Mini-Future Long 50,4601 open end: Basiswert Merck KGaA

DD85JE / DE000DD85JE7 //
Quelle: DZ BANK: Geld 05.08. 16:26:05, Brief 05.08. 16:26:05
DD85JE DE000DD85JE7 // Quelle: DZ BANK: Geld 05.08. 16:26:05, Brief 05.08. 16:26:05
6,40 EUR
Geld in EUR
6,41 EUR
Brief in EUR
2,24%
Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 112,00 EUR
Quelle : Xetra , 16:11:43
  • Basispreis
    47,9435 EUR
  • Abstand zum Basispreis in % 57,19%
  • Knock-Out-Barriere
    50,4601 EUR
  • Abstand zum Knock-Out in % 54,95%
  • Hebel 1,75x
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 0,10
  • HeaderLabel Abstand zum Knock-Out in %
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Hinweis der DZ BANK:
Das öffentliche Angebot dieses Wertpapiers ist beendet. Kursstellungen nur während der Börsenzeiten.

Chart

Mini-Future Long 50,4601 open end: Basiswert Merck KGaA

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Quelle: DZ BANK AG, Frankfurt: 05.08. 16:26:05
Charts zeigen die Wertentwicklungen der Vergangenheit. Zukünftige Ergebnisse können sowohl niedriger als auch höher ausfallen. Falls Kurse in Fremdwährung notieren, kann die Rendite infolge von Währungsschwankungen steigen oder fallen. © 2020 DZ BANK AG

Stammdaten

Stammdaten
WKN / ISIN DD85JE / DE000DD85JE7
Emittent DZ BANK AG
Produktstruktur Hebelprodukt
Kategorie Mini-Future
Produkttyp long (steigende Markterwartung)
Währung des Produktes EUR
Quanto Nein
Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 0,10
Emissionsdatum 11.06.2018
Erster Handelstag 11.06.2018
Handelszeiten Übersicht
Knock-Out-Zeiten Übersicht
Zahltag Endlos
Basispreis
47,9435 EUR
Knock-Out-Barriere
50,4601 EUR
Anpassungsprozentsatz p.a. 2,49000% p.a.
enthält: Bereinigungsfaktor 3,00%

Kennzahlen

Kennzahlen
Berechnung: 05.08.2020, 16:26:05 Uhr mit Geld 6,40 EUR / Brief 6,41 EUR
Spread Absolut 0,01 EUR
Spread Homogenisiert 0,10 EUR
Spread in % des Briefkurses 0,16%
Hebel 1,75x
Abstand zum Knock-Out Absolut 61,5399 EUR
Abstand zum Knock-Out in % 54,95%
Performance seit Auflegung in % 79,42%

Produktbeschreibung

Art
Dieses Produkt ist eine Inhaberschuldverschreibung, die unter deutschem Recht begeben wurde.
Ziele
Ziel dieses Produkts ist es, Ihnen einen bestimmten Anspruch zu vorab festgelegten Bedingungen zu gewähren. Das Produkt hat keine feste Laufzeit. Sie partizipieren überproportional (gehebelt) an allen Entwicklungen des Beobachtungspreises. Aufgrund seiner Hebelwirkung reagiert das Produkt auf kleinste Bewegungen des Beobachtungspreises. Das Produkt kann während seiner Laufzeit verfallen, sofern ein Knock-out-Ereignis eintritt. Ein Knock-out-Ereignis tritt ein, wenn der Beobachtungspreis mindestens einmal auf oder unter der Knock-out-Barriere liegt. In diesem Fall erhalten Sie einen Rückzahlungsbetrag, der sich wie folgt ermittelt: Zuerst wird der Basispreis vom Kurs, den die Emittentin innerhalb der Bewertungsfrist ermittelt, abgezogen. Anschließend wird dieses Ergebnis mit dem Bezugsverhältnis multipliziert. Wird von der DZ BANK jedoch kein positiver Rückzahlungsbetrag berechnet, gilt Folgendes: Der Rückzahlungsbetrag je Optionsschein beträgt 0,001 EUR und wird am Rückzahlungstermin gezahlt, wobei der Rückzahlungsbetrag, den die DZ BANK an Sie zahlt, aufsummiert für sämtliche von Ihnen gehaltenen Optionsscheine berechnet und kaufmännisch auf zwei Nachkommastellen gerundet wird. Soweit Sie weniger als zehn Optionsscheine halten, wird unabhängig von der Anzahl der Optionsscheine, die Sie halten, ein Betrag in Höhe von 0,01 EUR gezahlt. Sie sind berechtigt, die Optionsscheine an jedem Einlösungstermin zum Rückzahlungsbetrag einzulösen. Die Einlösung erfolgt, indem Sie mindestens zehn Bankarbeitstage vor dem jeweiligen Einlösungstermin bis 10:00 Uhr (Ortszeit Frankfurt am Main) eine Erklärung in Textform an die DZ BANK schicken. Darüber hinaus haben wir das Recht, die Optionsscheine insgesamt, jedoch nicht teilweise, am ordentlichen Kündigungstermin ordentlich zu kündigen. Die ordentliche Kündigung durch uns ist mindestens 30 Kalendertage vor dem jeweiligen ordentlichen Kündigungstermin zu veröffentlichen. Nach Einlösung durch Sie oder Kündigung durch uns und sofern nicht zuvor ein Knock-out-Ereignis eingetreten ist, erhalten Sie einen Rückzahlungsbetrag am Rückzahlungstermin der wie folgt ermittelt wird: Der Basispreis wird vom Referenzpreis abgezogen. Anschließend wird das Ergebnis mit dem Bezugsverhältnis multipliziert. Der Basispreis und die Knock-out-Barriere werden regelmäßig angepasst, um u.a. eine Finanzierungskomponente zu berücksichtigen, die der DZ BANK aufgrund eines spezifischen Marktzinses zuzüglich einer von der DZ BANK nach ihrem billigem Ermessen festgelegten Marge entsteht. Sie erhalten keine sonstigen Erträge (z.B. Dividenden) und haben keine weiteren Ansprüche (z.B. Stimmrechte) aus dem Basiswert.

Analyse

Gesamteindruck
Einfach nutzbares Gesamtrating basierend auf einer fundamentalen, technischen und Risikoanalyse unter Einbezug von Branchen- und Marktumfeld.

Neutral

Gewinnprognose
Der Veränderungstrend der Gewinnprognosen über ein Zeitfenster von 7 Wochen.

Analysten neutral, zuvor positiv (seit 14.07.2020)

Kurs-Gewinn-Verhältnis
Das KGV setzt den aktuellen Kurs der Aktie ins Verhältnis zu seiner Gewinnerwartung. Es wird auf Basis der langfristigen Gewinnprognosen der Analysten errechnet.
15,9

Erwartetes KGV für 2022

Risiko-Bewertung
Gesamteinschätzung des Risikos auf Basis des Bear Market und des Bad News Factors.

Mittel

Bear-Market-Faktor
Risiko Parameter, der anhand des Titelverhaltens in sich abwärts bewegenden Märkten das Marktrisiko einer Aktie angibt.

Mittlere Anfälligkeit bei Indexrückgängen

Korrelation
Die Korrelation gibt an, inwieweit die Bewegungen der Aktie mit denen Ihres Indexes übereinstimmen.
77,6%

Starke Korrelation mit dem DJ Stoxx 600

Marktkapitalisierung (Mrd. USD) 56,56 Grosser Marktwert Mit einer Marktkapitalisierung von >$8 Mrd., ist MERCK KGAA ein hoch kapitalisierter Titel.
Gewinnprognose Analysten neutral, zuvor positiv (seit 14.07.2020) Die Gewinnprognosen pro Aktie haben sich in den letzten 7 Wochen nicht wesentlich verändert (Veränderungen zwischen +1% bis -1% werden als neutral betrachtet). Das letzte signifikante Analystensignal war positiv und hat am 14.07.2020 bei einem Kurs von 109,10 eingesetzt.
Preis Fairer Preis Auf Basis des Wachstumspotentials und anderer Messwerte erscheint der Kurs angemessen.
Relative Performance 4,1% vs. DJ Stoxx 600 Die relative "Outperformance" der letzten vier Wochen im Vergleich zum DJ Stoxx 600 beträgt 4,1%.
Mittelfristiger Trend Neutrale Tendenz, zuvor jedoch (seit dem 24.04.2020) positiv Die Aktie wird in der Nähe ihres 40-Tage Durchschnitts gehandelt (in einer Bandbreite von +1,75% bis -1,75%). Zuvor unterlag der Wert einem positiven Trend (seit dem 24.04.2020). Der bestätigte technische Trendwendepunkt von -1,75% entspricht 107,05.
Wachstum KGV 0,9 3,88% Aufschlag relativ zur Wachstumserwartung Liegt das "Verhältnis zwischen Wachstum plus geschätzte Dividende und KGV" unter 0,9, so beinhaltet der Kurs bereits einen Aufschlag gegenüber dem normalen Preis für das Wachstumspotential. Hier: 3,88% Aufschlag.
KGV 15,9 Erwartetes KGV für 2022 Das erwartete KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) gilt für das Jahr 2022.
Langfristiges Wachstum 12,5% Wachstum heute bis 2022 p.a. Die durchschnittlichen jährlichen Wachstumsraten gelten für die Gewinne von heute bis 2022.
Anzahl der Analysten 20 Starkes Analysteninteresse In den zurückliegenden sieben Wochen haben durchschnittlich 20 Analysten eine Schätzung des Gewinns pro Aktie für diesen Titel abgegeben.
Dividenden Rendite 1,2% Dividende durch Gewinn gut gedeckt Für die während den nächsten 12 Monaten erwartete Dividende müssen voraussichtlich 19,78% des Gewinns verwendet werden.
Risiko-Bewertung Mittel Die Aktie ist seit dem 31.07.2020 als Titel mit mittlerer Sensitivität eingestuft.
Bear-Market-Faktor Mittlere Anfälligkeit bei Indexrückgängen Die Aktie tendiert dazu, Indexrückgänge in etwa gleichem Umfang mitzuvollziehen.
Bad News Geringe Kursrückgänge bei spezifischen Problemen Der Titel verzeichnet bei unternehmensspezifischen Problemen i.d.R. geringe Kursabschläge in Höhe von durchschnittlich 1,8%.
Beta 0,87 Geringe Anfälligkeit vs. DJ Stoxx 600 Die Aktie tendiert dazu, pro 1% Indexbewegung mit einem Ausschlag von 0,87% zu reagieren.
Korrelation 365 Tage 77,6% Starke Korrelation mit dem DJ Stoxx 600 77,6% der Kursschwankungen werden durch Indexbewegungen verursacht.
Value at Risk 16,62 EUR Das geschätzte mittelfristige Value at Risk beträgt 16,62 EUR oder 0,15% Das geschätzte Value at Risk beträgt 16,62 EUR. Das Risiko liegt deshalb bei 0,15%. Dieser Wert basiert auf der mittelfristigen historischen Volatilität (1 Monat) mit einem Konfidenzintervall von 95%.
Volatilität der über 1 Monat 27,9%
Volatilität der über 12 Monate 27,4%

Tools

Kaufszenario (aktuelle/Einstandskurse)
Im Kaufszenario tragen Sie einen „Start“-Kurs und einen „Ziel“-Kurs mit dem gewünschten Wert ein. Danach Stückzahl eintragen und "Berechnen" drücken. Mit dem Aktualisieren-Button (Kreislauf) werden die aktuellen Werte für den Basiswert und das Produkt abgerufen.
Verkaufszenario (Zielkurse)
Im Verkaufsszenario tragen Sie einen „Ziel“-Kurs mit dem gewünschten Wert ein; der „Start“-Kurs wird aus dem aktuellen Kurs gebildet, oder Sie geben einen gewünschten Startwert ein; Stückzahl auswählen und dann Button Berechnen drücken.
Transaktionsvolumen
Tragen Sie hier eine Produktstückzahl ein, um die Performance der geplanten Investition zu schätzen. Ohne Eintragung einer Stückzahl erfolgt keine Berechnung. Die Berechnung erfolgt nach Klick auf den Berechnen-Button.
Berechnung ohne jegliche Kosten. Bitte beachten Sie individuelle Gebühren, Provisionen und andere Entgelte bei Kauf und Verkauf.

News

05.08.2020 | 13:11:38 (dpa-AFX)
MERCK IM FOKUS: Corona verdüstert die Lage beim Chemie- und Pharmakonzern

DARMSTADT (dpa-AFX) - Die Corona-Krise dürfte beim Darmstädter Spezialchemie und Pharmakonzern Merck KGaA im zweiten Quartal deutlichere Spuren hinterlassen haben. Die Aktie hat sich inzwischen vom Corona-Crash erholt, doch zuletzt, so scheint es, fehlten neue Impulse. Zur Lage des Unternehmens, was die Analysten sagen und was die Aktie macht:

LAGE DES UNTERNEHMENS:

Eigentlich bahnte sich bei Merck zuletzt Gutes an: Das Laborgeschäft des Dax-Unternehmens wächst seit Jahren dank der Übernahme des US-Konzerns Sigma-Aldrich und das Pharmageschäft lief dank neuer Medikamente wieder besser. Und selbst in der schwächelnden Sparte für Spezialmaterialien, die durch ein schwieriges Geschäft mit Flüssigkristallen etwa für Smartphones und Displays heruntergezogen worden war, schien der Konzern mit dem Schwenk hin zu Halbleitermaterialien eine passende Antwort gefunden zu haben.

Doch mit Corona dürften die erhofften Fortschritte länger auf sich warten lassen. Zur Bilanzvorlage für das erste Quartal hat Merck-Chef Stefan Oschmann bereits die Ziele für den Gesamtkonzern für dieses Jahr gekürzt und sich auch von der ursprünglich für 2020 angepeilten Erholung im Spezialchemiegeschäft verabschiedet.

In das neue Jahr waren die Darmstädter auch dank der Übernahme des US-Halbleiter-Zulieferers Versum Materials zwar noch mit starken Zuwächsen bei Umsatz und Ergebnis gestartet. Im zweiten Jahresviertel dürfte der Dax-Konzern jedoch erheblich mit den Folgen der Virus-Pandemie zu kämpfen gehabt haben. Genaueres dürfte der an diesem Donnerstag anstehende Quartalsbericht zeigen. So fiel der Lockdown in vielen wichtigen Endmärkten wie Europa und die USA größtenteils in diese Periode.

Oschmann hat bereits erklärt, dass die Corona-Krise sämtliche Geschäftsbereiche treffen dürfte. So dreht die Pandemie selbst im sonst eigentlich robusten Laborgeschäft einigen Aktivitäten den Saft ab: Weil Forschungseinrichtungen geschlossen wurden, schwächelt dort etwa das Geschäft mit akademischen Kunden. Bei den Spezialmaterialien kam durch die Pandemie zusätzlich zum Problem der Flüssigkristalle noch die Schwäche im Pigmentgeschäft hinzu - der Bereich beliefert mit der Auto- und Kosmetikbranche ausgerechnet zwei Industrien, die im Lockdown teils erheblich unter einer gesunkenen Nachfrage zu leiden hatten.

Im Pharmageschäft erwischte es zunächst das Geschäft mit der Familienplanung: Deutliche Rückgänge hatte Merck bereits zum Jahresstart mit seiner Fruchtbarkeitstherapie Gonal-F zu verzeichnen, im zweiten Quartal rechnen Experten nun auch noch mit einem Einbruch bei der Multiple-Sklerose-Tablette Mavenclad insbesondere in den USA.

Merck hat das Medikament erst seit wenigen Jahren auf dem Markt, in jüngster Vergangenheit hatte es sich zum verlässlichen Wachstumsbringer gemausert. Im vergangenen Jahr hatte der Konzern rund 320 Millionen Euro mit dem Mittel umgesetzt, 2018 waren es noch 90 Millionen Euro gewesen. Doch Experten schätzten, das der Lockdown in den USA im zweiten Quartal die Umsätze um gut ein Fünftel hat einknicken lassen, weil Therapien verschoben wurden.

Das Management hat seine Prognose unter die Prämisse gestellt, dass die Pandemie im zweiten Quartal in Europa und USA ihren Höhepunkt erreicht hat und sich die Lage bis Ende September normalisiert. Eine zweite größere Corona-Welle ist in den Zielen nicht berücksichtigt. Angesichts der wieder steigenden Fallzahlen in den USA aber auch in Europa könnte Merck noch eine schwierige Zeit bevorstehen.

DAS SAGEN DIE ANALYSTEN

Mit Blick auf die Aktie sind Analysten inzwischen zurückhaltender: Von den im dpa-AFX Analyser seit der letzten Bilanzpräsentation im Mai erfassten 13 Experten empfehlen nur noch drei die Aktie zum Kauf. Die Mehrheit mit sieben Stimmen stellt sich mittlerweile an die Seitenlinie und votiert für "Halten". Drei Analysten raten, das Papier zu verkaufen. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 109,58 Euro, ähnlich hoch wie vor rund drei Monaten.

Damals hatten sich Kauf- und Halten-Voten noch die Waage gehalten. Dass sich inzwischen das Pendel in Richtung Vorsicht senkt, lässt sich wohl auch mit der Kursentwicklung begründen: Seit Anfang Mai hatte das Merck-Papier zeitweise fast 15 Prozent hinzugewonnen.

Zwar hat sich die Aktie deutlich von ihren Corona-bedingten Tiefständen erholt, doch rechnen die Experten damit, dass Merck sich wappnen muss. Für den Rest des Jahres dürfte es mit den Corona-Belastungen noch einiges an Gegenwind geben, prophezeite etwa HSBC-Analyst Stephen McGarry vor einigen Wochen.

Mit einem Kursziel von 125 Euro traut Analyst Trung Huynh von der Schweizer Bank Credit Suisse der Aktie derzeit am meisten zu. Seine positive Einschätzung begründet der Experte generell mit dem solide wachsenden Markt für Laborbedarf und dem Potenzial der Pharmapipeline, das er insbesondere in der MS-Tablette Mavenclad und dem Krebsmedikament Bavencio begründet sieht. Doch die Auswirkungen des Lockdowns auf das Pharmageschäft machen auch Huynh derzeit Sorgen. Zudem weist er auf den anhaltenden Konkurrenzdruck aus Asien im Flüssigkristallgeschäft hin. Er erhofft sich daher von Konzernchef Oschmann genauere Hinweise darauf, wie dieser das zweite Halbjahr einschätzt.

Große Zweifel äußert Analyst Krishna Chaitanya Arikatla von der US-Bank Goldman Sachs. Er sieht derzeit ganz klar ein Übergewicht an Risiken und stuft daher die Aktie mit "Sell" ein. Sein Kursziel von 94 Euro ist aktuell eines der niedrigsten im dpa-AFX Analyser. Als eines seiner wichtigsten Argumente zählt Arikatla die Rückschlaggefahr für das Diabetes-Medikament Glucophage in China auf, für das er im kommenden Jahr mit deutlichen Umsatzeinbußen rechnet.

Uneins sind die Experten zudem in ihrer Beurteilung von Bavencio, das Krebsmittel ist einer der wichtigsten Hoffnungsträger des Konzerns: Emily Field von der britischen Barclays-Bank etwa bezweifelt das kommerzielle Potenzial des Mittels. JPMorgan-Analyst Richard Vosser hingegen zeigte sich nach vielversprechenden Daten bei Blasenkrebs begeistert und erklärte Anfang Juni dass der Markt nun seine Erwartungen in dieser Indikation anheben müsse.

DAS MACHT DIE AKTIE:

Das mit dem Corona-Crash erreichte Zwischentief im März bei rund 76 Euro hat die Merck-Aktie schon lange hinter sich gelassen. Bis Mitte Juli konnte sich der Kurs um mehr als die Hälfte bis auf knapp 118 Euro erholen, fiel dann allerdings zuletzt wieder etwas zurück. Wer zum Tiefpunkt eingestiegen ist, hat damit aber einen satten Gewinn erzielt. Sogar seit Jahresbeginn liegt das Papier inzwischen wieder im Plus.

Weniger erfreulich ist die Kursbilanz mit Blick auf das Hoch aus dem Februar. So weit hatte es die Aktie vor allem deshalb geschafft, weil die Anleger auf eine Erholung im Spezialchemiegeschäft setzten. Doch bis zum bisherigen Rekordkurs von knapp 126 Euro klafft derzeit noch immer eine Lücke von mehr als zehn Prozent.

Aktuell bringt es die Merck-Aktie auf einen Marktwert von knapp 50 Milliarden Euro und liegt damit im europäischen Pharmaindex auf Platz 17 - im Dax schafft es Merck damit aber unter die die Top-Ten. Mit seiner Kursentwicklung schlägt das Papier an der Frankfurter Börse den Gesamtmarkt: Zum Vergleich: Der deutsche Leitindex liegt seit Jahresbeginn noch etwas im Minus, und bis zu seinem Rekord bei knapp 13 800 Punkten von Mitte Februar fehlen dem Börsenbarometer derzeit noch etwa acht Prozent./tav/knd/stk

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Anwalt: Pharmakonzern Merck muss in Frankreich Schadenersatz zahlen
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