Endlos Turbo Short 14,7191 open end: Basiswert alstria office REIT-AG

DFD7QZ / DE000DFD7QZ3 //
Quelle: DZ BANK: Geld 22.09. 19:51:12, Brief 22.09. 19:51:12
DFD7QZ DE000DFD7QZ3 // Quelle: DZ BANK: Geld 22.09. 19:51:12, Brief 22.09. 19:51:12
2,52 EUR
Geld in EUR
2,80 EUR
Brief in EUR
6,78%
Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 12,200 EUR
Quelle : Xetra , 17:35:17
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    14,7191 EUR
  • Abstand zum Basispreis in %
    20,65%
  • Knock-Out-Barriere
    14,7191 EUR
  • Abstand zum Knock-Out in %
    20,65%
  • Hebel 4,36x
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Hinweis der DZ BANK:
Das öffentliche Angebot dieses Wertpapiers ist beendet. Kursstellungen nur während der Börsenzeiten.

Chart

Endlos Turbo Short 14,7191 open end: Basiswert alstria office REIT-AG

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Quelle: DZ BANK AG, Frankfurt: 22.09. 19:51:12
Charts zeigen die Wertentwicklungen der Vergangenheit. Zukünftige Ergebnisse können sowohl niedriger als auch höher ausfallen. Falls Kurse in Fremdwährung notieren, kann die Rendite infolge von Währungsschwankungen steigen oder fallen. © 2020 DZ BANK AG

Stammdaten

Stammdaten
WKN / ISIN DFD7QZ / DE000DFD7QZ3
Emittent DZ BANK AG
Produktstruktur Hebelprodukt
Kategorie Endlos Turbo
Produkttyp short (fallende Markterwartung)
Währung des Produktes EUR
Quanto Nein
Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 1,00
Emissionsdatum 23.03.2020
Erster Handelstag 23.03.2020
Handelszeiten Übersicht
Knock-Out-Zeiten Übersicht
Zahltag Endlos
Basispreis
14,7191 EUR
Knock-Out-Barriere
14,7191 EUR
Anpassungsprozentsatz p.a. -3,51000% p.a.
enthält: Bereinigungsfaktor 3,00%

Kennzahlen

Kennzahlen
Berechnung: 22.09.2020, 19:51:12 Uhr mit Geld 2,52 EUR / Brief 2,80 EUR
Spread Absolut 0,28 EUR
Spread Homogenisiert 0,28 EUR
Spread in % des Briefkurses 10,00%
Hebel 4,36x
Abstand zum Knock-Out Absolut 2,5191 EUR
Abstand zum Knock-Out in % 20,65%
Performance seit Auflegung in % -27,08%

Produktbeschreibung

Art
Dieses Produkt ist eine Inhaberschuldverschreibung, die unter deutschem Recht begeben wurde.
Ziele
Ziel dieses Produkts ist es, Ihnen einen bestimmten Anspruch zu vorab festgelegten Bedingungen zu gewähren. Das Produkt hat keine feste Laufzeit. Sie partizipieren überproportional (gehebelt) an allen Entwicklungen des Beobachtungspreises. Aufgrund seiner Hebelwirkung reagiert das Produkt auf kleinste Bewegungen des Beobachtungspreises. Das Produkt kann während seiner Laufzeit verfallen, sofern ein Knock-out-Ereignis eintritt. Dieses Produkt reagiert grundsätzlich in die entgegengesetzte Richtung zur Wertentwicklung des Basiswerts. Ein Knock-out-Ereignis tritt ein, wenn der Beobachtungspreis mindestens einmal auf oder über der Knock-out-Barriere liegt. In diesem Fall beträgt der Auszahlungsbetrag je Produkt 0,001 EUR und wird am Rückzahlungstermin gezahlt, wobei der Auszahlungsbetrag, den die DZ BANK an Sie zahlt, aufsummiert für sämtliche von Ihnen gehaltenen Optionsscheine berechnet und kaufmännisch auf zwei Nachkommastellen gerundet wird. Soweit Sie weniger als zehn Optionsscheine halten, wird unabhängig von der Anzahl der Produkte, die Sie halten, ein Betrag in Höhe von 0,01 EUR gezahlt. Sie sind berechtigt, die Optionsscheine an jedem Einlösungstermin zum Rückzahlungsbetrag einzulösen. Die Einlösung erfolgt, indem Sie mindestens zehn Bankarbeitstage vor dem jeweiligen Einlösungstermin bis 10:00 Uhr (Ortszeit Frankfurt am Main) eine Erklärung in Textform an die DZ BANK schicken. Darüber hinaus haben wir das Recht, die Optionsscheine insgesamt, jedoch nicht teilweise, am ordentlichen Kündigungstermin ordentlich zu kündigen. Die ordentliche Kündigung durch uns ist mindestens 30 Kalendertage vor dem jeweiligen ordentlichen Kündigungstermin zu veröffentlichen. Nach Einlösung durch Sie oder Kündigung durch uns und sofern nicht zuvor ein Knock-out-Ereignis eingetreten ist, erhalten Sie einen Rückzahlungsbetrag am Rückzahlungstermin der wie folgt ermittelt wird: Der Referenzpreis wird vom Basispreis abgezogen. Anschließend wird das Ergebnis mit dem Bezugsverhältnis multipliziert Der Basispreis und die Knock-out-Barriere werden regelmäßig angepasst, um u.a. eine Finanzierungskomponente zu berücksichtigen, die der DZ BANK aufgrund eines spezifischen Marktzinses zuzüglich einer von DZ BANK nach ihrem billigem Ermessen festgelegten Marge entsteht. Die Knock-out-Barriere entspricht stets dem aktuellen Basispreis. Sie erhalten keine sonstigen Erträge (z.B. Dividenden) und haben keine weiteren Ansprüche (z.B. Stimmrechte) aus dem Basiswert.

Analyse

Gesamteindruck
Einfach nutzbares Gesamtrating basierend auf einer fundamentalen, technischen und Risikoanalyse unter Einbezug von Branchen- und Marktumfeld.

Neutral

Gewinnprognose
Der Veränderungstrend der Gewinnprognosen über ein Zeitfenster von 7 Wochen.

Analysten neutral, zuvor positiv (seit 14.07.2020)

Kurs-Gewinn-Verhältnis
Das KGV setzt den aktuellen Kurs der Aktie ins Verhältnis zu seiner Gewinnerwartung. Es wird auf Basis der langfristigen Gewinnprognosen der Analysten errechnet.
18,1

Erwartetes KGV für 2022

Risiko-Bewertung
Gesamteinschätzung des Risikos auf Basis des Bear Market und des Bad News Factors.

Mittel

Bear-Market-Faktor
Risiko Parameter, der anhand des Titelverhaltens in sich abwärts bewegenden Märkten das Marktrisiko einer Aktie angibt.

Mittlere Anfälligkeit bei Indexrückgängen

Korrelation
Die Korrelation gibt an, inwieweit die Bewegungen der Aktie mit denen Ihres Indexes übereinstimmen.
66,3%

Starke Korrelation mit dem DJ Stoxx 600

Marktkapitalisierung (Mrd. USD) 2,65 Mittlerer Marktwert Mit einer Marktkapitalisierung zwischen $2 & $8 Mrd., ist ALSTRIA OFFICE REIT ein mittel kapitalisierter Titel.
Gewinnprognose Analysten neutral, zuvor positiv (seit 14.07.2020) Die Gewinnprognosen pro Aktie haben sich in den letzten 7 Wochen nicht wesentlich verändert (Veränderungen zwischen +1% bis -1% werden als neutral betrachtet). Das letzte signifikante Analystensignal war positiv und hat am 14.07.2020 bei einem Kurs von 12,95 eingesetzt.
Preis Leicht unterbewertet Auf Basis des Wachstumspotentials und anderer Messwerte erscheint die Aktie leicht unterbewertet.
Relative Performance -1,2% Unter Druck (vs. DJ Stoxx 600) Die relative "Underperformance" der letzten vier Wochen im Vergleich zum DJ Stoxx 600 beträgt -1,2%.
Mittelfristiger Trend Neutrale Tendenz, zuvor jedoch (seit dem 30.06.2020) negativ Die Aktie wird in der Nähe ihres 40-Tage Durchschnitts gehandelt (in einer Bandbreite von +1,75% bis -1,75%). Zuvor unterlag der Wert einem negativen Trend (seit dem 30.06.2020). Der bestätigte technische Trendwendepunkt von +1,75% entspricht 12,91.
Wachstum KGV 0,9 1,29% Aufschlag relativ zur Wachstumserwartung Liegt das "Verhältnis zwischen Wachstum plus geschätzte Dividende und KGV" unter 0,9, so beinhaltet der Kurs bereits einen Aufschlag gegenüber dem normalen Preis für das Wachstumspotential. Hier: 1,29% Aufschlag.
KGV 18,1 Erwartetes KGV für 2022 Das erwartete KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) gilt für das Jahr 2022.
Langfristiges Wachstum 11,9% Wachstum heute bis 2022 p.a. Die durchschnittlichen jährlichen Wachstumsraten gelten für die Gewinne von heute bis 2022.
Anzahl der Analysten 11 Bei den Analysten von mittlerem Interesse In den zurückliegenden sieben Wochen haben durchschnittlich 11 Analysten eine Schätzung des Gewinns pro Aktie für diesen Titel abgegeben.
Dividenden Rendite 4,2% Dividende ist nur unzureichend durch Gewinne gedeckt Für die während den nächsten 12 Monaten erwartete Dividende müssen voraussichtlich 75,36% des Gewinns verwendet werden.
Risiko-Bewertung Mittel Die Aktie ist seit dem 12.05.2020 als Titel mit mittlerer Sensitivität eingestuft.
Bear-Market-Faktor Mittlere Anfälligkeit bei Indexrückgängen Die Aktie tendiert dazu, Indexrückgänge in etwa gleichem Umfang mitzuvollziehen.
Bad News Geringe Kursrückgänge bei spezifischen Problemen Der Titel verzeichnet bei unternehmensspezifischen Problemen i.d.R. geringe Kursabschläge in Höhe von durchschnittlich 2,6%.
Beta 0,92 Mittlere Anfälligkeit vs. DJ Stoxx 600 Die Aktie tendiert dazu, pro 1% Indexbewegung mit einem Ausschlag von 0,92% zu reagieren.
Korrelation 365 Tage 66,3% Starke Korrelation mit dem DJ Stoxx 600 66,3% der Kursschwankungen werden durch Indexbewegungen verursacht.
Value at Risk 2,04 EUR Das geschätzte mittelfristige Value at Risk beträgt 2,04 EUR oder 0,16% Das geschätzte Value at Risk beträgt 2,04 EUR. Das Risiko liegt deshalb bei 0,16%. Dieser Wert basiert auf der mittelfristigen historischen Volatilität (1 Monat) mit einem Konfidenzintervall von 95%.
Volatilität der über 1 Monat 20,9%
Volatilität der über 12 Monate 34,1%

Tools

Kaufszenario (aktuelle/Einstandskurse)
Im Kaufszenario tragen Sie einen „Start“-Kurs und einen „Ziel“-Kurs mit dem gewünschten Wert ein. Danach Stückzahl eintragen und "Berechnen" drücken. Mit dem Aktualisieren-Button (Kreislauf) werden die aktuellen Werte für den Basiswert und das Produkt abgerufen.
Verkaufszenario (Zielkurse)
Im Verkaufsszenario tragen Sie einen „Ziel“-Kurs mit dem gewünschten Wert ein; der „Start“-Kurs wird aus dem aktuellen Kurs gebildet, oder Sie geben einen gewünschten Startwert ein; Stückzahl auswählen und dann Button Berechnen drücken.
Transaktionsvolumen
Tragen Sie hier eine Produktstückzahl ein, um die Performance der geplanten Investition zu schätzen. Ohne Eintragung einer Stückzahl erfolgt keine Berechnung. Die Berechnung erfolgt nach Klick auf den Berechnen-Button.
Berechnung ohne jegliche Kosten. Bitte beachten Sie individuelle Gebühren, Provisionen und andere Entgelte bei Kauf und Verkauf.

News

08.09.2020 | 16:05:03 (dpa-AFX)
AROUNDTOWN IM FOKUS: Corona-Krise belastet Hotel-Immobilien

LUXEMBURG (dpa-AFX) - Der Gewerbeimmobilien-Spezialist Aroundtown <LU1673108939> bekommt die Probleme der Tourismus-Branche durch die Coronavirus-Krise vor allem bei seinen Hotels zu spüren. Kaum von der Pandemie betroffen sind hingegen die Büro-, Großhandels- und Logistik-Immobilien des Luxemburger Unternehmens. Für das Gesamtjahr wagte der MDax-Konzern <DE0008467416>, der erst jüngst den kleineren Konkurrenten TLG <DE000A12B8Z4> übernommen hatte, erstmals eine Gewinnprognose. Was bei dem Unternehmen los ist, was Analysten sagen und was die Aktie macht.

DIE LAGE BEI AROUNDTOWN:

Während Wohnimmobilienkonzerne wie Vonovia <DE000A1ML7J1> und Deutsche Wohnen <DE000A0HN5C6> die Auswirkungen der Corona-Pandemie kaum zu spüren bekommen, trifft die Krise den Gewerbeimmobilien-Spezialisten Aroundtown vor allem bei seinen Hotels. Urlauber und Geschäftsreisende bleiben auch nach dem zwischenzeitlichen Lockdown größtenteils aus. Im Juli nahmen die Hotels gerade einmal ein Drittel dessen ein, was in Normalzeiten erreichbar wäre. Das Hotel-Geschäft macht bei Aroundtown knapp ein Viertel des Portfolios aus.

Rund 70 Millionen Euro an Hotelmieten habe Aroundtown im ersten Halbjahr gestundet, sagte Vorstand Oschrie Massatschi der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Das Unternehmen habe mit 35 Millionen Euro die Hälfte dieser aufgeschobenen Mietzahlungen zurückgestellt. Die Lage im Hotelbereich dürfte sich aber in der zweiten Jahreshälfte wieder bessern, sofern die Zahl der an Covid-19-Erkrankten nicht wieder deutlich steige und es keinen zweiten flächendeckenden Lockdown gebe. Mittlerweile hätten wieder rund 95 Prozent der Hotels geöffnet, sagte der Manager.

Kaum Belastungen durch die Pandemie spürt der Konzern bislang im Geschäft mit Büro-, Großhandels- und Logistik-Immobilien. In Städten wie Berlin und München, wo sich die Büroimmobilien von Aroundtown befinden, habe es schon vor der Corona-Pandemie einen geringen Leerstand bei Büros gegeben, sagte Massatschi. Die Nachfrage nach Büroflächen sei derzeit konstant.

Im ersten Halbjahr hatte Aroundtown von der Übernahme seines kleineren Konkurrenten TLG profitiert. In den ersten sechs Monaten legte der operative Gewinn (FFO 1) im Jahresvergleich um 30 Prozent auf 312 Millionen Euro zu. Die Nettomieten kletterten um 40 Prozent auf 502 Millionen Euro. Das Unternehmen TLG, an dem Aroundtown rund 78 Prozent hält, fließt seit Mitte Februar voll in die Bilanz des Luxemburger Gewerbeimmobilien-Spezialisten ein.

Für das laufende Jahr peilt Aroundtown einen operativen Gewinn von 460 bis 485 Millionen Euro an. 2019 hatte der Konzern ohne TLG einen FFO 1 von 446 Millionen Euro erzielt. In den Zahlen sind jeweils die Gewinnanteile von sogenannten Perpetual-Papieren mit eingerechnet. Die Inhaber dieser Papiere mit ewiger Laufzeit, die zu 100 Prozent als Eigenkapital klassifiziert sind, erhalten Zinsen und sind am Unternehmensgewinn beteiligt.

Um den Aktienkurs wieder auf Vordermann zu bringen, will Aroundtown bis Ende 2020 eigene Anteile für insgesamt bis zu eine Milliarde Euro zurückkaufen. Das Unternehmen hat zwei Aktienrückkaufprogramme angekündigt. Auf eine Dividende für Jahr 2019 sollen Aktionäre angesichts der Corona-Krise aber vorerst verzichten.

Aroundtown wurde 2004 vom israelischen Geschäftsmann Yakir Gabay gegründet und 2015 an die Börse gebracht. Seit März 2018 ist das Unternehmen im MDax gelistet. Mit der Übernahme des kleineren Konkurrenten TLG Immobilien wurden die Luxemburger zum größten Anbieter von Büroimmobilien in Europa. Zudem ist der Konzern mit rund 40 Prozent an Grand City Properties <LU0775917882> beteiligt. Grand City besaß zuletzt rund 71 000 Wohnungen vor allem in Nordrhein-Westfalen und Berlin.

Das in der Öffentlichkeit bis dato weitgehend unbekannte Unternehmen Aroundtown aus Luxemburg geriet im Sommer 2019 mit dem Engagement als Trikotsponsor des Bundesliga-Aufsteigers Union Berlin in die Schlagzeilen. Das Unternehmen ist zudem wegen seines schwer durchschaubaren Firmengeflechts allerdings sehr umstritten. So gehört in der Regel jede Immobilien einer eigenen GmbH und diese wiederum einer Gesellschaft auf Zypern.

Größter Aktionär bleibt auch nach der Übernahmen von TLG Aroundtown-Gründer Gabay mit einem Anteil von rund 10 Prozent. Noch im Februar hielt Gabay einen Aufstieg des fusionierten Unternehmens in die erste Börsenliga für möglich. "Es ist nach unseren Berechnungen realistisch, dass Aroundtown nächstes Jahr in den Dax aufsteigt", hatte er in einem Interview mit dem "Manager Magazin" gesagt. Allerdings war das noch vor dem Corona-Crash an der Frankfurter Börse. Seitdem verlor die Aroundtown-Aktie deutlich an Wert.

Mit einem Börsenwert von nur noch etwas mehr als sieben Milliarden Euro liegt Aroundtown derzeit gerade noch im oberen Drittel des MDax. Für einen Dax-Aufstieg ist neben dem Handelsvolumen auf der Xetra-Plattform der Deutschen Börse auch der Börsenwert des Streubesitzes maßgeblich. Der Israeli Gabay hat wie auch sein Landsmann Amir Dayan, der größter TLG-Aktionär war, mit Investments in unterbewertete deutsche Immobilien nach der Finanzkrise Milliarden verdient.

DAS MACHT DIE AKTIE:

Im Januar und Februar war die Aroundtown-Aktie von einem Rekordhoch zum nächsten geeilt. Am 19. Februar erreichte sie bei 8,88 Euro den höchsten Stand ihrer erst gut fünfjährigen Börsengeschichte. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Kurs seit Jahresbeginn um mehr als elf Prozent zugelegt.

Mitte März stürzte der Aktienkurs im Corona-Crash unter die Marke von drei Euro. Seit seinem Tief von 2,882 Euro konnte sich zwar das Papier wieder um mehr als 60 Prozent auf rund 4,80 Euro erholen. Dennoch ist der Kurs noch weit vom Niveau aus der Zeit vor der Krise entfernt. Seit Jahresbeginn hat die Aktie rund 40 Prozent an Wert verloren.

Damit ist das Papier in diesem Jahr einer der größten Verlierer im MDax.Auch Anleger, bei denen Aktie schon länger im Depot liegt, haben wenig Grund zur Freude. In den vergangenen drei Jahren büßte die Aktie rund 15 Prozent ihres Wertes ein.

Damit ist die Aktie im Kosmos der Immobilien-Aktien eine Ausnahme. Anlagen in andere Immobilientitel wie Deutsche Wohnen <DE000A0HN5C6>, LEG Immobilien, <DE000LEG1110> Tag <DE0008303504> oder Vonovia <DE000A1ML7J1> waren zuletzt meist sehr lukrativ. Diese sind allerdings größtenteils im Wohnungsmarkt aktiv - Aroundtown schnitt aber auch schlechter ab als der Konkurrent Alstria Office <DE000A0LD2U1>, dessen Kurs in diesem Zeitraum zumindest stabil geblieben ist.

DAS SAGEN ANALYSTEN:

Aufgrund des niedrigen Aktienkurses empfehlen sechs der seit August im dpa-AFX-Analyser erfassten Experten, die Aktien von Aroundtown zu kaufen. Vier Analysten raten zum Halten der Papiere und zwei zum Verkauf. Das Kursziel variiert dabei von 4,60 bis 8,00 Euro.

Der Halbjahresbericht des Immobilienunternehmens bietet Analyst Andre Remke von der Baader Bank zufolge sowohl für Skeptiker als auch für Optimisten etwas. Die Zahlen und der Ausblick seien folglich gemischt ausgefallen. Angesichts der niedrigen Bewertung der Papiere sollten viele Sorgen aber schon im Kurs eingearbeitet sein, schätzt Remke.

Nach Ansicht von Thomas Rothäusler vom Analysehaus Jefferies hat Aroundtown im ersten Halbjahr zwar beim Ergebnis negativ überrascht, und die erstmals gegebene Jahresprognose für den operativen Gewinn bleibe weit hinter den Erwartungen zurück. Der Nettoinventarwert (NAV) sei aber besser ausgefallen als erwartet.

Für Markus Scheufler von der Deutschen Bank hat das erste Halbjahr des Immobilienunternehmens einige positive Überraschungen etwa bei Bewertung und Verkaufspreisen gebracht. Ein Bewertungsabschlag sei wegen der Unsicherheiten im Hotelsegment allerdings gerechtfertigt, schrieb er.

Analyst Jonathan Kownator von der US-Bank Goldman Sachs zeigte sich hingegen von der Halbjahresbilanz und den Jahreszielen enttäuscht. Er empfiehlt die Aktie nicht mehr zum Kauf, sondern nur noch zum Halten. Angesichts der Hotels im Konzernportfolio erwartet Kownator eine durchwachsene Kursentwicklung.

Unterdessen sieht Analyst Paul May von der britischen Bank Barclays die Geschäftsentwicklung von Aroundtown zunehmend mit Risiken behaftet. Eine auf den ersten Blick günstige Unternehmensbewertung reiche nicht aus, auch der hohe Einsatz an Fremdkapital sei zu berücksichtigen, schrieb May. Zudem sieht er den strukturellen Wandel im Markt für Büroimmobilien und Hotels mit Sorge - auch wegen der Corona-Pandemie.

Aus seiner Sicht ist die hohe Verschuldung von Aroundtown in diesen Zeiten ein großes Risiko. Deshalb stufte May die Aktien des Gewerbeimmobilienkonzerns von "Overweight" auf "Underweight" ab und senkte das Kursziel von 6,10 auf 4,60 Euro.

Auch Analyst Bart Gysens von der US-Investmentbank Morgan Stanley rät, die Aroundtown-Aktie zu verkaufen. Er reduzierte erst jüngst das Kursziel für das Papier von 5,50 auf 5,00 Euro. Das mangelnde Wachstum des europäischen Immobiliensektors dürfte nach seiner Ansicht nach die Renditen begrenzen. Das Wohnimmobilien-Segment habe unter anderem mit alten, ungelösten strukturellen Problemen zu kämpfen, während der Gewerbeimmobilien-Bereich vor neuen strukturellen Herausforderungen stehe./mne/fba/stw/zb

24.08.2020 | 06:35:03 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Immobilienexperten: Homeoffice kann Wohnungsmärkte entlasten
24.08.2020 | 05:22:44 (dpa-AFX)
Immobilienexperten: Homeoffice kann Wohnungsmärkte entlasten
11.08.2020 | 10:21:09 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Immobilienkonzern Alstria Office mit Umsatzrückgang - Aktie im Minus
10.08.2020 | 19:21:44 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Umsatz von Immobilienkonzern Alstria Office schrumpft
10.08.2020 | 19:10:35 (dpa-AFX)
Immobilienkonzern Alstria Office erhöht Dividende leicht
03.08.2020 | 05:43:10 (dpa-AFX)
Riexinger fordert Mietendeckel für Gewerbeimmobilien