitstage vor dem jeweiligen Einlösungstermin bis 10:00 Uhr (Ortszeit Frankfurt am Main) eine Erklärung in Textform an die DZ BANK schicken. Darüber hinaus haben wir das Recht, die Optionsscheine insgesamt, jedoch nicht teilweise, am ordentlichen Kündigungstermin ordentlich zu kündigen. Die ordentliche Kündigung durch uns ist mindestens 30 Kalendertage vor dem jeweiligen ordentlichen Kündigungstermin zu veröffentlichen. Nach Einlösung durch Sie oder Kündigung durch uns und sofern nicht zuvor ein Knock-out-Ereignis eingetreten ist, erhalten Sie einen Rückzahlungsbetrag am Rückzahlungstermin der wie folgt ermittelt wird: Der Referenzpreis wird vom Basispreis abgezogen. Anschließend wird das Ergebnis mit dem Bezugsverhältnis multipliziert Der Basispreis und die Knock-out-Barriere werden regelmäßig angepasst, um u.a. eine Finanzierungskomponente zu berücksichtigen, die der DZ BANK aufgrund eines spezifischen Marktzinses zuzüglich einer von DZ BANK nach ihrem billigem Ermessen festgelegten Marge entsteht. Die Knock-out-Barriere entspricht stets dem aktuellen Basispreis. Sie erhalten keine sonstigen Erträge (z.B. Dividenden) und haben keine weiteren Ansprüche (z.B. Stimmrechte) aus dem Basiswert.

Analyse

Gesamteindruck
Einfach nutzbares Gesamtrating basierend auf einer fundamentalen, technischen und Risikoanalyse unter Einbezug von Branchen- und Marktumfeld.

Eher negativ

Gewinnprognose
Der Veränderungstrend der Gewinnprognosen über ein Zeitfenster von 7 Wochen.

Negative Analystenhaltung seit 27.03.2020

Kurs-Gewinn-Verhältnis
Das KGV setzt den aktuellen Kurs der Aktie ins Verhältnis zu seiner Gewinnerwartung. Es wird auf Basis der langfristigen Gewinnprognosen der Analysten errechnet.
16,9

Erwartetes KGV für 2022

Risiko-Bewertung
Gesamteinschätzung des Risikos auf Basis des Bear Market und des Bad News Factors.

Hoch

Bear-Market-Faktor
Risiko Parameter, der anhand des Titelverhaltens in sich abwärts bewegenden Märkten das Marktrisiko einer Aktie angibt.

Hohe Anfälligkeit bei sinkendem Index

Korrelation
Die Korrelation gibt an, inwieweit die Bewegungen der Aktie mit denen Ihres Indexes übereinstimmen.
64,9%

Starke Korrelation mit dem DJ Stoxx 600

Marktkapitalisierung (Mrd. USD) 64,56 Grosser Marktwert Mit einer Marktkapitalisierung von >$8 Mrd., ist AIRBUS ein hoch kapitalisierter Titel.
Gewinnprognose Negative Analystenhaltung seit 27.03.2020 Die Gewinnerwartung der Analysten pro Aktie liegen heute niedriger als vor sieben Wochen. Dieser negative Trend hat am 27.03.2020 bei einem Kurs von 68,17 eingesetzt.
Preis Leicht unterbewertet Auf Basis des Wachstumspotentials und anderer Messwerte erscheint die Aktie leicht unterbewertet.
Relative Performance -4,4% Unter Druck (vs. DJ Stoxx 600) Die relative "Underperformance" der letzten vier Wochen im Vergleich zum DJ Stoxx 600 beträgt -4,4%.
Mittelfristiger Trend Neutrale Tendenz, zuvor jedoch (seit dem 04.08.2020) positiv Die Aktie wird in der Nähe ihres 40-Tage Durchschnitts gehandelt (in einer Bandbreite von +1,75% bis -1,75%). Zuvor unterlag der Wert einem positiven Trend (seit dem 04.08.2020). Der bestätigte technische Trendwendepunkt von -1,75% entspricht 68,07.
Wachstum KGV 5,1 Hoher Abschlag zur Wachstumserwartung basiert auf einer Ausnahmesituation Liegt das "Verhältnis zwischen Wachstum plus geschätzte Dividende und KGV" über 1,6, so befindet sich das Unternehmen in der Regel in einer Ausnahmesituation. In diesem Fall ist das erwartete KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) ein besserer Indikator für die nachhaltige Gewinnentwicklung als das langfrist. Wachstum.
KGV 16,9 Erwartetes KGV für 2022 Das erwartete KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) gilt für das Jahr 2022.
Langfristiges Wachstum 85,6% Wachstum heute bis 2022 p.a. Die durchschnittlichen jährlichen Wachstumsraten gelten für die Gewinne von heute bis 2022.
Anzahl der Analysten 18 Starkes Analysteninteresse In den zurückliegenden sieben Wochen haben durchschnittlich 18 Analysten eine Schätzung des Gewinns pro Aktie für diesen Titel abgegeben.
Dividenden Rendite 1,1% Dividende durch Gewinn gut gedeckt Für die während den nächsten 12 Monaten erwartete Dividende müssen voraussichtlich 18,40% des Gewinns verwendet werden.
Risiko-Bewertung Hoch Die Aktie ist seit dem 13.03.2020 als Titel mit hoher Sensitivität eingestuft.
Bear-Market-Faktor Hohe Anfälligkeit bei sinkendem Index Die Aktie tendiert dazu, Indexrückgänge um durchschnittlich 221 zu verstärken.
Bad News Durchschnittliche Kursrückgänge bei spezifischen Problemen Der Titel verzeichnet bei unternehmensspezifischen Problemen i.d.R. mittlere Kursabschläge in Höhe von durchschnittlich 5,0%.
Beta 1,86 Hohe Anfälligkeit vs. DJ Stoxx 600 Die Aktie tendiert dazu, pro 1% Indexbewegung mit einem Ausschlag von 1,86% zu reagieren.
Korrelation 365 Tage 64,9% Starke Korrelation mit dem DJ Stoxx 600 64,9% der Kursschwankungen werden durch Indexbewegungen verursacht.
Value at Risk 38,69 EUR Das geschätzte mittelfristige Value at Risk beträgt 38,69 EUR oder 0,56% Das geschätzte Value at Risk beträgt 38,69 EUR. Das Risiko liegt deshalb bei 0,56%. Dieser Wert basiert auf der mittelfristigen historischen Volatilität (1 Monat) mit einem Konfidenzintervall von 95%.
Volatilität der über 1 Monat 21,3%
Volatilität der über 12 Monate 68,5%

Tools

Kaufszenario (aktuelle/Einstandskurse)
Im Kaufszenario tragen Sie einen „Start“-Kurs und einen „Ziel“-Kurs mit dem gewünschten Wert ein. Danach Stückzahl eintragen und "Berechnen" drücken. Mit dem Aktualisieren-Button (Kreislauf) werden die aktuellen Werte für den Basiswert und das Produkt abgerufen.
Verkaufszenario (Zielkurse)
Im Verkaufsszenario tragen Sie einen „Ziel“-Kurs mit dem gewünschten Wert ein; der „Start“-Kurs wird aus dem aktuellen Kurs gebildet, oder Sie geben einen gewünschten Startwert ein; Stückzahl auswählen und dann Button Berechnen drücken.
Transaktionsvolumen
Tragen Sie hier eine Produktstückzahl ein, um die Performance der geplanten Investition zu schätzen. Ohne Eintragung einer Stückzahl erfolgt keine Berechnung. Die Berechnung erfolgt nach Klick auf den Berechnen-Button.
Berechnung ohne jegliche Kosten. Bitte beachten Sie individuelle Gebühren, Provisionen und andere Entgelte bei Kauf und Verkauf.

News

18.09.2020 | 11:35:01 (dpa-AFX)
BOEING IM FOKUS: Krisen-Marathon

CHICAGO (dpa-AFX) - Der Luftfahrtkonzern Boeing <US0970231058> steuert von einer Existenzkrise in die nächste. Nach den tödlichen Abstürzen und dem Startverbot für den Mittelstreckenjet 737 Max bricht dem US-Konzern nun infolge der Corona-Pandemie die Nachfrage nach seinen Flugzeugen weg. Zudem werfen Produktionsmängel beim Langstreckenjet 787 "Dreamliner" weiteres schlechtes Licht auf die Geschäftspolitik des lange Zeit größten Flugzeugbauers der Welt. Was bei Boeing los ist, was Analysten sagen und was die Aktie macht.

DAS IST LOS BEI BOEING:

Vor anderthalb Jahren wurde Boeings jahrelanger Höhenflug schlagartig gestoppt. Eben noch war der Konzern der weltgrößte Hersteller von Verkehrsflugzeugen. Die wichtigsten Passagierjet-Typen verkauften sich bestens. Doch dann holten den US-Konzern seine Fehler der Vorjahre ein - als er versucht hatte, dem Erfolg seines europäischen Rivalen Airbus mit einer Neuauflage des Passagierjets Boeing 737 etwas entgegenzusetzen.

Dann stürzten innerhalb weniger Monate zwei Exemplare der modernisierten "737 Max" ab, und 346 Menschen starben. Im März 2019 verhängten Luftfahrtbehörden in aller Welt Startverbote für den Flugzeugtyp. Airlines wie Ryanair <IE00BYTBXV33> und Tui <DE000TUAG000> verlangten Schadenersatz von dem Hersteller, weil dessen neue Steuerungssoftware MCAS als eine Hauptursache der Abstürze gilt.

Erst am Mittwoch warf der Untersuchungsausschuss des US-Repräsentantenhauses Boeing grobe technische Fehler und Verheimlichungen vor. Zudem habe die Luftfahrtbehörde FAA versagt. Der Hersteller hatte im Jahr 2011 überraschend die Modernisierung der seit den 1960er Jahren gebauten Boeing 737 angekündigt, nachdem Airbus dem US-Konzern mit seinem Konkurrenzmodell A320neo bereits wichtige Kunden abspenstig gemacht hatte.

Wie die A320neo versprach auch die Boeing 737 Max für Fluggesellschaften dank sparsamerer Triebwerke rentabler zu werden. Doch die riesigen Turbinen veränderten das Flugverhalten des Boeing-Modells in teils gefährlicher Weise. Und die Softwarelösung, die dieses Verhalten ausgleichen sollte, war nicht ausgereift.

Noch immer dürfen die rund 370 schon ausgelieferten Maschinen der Reihe nicht abheben. Und Boeing baute die 737 Max noch fast ein Jahr lang auf Halde, ohne dass dem entsprechende Einnahmen gegenüberstanden. Ende 2019 musste der langjährige Boeing-Chef Dennis Muilenburg abtreten, nachdem er versucht hatte, die FAA bei der Wiederzulassung öffentlich vor sich herzutreiben.

Für Boeing hat der Schaden längst eine zweistellige Milliardensumme erreicht. Schon vor Corona versuchte das Management deshalb das Geld zusammenzuhalten, stoppte Dividenden und Aktienrückkäufe. Der Konzern schrieb Verluste in Milliardenhöhe, und im März 2020 schöpfte er eine fast 14 Milliarden Dollar schwere Kreditlinie aus. Da begannen die Folgen der Pandemie die Luftfahrtbranche gerade erst zu erfassen.

Inzwischen ziehen die Kunden auch noch reihenweise Aufträge bei Boeing ab. Seit dem Jahreswechsel standen bei dem Hersteller zuletzt Neubestellungen über 67 Flugzeuge 445 Stornierungen gegenüber. Konkurrent Airbus konnte Stornierungen seit der Corona-Krise bis jetzt hingegen weitgehend vermeiden.

Doch die Folgen der Pandemie haben beide Konzerne längst erfasst. Branchenexperten sind sich einig, dass der weltweite Luftverkehr nach dem Einbruch in der Corona-Krise mehrere Jahre für eine Erholung brauchen wird. Und Fluggesellschaften benötigen derzeit kaum neue Maschinen. Die Boeing-Führung um den neuen Chef Dave Calhoun hat deshalb entschieden, mindestens rund 16 000 Arbeitsplätze abzubauen.

Die Produktion der Langstreckenjets der Reihen 777 und 787 "Dreamliner" wird im kommenden Jahr von 15 auf 8 Maschinen gekappt. Die Produktion der 737-Max-Reihe ist überhaupt erst im Mai wieder angelaufen. Bis Anfang 2022 will Boeing die Produktion zwar auf 31 Maschinen pro Monat hochfahren - was immer noch viel weniger wäre als vor dem Flugverbot. Doch dazu müssen Behörden wie die FAA und die EU-Luftfahrtaufsicht EASA erst einmal die Wiederzulassung erteilen. Die EASA hat gerade die Testflüge mit der überarbeiteten Maschine abgeschlossen. Eine Entscheidung steht noch aus.

Derweil bekommt Boeings Image weitere Kratzer - und das ausgerechnet beim Hoffnungsträger 787 "Dreamliner". Der Hersteller hat Produktionsmängel am Rumpf entdeckt, durch die das Material bei extremer Belastung ermüden könnte. Ein ähnliches Problem soll es beim Höhenleitwerk des Typs geben.

Boeing kündigte an, die Fehler bei denjenigen Maschinen, die noch nicht bei den Kunden sind, zu beheben. Doch möglicherweise ist ein Großteil der fast 1000 schon ausgelieferten "Dreamliner"-Maschinen von einem der Probleme betroffen. Die FAA schaut sich die Dinge bereits an. Folge könnte eine teure Rückrufaktion sein. Eine solche steht dem Konzern schon nach der Wiederzulassung der 737 Max bevor. Der FAA zufolge ist es aber noch zu früh, um über mögliche Konsequenzen für die Flugtauglichkeit des Jets zu spekulieren.

Vor sieben Jahren war der "Dreamliner" bereits einmal an der Reihe. Da waren die großen Akkus des damals noch neuen Flugzeugtyps in mehreren Fällen in Brand geraten. Schon damals mussten die Jets der Reihe mehrere Monate lang am Boden bleiben, bis Boeing eine technische Lösung für das Problem gefunden hatte.

DAS MACHT DIE AKTIE:

Jahrelang schien es für die Boeing-Aktie nach oben kaum Grenzen zu geben. Zwischen Anfang 2016 und März 2019 verdreifachte sich ihr Kurs von rund 143 Dollar auf gut 446 Dollar. Doch mit den Startverboten für die 737 Max war der Höhenflug der Aktie beendet.

Von einem Sturzflug konnte allerdings keine Rede sein. Der Kurs pendelte im Rest des Jahres 2019 in einer relativ weiten Spanne um Werte von 350 Dollar und hielt sich damit auf dem Niveau des Jahres 2018, als Boeing mehr als Erfolgsgarant denn als Krisenkonzern wahrgenommen wurde. Selbst als in der 737-Max-Affäre die Geschäftspolitik der Boeing-Führung immer mehr in Verruf geriet, sackte der Kurs nie unter 300 Dollar.

Erst infolge der Corona-Pandemie ging es richtig abwärts bis auf 89 Dollar Mitte März 2020. Wer zu diesem Zeitpunkt bei Boeing einstieg, konnte seinen Einsatz bis Juni mehr als verdoppeln, wenn er bei dem Zwischenhoch von rund 234 Dollar wieder ausstieg. Denn danach ging es wieder abwärts. Zuletzt wurde die Aktie zu knapp 168 Dollar gehandelt - und damit nur rund halb so hoch wie zum Jahreswechsel.

Wer zum Zeitpunkt des Rekordhochs von Anfang März 2019 an einen weiteren Höhenflug des US-Konzerns Boeing geglaubt hatte, hat seitdem mehr als 60 Prozent des investierten Geldes eingebüßt.

Ein schwacher Trost: Die Aktionäre des Konkurrenten Airbus hatten auch zu leiden. Der Kurs der Airbus-Aktie hat sich seit dem Jahreswechsel mit einem Minus von rund 45 Prozent nur wenig besser gehalten als der Kurs von Boeing. Seit dem Anfang 2020 erreichten Rekordhoch von 139,40 Euro steht ein Minus von rund 50 Prozent zu Buche.

Unterdessen wird Boeing an der Börse insgesamt immer noch deutlich höher bewertet als Airbus. Bei der Marktkapitalisierung liegen die Amerikaner mit knapp 95 Milliarden Dollar deutlich vor dem Rivalen, der umgerechnet auf rund 65 Milliarden Dollar kommt.

DAS SAGEN ANALYSTEN:

Trotz der Negativschlagzeilen und der trüben Aussichten in der Corona-Krise sind Branchenexperten der Boeing-Aktie eher zu- als abgeneigt. Das gilt jedenfalls, seit der Kurs auf ein Niveau gefallen ist, das er zuletzt vor mehr als drei Jahren innehatte.

Von den 29 Analysten, deren Einschätzungen zu Boeing die Nachrichtenagentur Bloomberg erfasst hat, raten 11 dazu, die Aktie zu kaufen. 13 Experten tendieren zum Halten, und nur 5 Analysten empfehlen, sich von dem Papier zu trennen. Dazu passen ihre Erwartungen an die Kursentwicklung. Im Schnitt schreiben sie der Boeing-Aktie ein Kursziel von rund 185 Dollar zu.

Allerdings liegen Erwartungen teils weit auseinander. So gehört Analyst David Strauss von der britischen Bank Barclays mit einem Kursziel von 125 Dollar zu den Pessimisten, die weitere Kursverluste erwarten. Dennoch rät er dazu, die Boeing-Aktie zu halten. Seine Kollegin Sheila Kahyaoglu vom Analysehaus Jefferies sieht die Aktie hingegen auf dem Weg von 270 Dollar. Sie rät dementsprechend zum Kauf.

Ihr Kollege Noah Poponak von der Investmentbank Goldman Sachs sah den Boden für die Boeing-Aktien schon Ende Juli bei knapp 160 Dollar erreicht. Denn darin seien extrem niedrige Erwartungen eingepreist. Er sieht die Aktie absehbar auf dem Weg zu 225 Dollar.

Unterdessen ziehen die jüngst bekannt gewordenen Qualitätsprobleme beim "Dreamliner" zwar die Aufmerksamkeit von Analysten der Bank of America auf sich. Ihrer Ansicht nach werfen die Neuigkeiten weitere Fragen rund um die Herstellungsqualität bei Boeing auf, wie sie vor wenigen Tagen schrieben. Allerdings erwarten die Analysten kaum Folgen für den Aktienkurs, denn sie bestätigten ihr Kursziel von 175 Dollar./stw/nas/men/zb

17.09.2020 | 18:11:09 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Deutschland und Frankreich wollen Rüstungsprojekte vorantreiben
17.09.2020 | 18:05:47 (dpa-AFX)
Europaparlament will mehr Transparenz bei EU-Waffenexporten
17.09.2020 | 18:03:07 (dpa-AFX)
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17.09.2020 | 14:17:28 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Kramp-Karrenbauer lobt künftigen deutsch-französischen Lufttransport
17.09.2020 | 11:26:53 (dpa-AFX)
Kramp-Karrenbauer gibt Signal für Zusammenarbeit mit Frankreich
17.09.2020 | 08:40:05 (dpa-AFX)
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