Endlos Turbo Long 31,7675 open end: Basiswert Vonovia

DD0ZHT / DE000DD0ZHT3 //
Quelle: DZ BANK: Geld 03.03. 15:29:06, Brief 03.03. 15:29:06
DD0ZHT DE000DD0ZHT3 // Quelle: DZ BANK: Geld 03.03. 15:29:06, Brief 03.03. 15:29:06
2,19 EUR
Geld in EUR
2,20 EUR
Brief in EUR
-1,35%
Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 53,82 EUR
Quelle : Xetra , 15:14:12
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    31,7675 EUR
  • Abstand zum Basispreis in %
    40,97%
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    31,7675 EUR
  • Abstand zum Knock-Out in % 40,97%
  • Hebel 2,44x
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 0,10
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Hinweis der DZ BANK:
Das öffentliche Angebot dieses Wertpapiers ist beendet. Kursstellungen nur während der Börsenzeiten.

Chart

Endlos Turbo Long 31,7675 open end: Basiswert Vonovia

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Quelle: DZ BANK AG, Frankfurt: 03.03. 15:29:06
Charts zeigen die Wertentwicklungen der Vergangenheit. Zukünftige Ergebnisse können sowohl niedriger als auch höher ausfallen. Falls Kurse in Fremdwährung notieren, kann die Rendite infolge von Währungsschwankungen steigen oder fallen. © 2021 DZ BANK AG

Stammdaten

Stammdaten
WKN / ISIN DD0ZHT / DE000DD0ZHT3
Emittent DZ BANK AG
Produktstruktur Hebelprodukt
Kategorie Endlos Turbo
Produkttyp long (steigende Markterwartung)
Währung des Produktes EUR
Quanto Nein
Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 0,10
Emissionsdatum 05.07.2017
Erster Handelstag 05.07.2017
Handelszeiten Übersicht
Knock-Out-Zeiten Übersicht
Zahltag Endlos
Basispreis
31,7675 EUR
Knock-Out-Barriere
31,7675 EUR
Anpassungsprozentsatz p.a. 2,44700% p.a.
enthält: Bereinigungsfaktor 3,00%

Kennzahlen

Kennzahlen
Berechnung: 03.03.2021, 15:29:06 Uhr mit Geld 2,19 EUR / Brief 2,20 EUR
Spread Absolut 0,01 EUR
Spread Homogenisiert 0,10 EUR
Spread in % des Briefkurses 0,45%
Hebel 2,44x
Abstand zum Knock-Out Absolut 22,0525 EUR
Abstand zum Knock-Out in % 40,97%
Performance seit Auflegung in % >999,99%

Basiswert

Basiswert
Kurs 53,82 EUR
Diff. Vortag in % -0,33%
52 Wochen Tief 36,710 EUR
52 Wochen Hoch 62,74 EUR
Quelle Xetra, 15:14:12
Basiswert Vonovia SE
WKN / ISIN A1ML7J / DE000A1ML7J1
KGV 25,03
Produkttyp Aktie
Sektor Diverse

Produktbeschreibung

Art
Dieses Produkt ist eine Inhaberschuldverschreibung, die unter deutschem Recht begeben wurde.
Ziele
Ziel dieses Produkts ist es, Ihnen einen bestimmten Anspruch zu vorab festgelegten Bedingungen zu gewähren. Das Produkt hat keine feste Laufzeit. Sie partizipieren überproportional (gehebelt) an allen Entwicklungen des Beobachtungspreises. Aufgrund seiner Hebelwirkung reagiert das Produkt auf kleinste Bewegungen des Beobachtungspreises. Das Produkt kann während seiner Laufzeit verfallen, sofern ein Knock-out-Ereignis eintritt. Ein Knock-out-Ereignis tritt ein, wenn der Beobachtungspreis mindestens einmal auf oder unter der Knock-out-Barriere liegt. In diesem Fall beträgt der Auszahlungsbetrag je Produkt 0,001 EUR und wird am Rückzahlungstermin gezahlt, wobei der Auszahlungsbetrag, den die DZ BANK an Sie zahlt, aufsummiert für sämtliche von Ihnen gehaltenen Optionsscheine berechnet und kaufmännisch auf zwei Nachkommastellen gerundet wird. Soweit Sie weniger als zehn Optionsscheine halten, wird unabhängig von der Anzahl der Produkte, die Sie halten, ein Betrag in Höhe von 0,01 EUR gezahlt. Sie sind berechtigt, die Optionsscheine an jedem Einlösungstermin zum Rückzahlungsbetrag einzulösen. Die Einlösung erfolgt, indem Sie mindestens zehn Bankarbeitstage vor dem jeweiligen Einlösungstermin bis 10:00 Uhr (Ortszeit Frankfurt am Main) eine Erklärung in Textform an die DZ BANK schicken. Darüber hinaus haben wir das Recht, die Optionsscheine insgesamt, jedoch nicht teilweise, am ordentlichen Kündigungstermin ordentlich zu kündigen. Die ordentliche Kündigung durch uns ist mindestens 30 Kalendertage vor dem jeweiligen ordentlichen Kündigungstermin zu veröffentlichen. Nach Einlösung durch Sie oder Kündigung durch uns und sofern nicht zuvor ein Knock-out-Ereignis eingetreten ist, entspricht der Rückzahlungsbetrag am Rückzahlungstermin der Differenz zwischen Referenzpreis und Basispreis, multipliziert mit dem Bezugsverhältnis. Der Basispreis und die Knock-out-Barriere werden täglich angepasst, um u.a. eine Finanzierungskomponente zu berücksichtigen, die der DZ BANK aufgrund eines spezifischen Marktzinses zuzüglich einer von DZ BANK nach ihrem billigem Ermessen festgelegten Marge entsteht. Die Knock-out-Barriere entspricht stets dem aktuellen Basispreis. Sie erhalten keine sonstigen Erträge (z.B. Dividenden) und haben keine weiteren Ansprüche (z.B. Stimmrechte) aus dem Basiswert.

Analyse

Gesamteindruck
Einfach nutzbares Gesamtrating basierend auf einer fundamentalen, technischen und Risikoanalyse unter Einbezug von Branchen- und Marktumfeld.

Eher positiv

Gewinnprognose
Der Veränderungstrend der Gewinnprognosen über ein Zeitfenster von 7 Wochen.

Negative Analystenhaltung seit 16.02.2021

Kurs-Gewinn-Verhältnis
Das KGV setzt den aktuellen Kurs der Aktie ins Verhältnis zu seiner Gewinnerwartung. Es wird auf Basis der langfristigen Gewinnprognosen der Analysten errechnet.
20,4

Erwartetes KGV für 2022

Risiko-Bewertung
Gesamteinschätzung des Risikos auf Basis des Bear Market und des Bad News Factors.

Niedrig

Bear-Market-Faktor
Risiko Parameter, der anhand des Titelverhaltens in sich abwärts bewegenden Märkten das Marktrisiko einer Aktie angibt.

Defensiver Charakter bei sinkendem Index

Korrelation
Die Korrelation gibt an, inwieweit die Bewegungen der Aktie mit denen Ihres Indexes übereinstimmen.
51,4%

Mittelstarke Korrelation mit dem DJ Stoxx 600

Marktkapitalisierung (Mrd. USD) 36,34 Grosser Marktwert Mit einer Marktkapitalisierung von >$8 Mrd., ist VONOVIA ein hoch kapitalisierter Titel.
Gewinnprognose Negative Analystenhaltung seit 16.02.2021 Die Gewinnerwartung der Analysten pro Aktie liegen heute niedriger als vor sieben Wochen. Dieser negative Trend hat am 16.02.2021 bei einem Kurs von 54,50 eingesetzt.
Preis Fairer Preis Auf Basis des Wachstumspotentials und anderer Messwerte erscheint der Kurs angemessen.
Relative Performance -4,6% Unter Druck (vs. DJ Stoxx 600) Die relative "Underperformance" der letzten vier Wochen im Vergleich zum DJ Stoxx 600 beträgt -4,6%.
Mittelfristiger Trend Negative Tendenz seit dem 12.01.2021 Der technische 40-Tage Trend ist seit dem 12.01.2021 negativ. Der bestätigte technische Trendwendepunkt von +1,75% entspricht 56,60.
Wachstum KGV 0,8 10,68% Aufschlag relativ zur Wachstumserwartung Liegt das "Verhältnis zwischen Wachstum plus geschätzte Dividende und KGV" unter 0,9, so beinhaltet der Kurs bereits einen Aufschlag gegenüber dem normalen Preis für das Wachstumspotential. Hier: 10,68% Aufschlag.
KGV 20,4 Erwartetes KGV für 2022 Das erwartete KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) gilt für das Jahr 2022.
Langfristiges Wachstum 13,2% Wachstum heute bis 2022 p.a. Die durchschnittlichen jährlichen Wachstumsraten gelten für die Gewinne von heute bis 2022.
Anzahl der Analysten 13 Starkes Analysteninteresse In den zurückliegenden sieben Wochen haben durchschnittlich 13 Analysten eine Schätzung des Gewinns pro Aktie für diesen Titel abgegeben.
Dividenden Rendite 3,3% Dividende durch Gewinn gedeckt Für die während den nächsten 12 Monaten erwartete Dividende müssen voraussichtlich 67,86% des Gewinns verwendet werden.
Risiko-Bewertung Niedrig Niedrig, keine Veränderung im letzten Jahr.
Bear-Market-Faktor Defensiver Charakter bei sinkendem Index Die Aktie tendiert dazu, Indexrückgänge um durchschnittlich -90 abzuschwächen.
Bad News Geringe Kursrückgänge bei spezifischen Problemen Der Titel verzeichnet bei unternehmensspezifischen Problemen i.d.R. geringe Kursabschläge in Höhe von durchschnittlich 3,0%.
Beta 0,56 Geringe Anfälligkeit vs. DJ Stoxx 600 Die Aktie tendiert dazu, pro 1% Indexbewegung mit einem Ausschlag von 0,56% zu reagieren.
Korrelation 365 Tage 51,4% Mittelstarke Korrelation mit dem DJ Stoxx 600 51,4% der Kursschwankungen werden durch Indexbewegungen verursacht.
Value at Risk 3,18 EUR Das geschätzte mittelfristige Value at Risk beträgt 3,18 EUR oder 0,06% Das geschätzte Value at Risk beträgt 3,18 EUR. Das Risiko liegt deshalb bei 0,06%. Dieser Wert basiert auf der mittelfristigen historischen Volatilität (1 Monat) mit einem Konfidenzintervall von 95%.
Volatilität der über 1 Monat 17,3%
Volatilität der über 12 Monate 26,4%

Tools

Kaufszenario (aktuelle/Einstandskurse)
Im Kaufszenario tragen Sie einen „Start“-Kurs und einen „Ziel“-Kurs mit dem gewünschten Wert ein. Danach Stückzahl eintragen und "Berechnen" drücken. Mit dem Aktualisieren-Button (Kreislauf) werden die aktuellen Werte für den Basiswert und das Produkt abgerufen.
Verkaufszenario (Zielkurse)
Im Verkaufsszenario tragen Sie einen „Ziel“-Kurs mit dem gewünschten Wert ein; der „Start“-Kurs wird aus dem aktuellen Kurs gebildet, oder Sie geben einen gewünschten Startwert ein; Stückzahl auswählen und dann Button Berechnen drücken.
Transaktionsvolumen
Tragen Sie hier eine Produktstückzahl ein, um die Performance der geplanten Investition zu schätzen. Ohne Eintragung einer Stückzahl erfolgt keine Berechnung. Die Berechnung erfolgt nach Klick auf den Berechnen-Button.
Berechnung ohne jegliche Kosten. Bitte beachten Sie individuelle Gebühren, Provisionen und andere Entgelte bei Kauf und Verkauf.

News

02.03.2021 | 08:34:59 (dpa-AFX)
VONOVIA IM FOKUS: Immobilienkonzern zwischen Wachstum und Kritik

BOCHUM (dpa-AFX) - Deutschlands größter Immobilienkonzern Vonovia <DE000A1ML7J1> hat die Auswirkungen der Corona-Krise dank einer ungebrochenen Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum bislang kaum zu spüren bekommen. Allerdings weht dem Unternehmen schon seit längerem ein kräftiger Wind wegen steigender Mieten auf dem deutschen Heimatmarkt entgegen: Die Mietpreisbremse wurde verlängert und in Berlin wurde der Mietendeckel eingeführt. Zudem startete eine Bürgerinitiative erst jüngst ein Volksbegehren zur Enteignung großer Wohnungskonzerne in der Bundeshauptstadt. Was bei Vonovia los ist, was die Analysten sagen und wie die Aktie zuletzt gelaufen ist.

LAGE DES UNTERNEHMENS:

Die Geschäfte für den Dax <DE0008469008>-Konzern Vonovia entwickeln sich auch während der Corona-Krise dank steigenden Mieten in den Großstädten gut. Dabei profitiert der Vermieter wie andere aus der Branche vor allem von modernisierten Wohnungen. Die Kosten dafür legen die Konzerne nicht nur teilweise auf die Mieter um, sondern sie können die Mieten anschließend auch stärker erhöhen. Zudem setzt Vonovia auf Neubau und die Aufstockung von Gebäuden. Hier kam es im vergangenen Jahr aber wegen der Sicherheitsvorkehrungen im Zuge der Corona-Pandemie zu Bauverzögerungen.

Seit längerem wächst der Wohnimmobilien-Konzern auch durch Übernahmen im In- und zuletzt auch im Ausland. Vonovia ist mit rund 354 000 Wohnungen der größte Vermieter in Deutschland. Weitere etwa 60 000 Wohnungen besitzt das Unternehmen in Schweden und Österreich. Im Sommer 2020 war der Konzern beim niederländischen Immobilieninvestor Vesteda eingestiegen.

Im Gegensatz zu vielen Unternehmen aus anderen Branchen sieht Vonovia derzeit keine großen Folgen der Corona-Krise für seine Geschäfte. "Corona und der neue Teil-Lockdown werden keine wesentlichen Auswirkungen auf unser Geschäft haben", sagte Unternehmenschef Rolf Buch bei Vorlage der Neunmonatszahlen im November. Bei einer Leerstandsquote von 2,6 Prozent seien die Vonovia-Wohnungen nahezu vollständig vermietet. Das werde wegen der unverändert hohen Nachfrage auch so bleiben.

Beim Jahresziel für den operativen Gewinn (FFO) will Vonovia 2020 das obere Ende der prognostizierten Spanne von 1,275 bis 1,325 Milliarden Euro erreichen. Davon sollen auch die Aktionäre profitieren, die für 2020 eine Dividende von 1,69 Euro je Aktie bekommen sollen. Das wären 12 Cent mehr als ein Jahr zuvor. 2021 will der Konzern noch mehr verdienen, das operative Ergebnis soll um bis zu 11 Prozent zulegen.

Im Fokus steht vor allem der Berliner Wohnungsmarkt wegen des Mietendeckels. Mit diesem wurden dort die Mieten für 1,5 Millionen Wohnungen, die vor 2014 gebaut wurden, für fünf Jahre eingefroren. Für Neuvermietungen gelten Obergrenzen. Dies trifft besonders Immobilienkonzerne wie Deutsche Wohnen und Ado Properties, die Immobilien überwiegend in Berlin besitzen. Vonovia gehören in der Hauptstadt etwa 42 000 Wohnungen.

Zudem startete eine Bürgerinitiative erst vor wenigen Tagen in Berlin ein Volksbegehren zur Enteignung großer Wohnungskonzerne. Die Initiatoren setzen sich dafür ein, Immobilienunternehmen mit mehr als 3000 Wohnungen zu "vergesellschaften", also gegen eine Milliardenentschädigung zu enteignen. So soll der Anstieg der Mieten gestoppt werden. Der Senat, so die Forderung, soll dazu ein Gesetz auf den Weg bringen. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) lehnt das Vorhaben ab, auch die Wirtschaft ist dagegen.

Auch sonst weht den großen Wohnimmobilien-Konzernen in Deutschland ein stärkerer Gegenwind entgegen. Im vergangenen Jahr verlängerte der Bundestag angesichts der anhaltenden Knappheit an Wohnungen die Mietpreisbremse um fünf Jahre und verschärfte sie zudem. Dies bekommt auch Vonovia zu spüren. Die marktbedingte Steigerung der Vonovia-Mieten liege mit 0,8 Prozent um ein Drittel unter den Vorjahreswerten, sagte Buch im November. "Die Maßnahmen der Politik zur Senkung der Mietanstiege wirken offensichtlich." Vonovia legt an diesem Donnerstag (4. März) Zahlen zum Gesamtjahr 2020 vor.

DAS SAGEN ANALYSTEN:

Von den im dpa-AFX-Analyser seit November erfassten 12 Experten empfiehlt mit acht Branchenkennern die Mehrheit die Aktie zu kaufen. Während sich vier Experten für das Halten des Papiers aussprechen, gibt es kein Verkaufsvotum. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei rund 65 Euro - aktuell kostet das Papier etwas mehr als 53 Euro.

Analyst Marios Pastou von der französischen Großbank Societe Generale (SocGen) rechnet damit, dass der Schwung am Immobilienmarkt aufgrund des Mangels an erschwinglichen Mietwohnungen bei hoher Nachfrage anhält. Dies dürfte die potenziellen Risiken überwiegen, die mögliche Mietdeckelungen auf nationaler Ebene mit sich bringen könnten.

Trotz regulatorischer Unsicherheiten bevorzugt Analyst Sander Bunck von der britischen Bank Barclays bei den Immobilienwerten weiterhin die bereits 2020 gut gelaufenen Aktien deutscher Wohnimmobiliengesellschaften. Der Subsektor biete die Aussicht auf überdurchschnittliche Renditen bis 2024 und werde aktuell mit einem Bewertungsabschlag gehandelt.

Allgemein profitieren deutsche Wohnimmobilienunternehmen Bunck zufolge weiterhin von einer hohen Mieternachfrage und einer geringen Zahl an Neubauten. Diese Faktoren sollten das Mietwachstum nachhaltig antreiben. Insofern dürften bestehende und potenzielle zukünftige Regulierungen den Mietanstieg letztlich nur verzögern, aber nicht verhindern.

Die Debatte über eine strengere Regulierung des Mietmarktes dürfe mit Blick auf die Ende September stattfindenden Bundestagswahlen wieder an Fahrt aufnehmen, vermutet der Barclays-Experte. Im Gegensatz zu der Situation vor zwölf Monaten habe aber die eher regulierungskritische Regierungspartei CDU ihren Vorsprung in den Umfragen ausgebaut, so dass das Risiko einer aggressiven Verschärfung der aktuellen Marktregulierungen begrenzt sei.

Das Urteil zum Berliner Mietendeckel könnte laut Bunck im zweiten Quartal dieses Jahres gefällt werden. Das Ergebnis der Entscheidung sei ungewiss. Die Marktmeinung sei wohl, dass der Mietendeckel für ungültig erklärt werde, da die Regulierung des Mietmarkts Bundes- und nicht Ländersache sei.

Eine neue Variante des Coronavirus sowie verlängerte Lockdowns gefährdeten die erwartete wirtschaftliche Erholung im Jahr 2021 und damit auch jene der europäischen Immobilienkonzerne, gab Analyst Neil Green zu bedenken. Die begonnenen Impfungen ließen aber - sofern keine neuen Probleme aufträten - Raum für Optimismus in der zweiten Jahreshälfte. Für Analyst Julian Livingston-Booth vom Analysehaus RBC ist die Bewertung für Vonovia derzeit angemessen und das Kurspotenzial begrenzt.

DAS MACHT DIE AKTIE:

Die Vonovia-Anteile gehören in diesem Jahr zu den größten Verlierern im Dax. Seit ihrem Jahreshoch von etwas mehr als 60 Euro verlor das Papier bis Anfang März mehr als zehn Prozent und gehört damit derzeit zu den größten Verlierern im Leitindex Dax. Im vergangenen Jahr legte die Aktie des Immobilienkonzerns hingegen um rund ein Viertel zu.

Damit lag das Vonovia-Papier 2020 auf Rang sechs unter den begehrtesten Dax-Titeln. Seit dem Index-Aufstieg der Aktie im September 2015 zog der Kurs um fast 80 Prozent an - und auch in diesem Zeitraum gab es kaum Dax-Titel, die mehr zugelegt haben. Mit einem Börsenwert von inzwischen 30 Milliarden Euro liegt Vonovia in dieser Wertung inzwischen im Index-Mittelfeld.

Vonovia ist aus der Deutsche Annington hervorgegangen, die 2000 einen Großteil der vom Bund verkauften Eisenbahnerwohnungen gekauft hatte. Bis zum Börsengang hatte Deutsche Annington Finanzinvestoren gehört. Der Start am Kapitalmarkt war holprig - der Börsengang gelang erst im zweiten Anlauf. Die Investoren, allen voran die britische Gesellschaft Terra Firma, mussten sich mit deutlich weniger zufrieden geben als erhofft.

Doch die geschickte Übernahmestrategie des Unternehmenslenkers Buch sowie der Immobilienboom in Deutschland bescherten den Anteilseignern bald kräftige Gewinne. Vom Ausgabepreis in Höhe von 16,50 Euro ging es Stück für Stück nach oben. Inzwischen haben sich die Alteigentümer ganz von Vonovia verabschiedet./mne/ngu/he/zb

26.02.2021 | 13:20:37 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Hohe Mieten: Volksbegehren zur Enteignung von Wohnkonzernen in Berlin
26.02.2021 | 12:15:28 (dpa-AFX)
Volksbegehren zur Enteignung von Wohnkonzernen in Berlin gestartet
26.02.2021 | 10:39:55 (dpa-AFX)
WDH/AKTIEN IM FOKUS: Immobilienwerte und RWE legen deutlich zu - EZB-Aussagen
26.02.2021 | 10:29:17 (dpa-AFX)
AKTIEN IM FOKUS: Immobilienwerte und RWE legen deutlich zu - EZB-Aussagen
26.02.2021 | 06:06:00 (dpa-AFX)
Berlins Regierungschef Müller gegen Enteignung von Wohnungskonzernen
26.02.2021 | 05:49:08 (dpa-AFX)
Volksbegehren zur Enteignung von Wohnkonzernen in Berlin beginnt